Sektenblog
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zeuge Jehovas akzeptierte Bluttransfusion nicht – jetzt haben ihn die Richter ausgebremst

Ein wegweisendes Urteil, zu dem sich nun auch das Bundesgericht geäussert hat.

23.04.18, 16:14


Blut ist zweifellos ein kostbarer Körpersaft. Fünf bis sechs Liter der roten Flüssigkeit pulsieren durch unseren Körper. Den Verlust von einem Liter verkraften wir in der Regel. Bei zwei bis drei Litern wird’s lebensbedrohlich. Heute rettet die Bluttransfusion viele Leben, vor allem auch bei komplizierten Operationen oder inneren Verletzungen.

Liegt allerdings ein Zeuge Jehovas auf dem Operationstisch, werden die Chirurgen nervös. Die Gläubigen verlangen mit einer schriftlichen Verfügung, dass die Ärzte keine Transfusionen vornehmen dürfen. Also den Patienten sterben lassen müssen, obwohl die lebensrettende Massnahme einfach wäre.

Manche Ärzte sind versucht, heimlich fremdes Blut zu verabreichen. Eine gefährliche Idee, denn ein Krankenhaus-Komitee der Zeugen Jehovas überwacht die Behandlung. Greift der Chirurg zum Mittel der Transfusion, muss er mit einer Strafanzeige und höchstwahrscheinlich einer Verurteilung rechnen. Dabei gehört es zum zentralen Berufsverständnis, alles zu unternehmen, um Leben zu retten.

operation

Bei einer Operation kann viel Blut verloren gehen, was eine Transfusion nötig macht. Bild: shutterstock.com

Einen neuen Weg schlug der Chirurg einer Berner Privatklinik ein. Als ein Zeuge Jehovas sich weigerte, eine Vereinbarung zu unterschreiben, die im Notfall eine Bluttransfusion erlaubt hätte, verweigerte er die Operation.

Damit war der Patient, der sich eine Diskushernie operieren lassen wollte, nicht einverstanden. Der Zeuge Jehovas klagte gegen unbekannt, indirekt gegen den Arzt ein. Dabei ging es auch für die Glaubensgemeinschaft um sehr viel, denn wenn das Beispiel des aufmüpfigen Arztes Schule machen würde, wäre es für die Zeugen Jehovas in Zukunft womöglich schwierig, Spitäler zu finden, die das Transfusionsverbot akzeptieren würden.

Die rechtlichen Vorwürfe des abgewiesenen Zeugen Jehovas waren denn auch radikal. Seine Abweisung sei versuchte Nötigung, Widerhandlung gegen das Spitalversorgungsgesetz und Rassendiskriminierung gewesen, monierte er vor Gericht.

Richter liessen sich nicht beirren

Doch die Berner Oberrichter liessen sich nicht beirren und schmetterten die Klage in einem wegweisenden Urteil als unhaltbar ab. Ein Verdikt, das den leitenden Kräften der Zeugen Jehovas nicht gefallen kann. Es stellt ihr Dogma des Transfusionsverbotes grundsätzlich in Frage.

Dieses unerwartete und kapitale Urteil konnte der Kläger nicht stehen lassen. Er zog es an Bundesgericht weiter. Und blitzte unlängst auch dort ab. (Urteil 6B_730/2017)

Doch wie kommen die Zeugen Jehovas auf die sonderbare Idee, Bluttransfusionen zu verbieten und den unsinnigen Tod ihrer Glaubensgeschwister in Kauf zu nehmen? Der Schlüssel ist – wie könnte es anders sein –, in der Bibel zu suchen.

Bibel als Richtschnur

Dort finden sich mehrere Stellen, die man heranziehen kann, um das Blutverbot zu legitimieren. Eine gute Quelle ist Mose. Gott verbot Noah und seiner Familie, Blut zu sich zu nehmen. Wörtlich: «Ihr sollt kein Fleisch essen, in dem noch das Leben, das Blut, ist.»

Die darin enthaltenen Botschaften für die Zeugen Jehovas: Im Blut ist der Sitz des Lebens. Deshalb führt die Bluttransformationen quasi zu einer Vermischung der Persönlichkeit. Als müssten die Zeugen Jehovas befürchten, dass Gott sie beim Jüngsten Gericht nicht richtig einordnen könnte. Und da wir laut Bibel alle von Noah abstammen, gilt das Blutdogma auch für uns heutigen Erdenwandler.

Aus heutiger Sicht ist das Transfusionsverbot aus religiösen Motiven absurd. Die Zeugen Jehovas übersehen, dass die Verfasser des Alten Testamentes von Medizin und Anatomie nur wenig Ahnung hatten.

Ein Besuch bei den Zeugen Jehovas. Video: YouTube/Galileo

Ein Beispiel mehr, das zeigt, wie verhängnisvoll es sein kann, wenn Gläubige die Bibel als authentisches Wort Gottes betrachten.

Mehr aus dem Sektenblog

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Die Wahrscheinlichkeit ist klein

Papst Franziskus im Gewand des populistischen Fundamentalisten

Warum Michelle Hunzikers Buch über ihre Flucht aus dem Sektengefängnis wichtig ist

Was Donald Trump mit der Haltung der US-Amerikaner zu Sekten zu tun hat  

«Als sei ich von einer anderen Welt» – Sophies Flucht vor den Zeugen Jehovas

Wie die moderne Esoterik Hitler und den Holocaust verharmlost

Der Papst will schwule Kinder therapieren. Und was ist mit seinen pädophilen Priestern?

Oh, Globuli! Dass Mediziner homöopathisch heilen wollen, ist eigentlich ein Skandal 

Wie ein kleiner Pastor einen Hahnenkampf zwischen Trump und Erdogan auslöste

Was wirklich passiert, wenn eine Elfenexpertin Autounfälle verhindern soll

Kein Sex für Geistliche – ein unsinniges Dogma

Gläubige können Wunder bewirken und Kranke heilen – wie einst Jesus

Religionen verklären das Leiden der Menschen auf törichte Weise

Wie mich Sekten mundtot machen wollten – und was ich daraus gelernt habe

Jesus begründete die grösste Religion, doch seine Biographie liegt im Dunkeln

Wer als Krebspatient alternativen Heilern vertraut, geht ein hohes Risiko ein

Wenn Gott und der Satan eine Wette eingehen, müssen 10 Kinder sterben

Wie kann man von uns verlangen, in Glaubensfragen die Vernunft auszuschalten?

Sind gläubige Menschen weniger grausam? Hinter der Frage lauert ein Denkfehler

Wie Evas Apfel die Geschichte der Menschheit unheilvoll prägte

Von wegen Spiritualität – den Tantra-Urvätern ging es um Fleisch, Alkohol und Sex

Der fromme Arzt, der kein Schwulenheiler sein will

Das Recht auf eine Waffe kommt von Gott, sagt Trump. Denken wir das kurz zu Ende …

Falls das Jenseits ein Fake sein sollte, konzentrieren wir uns besser auf das Diesseits

Kruzifix noch mal! Das Kreuz mit dem Kreuz

Zeuge Jehovas akzeptierte Bluttransfusion nicht – jetzt haben ihn die Richter ausgebremst

Der schwierige Ausstieg aus dem Sekten-Gefängnis

Hat Gott den Bergsturz verursacht, der zwei Tessiner Pilger unter sich begrub?

Hat Jesus' Tod am Kreuz die Welt zum Guten verändert? Zweifel sind angebracht

Heilige oder Hure? Wie Maria Magdalena Christen zur Verzweiflung bringt

«Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen»

Müssen 7-jährige Muslimas ein Kopftuch tragen, um sich vor Männern zu schützen?

Esoterische Sozialarbeiterin löst jahrelangen Schulstreit aus

So konstruieren Sekten Fake News auf der Glaubensebene

Lass dich von der Quantenmedizin nicht täuschen

Der unaufhaltsame Niedergang der Kirchen – und auch der Islam wird Probleme bekommen

Wellnesskult, Konsumrausch und Alternativmedizin als Ersatzreligion

Wie ist das nun mit Gott? Existiert er oder ist er nur ein Mythos?

Alle Artikel anzeigen
Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
242
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
242Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nikolai G. 24.04.2018 08:18
    Highlight Aus dem Religiösen Aspekt macht das verbieten der Bluttransfusion keinen Sinn. Im Medizinischen gibt es seit längerem Stimmen die sagen, dass Bluttransfusion wie eine Mini Transplantation ist und ähnliche Reaktionen auslöst wie bei einer Transplantation. Es gibt Anästhesisten, die lieber Eigenblut während der Operation verabreichen als Fremdblut um weniger komplikationen hervorzurufen. Im Notfall ist es natürlich etwas anderes aber bei geplanten Operationen kann dies durchwegs Sinn machen.
    18 5 Melden
  • DerSimu 24.04.2018 07:55
    Highlight "Rassendiskriminierung"
    Zeigt doch schon, in was für einer verschrobener Welt sie leben. Meiner Meinung nach, ist es jedem selbst überlassen, ob er die Transfusion will oder nicht. Wenn es um Kinder geht, sieht es natürlich anders aus. Wer sein Kind wegen einem Hirngespinst sterben lassen will, gehört eingewiesen und eingesperrt.
    43 2 Melden
  • Pat the Rat (der Echte) 23.04.2018 19:22
    Highlight Und wie sähe es dann mit einer Eigenblutspende vor der Operation aus?
    Bei einem planbaren Eingriff wie Diskushernien sollte das doch machbar sein. Und es würde auch keine "Verunreinigung des Patienten mit fremden Blut" stattfinden. Oder sehe ich das falsch?
    45 2 Melden
  • Alienus 23.04.2018 14:01
    Highlight Hm. Lecker!

    Der Gott des Monotheons verlangt von den Mitgliedern seiner drei Fanclubs schon viel an Unsinn.

    Opferung der Kinder! Opferung der Vorhaut und Klitoris! Und als genetischen Nachweis der Gottgefälligkeit und der Berechtigung des Zuganges in den Himmel auch noch das reine und echte Blut!

    Sind das nicht kannibalistische Züge eines protomonoistischen Gewaltgottes?

    Solche Blutorientierungen / Blutorgien / Blutwahnungen hatten in jüngster Vergangenheit die Nazis!

    Da bleibt die Frage offen, ob die Zeuges sich auf ähnlichem Niveau bewegen?
    28 5 Melden
    • Pasionaria 24.04.2018 03:22
      Highlight Aus Dir spricht endlich wieder einmal Blut und Feuer.....

      Frei nach W. Busch:
      Wie ein Kranker, den das Fieber
      Heiss gemacht und aufgeregt,
      Sich herüber und hinüber
      Auf die andre Seite legt –

      So die Zeugen: Aberglaube - Hader
      Denken abgelegt, Geist nur noch ruht.
      Immerfort durch jede Ader
      Tobt deren altes Suenderblut.
      4 2 Melden
    • rodolofo 24.04.2018 08:09
      Highlight Beim letzten Besuch von missionierenden Glaubensvertreterinnen, habe ich mal was Anderes ausprobiert:
      Die Flucht nach Vorn!
      "Ja natürlich, Jesus Christus ist ein grosses Vorbild für uns Alle, sowohl für meine Frau, die Katholikin ist, als auch für mich als Revolutionär und Sozialist!"
      Die Missionare machten es kurz, gaben pflichtbewusst ihren kleinformatigen Flyer ab und luden uns zum gemeinsamen Beten ihrer Freikirchlichen Gruppe ein, vermutlich ohne sich allzu grosse Hoffnungen zu machen, dass jemand von uns beiden dort erscheinen werde...
      9 4 Melden
    • Alienus 25.04.2018 00:13
      Highlight Fast ohne Worte
      .

      Ein Zeuge Jesu vorm himmlisch Tor,
      umkränzt das Haupt mit einem Flor.

      Begehrt er Einlass in den Himmel,
      weil hat mit 144.000 einen Fimmel.

      Da vor ihm Heerscharen ZJ stehen,
      tun prüfend Engel arisch Blut besehen.

      Oh weh, welch ein himmlisch Graus,
      weil die Blutkontrolle fällt nun aus.

      Da kommen Engel mit nem Panier,
      und gehen durch das ZJ ihr Spalier.

      Auf dem steht göttlich geschrieben,
      jetzt wird kein Blutwahn getrieben.

      Es folgt für Zeugen ein übel Faktum:
      Gott braucht nicht ihr Spektakulum.

      Man braucht nicht diese Zeugen,
      die arg die Texte tun hier beugen.
      11 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Justsayin D 23.04.2018 11:29
    Highlight Die Passage " Im Blut ist der Sitz des Lebens. Deshalb führt die Bluttransformationen quasi zu einer Vermischung der Persönlichkeit. Als müssten die Zeugen Jehovas befürchten, dass Gott sie beim Jüngsten Gericht nicht richtig einordnen könnte." ist frei erfunden. Das hat überhaupt nichts mit den Glaubenslehren der ZJ zu tun. Haben Sie für diese Aussage eine Quelle?
    10 24 Melden
  • Alienus 23.04.2018 10:26
    Highlight Gott fordert laut Hl. Buch Blut.

    Das ist purer Machtmissbrauch. Es wurde von Hl. Männern zwecks Unterwerfung über die Texte Gott im wahrsten Sinne in den Mund gelegt.

    Sollte es solch einen Gott geben, würde er solch ein Zeugs nicht nötig haben. Es ist doch eine Perversität, solch ein dummes Zeug Gott zu unterstellen. Alles krankhafte Machtphantasien und absolute Unterwerfung aus dem 1. Jahrtausend vor u.Z.

    PS: Im germanischen Sprachbereich ist der sprachliche Ursprung für Gott aus „begießen“, somit ein Gott, der „Begossene“.

    Mit Blut? Ja, der Mensch ist pervers in Glaubensdingen!
    10 3 Melden
  • Hypatia 22.04.2018 22:31
    Highlight Sagt die eine Blutwurst zur anderen: "Hä?!"

    Soviel zu den Jehovies.
    13 9 Melden
  • yara 22.04.2018 17:16
    Highlight P.s. Seit längerer Zeit ist auch per Gesetz die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas eine Religion.
    Weshalb ein solcher Artikel im Sektenblog nichts zu suchen hat.

    Schlecht recherchiert würd ich mal meinen...
    7 136 Melden
    • Rabbi Jussuf 22.04.2018 20:36
      Highlight Schon wieder Mist. Wo, bitte, sind die ZJ anerkannt?
      Und wenn es so wäre, eine Sekte sind sie trotzdem.
      85 5 Melden
    • Oxymora 22.04.2018 23:06
      Highlight @Yara

      Keine Glaubensgemeinschaft nennt sich Sekte.

      Aus religiöser Sicht sind immer die anderen Glaubensgemeinschaften Sekten, man kann sich so gegenseitig stigmatisieren.
      Dann braucht man noch Scheinargumente, warum die eigene Glaubensgemeinschaft keine Sekte ist. Gesetzlich anerkannt oder Landesguru etc. mag vielleicht einige überzeugen.

      Aber allen Anstrengungen zum Trotz, im weltlichen Sprachgebrauch werden alle Gruppen des kollektiven Wahnsinns als Sekten bezeichnet.

      Im Sektenblog sind daher alle Religionen herzlich willkommen.
      60 2 Melden
    • Agnos ~ 23.04.2018 08:58
      Highlight YARA, Gegenüberstellung zu Zeugen Jehova:

      die Kath. und Evangel. gehören keinen von beiden einer rel. Fangruppierungen an, und auch der Islam und seinem IS.


      8 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stirling 22.04.2018 10:07
    Highlight Wer nichts weiss muss glauben.
    Das gilt für alle Religionen und Sekten.
    53 9 Melden
    • Schacoden 22.04.2018 12:41
      Highlight Genau. Und die erde ist flach
      24 8 Melden
    • Pain in the Ass 23.04.2018 13:11
      Highlight Und du weisst natürlich alles und musst nichts glauben.
      2 21 Melden
    • Agnos ~ 25.04.2018 14:13
      Highlight Mit unverständlichen Sprüchen wurden schon Sekten gegründet, das musste man glauben, weil niemand dafür eine Erklärung hatte, eine Antwort dafür wurde zuvor schon erfunden. Nach dem Motto: Wer es nicht glaubt kommt nicht in den Himmel%&ç/(@?/!
      7 0 Melden
  • mogad 22.04.2018 10:05
    Highlight Die ZJ stellen mMn ihre eigene "Wahrnehmung" über alles Andere, auch wenn es nachgewiesenermassen "falsch" ist. Wer bist Du? Ich bin der ich bin. Der Name Gottes ist JHWE, oder für die Juden J..E, da der Name Gottes unaussprechlich ist. Die ZJ aber gehen hin und übersetzen JHWE mit Jehova!
    7 18 Melden
    • Rabbi Jussuf 22.04.2018 20:37
      Highlight Das ist nicht auf dem Mist der JZ gewachsen.
      Der Name Jehova ist schon etwa seit dem 12. Jh. bekannt.
      10 2 Melden
    • My Senf 23.04.2018 14:59
      Highlight Abbaio

      Die Katholiken sehen das genauso...
      St. Martin, Olten z.B. und es gibt da noch einige...
      6 0 Melden
    • satyros 25.04.2018 01:57
      Highlight Der Name Gottes ist laut Bibel JHWH. Da das Hebräische eine reine Konsonantenschrift ist und es Juden verboten ist, den Gottesnamen auszusprechen (deshalb keine mündliche Überlieferung), weiss niemand, welche Vokale weggelassen wurden. JeHoWaH ist deshalb theoretisch genauso möglich wie das heute gebräuchlichere JaHWe(H). Für "Jahwe" spricht der Ausruf Hallelujah, der eine Kurzform des Gottesnamens verwendet (übersetzt "lobet Jah") und die Transkribtion des hebräischen Gottesnamen in andere Sprachen. Für "Jehova" spricht die wissenschaftlich rekonstruierte Aussprache in "Life of Brian".
      5 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 22.04.2018 09:40
    Highlight Es ist für den Gläubigen eine Gratwanderung: Was in der Bibel ist wörtlich zu nehmen und was muss interpretiert werden? Das erste Testament wurde in vorwissenschaftlicher Zeit geschrieben. Wenn Gott nicht wollte, dass der Mensch sich weiterentwickelt und immer mehr Erkenntnisse gewinnt, würde er es verhindern. Auch Gott hat sich mit dem Menschen weiter entwickelt, vom Kriegsherrn, der das Volk Israel in den Krieg führte, zum liebenden Pazifisten in Gestalt von Jesus!
    7 47 Melden
    • Klaus07 22.04.2018 15:59
      Highlight Auch Gott hat sich mit den Menschen weiterentwickelt? Dieser Satz sagt eigentlich nur eines aus! Gott ist nicht existent, es ist nur ein Hirngespinnst der Menschheit. Eine Mystische Gestallt die das Universum, die Natur und den Menschen erschaffen hat entwickelt sich nicht. Dafür ist er ja ein Gott. Ihr Satz sagt aus: dass Gott fehlbar ist und sich verändert? Gott sei doch unfehlbar? Ihr Kommentar versucht nur ihre eigenen Zweifel an der Unfehlbarkeit von Gott schönzureden. Gott ind ein Pazifisten! Naja....
      39 6 Melden
    • Share 22.04.2018 22:22
      Highlight @Abba
      Fuer den Ethiker wahrlich eine Gratwanderung.
      1 3 Melden
    • Share 22.04.2018 22:31
      Highlight @Klaus
      Gott sah es war gut. Gott reute es.
      Ich will mal so sagen: Kennst du deinen Gott nicht, hast du deine Fesseln noch nicht bemerkt.
      1 21 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • olive 22.04.2018 09:34
    Highlight Dieses Urteil wider den Aberglauben ist unheimlich wichtig.
    Man möchte hoffen, dass es auch in anderen Bereichen Schule machen würde, allerdings hat man dort nicht das starke Argument der Lebensrettung, z.B. Beschneidungen.
    32 3 Melden
  • mogad 22.04.2018 09:07
    Highlight Ich empfehle den Roman "Kindswohl" von Ian McEwan,
    Da geht es um das Thema ZJ und med. Eingriffe!
    5 4 Melden
  • mogad 22.04.2018 09:05
    Highlight Die Leute wollen den Fünfer und das Weggli - operiert, sprich gerettet werden, aber keine Bluttransfusion. Und wenn der Patient dann wegen zu hohem Blutverlust stirbt, sind die Aerzte Schuld und werden verklagt.
    Kann das nicht gesetzl. geregelt werden, dass dieses Risiko voll zu Lasten des Patienten geht? Zumindest müssen die Aerzte sich keine Vorwürfe machen, wenn ihnen der Patient wegen Blutverlustes wegstirbt.
    25 5 Melden
    • Rabbi Jussuf 22.04.2018 20:42
      Highlight Darum geht es wohl kaum.
      Das Risiko ist sowieso aufseiten des Patienten - meistens. Da müssten schon grobe Schnitzer passieren, damit die Aerzte drankommen.
      Die "Vorwürfe" dürften wohl eher psychischer Art sein und die Aerzte machen sich die selber.
      Es wird wohl keinen Arzt kalt lassen, wenn ein Patient unter seinen Händen stirbt. Egal aus welchem Grund.
      22 0 Melden
  • mogad 22.04.2018 09:01
    Highlight Da muss ich Hugo Stamm mal 100% zustimmen!
    20 6 Melden
  • Schacoden 22.04.2018 08:51
    Highlight Es gibt tatsächlich schlecht informierte personen, die noch heute behaupten, blut sei gefährlich...

    4 9 Melden
  • Schacoden 22.04.2018 08:39
    Highlight

    5 12 Melden
  • mimiduu 22.04.2018 06:47
    Highlight Hinter einer Bluttransfusion steckt weit mehr als nur eine Glaubensentscheidung. Wer sich mit dem Thema gut auskennt weiss, dass eine Bluttransfusion mit vielen Risiken verbunden ist. Man kann sagen, dass sich die Alternativen - auch dank den Zeugen - sich in den letzten Jahrzehnten verbessert haben. Es ist immer einfach zu kritisieren als sich mal gründlich mit dem Thema auseinander zu setzen. Dass die ZJ ihre Kinder sterben lassen würden ist überhaupt nicht mit ihrem Glauben zu vereinbaren. Es sterben viel mehr Menschen auf dem billigen Weg eine riskikovolle Bluttransfusion zu nehmen.
    7 124 Melden
    • PhilippS 22.04.2018 09:49
      Highlight Ich bin kein Arzt, kenne mich diesbezüglich mit den Todesraten infolge einer Transfusion nicht aus.

      Aber wer so was in die Welt stellt, sollte wenigstens eine einzige, meinetwegen halbseiige, Referenz liefern.
      74 5 Melden
    • mimiduu 22.04.2018 09:54
      Highlight
      @ 16 Blitze :-)
      8 27 Melden
    • Alienus 22.04.2018 09:54
      Highlight Erbitte um fundierten Nachweis dieser Aussage bezüglich der viel mehr verstorbenen Menschen!
      47 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigu91 22.04.2018 00:27
    Highlight Vor dem jüngsten Gericht werden also Blutproben entnommen um festzustellen, ob jemand Zutritt in den Himmel hat. Oder wie muss ich mir das vorstellen?
    42 7 Melden
    • Agnos ~ 23.04.2018 09:16
      Highlight Das geht doch auf das Konto der Freuden, von den Unsterblichen, die nicht mehr den Tod zu fürchten bräuchten!?

      So einfach geht das nicht, mit der zweiten Phase des Abendmahls.
      4 4 Melden
  • zialo 22.04.2018 00:25
    Highlight Diese Situation hier, Zeugen Jehovas verweigern Bluttransfusion und operierender Arzt respektiert das, hat die moderne Medizin revolutioniert. Das unterschlägt Hugo Stamm.

    PBM (patient blood management) wurde gerade in der Schweiz und weltweit eingeführt. Könnte man den Zeugen Jehovas nicht ein bisschen mehr Respekt entgegenbringen, wenn Atheisten es genau diesem Repekt vor einer Religion verdanken, dass sie Operationen gesünder überleben.

    https://mobil.stern.de/gesundheit/bluttransfusionen--warum-sie-riskanter-sind--als-man-glaubt-7321296.html

    10 61 Melden
    • Rabbi Jussuf 22.04.2018 21:00
      Highlight zialo
      Man sollte schon fähig sein, Texte richtig zu lesen.

      Dass mit Fremdblut ein Risiko vorhanden ist, dürfte jedem klar sein. Um das zu wissen, braucht es keinen Zeugen Jehovas.
      Es gibt/gab schon Chirurgen, die waren als Blutverschwender verschrieen - ganz unabhängig von irgendwelchen ZJ.
      Nein, da haben wir den ZJ rein gar nichts zu verdanken.
      18 4 Melden
  • domimi 22.04.2018 00:10
    Highlight Vielleicht sollten die Zeugen Jehovas nur zu Ärzten aus ihrer "Religion" und auch nur Blut von Ihresgläubigen verwenden.
    21 5 Melden
  • Oxymora 21.04.2018 23:18
    Highlight
    Man stelle sich vor, jemand verursacht einen Bagatellunfall.

    1.Das Unfallopfer verliert sehr viel Blut.

    2.Mit einer Transfusion wäre der Schaden behoben.

    Ist das Unfallopfer zufällig ein ZJ, wird wegen einem Bagatellunfall möglicherweise überfahrlässige Tötung gerichtet. Sehr unangenehm für Unfallverursacher und Gerichte, wenn man bedenkt mit einer Bluttransfusion wäre es gar nicht zu der Situation gekommen.

    Freiheit vor Religion gibt es selbst bei Unfällen nicht.
    33 6 Melden
  • gelesen 21.04.2018 20:47
    Highlight Ian McEwan
    https://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/glaube-liebe-und-gesetz-1.18459554

    schildert das Thema und die Problemematik, in seinem
    Roman "Kindeswohl", eindrücklich.
    8 5 Melden
    • zoe... 23.04.2018 10:01
      Highlight gelesen

      das buch habe ich mir soeben bestellt. märrsi für den tip
      1 1 Melden
    • gelesen 24.04.2018 19:03
      Highlight hallo zoe

      bitte schön, gern geschehen.
      du wirst es nicht bereuen.
      0 0 Melden
  • paule 21.04.2018 19:55
    Highlight Wenn es den Gott der "Zeugen" wirklich gäbe, wäre der nicht so dof seine Schäflein nicht zu erkennen. Und das Leben ist nicht im Blut, Blut ist nur das Transportmedium.
    Aber das dürfen die "Abhängigen" der Mächtigen nicht erfahren.
    27 10 Melden
    • Agnos ~ 25.04.2018 04:29
      Highlight Paule haben sie Medizin studiert?
      5 2 Melden
  • B-Arche 21.04.2018 19:10
    Highlight Die Frage ist doch warum ein "Krankenhauskommitee der Zeugen Jehovas" bei einer Operation dabei sein darf?
    Raus mit denen und Operation durchführen mit Bluttransfusion!
    Das Krankenhaus ist doch nicht verpflichtet den Quatsch mitzumachen?
    Statt abzulehnen die Operation durchführen nach heutigen medizinischen Standards.
    Diese Zettel die man unterschreiben soll welche dem Arzt lebensnotwendige Massnahmen verbieten soll würden vor keinem Gericht Bestand haben.
    29 21 Melden
    • Luzi Fair 22.04.2018 00:14
      Highlight Ich denke, jeder hat das Recht zu entscheiden, was in seinen Körper kommt. Wenn ich kein fremdes Blut in meinen Körper will, ist das zu akzeptierteren.
      Es ist allerdings auch zu akzeptiereren, wenn ein Arzt dann die Operation verweigert.
      49 4 Melden
    • mogad 22.04.2018 09:52
      Highlight @Luzi Fair. Der Arzt kann nicht dazu gezwungen werden, wider besseres Wissen den Tod eines Patienten in Kauf zu nehmen!
      7 4 Melden
    • Beggride 22.04.2018 12:57
      Highlight @abbaio
      Der Arzt darf aber auch nicht dazu gezwungen werden einem ZJ das Leben mittels Bluttransfusion das Leben zu retten, um dann schlussendlich selber als der grosse "Sünder" und Verlierer dazustehen. Ich weiss ja nicht wie das dann abgehen würde, aber ich denke die würden ihm dann ziemlich die Hölle heiss machen.
      11 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 21.04.2018 18:44
    Highlight Die Verfasser des alten Testaments hatten von Medizin sogar sehr viel Ahnung - denn in einer Zeit ohne Kühlschrank, mangelnder Hygiene und fehlender Qualitätskontrolle konnte man durch den Verzerr von rohem Fleisch schnell Krank werden. Auch heute noch würde ich nicht in jedem Land der Welt mein Stake blutig bestellen.

    Sie konnten ja nicht ahnen, dass nach ein paar tausend Jahren mal jemand das Argument braucht, um quasi Selbstmord zu begehen. Man kann eben alles falsch verstehen...
    51 21 Melden
    • Michael Bamberger 21.04.2018 19:29
      Highlight ...dafür aber etwas mehr Ahnung von der Rechtschreibung als Ökonometriker, denn:

      Verzerr = Verzehr
      Krank werden = krank werden
      Stake = Steak
      38 41 Melden
    • äti 21.04.2018 23:20
      Highlight Und gerade darum hätten Gott und die Weisen die die Schriften machten, das voraussehen müssen um laufende Anpassungen zu installieren. Ein Gott oder so wird wohl wissen, dass sich in Jahren vieles ändert.
      15 2 Melden
    • Ökonometriker 22.04.2018 09:43
      Highlight @äti: vielleicht ist das ja Gottes Weg um den Darwinismus zu fördern?
      12 5 Melden
  • andygerber 21.04.2018 16:37
    Highlight Dieses Urteil was zu erwarten. Weshalb: jeder Arzt hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, eine Nutzen-Risiko-Analyse vor einem Eingriff zu machen. Der Anspruch eines Patienten, einerseits einen (in diesem Fall übrigens nicht überlebenswichtigen) Eingriff einzufordern, aber gleichzeitig eine Abwehrklausel einzubauen, welche das Operationsrisiko erhöht, ist eine Zumutung an die Gewissenshaltung des Operateurs. Auch Aerzte haben Abwehrrechte, nicht nur Patienten.
    78 8 Melden
  • Pil 21.04.2018 16:00
    Highlight Es ging in der Bibel um geschlachtetes blutiges Fleisch. Niemand kannte vor 2000 Jahren Bluttransfusionen.
    Die Sekte der Wachtürmler twistete dieses Gebot und Arrangierte es für die Neuzeit.
    Dieses Urteil ist an und für sich richtig.
    Ich verstehe den Arzt der die OP verweigerte da er den Hypokratische Eid geschworen hatte.
    Und wenn die Zeugen explizit die Transfusion verweigern wollen , dann wissen sie es und wollen es , aber können es jetzt nicht mehr verweigern.
    Somit ist unnötiges Sterben vorprogrammiert...
    36 17 Melden
  • Bucky 21.04.2018 15:54
    Highlight Die Diskussion ist eigentlich überflüssig. Einzig ausschlaggebend ist das SELBSTBESTIMMUNGSRECHT der Patientinnen und Patienten. Der Wille, lebensverlängernde Massnahmen zu akzeptieren oder nicht. Auch Zeugen Jehovas haben die Verfügungshoheit über ihren Körper. Und wenn der Glaubenssatz, dass Transfusionen quasi nicht "koscher" sind, einer Zeugin oder einem Zeugen missfällt, muss sie oder er konsequenterweise (in diesem Punkt) dem Glauben der Zeugen entsagen (oder die Kirche wechseln). Die Klage war trotzdem idiotisch: eine Privatklinik kann sich (ausser in Notfällen) die Patienten aussuchen.
    36 13 Melden
    • Redly 21.04.2018 16:56
      Highlight Das ist richtig mit dem Selbstbestimmungsrecht.
      Aber es gilt genauso für den Arzt.
      84 2 Melden
    • Bucky 21.04.2018 20:50
      Highlight @Redly: ein "Selbstbestimmungsrecht" für Ärzte? Davon habe ich in dieser Form aber noch nie gehört.

      Natürlich sind privat praktizierende Ärzte (einschliesslich Privatkliniken), wie ich in meinem Kommentar ja auch noch ausdrücklich festgehalten habe, nicht verpflichtet, jemanden zu behandeln (ausser in Notfällen): sie können sich die Patienten aussuchen (wenn sie genug haben, um von ihnen zu leben).
      Ärzte und Spitäler aber, die den per Patientenverfügung erklärten Verzicht von PatientInnen auf lebensverlängernde Massnahmen anerkennen, müssten auch den Verzicht auf Transfusionen akzeptieren.
      8 13 Melden
    • Redly 21.04.2018 21:39
      Highlight @Bucki: du hast mich nicht verstanden. Klar müssen sie Patientenverfügung etc. akzeptieren.
      Aber sie haben dann auch das gute Recht nicht zu operieren/behandeln.
      Ärzte sollen nicht gezwungen werden, jemanden absichtlich und wider besseren Wissens sterben zu lassen - das ist nämlich eine unglaubliche Belastung.
      39 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • My Senf 21.04.2018 15:29
    Highlight B.
    A.________ reichte am 7. März 2016 bei der Regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland eine Strafanzeige gegen unbekannte Täterschaft sowie gegen die Klinik ein wegen Rassendiskriminierung, Aussetzung, versuchter Nötigung und Widerhandlung

    So viel zu Journalistischem Handwerk!

    Breitbard auf zürcherisch😂
    17 35 Melden
    • Klaus07 21.04.2018 19:10
      Highlight Im Text von Herr Stamm steht, das der Zeuge Jehovas den Arzt anzeigte, was nicht ganz richtig ist. Es wahr der Anästhesisten der Klink der die Unterschrift verweigerte, jedoch genau aus dem Grund wie Herr Stamm geschrieben hat. Die Anzeige geht gegen das Spital und den Anästhesisten. Herr Stamm in die nöhe eines Rechtsnationalistischen Propagandablatt zu stellen ist weit mehr als Niveaulos.
      39 9 Melden
  • Phrosch 21.04.2018 15:12
    Highlight „Der Schlüssel ist – wie könnte es anders sein –, in der Bibel zu suchen.“ Das ist - wie könnte es anders sein - nicht ganz richtig. Der Schlüssel liegt in der Auslegung der Bibel. Man kann nicht alles der Bibel anlasten, was menschlichem Denken entspringt.
    Der zitierte Text spricht zweifelsfrei nicht von Bluttransfusion. Es leuchtet mir bis heute nicht ein, wie genau die ZJ von solchen Bibelversen schliessen, dass Transfusionen zur Lebensrettung verboten sind.
    23 11 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.04.2018 21:00
      Highlight Die Auslegung liegt schon nahe an der Intention des AT. Diesem folgend, ist das Blut der Sitz des Lebens und Leben - ob tierisch, oder menschlich ist heilig zu halten. Das ist der Hintergrund für das Blutverbot und Schächtung im Judentum. Wenn man davon ausgeht, dann liegt ein Transfusionsverbot eigentlich nahe - mit ein paar logischen Schlenkern.
      Warum die ZJ so daran festhalten, obwohl ja (fast) alle Blutteile erlaubt wären?
      Sie hätten sonst kaum mehr etwas, was sie von anderen Sekten unterscheidet.
      14 8 Melden
    • Maighty 22.04.2018 00:00
      Highlight Die Bibel ist doch nur ein Werk, dass Regeln für eine funktionierende Gesellschaft festhält. Rotes Fleisch=Krankheit/Tod. Diese Regel gilt sogar heute noch für Schwein und Geflügel...
      8 5 Melden
    • JackMac 22.04.2018 01:29
      Highlight Man kann nicht alles der Bibel anlasten, was menschlichem denken entspricht?
      Wie soll ich das bitte verstehen?
      Wurde die Bibel von Engel und Göttern geschrieben?
      Es ist schon seltsam, welche Macht noch heute aus den Zeilen hervorgeht, welche von ein paar dehydrierten fundamentalistischen Wüstengängern stammt. Tausende von Jahren zurück, notabene.
      13 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Slavoj Žižek 21.04.2018 14:09
    Highlight Who cares? Jeder wie er will. Betrifft alle anderen ja nur sehr wenig.
    14 36 Melden
  • keebits 21.04.2018 14:06
    Highlight Also wenn Jesus etwas gepredigt hat, dann ja wohl Nächstenliebe - was kann ich meinem Nächsten wertvolleres geben, als mein Blut? Eigentlich eines der größten Geschenke, aber wer nicht will, der hat schon.
    44 8 Melden
    • Agnos ~ 22.04.2018 06:44
      Highlight Das neue Testament ist das blutrünstigste Buch das es je gab, und von dem mehr geschrieben wurde, als je von einem andern Buch. Miteinbeschlossenen alten Testament ist es noch viel mehr blutiger. Selbst die Glaubenskriege unter den Christen und Moslems, hat an sich blutrünstiger als je zuvor zugenommen.

      9 13 Melden
    • Knäckebrot 23.04.2018 14:35
      Highlight Hast du das NT schon mal ganz gelesen?

      Hattest du beim Lesen wirklich den Eindruck, dass es an Blutrünstigkeit noch von keinem anderen Buch übertroffen wurde?

      Und wie erklärst du, dass in den blutigsten Zeiten der Kirchengeschichte das NT für das breite Volk zum Lesen verboten war? (Abgesehen vom 30J Krieg, wobei zumindest die Protestanten das NT hätten lesen können)
      3 0 Melden
    • Agnos ~ 23.04.2018 19:42
      Highlight Knäckebrot,
      sie berufen sich auf den 30. Jhr.Krieg,da gab es schon den Buchdruck u.die ersten Zeitungsverleger,also war das Information-Medienzeitalter schon für damalige Zeit schon gut Entwickelt,dass Berichten aus Kriegs-geschehen,schnell verbreitet wurden.Da schon damals mehr Auslegungen statt Auslagen aus dem vom AT kopierten Büchern hatte.Noch heute bekannte u.akzeptierte Geschichts-schreiber aus der Alt und Neu-Antike wie unter Kaiser Augustus,können bezeugen dass es schon damals sehr blutige Kriege auch im Hlg. Land gab.Schon lange der Buchdruck existiert, so lange ist die Aufklärung
      5 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Share 21.04.2018 14:01
    Highlight Medizin ist ein moderner Begriff. Hygiene gab es schon immer. Lebenssaft als Lebensspender auch. Sollte einfach frisch sein.
    5 26 Melden
  • My Senf 21.04.2018 13:33
    Highlight Herrliche Kommentare!

    1. Hugo sagt wieder mal die halbe Wahrheit bzw. nur die Teile die eben zu falschen Annahmen führen (ist das nicht bereites Fake News?! Ist das offiziell nach watson Richtlinien?)

    2. vor einiger Zeit wurde an gleicher Stelle gegen Ärzte gewettert die sich einen 💩 um den Patientenwillen Schären wenn da jemand ein „nicht Wiederbeleben“ tatoo oder Pflaster hat.

    Nun ok die wurden nicht in Zusammenhang mit Religionen gebracht also ist es ok 😀 wenn die Hilfe verweigern dürfen.

    Schon krass was Religion für Gefühle auslöst! Insbesondere wenn sie von Hugo diskreditiert wird
    36 95 Melden
    • nödganz.klar 21.04.2018 15:43
      Highlight Erzählst du uns nun die ganze Wahrheit? Ist ja nur Fake News...

      Zudem, besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen Nicht-Wiederbeleben-Patientenverfügungen, und dem offensichtlich religiös verstörten Ablehnen von Bluttransfusionen. Eine BT kann im OP eingesetzt werden, einen prekären Notfall nicht entstehen zu lassen. Sie wirkt prophylaktisch. Eine Wiederbelebung ist ein Notfall, bei welchem der unmittelbare Tod droht, oder schon eingetreten ist. Bei Wiederbelebung besteht die Chance auf bleibende Schäden, eine BT im OP dagegen, verhindert diese.
      32 15 Melden
    • keplan 21.04.2018 15:59
      Highlight Lieber senf auch du dürftest uns an dieser stelle aifklären welcher Teil den fehlt.
      26 0 Melden
    • rodolofo 21.04.2018 16:16
      Highlight @ My Senf
      1. Teil-Wahrheiten sind ebenso keine "Fake-News", wie Lakto- und Carno-Vegetarier keine Veganer sind.
      2. Religionen lösen in einem Religions-Kritiker keine starken Gefühle , wie etwa Hass, oder Hass-Liebe aus, sondern sorgen im besten Fall für eine gewisse Verwunderung und/oder Belustigung.
      3. Ich glaube nicht, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe, weil ich nicht daran glaube, dass man Weisheit mit Löffeln fressen kann.
      28 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Smith 21.04.2018 13:01
    Highlight Hugo Stamm mag ein passabler Sekten-Kenner sein, aber er ist ein jämmerlicher Jurist. Gerichtsurteile beziehen sich in aller Regel auf einen ganz bestimmten Fall. In diesem konkreten Fall war es so, dass der Patient einfach in ein anderes Spital ging, das bereit war, ihn zu seinen Bedingung zu operieren. Daher entstand ihm kein Schaden. Dieser Umstand wird im Urteil immer wieder ins Feld geführt. Es bleibt offen (und wäre interessant zu wissen), wie das Urteil ausgefallen wäre, hätte der Patient kein anderes Spital gefunden und einen bleibenden Schaden davongetragen.
    28 15 Melden
    • Share 21.04.2018 16:42
      Highlight Konkret ist es eine Frage der Perspektive: Der Kunde ist Koenig. Oder: Der Koenig ist Kunde.
      1 6 Melden
    • Yamamoto 22.04.2018 11:38
      Highlight Das BGer unterscheidet klar zwischen elektiven und vital indizierten Eingriffen. Insofern darf durchaus angenommen werden, dass das BGer bei einem elektiven Eingriff auch dann gleich urteilen würde, wenn keine Behandlungsalternative bestünde. Das Verfahren bzgl. der Rassendiskriminierung wäre auch in so einem Fall ohne weiteres einzustellen. Dieser Artikel stellt eine Konkretion der Schutzansprüche der jeweiligen Grundrechte dar. Weder die Klinik noch der Arzt knüpfen jedoch an ein verpöntes Merkmal an – sie begründen die Ablehnung vielmehr sachlich und nach medizinischen Kriterien.
      6 0 Melden
  • Knäckebrot 21.04.2018 12:56
    Highlight Warum das Entsetzen, wenn ZJ bevorzugen zu sterben?

    Das Traurige an sich wäre ja, dass sie trotz gegebener Technik sterben.

    Allerdings zeigt die Tatsache, dass über sie und ihre Ethik mit Verachtung geschrieben wird, dass es gar nicht wirklich darum geht, dass sie einem leid tun.

    Geht es um das Erbarmen mit den Ärzten und ihrem Gewissen? Auch da sehe ich mehr Verachtung gegen die ZJ als Erbarmen mit den Ärzten.
    Müssen Ärzte etwas machen, das gegen ihre Ethik geht, aber im gesellschaftlichen Trend sind, ist die Solidarität ihnen gegenüber schnell wieder vorbei.
    7 28 Melden
    • mrcz 21.04.2018 21:25
      Highlight Nöo geht aus meiner Sicht ganz klar um den Schutz des praktizierenden Arztes, der sich seit der Ausbildung hinter die Ohren gschrieben hat, alles zumutbare zu tun, um Leben zu retten. Und da gehört ne Transfusion nach unserem Verständnis nunmal dazu.
      Ist imo nicht okay, wenn ein Mediziner in ne Situation gedrängt wird, wo er einen Patienten sterben lassen muss, weils auf nem Stück Papier so geschrieben steht. Hat doch nix mit Hass den ZJ gegenüber zu tun - wenn Leib und Leben bedroht sind, ist schlicht keine Zeit da für endlose Klauseln.
      9 3 Melden
    • äti 21.04.2018 23:47
      Highlight "Warum das Entsetzen, wenn ZJ bevorzugen zu sterben?" - wenn du zum Beispiel ein Kind hast, das bei einem Unfall BT benötigt und dir die ZJ das verbieten. Dann hast du Entsetzen. Nicht nur. Und die Typen wedeln dazu noch mit der Bibel in der Luft herum. Tausendfaches Entsetzen.
      15 1 Melden
    • Knäckebrot 22.04.2018 05:44
      Highlight Nein, seitens der Ärzte ist klar, dass diese in einem inneren Konflikt sind und mir tun sie auch leid.

      Aber wenn ich lese (od. höre), wie die Gesellschaft damit umgeht, dann erweckt es in mir schon den Eindruck, dass man sich mehr über die ZJ nervt, als mitleid mit den Ärzten hat. Wenns um Ärzte mit Gewissenskonflikten und Abtreibung geht, ist es umgekehrt. Dann nervt man sich über Ärzte.

      Da ich kein ZJ bin und eine negative Haltung ihrer Geschichte gegenüber habe, denke ich nicht, dass ich nicht aus Voreingenommenheit schreibe.

      Hass ist natürlich ein anderes Kaliber; das meine ich nicht.
      3 4 Melden
  • donmadridsista 21.04.2018 12:00
    Highlight wäre jetzt nicht der ideale moment diesen unnötigen dissens zu beenden, in dem mann generell gültige richtlinienen - auch für notfällige eingriffe implementiert?
    17 5 Melden
  • Qahira 21.04.2018 11:39
    Highlight Man müsste die beiden Urteile genauer lesen...nicht der Arzt wurde eingeklagt, sondern das Spital. Der Anästhesist des privaten Spitals wollte die OP nicht durchführen lassen. Der Arzt hat den Patienten normal operiert, einfach an einem öffentlichen Spital, bei welchem er auch tätig ist.
    17 4 Melden
    • MarZ 21.04.2018 14:14
      Highlight Und der Anästhesist ist also kein Arzt?
      19 7 Melden
    • Klaus07 21.04.2018 19:15
      Highlight @Qahira, ob der Arzt oder der Anästhesisten oder das Spital ist irrelevant. Das Problem bleibt bestehen.
      4 0 Melden
    • Qahira 21.04.2018 19:25
      Highlight Natürlich, der wurde aber ebenfalls nicht eingeklagt. Nur das Spital - was eine andere Ebene der ganzen Problematik berührt. Der Chirurg hat den Zeugen Jehovas zudem ja auch wie gewünscht operiert. Daraus lässt sich leider kein ganz so bedeutender Grundsatzentscheid ableiten wie es wünschenswert wäre...
      2 2 Melden
  • Faethor 21.04.2018 11:32
    Highlight Haha, er zog den Chirurgen wegen Rassendiskriminierung vor Gericht. Seit wann sind diese Zeugen denn eine Rasse?
    51 8 Melden
    • Joe Smith 21.04.2018 14:07
      Highlight Haha, da hat offenbar jemand das Gesetz nicht gelesen. (Aber Nichtwissen schützt bekanntlich nicht vor Kommentaren, eher im Gegenteil.)
      17 8 Melden
  • Gattaca 21.04.2018 10:59
    Highlight Hier ein Link zu einer Sendung über Bluttransfusionen die unter anderem auf ARD gesendet wurde.....


    15 13 Melden
  • Karl33 21.04.2018 10:56
    Highlight Letzthin eine Frauenorganisation, die beklagte, dass Ärzte bei der Geburt sie nicht bei jedem Handgriff um Erlaubnis fragen, nun religiöse Frömmler. Manchen Menschen haben echt nen knall.
    46 14 Melden
  • bcZcity 21.04.2018 10:51
    Highlight Ehm ja, ich bin kein Freund von Religionen. Aber (Ausser es betrifft bevormundete Kinder), wenn so ein Zeuge sterben will, lasst ihn doch! Ist doch sein Recht auf Massnahmen zu verzichten! Das Blut könnte jemand anderem, der etwas geerdeter ist im Gehirn, zugute kommen!
    46 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.04.2018 12:55
      Highlight Wenn es so einfach wäre!
      Versetz dich mal in den Arzt, dem ein Patient wegstirbt, nur weil er nicht alles unternehmen konnte/durfte, was das Leben gerettet hätte.
      Einem Freund von mir ist das einmal passiert. Dieser Vorfall erschütterte ihn jahrelang.
      36 16 Melden
    • bcZcity 21.04.2018 14:44
      Highlight @Rabbi
      Ich habe auch eine Patientenverfügung wo ich festgehalten habe dass gewisse Massnahmen nicht durchgeführt werden sollen, da ich in diesem Fall lieber sterben würde. Dies gilt es zu akzeptieren!

      Ich finde es von Ärzten ja ehrenhaft dass sie um Leben kämpfen, aber wenn ein Patient etwas ausdrücklich nicht möchte, ist das eben so. Ein schlechtes Gewissen im Fall des Todes, muss man dann ja nicht haben......

      17 3 Melden
    • Maracuja 21.04.2018 19:50
      Highlight @bzZcity: ein schlechtes Gewissen ...

      Noch werden Operationen von Menschen durchgeführt und nicht von Robotern. Und dass es Ärzten nahe geht, wenn sie z.B. eine Mutter bei der Geburt sterben lassen müssten, weil diese sich auch im Notfall eine Bluttransfusion per Patientenverfügung ablehnt, ist verständlich. Nicht nur Patienten haben Selbstbestimmungsrechte, auch Ärzte haben welche und dürfen nicht gezwungen werden gegen ihre ethischen Richtlinien zu verstossen, weil der Patient das wünscht.
      9 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 21.04.2018 10:42
    Highlight Witzig ist, dass eigentlich fast alle Blutbestandteile als Transfusion erlaubt sind, nicht aber vollständiges Blut.
    27 17 Melden
    • My Senf 21.04.2018 13:24
      Highlight Uhhi Rabbi nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Gibt es nicht bei euch ganze Trupps die jeden Blutspritzer an einem Unfallort reinigen damit ja niemand in Kontakt damit kommt?!

      Und das unter Behinderung der Ambulanz und der 👮‍♀️ Ermittler?...
      21 17 Melden
    • Baba 21.04.2018 14:22
      Highlight Exakt - und auch die Eigenblutspende wird abgelehnt (wäre ja bei so einer planbaren OP eine Möglichkeit, um Fremdblut zu vermeiden...). Sobald das Blut den Körper verlassen hat, ist es nicht mehr erlaubt. Dialyse hingegen ist ok.

      Sollte aber plötzlich für die "leitende Körperschaft" (= die die bei den ZJ 'Jehovas Anweisungen' für die Gläubigen festhalten) aber das "Licht heller scheinen" (= Eingebung), kann auch diese Haltung über den Haufen geworfen werden. Beispiele dafür gibt es zuhauf, es wird aber äusserst ungern gesehen, wenn man auf solche Meinungswechsel (zB Zivildienst) hinweist...
      15 5 Melden
    • Knäckebrot 21.04.2018 18:34
      Highlight @Baba, so lustig. Das Argument, um allen vergangenen Schlamassel zu erklären, ist mir auch schon oft begegnet. Dir offenbar auch.

      ja das mit dem heller werdenden Licht, das manchmal so hell wird, dass etwas geändert wird, was früher mal bereits durch anderes helleres Licht genau in die andere Richtung geändert wurde, ist schon ein interessantes Phänomen.

      4 0 Melden
  • Walter Sahli 21.04.2018 10:25
    Highlight Es sind die Anästhesisten, die sich um die Bluttransfusion kümmern, nicht die Chirurgen.

    *Klugscheissmodus aus*
    51 9 Melden
    • MarZ 21.04.2018 14:17
      Highlight In der Regel ordnet der operierende Chirurg die Transfusion, auf anraten des Anästhesisten, an. Wenn schon Klugscheissen, dann richtig.
      11 5 Melden
  • Zeit_Genosse 21.04.2018 10:23
    Highlight Meines Wissens werden Eigenbluttransfusionen und Blutplasmaersatz von ZJ erlaubt. Bei Notfällen und grösseren Operationen wird das schwierig. Gutes und vernünftiges Urteil, das überfällig war.
    52 5 Melden
  • Jokaero 21.04.2018 10:22
    Highlight Mein Onkel (ehemaliger Arzt) hat sich auch mal dafür entschieden, seinen Patienten nicht sterben zu lassen und hat ihm die nötige Bluttransfusion verabreicht.
    Er wurde danach vom geretteten ZJ vor Gericht gezogen und musste ne stattliche Summe bezahlen.
    Ich finde es wirklich bedenklich, dass Ärzte jeweils vor dieses Dilemma gestellt werden. Jemanden sterben zu lassen, obwohl die erfolgsversprechende Behandlung offensichtlich ist, lässt niemanden kalt, der sich dem Schutz des Lebens verschrieben hat.
    145 8 Melden
  • ~°kvinne°~ 21.04.2018 10:17
    Highlight Somit besteht die Gefahr, dass Gott beim Jüngsten Gericht die wahren Gläubigen nicht richtig einordnen kann.“

    Ähm ok...wenns Gott den Allmächtigen gibt wird er wohl auch um die Bluttransfusion wissen. Oder denken die Zeugen er sei dumm? Was wiederum Lästerung wäre....🤔 ein Teufelskreis.
    84 2 Melden
    • rodolofo 21.04.2018 10:48
      Highlight Ja eben!
      Eine Blut-Transfusion mit Blut von Ungläubigen gibt so viel Punkte-Abzug, dass der Einzug ins Paradies-Finale unmöglich wird!
      (Das Ausrufe-Zeichen ist ironisch gemeint.
      Ich rege mich ja nicht wirklich darüber auf, dass ein Zeuge Jehovas mit einer Blut-Transformation das Paradies-Finale nicht erreicht...)
      32 5 Melden
    • Bowell 21.04.2018 11:56
      Highlight „Ich habe heute leider keine Rose für Dich“
      21 2 Melden
  • äti 21.04.2018 10:16
    Highlight Ärzte und Spitäler sollten Zeugen Jehovas grundsätzlich und vorsorglich ablehnen. Ich meine dies, weil Bluttransfusion nur die Spitze des Eisberges ist. ZJ können durchaus die Gabe des Gesundbetens (oder ähnliches) anwenden.
    54 18 Melden
    • Maracuja 21.04.2018 12:49
      Highlight Wir haben 1. ein Krankenkassenobligatorium, 2. einen Rechtsstaat, somit hat JEDER - also auch religiöse und sonstige „Spinner“ - ein Recht auf notwendige medizinische Behandlung. Behandeln ja, Extrawünsche wie Überwachung durch selbst ernanntes „Krankenhauskomitee“ nein. Bei Patientenverfügungen, die der Arzt aus ethischen Gründen nicht mittragen kann, soll der Arzt die Behandlung ablehnen dürfen (=korrekter Gerichtsentscheid). Bei Kindern ist die elterliche Gewalt in medizinischen Bereichen notfalls einzuschränken, wenn Eltern die Zustimmung zu notwendigen Eingriffen verweigern.
      25 4 Melden
    • Knäckebrot 21.04.2018 18:47
      Highlight Was gibt es bei den ZJ denn sonst noch, was die aktuelle Ärzteethik bedrängt (wenn die BT nur die Spitze des Eisberges sind)? Mir ist bisher nur das bekannt.

      ZJ glauben nicht an das Gesundbeten. Ich kenne Leute, die angeblich von unheilbaren Krankheiten "gesundgebetet" (hehe) wurden (Bsp. Epilepsie, durchgerissener Meniskus).

      Wie man sich das auch immer erklärt, die ZJ sagen, es war der Teufel.
      1 1 Melden
    • Agnos ~ 23.04.2018 11:18
      Highlight Knäckebrot,
      sie schreiben anhand von Gesundbeten, "wurden unheilbare gesundgebetet," Sie schreiben da unter "wurden," also in Vergangenheit-form, als glaubten sie, dass es schon geschehen sein würde. Also für den Befreiungsdienst vor Krankheit, und Gebrechen. Was ist Wahrheit?
      4 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 21.04.2018 10:06
    Highlight Wieder dieses Bashing nur weil es in ist, Leute mit einem Glauben für lächerlich zu erklären.

    Soweit meines Wissens, ist nie wirklich abschliessend geklärt worden, welche Auswirkungen auf Leib und Psyche, eine Bluttransfusion hat.

    Immer häufiger nutzen Ärzte Operationen. Nicht weil es nötig ist, sondern weil es schneller geht und rentabler ist.

    Warum werden wohl immer mehr Entbindungen per Kaiserschnitt ausgeführt, selbst bei jungen und vollkommen gesunden Müttern?
    13 207 Melden
    • chrisdea 21.04.2018 10:48
      Highlight Komischer Gedankengang, von der Bluttransfusion zum Kaiserschnitt in einem Absatz...

      Und es ist sehr wohl erwiesen welche Auswirkung eine Transfusion auf Leib und Psyche hat: namentlich den Erhalt selbiger im Zirkel der Lebenden...
      102 6 Melden
    • türülüü 21.04.2018 10:48
      Highlight In der Schweiz geht der Wunsch nach einem Kaiserschnitt, zumindest bei unkomplizierten Schwangerschaften, in den allermeisten Fällen von der Schwangeren und nicht vom Arzt aus. Dafür gibt es verschiedene Gründe wie z.B. Angst vor Schmerzen oder ästhetische "Hintergedanken".
      Zu deinem Input über die unbekannten Auswirkungen einer Bluttransfusion auf die Psyche kann ich nur folgendes sagen: ich habe miterlebt, wie eine junge Mutter (ZJ) von 2 kleinen Kindern kein Blut erhalten hat (ZJ haben es verhindert) und gestorben ist. Auf die Psyche der Kinder hatte das sicherlich eine immense Auswirkung
      87 1 Melden
    • Pamal 21.04.2018 10:49
      Highlight Weil die Jungen und gesunden Mütter dies so wünschen. Kein Warten mehr auf das Kind, ggf sogar Wunschdatum bestimmen, keine Wehen mehr, etc.
      Ein gutes Urteil, das schon längst fällig war
      25 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nomade 21.04.2018 09:55
    Highlight Und warum kann der Patient in so einem Fall nicht vorgängig eigenes blut abzapfen, welches bei der Operation im Ernstfall eingesetzt werden könnte?
    30 7 Melden
    • rodolofo 21.04.2018 10:44
      Highlight Nicht immer ist das technisch Mögliche auch wünschenswert...
      16 2 Melden
    • batschki 21.04.2018 10:52
      Highlight Es ging bei diesem Fall doch einfach ums Prinzip.

      Ich finde es hervorragend, wie hier ein Wirbelsäulenspezialist sagt, dass auch er Wertvorstellungen hat, die zu achten sind! und zu ärztlichen Wertvorstellungen gehört halt auch, dass man bei einem Wahleingriff sein Bestes geben kann und dazu volle Therapieentscheidungsfreiheit braucht.
      Prinzipiell! das lässt sich nicht juristisch regeln.
      Da es bei einer Wirbelsäulenop kaum je blutet, amüsiert mich diese Diskussion unter Laien, Gläubigen und Juristen
      14 5 Melden
    • A7-903 21.04.2018 11:21
      Highlight Blut ist meines wissens (ohne medizinische ausbildung whatsoever) nicht endlos lagerbar, man kann einem menschen nur eine bestimmte menge blut entnehmen, beides zugleich führt dazu dass wohl nicht genug blut auf lager ist bei manchen Operationen .

      Und das nur bei operationen die weit im voraus geplant werden. Bei unfällen wäre eigenblut faktisch unmöglich.

      Aber wie gesagt, nur so meine laiengedanken dazu.
      12 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Bamberger 21.04.2018 09:51
    Highlight Es liegt in der Natur der Religionen und deren Anhänger, dass sie einfältig die Gebote ihrer "Heiligen Schriften" befolgen, und seien diese Anordnungen noch so grotesk.

    Ein unrühmliches Beispiel sind die christlichen Teufelsaustreibungen, welche auf den neutestamentarischen Versen basieren, in denen Jesus reihenweise Dämonen (sprich Teufel) austreibt.

    "Teufelsaustreibungen sind laut katholischer Kirche auch heute noch unverzichtbar. Der Vatikan hat in dieser Woche ein Exorzismusseminar für 250 Priester und Ordensleute ausgerichtet." (Frankfurter Rundschau, 20.4.2018)
    43 1 Melden
    • Agnos ~ 23.04.2018 10:40
      Highlight Entscheidet der Teufel dafür, von Bluttransfusionen,> und verbindliches dagegen!? Das kommt drauf an, ob der Patient leidend sterben will, oder leidend am Leben bleiben will, wirklich beides und wirklich alles, ihrer Beitrags entspricht nicht der Ästhetik, und ist inakzeptable. Mit evangelikalen Befreiungsdiensten von Teufelsaustreibungen, dass Kranken gesund werden, habe ich kein Verständnis, und ersetzt keine Bluttransfusionen.
      4 1 Melden
    • Agnos ~ 23.04.2018 18:02
      Highlight Bamberger,

      nirgends ist bekannt dass Befreiungsdienst einem Jungen seinen Vater wiedergegeben hat, und dem Gebrechlichen sein Bein und die Gesundheit, ausser aus den vorzeitigen Pergamentrollen vor 300 vor Chr., was die deren Echtheit nicht gewährleistet, da Kultur und damaliges Verständnis und der Sprache, wie auch die Bedeutung, einer anderen war.
      Mit Scharlatanerie hat das wahrscheinlich nichts zu tun, doch weiss ich, dass aus diesen Berichten Scharlatanerie gelehrt und betrieben wird, ganz auf Kosten des irregeführten Heilungssuchenden, der glaubt dem Wunderheiler, der wird selig.
      5 1 Melden
  • rodolofo 21.04.2018 09:50
    Highlight In diesem Zusammenhang fällt mir wieder der aus rabenschwarzem, Britischen Humor heraus entstandene "Darwin-Award" ein für besonders spektakuläre Beispiele von Menschen, die den Gen-Pool der Menschheit dadurch verbessern, dass sie sich selber aus der Evolution herausnehmen!
    Ein Zeuge Jehovas stirbt also im Verlaufe einer relativ einfachen Operation, weil er Blut-Konserven als "das Leben eines Anderen, womöglich UNREINEN, NICHT VON JEHOVA AUSERWÄHLTEN" gewöhnlich Sterblichen abgelehnt hat...
    Nun, jetzt ist er ja immerhin bei Jehova!
    (Und Jehova ist bereits extrem genervt deswegen...)
    45 5 Melden
  • aglio e olio 21.04.2018 09:22
    Highlight "Somit besteht die Gefahr, dass Gott beim Jüngsten Gericht die wahren Gläubigen nicht richtig einordnen kann"

    Ich verstehe das so, dass sie ihren Gott für einigermassen beschränkt und eben nicht für allwissend halten.
    Irgendwie widersprüchlich, heisst es doch sonst immer Gott wisse alles.
    74 11 Melden
    • EvilBetty 21.04.2018 13:19
      Highlight Kann Gott einen Stein erschaffen der so schwer ist, dass er ihn nicht aufheben kann?
      5 7 Melden
    • Baba 21.04.2018 14:33
      Highlight Bevor ich mich vor 20 J. endgültig dagegen entschieden habe, war ich einige Jahre sehr intensiv in diesen Kreisen unterwegs. Was ich aber zum Thema Bluttransfusion wirklich nie, gar nie gehört habe war diese Geschichte, dass Gott eventuell die wahren Gläubigen nicht richtig einordnen könne!

      Diese ganze verlogene Blutstory mit ihren Spitzfindigkeiten (Blutbestandteile können ok sein, Vollblut ist es nie) und den abrupten Haltungswechsel beim Thema Zivildienst (nachdem tausende junger ZJ ins Gefängnis gegangen waren) waren für mich der Ausschlag für den endgültigen Bruch mit der Organisation.
      9 10 Melden
  • He nu.. 21.04.2018 09:06
    Highlight Solche Religionen sollte man verbieten.
    42 14 Melden
    • MeineMeinung 21.04.2018 09:30
      Highlight Solche Religionen? Eher gleich alle!
      47 14 Melden
    • rodolofo 21.04.2018 09:52
      Highlight Die gefährden ja nur sich selber!
      Darum sind die Zeugen Jehovas auch relativ harmlos.
      17 16 Melden
    • ~°kvinne°~ 21.04.2018 10:18
      Highlight Nein, sie gefährden auch ihre Kinder die sich (noch) nicht wehren können.
      68 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Follower 21.04.2018 08:57
    Highlight Ihre Schlussfolgerung „dass es gefährlich ist, wenn die Bibel wörtlich genommen wird“ ist hier unzulässig, weil selbst orthodoxe Juden Bluttransfusionen erhalten können. Es ist einzig die Gruppierung der Zeugen Jehovas, die dieses unsinnige Gebot/Verbot kennt.
    46 18 Melden
  • meine senf 21.04.2018 08:56
    Highlight "Somit besteht die Gefahr, dass Gott beim Jüngsten Gericht die wahren Gläubigen nicht richtig einordnen kann."

    Irgendwie müssen die Gott für einen jämmerlichen Versager halten und sich selbst als mächtiger als Gott, wenn sie davon ausgehen, dass er sich so leicht verwirren lässt. Ist das nicht Gotteslästerung?
    631 22 Melden
    • Diavolino666 21.04.2018 12:22
      Highlight Gott ist ja auch unfähig, den Menschen "nach seinen Wünschen" zu gestalten, weshalb manche ihre Penisse mit Beschneidung nachjustieren müssen, um Gottes Ansprüchen zu genügen...
      16 6 Melden
    • Francis Begbie 21.04.2018 14:13
      Highlight Wenn es Gott gäbe, wäre er auch ein jämmerlicher versager:


      4 4 Melden
    • Agnos ~ 22.04.2018 09:17
      Highlight Nicht ein Gottmensch wäre unfähig, sondern ein Mensch der meint, ich fühle mich wie Goood, aber für sich nichts einordnen kann, mit welchem Blut dass er in den Himmel kommt, dass er zuvor durch die Nierendialyse zu reinigen hätte.
      8 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • infomann 21.04.2018 08:50
    Highlight Warum müssen Menschen immer andere überzeugen?
    Liebe Leute denkt einfach selber und lässt euch von solchem Scheiss nicht beeinflussen!
    Dieses mir dem richtigen Glauben führt ja zu den grössten Kriegen wie man leicht immer wieder feststellen kann.
    21 13 Melden
    • rodolofo 21.04.2018 09:55
      Highlight Falls Du der "Informant" bist, kannst Du Dich auch gleich selber an der Nase nehmen.
      Wenn nicht, bin ich mit dem von Dir gesagten weitgehend einverstanden, denn beim sogenannten "Überzeugen" kann ich bereits zufrieden sein, wenn mein Gesagtes wenigstens mich selber überzeugt...
      14 0 Melden
  • lilie 21.04.2018 08:33
    Highlight Ich bin zwiegespalten ob dem Urteil. Natürlich erscheint es sinnlos, bloss wegen einer Diskushernie sozusagen sein Leben aufs Spiel zu setzen.

    In Zeiten der Patientenverfügung und zunehmenden Emanzipation der Patienten gegenüber den "Göttern in Weiss" ist es aber mehr als fraglich, ob ein solcher Wunsch (NACH entsprechender ärztlicher Aufklärung, versteht sich!) nicht respektiert werden muss.

    Ich selber möchte als Patientin auch selber über meinen Körper und lebensrettende Massnahmen bestimmen. Logischerweise muss ich das dann aber auch allen anderen zugestehen - ungeachtet der Gründe.

    24 83 Melden
    • Ialea 21.04.2018 08:57
      Highlight Du hast die entscheidung, welche behandlung du haben nöchtest. Jedoch hat der Arzt keinen Behandlungszwang (ausser im Notfall), sprich er kann jegliche Behandlung ablehnen, falls er diese nicht durchführen möchte.
      82 4 Melden
    • wuschel1984 21.04.2018 09:02
      Highlight Guter Input bezüglich Patientenverfügung. Wenn ein Sanitäter an einen Unfall kommt, muss der in Zukunft erst auf solche Sachen achten und herausfinden ob das ein Zeuge ist? Weil bei Unfällen muss es ja schnell gehen, da kannste nicht noch auf Konfession und Gebräuche achten... oder die Person stirbt.

      In dem Fall oben, warum hat er sich nicht einfach vorher genügend Blut abnehmen lassen? ich musste das vor einer OP mal machen, weil die zu wenig Blutreserven im Krankenhaus hatten.
      32 3 Melden
    • Energia 21.04.2018 09:19
      Highlight Und jeder Arzt verliert gerne einen Patienten nur weil der kein Blut wollte, auch schon mal daran gedacht?

      35 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 21.04.2018 08:26
    Highlight Wenn ein Kind eines Zeugen verunfallt und dann droht zu verbluten, dann ist es laut Zeugen halt so.

    Zeugen lassen lieber ihre Kinder sterben, als lebensrettende Infusionen zuzulassen.

    Das Gerichtsurteil ist eine wunderbare Sache. Wir müssen uns ab sofort nicht mehr mit den wirren Ideen der Zeugen herumschlagen.
    Es ist ganz einfach jetzt : Sie sagen Ja zu Bluttransfusion und schon werden sie operiert. Falls Nein, gibt es keine Operation.

    Wenn es doch immer so einfach wäre.
    821 35 Melden
    • batschki 21.04.2018 11:00
      Highlight E.E.Grey:
      Genau DAS ist der Punkt. Und dass dieses nun auch juristisch in der CH nicht mehr möglich ist, ist ja jetzt bezüglich ZJ und Bluttransfusionen geklärt.
      4 5 Melden
    • batschki 21.04.2018 11:51
      Highlight @E.E.Gray: genau DAS ist der Punkt
      3 4 Melden
    • Idrisi 21.04.2018 14:38
      Highlight Keine Angst, ein Kind kriegt in der Schweiz bei einem Unfall OP soviel Blut wie es braucht. Egal was die Eltern wollen. Bei Kindern ist die Sache viel einfacher als bei einem Erwachsenen.
      11 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Oh, Globuli! Dass Mediziner homöopathisch heilen wollen, ist eigentlich ein Skandal 

In Deutschland kritisieren Ärzte die Homöopathie, eine Apotherkerin verkauft keine Globuli mehr. Und in der Schweiz? Da fehlt oft die Ehrlichkeit. 

Die Fakten sind klar: Manche homöopathische Mittel sind so stark verdünnt, dass sie keine Wirksubstanz mehr enthalten. Das bestreiten auch Vertreter der umstrittenen Methode nicht.

Sie behaupten unter anderem, die Informationen oder Energien der Ursubstanz gingen auf die Trägerflüssigkeit über. Ausserdem potenziere sich die Wirkung durch die Verdünnung.

Das sind abenteuerliche Interpretationen, die jeder wissenschaftlichen Erkenntnis und allen Naturgesetzen widersprechen. Das ist etwa so, als …

Artikel lesen