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Abfallsaecke auf dem Bahnhofsplatz in Bern, anlaesslich einer Fotoaktion der Gruenen des Kanton Berns fotografiert am Donnerstag, 1. September 2016, in Bern. Der Schritt zur Gruenen Wirtschaft ist aus Sicht von Berner Unternehmern notwendig und machbar.

Ein Abfallberg auf dem Bahnhofsplatz in Bern. Bild: KEYSTONE

Diese 13 Fakten zu unserer Wegwerfgesellschaft musst du kennen

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Mehr Menschen, mehr Konsum, mehr Abfall. Es ist eines der Probleme, das uns in der heutigen Zeit stark beschäftigt. Aber welche Ausmasse hat es tatsächlich? Diese Zahlen zeigen's.

Fast 700 Kilogramm Abfall pro Person

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Die Schweizerinnen und Schweizer produzieren im Schnitt fast 700 Kilogramm Abfall pro Jahr. Etwa die Hälfte davon kommt in den Kehricht, der Rest wird anderweitig entsorgt oder wiederverwertet.

2,8 Millionen Tonnen Abfall verbrannt

ZUM KEHRICHTHEIZKRAFTWERK HAGENHOLZ IN ZUERICH STELEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 07. APRIL 2016, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ---  Entrance of the the waste incineration plant Hagenholz, taken in Zurich on March 16, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Empfang der Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz, fotografiert am 16. Maerz 2016 in Zuerich.(KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Hagenholz-Verbrennungsanlage in Zürich. Bild: KEYSTONE

Im Jahr 2014 hat die Schweiz 2'791'000 Tonnen (ohne Importe) Abfall verbrannt. Das entspricht 339 Kilogramm pro Einwohner. Seit der Jahrtausendwende müssen in der Schweiz sämtliche nicht verwerteten, brennbaren Abfälle in geeigneten Feuerungsanlagen verbrannt werden.

Moment, gleich geht's weiter mit den Fakten. Vorher ein kurzer Hinweis: 

Kann man mit Müll die Welt retten?
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Und schon kommt der nächste – gar nicht so trashige – Fakt:

3,2 Millionen Tonnen Abfall wurde wiederverwertet

ZUR MELDUNG, DASS SCHWEIZER KONSUMENTEN IM VERGANGENEN JAHR MEHR ALS 1,3 MILLIARDEN PET-FLASCHEN GESAMMELT HABEN, STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG 24. MAERZ 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - PET-Recycling an einem Container bei der Raststaette

In der Schweiz wird Recycling gross geschrieben. Bild: KEYSTONE

3'215'711 Tonnen wurden wiederverwertet. Das entspricht 54 Prozent des gesamten Abfalles aus Gewerbe und Haushalten. Pro Einwohner entspricht das 391 Kilogramm Abfall. Am meisten wiederverwertet wurde Altpapier, nämlich 1'360'046 Tonnen.

Glas-, Alu- und PET-Behälter

Eine Pet Flasche wird am Freitag, 8. Juli 2004, an einer Sammelstelle in Zuerich in einen Container geworfen. Im Rahmen eines Pet-Forums in Zuerich wurde heute ueber die Moeglichkeit der Einfuehrung eines Pfandes auf Pet Flaschen und den damit verbundenen Folgen fuer Konsumenten und Handel informiert.  (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Bei der Rückgabe von PET-Flaschen gibt's noch Luft nach oben. Bild: KEYSTONE

Noch besser sind wir Schweizer in der Verwertung von Glas (357'568 Tonnen, 96 Prozent) und Aluminiumdosen (9290 Tonnen, 92 Prozent). Die PET-Verwertung hinkt ein wenig hintendrein mit 82 Prozent (37'119 Tonnen).

Batterien

Batterien hingegen werden weniger häufig zurückgebracht und wiederverwertet. 2734 Tonnen wurden wiederverwertet. Das entspricht nur 71 Prozent aller Batterien. 1116 Tonnen wurden nicht fachgerecht entsorgt. Deshalb wurde wohl auch der Battery-Man erfunden.

Ein Drittel aller Lebensmittel endet im Müll

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Wo wird das Essen verschwendet?

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Die Ausrede «In der Industrie wird eh viel mehr weggeschmissen», gilt also nicht. Den grössten Anteil der weggeschmissenen Lebensmittel stammt aus den Haushalten.

Ein Erklärungsversuch dazu

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Abfallstatistiken werden schon länger mit wirtschaftlichen Entwicklung abgeglichen. Interessanterweise geht die Abfallmenge immer in wirtschaftlich schwereren Zeiten zurück. 

Abfallstatistik der EU

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Die Abfallstatistik der EU (Kilogramm pro Einwohner).  grafik: Eurostat

Dies zeigt sich auch in der Abfallstatistik der EU. 2012 zum Beispiel produzierten die 28 EU-Länder auf 2,5 Milliarden Tonnen. Diese Zahl ist zwar höher als noch 2010 oder 2008, aber tiefer als 2004, also noch vor der Finanzkrise. Hinzu kommt auch noch, dass das Bewusstsein für Verschwendung im Zuge der Umweltschutz-Bewegung gestiegen ist.

Besonders unangenehm: Sondermüll

Scavengers search for recyclable materials at the Dandora dumping site on the outskirts of Kenya's capital Nairobi June 5, 2015. The dumping site was declared a health hazard for the neighbouring population in 2001 but chemical, hospital, industrial, agricultural and domestic waste are still dumped here and left unprocessed. Friday marks the annual World Environment Day.  REUTERS/Thomas Mukoya

Eine Sondermüll-Deponie ausserhalb von Nairobi.  Bild: THOMAS MUKOYA/REUTERS

2015 produzierte die Schweiz 2'374'400 Tonnen Sondermüll. Der grösste Teil davon sind mineralische Abfälle wie zum Beispiel Asphalt (38 Prozent), Behandlungsrückstände aus Filter und Strassenschächten (36 Prozent) und chemische Abfälle (23 Prozent).

Was passiert damit?

1'834'400 Tonnen Sondermüll (77 Prozent) blieben im Inland. Davon wurden je 32 Prozent verbrannt und deponiert, 20 Prozent wiederverwertet und 16 Prozent chemisch behandelt.

Wo landet der restliche Sondermüll?

In this photo taken Monday, Aug. 18, 2014, a worker sorts printed circuit boards from a container full of electronic waste that was collected from a Nairobi slum and brought in for recycling, at the East African Compliant Recycling facility in Machakos, near Nairobi, in Kenya. The amount of electronic waste generated globally last year is enough to fill 100 Empire State Buildings and represents more than 15 pounds (6.8 kilograms) for every living person, according to the U.N. Environmental Program, with much of that e-waste exported to developing countries like India and Kenya in the form of used goods. (AP Photo/Ben Curtis)

Der Elektroschrott landet vielfach in Afrika. Bild: Ben Curtis/AP/KEYSTONE

Die Schweiz Exportierte letztes Jahr 540'000 Tonnen Sondermüll ins Ausland. Der grösste Teil davon wandert nach Deutschland (260'800 Tonnen) und in die Niederlande (236'400 Tonnen). 1'200 Tonnen gingen in die Tschechische Republik und 12 Tonnen sogar bis nach Südkorea.

Wie viel Abfall produzieren wir weltweit?

The MV Maersk Mc-Kinney Moller, the world's biggest container ship, arrives at the harbour of Rotterdam in this August 16, 2013 file photo. Danish shipping and oil group A.P. Moller-Maersk said it would sell its 20 percent stake in Danske Bank with the anticipated proceeds of about $5.5 billion going to shareholders. The world's largest container shipping company said the family foundation that controls the company has committed to buying 15 percent of the country's largest bank and that the sale to the foundation ensures that Danske Bank remains Danish. In 2014 results issued on February 25, 2015, Maersk booked a $2.2 billion in impairment loss at its oil unit after oil prices slumped in the second half of last year and as Maersk Oil reassessed the value of its Brazilian assets.  REUTERS/Michael Kooren/Files  (NETHERLANDS - Tags: MARITIME TRANSPORT BUSINESS) - RTX12NIU

Die «MV Maersk Mc-Kinney Moller», das grösste Containerschiff der Welt. Bild: MICHAEL KOOREN/REUTERS

1Laut einer Schätzung der NGO The World Counts kann mit dem von den Haushalten weltweit produzierten Abfall alle zwei Stunden das grösste Containerschiff vollgeladen werden. Das entspricht 4380 solcher Schiffe im Jahr.

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