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President Donald Trump holds a Bible as he visits outside St. John's Church across Lafayette Park from the White House Monday, June 1, 2020, in Washington. Part of the church was set on fire during protests on Sunday night. (AP Photo/Patrick Semansky)
Donald Trump

US-Präsident Donald Trump am Montag vor der St. John's Kirche in Washington. Bild: keystone

Analyse

«Toxische Mischung»: Experten erklären, wie Trump die Eskalation in den USA anheizt

Oliver Marquart, Leonhard Landes / watson.de



Tag für Tag, Nacht für Nacht entlädt sich in den USA seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz am vergangenen Montag die Wut. Oft ist der Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt friedlich, teilweise kommt es aber auch zu Eskalationen.

Polizeibeamte in martialischer Montur gehen hart gegen Demonstranten vor. Sie verschiessen Tränengas und Gummigeschosse. Es kommt auch zu Brandstiftungen und Plünderungen.

>> Die Proteste nach George Floyds Tod: Alle News im Ticker

Die USA befinden sich im Aufruhr. Und bisher sieht es nicht danach aus, als ob ein Ende der Proteste in Sicht ist. Was ist los in den Vereinigten Staaten? Und was folgt aus der Wut auf der Strasse? Und welche Rolle spielt US-Präsident Donald Trump?

Das haben wir den Amerikanisten Florian Sedlmeier von der Freien Universität Berlin und die Historikerin Ursula Prutsch, spezialisiert auf die Geschichte der USA, von der Ludwig-Maximilians-Universität München gefragt.

Warum fallen die Proteste so heftig aus?

Sedlmeier glaubt nicht unbedingt, «dass sich die Proteste bislang bedeutend heftiger entladen als zu anderen Momenten in den letzten Jahren und Jahrzehnten». Womöglich nähmen wir das «in der Tagesaktualität und medialen Vervielfältigung» so wahr.

Er macht auf einen Umstand aufmerksam, der den aktuellen Fall von Polizeigewalt in Minneapolis, wo George Floyd starb, mit einem früheren Fall verbindet:

«George Floyd haucht in den letzten Minuten und Sekunden seines Lebens vor laufender Kamera ‹I can't breathe›. Dieser Satz ist ein wirkungsmächtiges Zitat. Eric Garner presst ihn mehrfach hervor, während er 2014 in New York City ebenfalls von Polizisten brutal erwürgt wird. Es zeigt zum einen auf traurige Weise, wie Floyd sich noch im Moment des Sterbens bewusst ist, dass er selbst zum Opfer seriell wiederkehrender Tötungsdelikte wird.

Zum anderen ist dieser Satz so tief im Gedächtnis der afroamerikanischen Community verankert, dass er ein Slogan ist, der die Menschen auf die Strassen bringt. Es ist, als hätte Floyd mit seinen letzten Worten zum erneuten Protest aufgefordert und verpflichtet.»

A man walk in front of a graffiti by artist 'EME Freethinker' that depict George Floyd is painted on a wall in the public park Mauerpark in Berlin, Germany, Saturday, May 30, 2020. Floyd died after being restrained by Minneapolis police officers on Memorial Day, May 25, in the United States. (AP Photo/Markus Schreiber)

Ein Graffiti in Erinnerung an George Floyd im Berliner Mauerpark. Bild: keystone

Prutsch sieht viele Gründe, warum die Proteste eine derartige Wucht entwickelt haben:

«Beim Tod von George Floyd kam dies alles zusammen: der Rassismus, die grössere Sensibilität für Rassismus, die tiefe Wirtschaftskrise, die permanente Spannung in diesem Land, das Gefühl junger Menschen, um ihre Zukunft betrogen worden zu sein, der böswillige, aggressive Stil des Präsidenten und die Covid-19-Pandemie, die noch mehr Menschen in Armut fallen lässt, und durch die gebotene Isolation sozial verzweifeln lässt.»

Noch zur Jahrtausendwende sei eine solch breite Protestbewegung nicht vorstellbar gewesen. Seitdem sei die US-Gesellschaft aber pluralistischer geworden. «Weiss und schwarz sind keine solchen Gegensätze mehr. Das ist auch der Pop-Kultur geschuldet. Kaum ein Film, kaum eine Fernsehserie wäre ohne Afro-Amerikaner, Asiaten, Latinos denkbar, die gemeinsam kämpfen, Feinde besiegen, zusammenleben.»

Welche Rolle nimmt US-Präsident Trump bei den Protesten ein?

Prutsch ist überzeugt, dass Trumps Politik in nicht unerheblichem Mass dazu beigetragen hat, den Boden für die Eskalation auf der Strasse zu bereiten.

«Die Politik von Donald Trump, die vor allem eine kleine Gruppe privilegierter Amerikaner unterstützt, sein geringes Verständnis von Demokratie und Gewaltenteilung, sein autoritärer Stil und die Gewissheit, dass es den amerikanischen Traum vom Aufstieg für jeden Amerikaner und jede Amerikanerin nur für eine privilegierte Gruppe gibt, dass die Einkommen in den letzten 25 Jahren ständig zurückgegangen sind, dass gerade die junge Generation um Aufstieg und Erfolg betrogen wird, haben eine explosive Stimmung erzeugt.»

Besonders seine aggressive Rhetorik sowie die seines medialen Arms Fox News trage dazu bei. Trump sei ein rechter Populist. «Populisten glauben nicht an die Kraft des Parlaments, sie spalten die Gesellschaft in Gute (die eigenen Anhänger) und Böse, sie schüren ständig Spannungen und beflügeln Chaos», sagt die Historikerin. «Solche Persönlichkeiten sind auch oft narzisstisch und überschätzen sich selbst. Es ist bezeichnend, dass eine solche Persönlichkeit dann die eigene Armee in die Konfliktherde schicken will und Gewalt, statt zu deeskalieren, noch weiter schüren will.»

epa08458049 A cyclist rides by a graffiti to pay a tribute to late US George Floyd, by urban artist TVBOY, in Barcelona, northeastern Spain, 01 June 2020. A bystander's video posted online on 25 May appeared to show the life of a 46-year-old African-American man, George Floyd, being cut short after Minneapolis police officer Derek Chauvin forcefully knelt on his neck for several minutes while Floyd pleaded that he couldn't breathe.  EPA/ENRIC FONTCUBERTA

Auch in Barcelona erinnert dieses Streetart-Werk an George Floyd. Bild: keystone

Auch Sedlmeier glaubt nicht, dass Trump in der Lage ist, die Situation zu deeskalieren.

«Ist der Präsident willens und fähig, eine gewichtige, rhetorisch überzeugende Rede zu halten, in der er sich für historische und heutige Gewalt gegen schwarze Bürger und Bürgerinnen entschuldigt? Würde er im Zweifel gar seinen Rücktritt anbieten, um die Lage zu entschärfen? Er scheint eher gewillt, gewaltsam gegen die Bevölkerung vorzugehen. Solche Reaktionen befeuern das tief sitzende Misstrauen nicht-weisser Bevölkerungsteile in die Regierung und den Polizei- und Sicherheitsapparat.»

Trump drohte in einer Rede am Montagabend (Ortszeit) erneut mit dem Einsatz des Militärs bei den Protesten.

Dahinter stecke eine klare Absicht des US-Präsidenten, so Sedlmeier weiter. «Trump, der aus seiner eigenen medialen Schleife heraus agiert, bleibt weiterhin bei dem Kalkül, die Spannungen zwischen Weissen und Nicht-Weissen sowie zwischen politisch rechts und links über sein Auftreten via Twitter, im Fernsehen und bei Pressekonferenzen anzuheizen.» Die Situation sei nicht zuletzt deshalb unberechenbar.

«Es scheint alles möglich, bis hin zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen.»

Was wird aus den Protesten folgen?

Sedlmeier weist zunächst darauf hin, dass bei der Verwendung des Begriffs «Eskalation» Vorsicht geboten sei.

«Die Frage ist, was genau hier eskaliert, was als Eskalation empfunden wird. Den Teil der Bevölkerung, dessen Vorfahren versklavt und gelyncht worden sind, der weiterhin weisser Selbstjustiz und Polizeibrutalität ausgesetzt ist, verantwortlich zu machen, wäre absurd.»

Sein weiterer Ausblick fällt eher pessimistisch aus.

«Ich nehme die physische Eskalation polizeilicher Gewalt und die rhetorische Eskalation eines Präsidenten wahr, der gewillt ist, gewaltsam gegen die Bevölkerung vorzugehen und dabei nun offenbar in seinem Bunker sitzt. Beide Eskalationen ergeben eine toxische Mischung, die leider keine Ausnahmesituation ist (das wäre schon schlimm genug), sondern systemischer Dauerzustand zu werden droht. Das könnte die traurige Lehre sein.»

epa08458370 Syrians spray graffiti to honor the killed US man George Floyd on the wall of a house destroyed by war, Idlib, Syria, 01 June 2020. A bystander's video posted online on 25 May appeared to show the life of a 46-year-old African-American man, George Floyd, being cut short after Minneapolis police officer Derek Chauvin forcefully knelt on his neck for several minutes while Floyd pleaded that he couldn't breathe.  EPA/YEHYA NEMAH

«I can't breathe» wird bis nach Idlid in Syrien getragen. Bild: keystone

Wie lassen sich die zugrundeliegenden Probleme lösen?

Sedlmeier verweist darauf, dass selbst, wenn alle beteiligten Polizisten im Fall George Floyd zur Verantwortung gezogen würden, dies noch lange nicht grundlegenden Probleme löse.

«Es lassen sich zwei enorme Hürden ausmachen. Zum einen gibt es den strukturellen Rassismus, der in die staatlichen Institutionen, aber auch in weite Teile der Privatwirtschaft eingeschrieben ist. Zum anderen funktioniert Rassismus auch als psychosoziale Dynamik, die das Alltagsverhalten von Schwarzen und Weissen bestimmt.»

Das habe für das Zusammenleben erhebliche Konsequenzen:

«Afroamerikanische Männer, die unter diesen Vorzeichen die primären Opfer sind, überlegen sich zweimal, zu welcher Zeit sie joggen gehen und ob sie dabei eine Kapuze tragen. Ebenso trainieren sie ihre Körpersprache auf defensives Verhalten und De-Eskalation. Und dennoch bleiben sie permanent Zielscheiben. Solange diese Spielarten des Rassismus in ihrer Wirkungsmacht nicht von allen Beteiligten zumindest erkannt werden, besteht kaum Hoffnung auf Veränderung.»

Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Protesten für die US-Wahlen?

Prutsch sieht Trumps Wiederwahl durch die anhaltenden Proteste im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren durchaus gefährdet:

«Das Zusammenspiel der chaotischen und sozial ungerechten Pandemie-Bekämpfung mit dem Zynismus von Trump und der massiven Unruhen der letzten beiden Tage hat die Wiederwahl von Trump äusserst ungewiss gemacht. Viele arme Amerikaner würden Trump nicht mehr wählen und viele Republikaner, die nicht politisch weit rechts stehen, würden Trump ebenfalls nicht mehr wählen.»

epa08459124 A cyclist stops to take a photo of protest graffiti on the side of a building during a demonstrations over the death of George Floyd, who died in police custody, near the White House in Washington, DC, USA, 01 June 2020. A bystander's video posted online on 25 May, shows George Floyd, 46, pleading with arresting officers that he couldn't breathe as one officer knelt on his neck. The unarmed black man soon became unresponsive, and was later pronounced dead. According to news reports on 29 May, Derek Chauvin, the police officer in the center of the incident has been taken into custody and charged with murder in the George Floyd killing.  EPA/SAMUEL CORUM

Die Frage bleibt. Bild: keystone

Sedlmeier sieht die Demokraten vor einem schwierigen Spagat:

«Die demokratische Partei wird es nicht leicht haben, nach wie vor ökonomisch frustrierte weisse Wähler in den sogenannten Swing States zurückzugewinnen und gleichzeitig ihr Profil als 'Partei der Minderheiten' zu schärfen. Was Trump betrifft, ist sein Ziel (sofern er denn strategisch kalkuliert und nicht selbst rassenideologisch gesinnt ist) nach wie vor, seine Wählerbasis zu mobilisieren, und das macht er mit jedem zwieträchtigen Tweet.»

Amerikanist Sedlmeier warnt ausserdem davor, Trump schon für politisch tot zu erklären. «Er scheint mehrere Leben zu haben und Affären jeglicher Art überstehen zu können, indem er die mediale Aufmerksamkeit verlagert.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl Marx 03.06.2020 14:11
    Highlight Highlight Trump ist offensichtlich alleine für die Polizeigewalt verantwortlich, die begann nämlich just an dem Tag als er vereidigt wurde.
  • MeinAluhutBrennt 03.06.2020 08:55
    Highlight Highlight Hier der Soundtrack zur aktuellen Lage:

    https://soundcloud.com/saru-g/changes-2020-mix-bootleg
  • Stefan Morgenthaler-Müller 03.06.2020 07:27
    Highlight Highlight "Zum einen gibt es den strukturellen Rassismus, der in die staatlichen Institutionen, aber auch in weite Teile der Privatwirtschaft eingeschrieben ist. Zum anderen funktioniert Rassismus auch als psychosoziale Dynamik, die das Alltagsverhalten von Schwarzen und Weissen bestimmt."

    "Solange diese Spielarten des Rassismus in ihrer Wirkungsmacht nicht von allen Beteiligten zumindest erkannt werden, besteht kaum Hoffnung auf Veränderung."

    Gilt auch in der Schweiz beim Thema Schweizer/Ausländer. Nur ein Beispiel: Türken, Serben oder Albaner bezahlen doppelt so viel für die Autoversicherung.
  • Frankygoes 03.06.2020 07:23
    Highlight Highlight Es klappt ja alles ganz gut: der Corona-Virus ist aus den Nachrichten, obwohl immer noch bis zu 1000 Menschen in den USA daran sterben. Ausserdem: hat nicht ein Österreicher vor ein paar Jahrzehnten im Wahlkampf den Marxisten den Krieg erklärt (wie Trump neuerdings den Linken und der Antifa)? ..dann brannte der Reichstag... und die Wahl fand gar nicht mehr statt..
  • rodolofo 03.06.2020 07:02
    Highlight Highlight Die rechtsnationalistische, neo-archaische Kampfgemeinschaft bietet ihren Mitgliedern etwas an, was links-internationalistische Bewegungen nicht bieten können:
    Ein familiäres Grundgefühl der Geborgenheit und des Beschützt seins durch die Gruppe.
    "Gleichgültig, was Du tust und wie viel Du leistest,
    wir werden immer zu Dir halten!"
    Effektiv herrscht aber ein enormer Konformitäts-Druck, und "der Pate" und seine gut bezahlten Mafia-Killer bestimmen, wo's lang geht.
    Tragischerweise führt gerade diese triste Realität dazu, dass sich "die Basis" umso mehr in ihr ideologisches Wunschdenken flüchtet...
  • maylander 03.06.2020 06:43
    Highlight Highlight Trump kann zufrieden sein. Seine Inkompetenz in Sachen Coronavirus ist aus den Medien verschwunden. Nächste Woche wird dann die nächste Sau durchs Mediendorf getrieben.
    Und obwohl Trumps Politik ein Desaster ist hört man von den Demokraten und ihrem Präsidentschaftskandidaten viel zu wenig.
    • rodolofo 04.06.2020 07:15
      Highlight Highlight Genau das habe ich gestern auch gedacht.
      Das hat er wieder prächtig hingekriegt, ein neues (eigentlich aber uraltes!) Desaster dazu zu benutzen, von einem anderen Desaster abzulenken...
      Was nimmt er als Nächstes?
      Den Weltuntergang dazu benutzen, von seiner Unfähigkeit als Präsident der grössten Supermacht abzulenken?
  • blueberry muffin 03.06.2020 06:41
    Highlight Highlight Naja, er ist "the most militaristic person ever". Sagt er zumindest immer wieder.

    Aber unsere 5 IQ Trump Fanbois lieben ihn ja trotzdem. Schliesslich hat er fuer uns linke Chaoten den Trade Deal versenkt, warum auch immer die Rechten uns so gerne Geschenke machen. <3
    Play Icon
    • T13 03.06.2020 17:02
      Highlight Highlight Cadet Bone Spurs
  • soulpower 03.06.2020 06:19
    Highlight Highlight Die Chancen für eine Wiederwahl Trumps verschlechtern sich von Tag zu Tag, mit jedem Tweet und mit jeder Aktion. Biden ist zwar nicht unbedingt eine Leuchte, aber er kann zuhören und bezeichnet Menschen nicht als "Abschaum". Schon allein dieser Unterschied könnte genügen, um ihn der Wahl im November ein grosses Stück näher zu bringen. Ich denke Trump hat bei seinem Auftritt die letzte Chance verpasst: Anstatt hinzugehen und das Gespräch mit den Demonstranten zu suchen und sich deren Anliegen anzuhören, hat er sie alle für seinen Photoauftritt vor der Kiriche mit Tränengas entfernen lassen.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 03.06.2020 06:04
    Highlight Highlight Die lauten News sind so laut, dass man andere News überhört. Und schwupps, still und heimlich ist Ebola wieder da... https://www.spektrum.de/news/neuer-ebola-ausbruch-im-westkongo/1739376
  • blueberry muffin 03.06.2020 04:13
    Highlight Highlight Was hat sich genau geaendert seit damals? John Stewart ist nicht mehr da. Ausnahmsweise wurde nicht der, der das Video des Mordes gemacht hat verhaftet und musste in Gefaengnis. Ansonsten? Selbst die Fake Obduktion mit "Oh, er hatte 'pre existing conditions' und ist nur darum gestorben."
    Play Icon
  • Ökonometriker 03.06.2020 02:53
    Highlight Highlight Diese Proteste kommen Trump gerade recht. Er kann hier den starken Mann markieren und die Armee schicken, während die Demokraten Verständnis für die plündernden und brandschatzenden Horden fordern. Das kommt bei seinen Wählern vermutlich gut an.

    Trumps Versagen bei der Virenbekämpfung gerät derweil in Vergessenheit.
  • eddie_c 03.06.2020 01:45
    Highlight Highlight Es sterben in absoluten Zahlen mehr Weisse durch polizeiliche Gewalt, Afroamerikaner aber überproportional ihrem Anteil an der Bevölkerung. In gewissen Weisen werden Dank Affirmative Action afroam. Bürger bevorzugt behandelt. Den Institutionellen Rassismus die Schuld zuzuweisen ist wenig triffig, da es dejure 1964 abgeschafft wurde, sondern das völlig verfehlte Justiz- und Polizeiapparat auf verschiedene Staatsebenen ohne Aussicht auf Reform. Die fehlenden Perspektiven befeuern die Situation weiter.
  • OstCH 03.06.2020 00:42
    Highlight Highlight Ich frage mich schon wie gross die Leere bei all den Trump-Basher und Medien ist, wenn er nicht mehr im Amt sitz. Da braucht es entweder eine neue grosse Krise oder man switcht einfach schnell zu Putin.

    Heutzutage wird er von gewissen Kreisen schon mit Hilter verglichen. Da wird einem schon mulmig bei solch kranken und unrealistischen Vergleichen.

    Freue mich auf das Szenario, wenn ein neuer Präsident im Weissen Haus sitz und alles "besser" wird als unter Trump. Ach ja. Polizeigewalt gegen Schwarze existierte natürlich nie unter Obama....
  • rolf.iller 02.06.2020 23:10
    Highlight Highlight Amerikanischer Frühling?
  • banda69 02.06.2020 23:08
    Highlight Highlight "Populisten glauben nicht an die Kraft des Parlaments, sie spalten die Gesellschaft in Gute (die eigenen Anhänger) und Böse, sie schüren ständig Spannungen und beflügeln Chaos».

    Und ja, Donald Trump zeigt glasklar auf wohin die Reise führt, wenn Rechtspopulisten zuviel Macht haben.

    Zum Glück erreichen seine Gessinungsgenossen in der Schweiz nur rund 30% Wähleranteil. Und auch das ist eigentlich himmeltraurig und viel zu viel.
  • Snowy 02.06.2020 23:06
    Highlight Highlight Ich glaube die Erklärung ist viel profaner:

    a) Diesmal ist alles klar ersichtlich auf Video: Inkl grinsendem Officer, der sein Knie nicht vom offensichtlich sterbenden und in Handschellen gelegten Opfer nimmt.
    So klar und deutlich war ein Mord durch die Polizei noch nie zu sehen.

    b) Wirtschaftskrise und Millionfacher-Jobverlust durch Corona.

    Und dann kam Trump und goss noch kräftig Öl ins lodernde Feuer.
  • RicoH 02.06.2020 23:01
    Highlight Highlight Das Problem Trump verständlich erklärt – aber leider nicht's, was nicht schon bekannt wäre.
  • Simon LeBon 02.06.2020 22:57
    Highlight Highlight Yesterday was a bad day for the Cuomo Brothers. New York was lost to the looters, thugs, Radical Left, and all others forms of Lowlife & Scum. The Governor refuses to accept my offer of a dominating National Guard. NYC was ripped to pieces. Likewise, Fredo’s ratings are down 50%! - Wer so einen Tweet in die Welt setzt und dann noch Führer der so genannt freien Welt sein will? Mit Radical Left bezeichnet er ja auch Demokraten. "Radical Left and ohters forms of Lowlife & Scum".....Bisweilen bleibt einem buchstäblich die Spucke weg.
  • Sälüzäme 02.06.2020 22:45
    Highlight Highlight Man sagt, eine Katze habe 9 Leben, wieviele hat ein oranger POTUS?

    In November werden wir es wissen, ich hoffe nicht unendlich viele.
  • Freethinker 02.06.2020 22:23
    Highlight Highlight Die Amerikaner haben ihn im Endeffekt gewählt, was eindeutig gegen ihr Bildungssystem spricht. Aufgeklärte Menschen sollten nicht auf so jemanden reinfallen.
  • T13 02.06.2020 22:19
    Highlight Highlight Dazu braucht man kein Experte sein.
    Wenn ein Nazi in eine Menschenmenge rast sind da auf beiden Seiten gute Menschen.
    Wenn ein grossteils des Volkes für die Rechte von Minderheiten demonstrieren und einige Idioten das ausnutzen um zu plünden sind das alles Terroristen.

Analyse

Plant Donald Trump einen Staatsstreich?

Der Präsident ist verwundet – und daher gefährlich. Eine verlorene Wiederwahl hätte für ihn katastrophale Konsequenzen.

Es sind zunächst die Bilder. Der Gang des Präsidenten durch den Lafayette-Park zur St.-John’s-Kirche ist bereits zu einer Ikone geworden. «Washington Post»-Kommentator Eugene Robinson schildert ihn wie folgt:

Es sind auch die vermummten Soldaten der Nationalgarde, die das Lincoln Memorial bewachen. Es sind die sandfarbenen Militär-Humvees, die durch die Strassen der US-Hauptstadt brausen.

Es sind die anonymen Männer, von denen man nicht weiss, ob es sich um Polizisten, Soldaten oder andere …

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