EU
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

F💣☠️king Krauts: Gutachten erlaubt Deutschen, ihren Whisky «Glen» zu nennen

22.02.18, 17:36 22.02.18, 19:15


Die Bezeichnung «Glen» für deutschen Whisky muss nach Ansicht eines EU-Gutachters nicht irreführend sein. Entscheidend sei, ob der durchschnittliche Konsument bei dem Begriff automatisch an «Scotch Whisky» denke.

Dann wäre die Bezeichnung «Glen» unzulässig, erklärte der zuständige Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) am Donnerstag in Luxemburg. Für ihn selbst ist eine «hinreichende inhaltliche Nähe» zwischen dem Begriff «Glen» und der geografischen Angabe «Scotch Whisky» jedoch nicht sicher. Abschliessend müsse dies seiner Ansicht nach das Landgericht Hamburg klären (Rechtssache: C-44/17).

Schauspieler, die betrunken vor der Kamera standen

Der schottische Whisky-Verband SWA hatte gegen ein Produkt der Waldhornbrennerei in Berglen bei Stuttgart geklagt, deren Whisky «Glen Buchenbach» heisst. Er ist der Ansicht, dass Konsumenten bei der Bezeichnung «Glen» fälschlicherweise an die geschützte Angabe «Scotch Whisky» denke. «Glen» kommt aus dem Gälischen und bedeutet so viel wie «schmales Tal».

Das Hamburger Landgericht hatte den EuGH um Klärung gebeten und darauf verwiesen, dass nicht nur schottische, sondern auch Whiskys aus Kanada, Irland oder Deutschland den Namen «Glen» tragen.

Zusätzlich Infos nicht relevant

Laut Generalanwalt Henrik Saugmandsgaard Øe setzt das Verbot eines Produktnamens nicht zwingend klangliche oder visuelle Ähnlichkeiten mit einer in der EU geschützten geografischen Angabe voraus.

Das Landgericht Hamburg müsse deshalb prüfen, ob «ein europäischer Durchschnittsverbraucher» in diesem Fall sofort an «Scotch Whisky» denke. Zusätzliche Informationen auf dem Etikett spielten keine Rolle.

Die schwäbische Brennerei hatte stets betont, dass neben der Bezeichnung «Glen Buchenbach» ausserdem «Swabian Single Malt Whisky» und «Hergestellt in den Berglen» auf dem Etikett stehe.

Die Einschätzung des Gutachters ist für die Richter des EuGH nicht bindend, in der Mehrzahl der Fälle folgen sie ihr aber. Ein Urteil dürfte in einigen Monaten fallen. (sda/dpa)

11 Drinks, die du garantiert falsch aussprichst

Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fly Boy Tschoko 22.02.2018 20:06
    Highlight Und ich dachte jetzt Bruchenbach sei in Schottland😤
    13 3 Melden
    • Hinkypunk 22.02.2018 21:47
      Highlight Bruchenbach, Bruichladdich.. Hört sich doch alles gleich an ;)
      31 1 Melden
  • Hosch 22.02.2018 18:10
    Highlight Als Scotch Liebhaber denke ich bei "Glen", eigentlich schon an schottischen Single Malt aber wenn Destillerien aus anderen Ländern manche ihrer Kreationen auch schon mit "Glen" benamst haben, verstehe ich die Klage und die Dauer des Verfahrens nicht.
    36 0 Melden
    • DerTaran 22.02.2018 20:06
      Highlight Glen Buchenbach Schottisch? Wohl kaum.

      Ich kenne den Genannten nicht, habe aber schon erstaunlich guten deutschen Single Malt getrunken. Manche Brennereien in unserem Nachbarland haben durchaus ambitionen.
      15 8 Melden

85 Grad auf dem Armaturenbrett: So schnell werden Autos zur Hitzfalle

In praller Sonne parkierte Autos können für Kleinkinder schon nach einer Stunde zur lebensgefährlichen Falle werden. Bereits nach dieser kurzen Zeit kann bei Zweijährigen die Körpertemperatur auf 40 Grad Celsius klettern.

Dies führe auf Dauer zum Hitzeschlag, berichten US-Forscher nach Tests in der Sommersonne von Arizona. Kleinwagen erhitzen sich demnach noch schneller als Limousinen und Minivans. Nach 60 Minuten in der Sonne waren die Wagen im Innern im Durchschnitt über 47 Grad Celsius …

Artikel lesen