Justiz
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Felicity Huffman, center, departs federal court with her brother Moore Huffman Jr., left, Monday, May 13, 2019, in Boston, where she pleaded guilty to charges in a nationwide college admissions bribery scandal. (AP Photo/Steven Senne)

Bild: AP/AP

Desperate Housewives-Star bekennt sich schuldig – ihr droht Gefängnis



Die Schauspielerin Felicity Huffman («Desperate Housewives») hat sich im Hochschul-Bestechungsskandal in den USA am Montag (Ortszeit) schuldig bekannt. Unter Tränen räumte sie ein, mit Geld die Chancen ihrer Tochter auf einen guten Studienplatz habe steigern wollen.

Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Boston (US-Staat Massachusetts) soll eine Richterin am 13. September das Strafmass bekanntgeben. Nach dem Willen der Anklage soll die 56-jährige Huffman vier bis zehn Monate Haft erhalten und eine Geldstrafe von 20'000 Dollar leisten.

Huffman gestand bei ihrem Gerichtstermin in Boston ein, 15'000 Dollar gezahlt zu haben, damit ihre Tochter beim Uni-Eintrittstest SAT besser abschneidet. So wollte sie ihr den Zugang zu einer besseren Universität ermöglichen.

Vorteilhaftes Eingeständnis

Huffman hatte bereits im April ihre Schuld eingeräumt. Sie soll 15'000 Dollar Schmiergeld gezahlt haben, um zu erreichen, dass Antworten ihrer ältesten Tochter beim landesweiten Einstufungstest SAT nachträglich aufgebessert wurden. Huffman, die aus ihrer Ehe mit dem Schauspieler William H. Macy zwei Töchter hat, umgeht mit dem Schuldeingeständnis einen längeren Prozess und eine längere Haftstrafe. Auf Bestechung stehen in den USA hohe Geldstrafen und bis zu 20 Jahre Jahre Haft.

Der Skandal um die Hochschul-Bestechungen hatte in den vergangenen Monaten weite Kreise gezogen. Um ihre Kinder in Yale, Stanford oder Georgetown unterzubringen, sollen Dutzende Prominente und andere wohlhabende Eltern Mitarbeiter an Colleges und Universitäten in den USA bestochen haben.

Die Bestechungsgelder flossen an William Singer, der mittels eines ausgeklügelten Netzwerks für die Aufnahme wenig qualifizierter Studenten sorgte. So liess er Prüfungsergebnisse fälschen und bestach Trainer, die Studienplatzanwärtern überdurchschnittliche sportliche Leistungen bescheinigten, um ein Sport-Stipendium zu ergattern.

Singers kriminelle Organisation sammelte so insgesamt 25 Millionen Dollar von Eltern ein. Er hat sich bereits schuldig bekannt. Gegen die betroffenen Hochschulen wurden bislang keine Verfahren eingeleitet. (sda/dpa/afp)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Baccara aka Shero 14.05.2019 08:59
    Highlight Highlight Wow. Monate in Haft.

    Daneben - googelt mal Tanya McDowell. Sie hat ihren Sohn mit gefälschten Papieren in einem anderen Schuldistrikt angemeldet.
    Sie geht rund 5 Jahre ins Gefängnis.

    Unterschied? Sie ist schwarz. Und kein Promi.
  • Platonismo 14.05.2019 06:24
    Highlight Highlight „Nach dem Willen der Anklage soll die 56-jährige Huffman vier bis zehn Monate Haft erhalten.“ Aber ihr schreibt im Titel, es würden ihr mehrere Jahre Haft drohen. Watson, kein Blabla 🤦🏻‍♂️
  • Ichwillauchwassagen 14.05.2019 05:53
    Highlight Highlight So. Und jetzt?

    Ich war in Yale ;-)
    • Adumdum 14.05.2019 07:10
      Highlight Highlight Und? Wieviel haben deine Eltern bezahlt? 😁
  • Spooky 14.05.2019 04:22
    Highlight Highlight Eigentlich ist es ja verständlich, dass sie für ihr Kind nur das Beste wollte. Und soweit ich weiss, muss man in der Schweiz auch dafür bezahlen, wenn man sein Kind in eine Privatschule schicken will. So ein grosser Unterschied ist das auch wieder nicht.
    • Oigen 14.05.2019 07:25
      Highlight Highlight ich verstehe es auch nicht, da wird ein riesen drama gemacht, aber andere spenden einfach beiträge an unis damit ihre schützlinge aufgenommen werden. wo ist der unterschied?
    • Unkel Wullewu 14.05.2019 07:50
      Highlight Highlight Der Unterschied liegt darin, dass in den USA auch die Reichen, Mächtigen und Grossfirmen hin und wieder verurteilt werden, wenn sie gegen das Gesetz verstossen.
    • Mia_san_mia 14.05.2019 08:28
      Highlight Highlight Doch das ist es.
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