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Südafrika rutscht erstmals seit 2009 in die Rezession



Das lange boomende Südafrika ist erstmals seit der weltweiten Finanzkrise 2009 wieder in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte zwischen April und Juni um 0.7 Prozent zum Vorquartal.

Bereits zu Jahresbeginn hatte es einen Rückgang von 2.6 Prozent gegeben. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird allgemein von Rezession gesprochen. Diese kommt für Experten in Südafrika überraschend, hatten Ökonomen doch aktuell mit einem Wachstum von 0.6 Prozent gerechnet. Die Landeswährung Rand geriet nach dem unerwartet schlechten Abschneiden unter Abwertungsdruck: Sie gab um mehr als zwei Prozent zum Dollar nach.

Die schwachen Konjunkturdaten sind eine schlechte Nachricht für Präsident Cyril Ramaphosa. Er benötigt ein kräftiges Wirtschaftswachstum, um die hohe Arbeitslosequote von 27 Prozent zu senken sowie Armut und Ungleichheit zu bekämpfen.

Für die unerwartet schlechten Daten sorgte vor allem die geringere landwirtschaftliche Produktion, die um 29.2 Prozent einbrach. Auch die Unternehmen investierten weniger. Dagegen wuchs der Bergbau um 4.9 Prozent, die Finanzbranche um 1.9 Prozent. «Das Wachstumsbild für die erste Hälfte dieses Jahres ist hässlich», sagte Ökonom Jeffrey Schultz von BNP Paribas. «Es gibt eine breit angelegte Schwäche.» Analyst Jason Tuvey von Capital Economics rechnet zwar mit einer Erholung im zweiten Halbjahr, die allerdings nicht kräftig ausfallen werde. (sda/awp/reu)

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