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epa08708899 Swiss rider Marc Hirschi (C) of Team Sunweb celebrates  while crossing the finish line to win the 84th edition of the Fleche Wallonne one day cycling race over 202km from Herve to Huy, Belgium, 30 September 2020.  EPA/JULIEN WARNAND

Hirschi hat im steilen Schlussanstieg die besten Beine. Bild: keystone

Hirschi gewinnt sensationell die Flèche Wallonne: «Am Ende war es eine Frage der Beine»



Marc Hirschi reitet weiter auf einer Erfolgswelle. Drei Tage nach seinem 3. Rang im WM-Strassenrennen gewinnt der junge Berner den belgischen Ardennen-Klassiker Flèche Wallonne.

Hirschi setzte sich nach 202 km von Herve nach Huy im Bergsprint vor dem Franzosen Benoît Cosnefroy und dem Kanadier Michael Woods durch. Der 22-Jährige aus dem deutschen Team Sunweb hatte im 1,3 km langen und durchschnittlich 9,3 Prozent steilen Schlussaufstieg Mur de Huy die besten Beine und liess unter anderen dem Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar keine Chance. Der Slowene beendete das Rennen im 9. Rang.

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Der Schlussspurt mit Hirschi. Video: streamable

Hirschi ist erst der zweite Schweizer nach Ferdy Kübler, der die Flèche Wallone gewinnen konnte. Kübler triumphierte 1951 und 1952 gleich zweimal in diesem geschichtsträchtigen Rennen.

Hirschi blickt auf eine sehr erfolgreiche Zeit seit dem Neustart der Radsaison im August zurück. Auf den Tag genau vor einem Monat sorgte der U23-Weltmeister von 2018 mit einem 2. Platz in der 2. Etappe der Tour de France ein erstes Mal für Aufsehen. Mit einem Etappensieg und einem weiteren Podestplatz sicherte sich Hirschi nach drei Wochen die Auszeichnung zum kämpferischsten Fahrer der Rundfahrt.

«Hirschi war heute einfach von einem anderen Planeten.»

Michael Woods

Im jungen Alter von 22 Jahren gehörte Hirschi am letzten Sonntag im WM-Strassenrennen in Imola bereits zu den Favoriten. Der Ittiger wurde jedoch seinem neuen Status gerecht und sicherte sich beim Sieg des Franzosen Julian Alaphilippe die Bronzemedaille.

Marc Hirschi:

«Es war wirklich brutal und am Ende eine Frage der Beine. Man ist schon so voll Laktat, und dann ist es auch noch Kopfsache. Man muss mental stark sein, um den Schmerz zu überwinden und hier zu gewinnen.»

Das Sieger-Interview mit Hirschi:

Alaphilippe verzichtete nach seinen Siegen in den letzten beiden Jahren auf eine Teilnahme an der Flèche Wallone, um sich etwas mehr Erholung im Hinblick auf den am Sonntag stattfindenden Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich zu gönnen. Beim dritten Radsport-Monument des Jahres wird der Franzose erneut auf Hirschi treffen, der mit einem weiteren Erfolgserlebnis in den Beinen antreten wird. (pre/sda)

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