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Gotthard 2016: Das extreme und erhabene Nordtessin in zehn Punkten entdecken



Das Eröffnungsfest zum neuen Gotthard-Basistunnel am Wochenende des 4. und 5. Juni soll wie das Bauwerk selbst Rekorde sprengen: Wer den Anlass nutzen will, abseits des grossen Trubels das Nordtessin zu erkunden, dem sei diese Liste ans Herz gelegt.

1. Vielleicht ist er der alpine Klettergarten mit dem besten ÖV-Anschluss der Schweiz: Oberhalb des Bahnhofs in Bellinzona wartet die «Palestra di Roccia San Paolo» darauf, entdeckt zu werden. Ins Leben gerufen wurde das kleine Kletterparadies übrigens vom Deutschschweizer Bähnler Hans Horlacher.

2. Nicht weit von Pollegio entfernt ein weiteres Kletter-Highlight: Cresciano. Wer nach einer Tunnel-Durchfahrt noch nicht genug Felsen gesehen hat, der kann sich in einem der bekanntesten Boulder-Gebiete der Schweiz austoben.

3. Nach dem Gross-Anlass Lust auf einen gemütlichen Apéro? Die Folk Bar in Bellinzona bietet genau das. Unweit des Bahnhofs gelegen, überrascht sie am Wochenende häufig auch mit internationalen Gigs. Dass der Club in der Regel brechend voll ist, liegt nicht nur am freien Eintritt. Die Kantonshauptstadt ist zwar für ihre Burgen, nicht aber als Partyhochburg bekannt. Die Auswahl ist dementsprechend begrenzt.

4. Wer so tief in den Tunnel abtauchen kann, den zieht es irgendwann auch wieder in höchste Höhen. Warum nicht gleich den grössten Gipfel des Tessins erklimmen? Mit ausreichend Ausdauer und der richtigen Ausrüstung schafft man es über das traumhafte Valle Malvaglia und einem Zwischenstopp in der Alpe Quarnei (rund 2000 Meter über Meer) bis auf das Rheinwaldhorn (Adula) auf rund 3400 Metern.

5. Nach einer solchen körperlichen Anstrengung sollte der Geist nicht zu kurz kommen. In Malvaglia TI im Bleniotal befindet sich das liebevoll restaurierte Atelier Titta Ratti - die laufende Ausstellung befasst sich mit der einheimischen Künstlerin Olga Induni, die in ihrer Jugend auch die Kunstgewerbeschule in Basel besuchte. Hin und wieder organisiert der kleine aber feine Kunstraum auch Debatten und Konferenzen.

6. Das war hoffentlich der Erholung genug, denn jetzt steht einer der härtesten Velo-Anstiege der Schweiz auf dem Programm. Über 1500 Höhenmeter müssen auf 15.7 Kilometern überwunden werden. Startpunkt ist die Via Gesero in der Gemeinde Arbedo TI nördlich von Bellinzona. Ein Mountainbike ist zu empfehlen, auch wenn die ersten Kilometer perfekt asphaltiert sind. Und: Wer einmal die Schranke passiert hat, der hat es nicht anders gewollt.

7. Das Bleniotal gilt bei vielen als das ursprünglichste der Tessiner Täler. Und doch gab es eine Industrievergangenheit, über die man in Torre-Dangio TI etwas erfahren kann. In der seit Jahrzehnten geschlossenen Schokoladenfabrik «Cima Norma» hat sich mittlerweile eine Kulturstiftung eingenistet, die seit Ende Mai den geschichtsträchtigen Ort mit dem Programm «Foreignness» bespielt.

8. Der Gotthard ist das Wasserschloss Europas - warum nicht auch in Biasca auf die Suche nach stürzenden Fluten gehen? Immerhin ergiesst sich über der Stadt der höchste Wasserfall des Tessins. Die «Cascata Santa Petronilla» hat sich über Jahrtausende in den Fels gewaschen - nach dem Feierrausch auf dem Festplatz gibt es dort nur Wasserrauschen und eine einmalige Aussicht auf die umliegenden Gipfel.

9. Die grosse Basistunnel-Baustelle ist nun Geschichte. Mit der Gotthard-Novelle der Zürcher Autorin Zora del Buono kann die interessierte Leserin noch einmal in die Welt der Mineure abtauchen. Am besten eignet sich für die Lektüre eine einfache Bar an der Kantonsstrasse in Biasca - dort, wo einige «Ur-Einwohner» mit einem «caffè corretto» in den Tag starten, wie del Buono schreibt.

10. Er ist langsam, langweilig und verkehrt garantiert nur überirdisch: Von Bellinzonas Altstadt startet in der warmen Jahreszeit regelmässig eine kleine Bimmelbahn, die durch schrilles Läuten und Schrittgeschwindigkeit auffällt. Nach dem NEAT-Rekordtaumel wird hier das Bedürfnis nach Entschleunigung gestillt. Und wer es bis zur Endstation an der Burg aushält, dem bietet sich eine einmalige Aussicht auf die Magadino-Ebene und die letzte grosse Alptransit-Baustelle: Der Ceneri-Basistunnel soll ab 2020 das Zeitalter der Hochgeschwindigkeitszüge im Tessin einläuten. (sda)

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