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Angreifer verletzten in Brüssel und London Soldaten und Polizisten

25.08.17, 23:36


Ein 30-jähriger Mann hat in Brüssel zwei Soldaten mit einem Messer verletzt. Der Angreifer wurde niedergeschossen und erlag am Abend seinen Verletzungen. Auch in London ging vor dem Buckingham Palace ein Mann mit einem Messer auf Polizisten los. Er wurde festgenommen.

In Belgien geht die Staatsanwaltschaft von einem «terroristischen Angriff» aus, wie eine Sprecherin am Freitagabend erklärte. Die Soldaten seien nicht in Lebensgefahr.

Der Angreifer sei bisher nicht wegen terroristischer Aktivitäten bei der Polizei bekannt gewesen, sagte die Sprecherin weiter. Zur Identität sagte sie nur, er habe nach ersten Erkenntnissen nicht die belgische Staatsangehörigkeit.

Laut dem öffentlich-rechtlichen belgischen Fernsehsender RTBF soll der Mann, ein Somalier, «Allahu Akbar» (arabisch für: «Gott ist der Grösste») gerufen haben, bevor er sich auf die Soldaten stürzte.

Der Mann soll gegen 20.15 Uhr am Boulevard Emile Jacqmain in der Innenstadt auf die Soldaten losgegangen sein. Diese eröffneten daraufhin das Feuer. Die Militärangehörigen wurden im Gesicht und an der Hand verletzt, wie die Sprecherin sagte.

Brüssel war im März 2016 Ziel schwerer islamistischer Anschläge. Damals hatten sich Selbstmordattentäter in der U-Bahn und am Flughafen in die Luft gesprengt und 32 Menschen getötet. Über den Hintergrund der jetzigen Tat wurde zunächst nichts bekannt.

Vor Palast der Queen gestoppt

Fast zeitgleich verübte in London ein Mann ebenfalls einen Messerangriff auf Polizisten vor dem Buckingham-Palast. Der Mann sei gegen 20.35 Uhr Ortszeit vor dem Palast der britischen Königin Elizabeth II. «gestoppt» worden, teilte die Londoner Polizei mit. Zwei Polizisten seien bei dem Vorfall leicht am Arm verletzt worden.

In Grossbritannien waren in den vergangenen Monaten wiederholt islamistische Anschläge verübt worden. Ende März hatte ein Attentäter im Zentrum Londons fünf Menschen getötet.

Am 22. Mai riss ein Selbstmordattentäter bei einem Pop-Konzert der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester 22 Menschen mit in den Tod.

Im Juni rasten drei Angreifer auf der London Bridge mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge. Anschliessend stachen sie in einem angrenzenden Ausgehviertel wahllos auf Menschen ein. Sie töteten sieben Menschen und verletzten 48 weitere, bevor sie von der Polizei erschossen wurden. (sda/dpa/afp)

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