Romandie
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74-Jähriger tötet Lebensgefährtin und deren Liebhaber – 20 Jahre Gefängnis



In diesem Haus im neuenburgischen Verrières hat sich das Drama im August 2017 abgespielt. (Archivbild)

Der Tatort in Les Verrières. Bild: KEYSTONE

Ein 74-jähriger Schweizer, der im August 2017 in Les Verrières NE seine frühere Lebensgefährtin und deren Liebhaber erschossen hatte, ist zu einer Gefängnisstrafe von 20 Jahren verurteilt worden. Das Bezirksgericht von Boudry sprach den Mann des Mordes für schuldig.

Der Mann hatte seine frühere Lebensgefährtin und deren Freund in der Nacht vom 4. auf den 5. August 2017 in Verrières mit einer Faustfeuerwaffe getötet, bevor er sich der Polizei stellte. Das Drama spielte sich vor dem Haus des Liebhabers der Frau ab.

Der eifersüchtige Neuenburger hatte es nicht ertragen, dass seine frühere Lebensgefährtin ein Leben mit einem anderen Mann führte. Die rund 20 Jahre jüngere Frau hatte dem Mann zuvor gestanden, einen Liebhaber gehabt zu haben, aber versichert, dass es vorbei sei.

Der Mann glaubte ihr nicht. Er befestigte einen GPS-Sender an ihrem Auto und fand sie tatsächlich in der Wohnung ihres früheren Liebhabers. Er erschoss die Frau und deren Freund am Fenster der Wohnung. Zuvor war es zu einem kurzen Gespräch gekommen, bei dem sich die Frau geweigert hatte, nach Hause zu kommen.

Das Bezirskgericht folgte am Freitag der These des Doppelmordes. Der Täter habe kaltblütig und niederträchtig gehandelt, befand das Gericht. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Gefängnisstrafe beantragt. Die Verteidigung plädierte auf Tötung aus Leidenschaft. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • flausch 22.03.2019 19:48
    Highlight Highlight "Die Verteidigung plädierte auf Tötung aus Leidenschaft."
    Wow sind wir schon wieder im Mittelalter?
    • Magnum44 23.03.2019 11:41
      Highlight Highlight Der Verteidiger hat NUR die Interessen seines Klienten zu vertreten. I.c. wäre dies eine Verurteilung wegen Totschlag, nicht Mord.
    • flausch 24.03.2019 01:11
      Highlight Highlight Trotz allem ist die Argumentationsweise der Verteidigung mit der Floskel "Tötung aus Leidenschaft" nicht dasselbe sie Totschlag. Es gibt hier eine zusätzliche, sehr fragwürdige Komponente.
  • eBart! 22.03.2019 16:38
    Highlight Highlight "Die Verteidigung plädierte auf Tötung aus Leidenschaft". Gibt schon kranke Verteidiger.
    • Magnum44 23.03.2019 11:41
      Highlight Highlight Der Verteidiger hat NUR die Interessen seines Klienten zu vertreten. I.c. wäre dies eine Verurteilung wegen Totschlag, nicht Mord.
    • TheOnlyZeus 23.03.2019 15:27
      Highlight Highlight Gibt Leute die wohl die Aufgabe eines Verteidigers nach wie vor nicht verstehen...

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