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Ahnungslos lässt sich Ericka Paige Diehl fotografieren.
Ahnungslos lässt sich Ericka Paige Diehl fotografieren.bild: news.com

Dieses Foto könnte die Stewardess ihren Job kosten – eine Solidaritäts-Bewegung auf Twitter will das verhindern

Weil Ericka Paige Diehl kurz vor Abflug in einem Triebwerk posierte, muss sie nun um ihre Stelle bangen. Was in Amerika verboten ist, erlaubt die Swiss.
30.05.2015, 15:4831.05.2015, 17:29

Als sich die Stewardess Ericka Paige Diehl am O’Hare International Airport in Chicago für ein Foto in Pose bringt, ahnt sie nicht, welche Wellen diese Aufnahme mal schlagen würde. Denn heute muss sie deshalb um ihren Job bangen. Der Grund: Ein Passagier, der die 41-jährige Flugbegleiterin bei ihrem «Foto-Shooting» in einem der Triebwerke beobachtet, hält die Aktion für weniger lustig.

Während des anschliessenden Fluges notiert er sich deshalb den Namen der Frau, die bei der amerikanischen Billigfluggesellschaft Spirit Airlines tätig ist. Als er später auf der Facebook-Seite der Frau noch weitere solcher Fotos findet, meldet er sich bei dem TV-Sender ABC 7 Chicago und erkundigt sich, ob diese Aktion Teil einer neuen Check-Up-Strategie vor dem Start sei.

Ericka Paige Diehl hat inzwischen wenig zu lachen.
Ericka Paige Diehl hat inzwischen wenig zu lachen.bild: twitter/theheraldsun

Airline leitet Untersuchung ein

Der Sender kontaktiert sowohl die Stewardess als auch die Verantwortlichen der Airline. Diehl selbst gibt zunächst an, sie wisse nicht, von welchen Bildern die Rede sei – anschliessend sagt sie, es stünde ihr nicht frei, darüber zu reden. Kurz darauf verschwinden erst die Fotos von ihrem Facebook-Profil und dann der gesamte Account.

Ein Mitglied der Geschäftsleitung von Spirit Airlines teilt dem TV-Sender mit, dass die auf dem Foto gezeigte Aktivität klar gegen die Richtlinien der Fluggesellschaft verstosse. Pressesprecher Paul Berry fügt hinzu, dass man der Sache nachgehen und entsprechende Massnahmen ergreifen würde.

Kollegen zeigen sich solidarisch

Bevor Diehl ihren Facebook-Account deaktiviert hat, soll sie unter einem der Bilder – im Austausch mit Freunden – kommentiert haben, dass diese Bilder sie möglicherweise ihren Job kosten würden. Andere Stewards und Stewardessen können die Aufregung nicht verstehen: Unter dem Hashtag #stewsforericka posten sie alle ihre eigenen Triebwerk-Fotos.

Einige von ihnen weisen darauf hin, dass man diese Art von Fotos schon vor Jahrzehnten gemacht habe – und liefern sogleich den entsprechenden Beweis:

Keine Sanktionen für Swiss-Mitarbeiter

Bei der Swiss sollen bisher keine Angestellten an der Solidaritätsaktion für Diehl teilgenommen haben, teilt Mediensprecher Stefan Vasic im Gespräch mit watson mit. Aber selbst wenn: Mit einem Rausschmiss müssten die Mitarbeiter deshalb kaum rechnen. Vasic präzisiert: «Bei Swiss fördern wir das Aufnehmen solcher Bilder nicht aktiv – wir verbieten oder sanktionieren dieses allerdings auch nicht.»

Es sei klar, dass auf diese Weise schöne Fotos entstehen könnten, zu Promo-Zwecken habe die Swiss in der Vergangenheit auch schon solche Bilder anfertigen lassen. «Obschon die Triebwerke generell sehr robust sind, muss darauf geachtet werden, dass die Oberfläche der Triebwerke nicht beschädigt, beispielsweise zerkratzt, wird», so Vasic. Man verlasse sich hierbei auf den gesunden Menschenverstand der Angestellten.

Auf Twitter kommen derweil Tag für Tag weitere Bilder von Flugbegleitern und Flugbegleiterinnen, die in einem Triebwerk posieren, hinzu. Ob es ihnen so gelingt, Diehls Job zu retten, bleibt noch offen.

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