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Tatverdächtiger von Chemnitz kommt aus Untersuchungshaft frei



Ein wegen der Tötung eines Deutschen in Chemnitz vor gut drei Wochen festgenommener 22-jähriger Asylbewerber kommt aus der Untersuchungshaft frei. Dies teilte sein Rechtsanwalt Ulrich Dost-Roxin am Dienstag mit.

Das Amtsgericht Chemnitz habe bei einem Haftprüfungstermin den Haftbefehl gegen seinen Mandanten aufgehoben, schrieb Dost-Roxin auf seiner Internetseite. Die Aufhebung des Haftbefehls sei überfällig gewesen. Sein Mandant habe «ohne jeden Tatverdacht» mehr als drei Wochen in Untersuchungshaft verbringen müssen.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Chemnitz bestätigte, dass der Haftbefehl gegen den 22-jährigen aufgehoben wurde. Der Mann soll aus dem Irak stammen. Allerdings hat das deutsche Innenministerium Zweifel an der Identität geäussert.

Daneben befindet sich auch ein zweiter Asylbewerber in Untersuchungshaft, der aus Syrien stammen soll. Dessen Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls wurden aber abgewiesen, wie die Sprecherin sagte.

Beide Männer hatten Medienberichten zufolge eine Tatbeteiligung bestritten. Nach einem dritten Tatverdächtigen, einem Iraker, wird gefahndet.

In Chemnitz war Ende August ein 35-jähriger Mann erstochen worden. Das Tötungsdelikt zog zahlreiche Demonstrationen auch rechter Gruppen in der Stadt nach sich, die teilweise in Gewalttätigkeiten mündeten. (sda/reu)

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