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Über 3000 Teilnehmende an «Basel nazifrei»-Demonstration



Über 3000 Menschen sind am Samstagnachmittag an einer bewilligten Antifaschismus-Kundgebung durch Basel gezogen. Sie richtete sich unter anderem gegen die «Repressionswelle» des Basler Strafgerichts gegen Teilnehmende einer Kundgebung aus dem Jahr 2018.

Die Demonstration fand am zweiten Jahrestag einer Gegendemonstration zu einer Kundgebung der rechtsnationalen Vereinigung Pnos in Basel statt. Gegen über 50 Teilnehmende der damaligen Demonstration läuft seit dem Sommer eine Prozess-Serie am Basler Strafgericht.

Demonstranten halten Transparente an der Kundgebung Basel Nazifrei in Basel, am Samstag, 28. November 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: keystone

Die Angeklagten wurden an den bisherigen Prozessen hauptsächlich wegen Landfriedensbruchs jeweils zu mehrmonatigen Freiheitsstrafen verurteilt – im Fall einer jungen Frau zu acht Monaten unbedingt.

Die Kundgebungsteilnehmenden versammelten sich nach eigenen Angaben zur Solidaritätsdemonstration mit den Verurteilten. Man lasse sich im «Kampf gegen den Faschismus» nicht einschüchtern, sagte eine Sprecherin.

Verurteilt wurde überdies der damalige Polizeieinsatz mit Gummischrot. Vor wenigen Tagen waren in den sogenannten sozialen Medien im Internet mutmassliche Polizeivideos aufgetaucht, in denen selbst Polizisten den Einsatz als unverhältnismässig bezeichneten.

Tausende demonstrieren an der Kundgebung Basel Nazifrei in Basel, am Samstag, 28. November 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: keystone

Der Demonstrationszug am Samstag bewegte sich durch die Basler Innenstadt ins Kleinbasel in Richtung Messeplatz, an den Ort der gewaltsamen Konfrontation vom November 2018. Die Polizei riegelte die Zugänge zum Platz aber ab, so dass der Zug schliesslich zu dem mit den Bewilligungsbehörden vereinbarten Schlusspunkt am Theodorskirchplatz zog.

Die Kundgebung verlief abgesehen von einigen Sprayereien an Hauswänden bis kurz nach 18.00 Uhr friedlich. (sda)

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