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Erdbeben: Mindestens dreizehn weitere Tote nach erneutem Erdbeben in Japan



Der Süden Japans ist in der Nacht zum Samstag erneut von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Mindestens dreizehn Menschen kamen darin ums Leben. Zahlreiche Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Mehr als 1000 Menschen wurden verletzt.

Das Beben hatte der japanischen meteorologischen Agentur zufolge eine Stärke von 7.3 und ereignete sich ebenfalls nahe der Stadt Kumamoto, die bereits am Donnerstag von einem schweren Beben erschüttert wurde. Dabei waren neun Menschen ums Leben gekommen und mehr als 1100 verletzt worden.

Das neue Beben erschütterte die Region am Samstagmorgen um 01.25 Uhr Ortszeit (Freitag 18.25 Uhr MESZ). Es ereignete sich in einer Tiefe von zwölf Kilometern unter der Erdoberfläche. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt. Helfer suchen an verschiedenen Orten nach Verschütteten. Laut einem Bericht des Rundfunksenders NHK brach in der Stadt Kumamoto eine Brücke zusammen.

«Das jüngste Beben fühlte sich so stark wie das ursprüngliche an - oder noch stärker», sagte Shotaro Sakamoto von der Präfektur in Kumamoto. Nach den erneuten Erschütterungen am Samstag verliessen viele Menschen in Panik ihre Häuser. In der gesamten Stadt fiel der Strom aus. Strassen waren durch Erdrutsche unpassierbar, eine Autobahnbrücke wurde beschädigt, ein Tunnel stürzte ein.

Wie der Sender NHK berichtete, wurden die Anwohner an einem Damm aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, da befürchtet wurde, dass der Damm brechen könnte. Die drei Kernkraftwerke in der Umgebung meldeten keine Störungen. Eine Tsunami-Warnung wurde wieder aufgehoben.

Unterdessen kam es an dem in der Region gelegenen Vulkan Aso zu einer kleineren Eruption. Sie sei jedoch nicht auf das Beben zurückzuführen, hiess es.

Warnung vor weiteren Beben

Es gab zahlreiche Nachbeben, darunter zwei der Stärke 6.4. Experten der US-Erdbebenwarte USGS warnten vor weiteren Beben. Für den späten Abend wurde mit starkem Regen gerechnet, was weitere Erdrutsche zur Folge haben könnte. Ein Regierungssprecher in Tokio kündigte die Entsendung von 15'000 Soldaten in die Katastrophenregion an.

Ministerpräsident Shinzo Abe sagte schnelle Hilfe zu. Es seien grossräumige Schäden zu befürchten. Die wirtschaftlichen Folgen der Beben ist nach Aussage von Notenbankchef Haruhiko Kuroda noch nicht absehbar.

Die Lage werde aber genau beobachtet und in Absprache mit den örtlichen Behörden entsprechend gehandelt. Das erste Beben am Donnerstag zwang mehrere Auto- und Elektronikfabriken zu Schliessung. Darunter ist auch ein Werk von Honda Motor.

Japan war 2011 von einem Beben erschüttert worden, das einen Tsunami und die Atomkatastrophe von Fukushima nach sich zog. Damals starben fast 20'000 Menschen. (sda/afp/dpa/reu)

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