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Grossbritannien - Irak: Entscheid zum Irak-Krieg laut Blair «in gutem Glauben» getroffen



Der in einem Untersuchungsbericht wegen des Entscheids zum Irak-Krieg kritisierte frühere britische Premierminister Tony Blair sieht sich entlastet. Vorwürfe der «Böswilligkeit, Lügen oder Täuschung» sollten damit endgültig ausgeräumt sein.

Die Entscheidung zu dem Militäreinsatz gegen den damaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein habe er «in gutem Glauben» und mit der Überzeugung getroffen, im «besten Interesse des Landes» zu handeln. «Ich werde für alle Fehler die volle Verantwortung übernehmen, ausnahmslos und ohne Ausrede», schrieb er einer am Mittwoch veröffentlichten Reaktion.

Der kurz zuvor veröffentlichte Bericht der sogenannten Chilcot-Kommission bewertete die Entscheidung der damaligen Regierung Blair zur Beteiligung an der US-geführten Invasion 2003 als voreilig. Dem Bericht zufolge hatte Blair bereits 2002 dem damaligen US-Präsident George W. Bush Unterstützung unter allen Umständen zugesichert.

Die politische Entscheidung sei gefallen, bevor alle «friedlichen Optionen für eine Entwaffnung» des Irak unter Machthaber Saddam Hussein ausgeschöpft worden seien, sagte der Kommissionsvorsitzende John Chilcot in London. Zudem seien die Pläne für die Nachkriegszeit «völlig unzureichend» gewesen.

Lehren ziehen

Die Invasion in den Irak war heftig umstritten, weil sie nicht durch ein klares UNO-Sicherheitsratsmandat gedeckt war. Angebliche Massenvernichtungswaffen wurden im Irak nie gefunden. Bereits 2004 kam ein britischer Bericht zu dem Schluss, dass Blair die «Beweise» der Geheimdienste für die Existenz dieser Waffen im Parlament aufbauschte.

Der scheidende Premierminister David Cameron, der 2003 im Unterhaus für den Einsatz im Irak gestimmt hatte, sagte, es müssten Lehren aus den Fehlern gezogen werden. Soldaten dürften nur als «letztes Mittel» und nach ausführlicher Beratung in den Krieg geschickt werden.

Es sei «inakzeptabel», dass 2003 britische Truppen ohne angemessene Ausrüstung in den Irak entsandt worden seien. Für die Untersuchung der Chilcot-Kommission waren während sieben Jahren Beteiligte befragt und geheime Dokumente ausgewertet worden. (sda/afp/dpa)

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