DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

So weit ist es gekommen: Aus Angst vor Betrug dürfen Kassierer in Migros und Coop kein Kleingeld mehr wechseln 

11.04.2015, 12:2711.04.2015, 13:43

Früher war nicht alles besser, aber manches war einfacher: Wer in der Migros einkaufen ging, schnappte sich einen Wagen und los ging's. 

bild via migros magazin

Dann kam die asoziale Wende und einige nahmen den Einkaufswagen mit nach Hause oder liessen ihn im Nirgendwo zurück.

Bild: AP

Die Migros reagierte, indem sie ihre Wagen aneinanderkettete und ein Depot in Form eines Zweifränklers einführte. Wer kein passendes Kleingeld zur Hand hatte, konnte an der Kasse wechseln. 

Bild: KEYSTONE

Dann kam die kriminelle Jahrtausendwende: «Es gab in der Migros damals diverse Vorfälle mit Trickbetrügern, die beim Geldwechseln betrogen haben», sagt Migros-Sprecher Francesco Laratta gegenüber watson.

Bild: KEYSTONE

Der orange Riese reagierte erneut, diesmal mit einer internen Vorschrift, die es Mitarbeitern an der Kasse untersagt, Geld zu wechseln. Heute kann Kleingeld nur noch an Automaten gewechselt werden. Wer eine Zwanzigernote einführt, erhält zehn Zweifränkler zurück. Diese nach dem Einkauf wieder in eine handliche Note zurückzuwechseln, ist nicht möglich. Weder an einer der Kassen noch beim Kundendienst.

bild: watson

«Diese Sicherheitsmassnahmen gelten in allen Filialen der Genossenschaft Migros Zürich, es handelt sich hierbei um eine allgemeine Vorschrift», so Laratta. Ausnahmen seien möglich, lägen aber in der Verantwortung der Mitarbeiter. Bei Betrug hafte allerdings weiterhin die Migros Zürich.

Beim Coop sieht es ähnlich aus: «Auch bei uns empfehlen wir dem Kassenpersonal, kein Kleingeld zu wechseln. Es sei denn, es geschieht während des Zahlens an sich», erklärt Sprecherin Nadja Ruch. Kleingeld für den «Wägeli-Franken» könne beim Kundendienst oder am Kiosk gewechselt werden.

Es gibt eine Lösung, die Detailhändlern Sicherheit und Kunden den Einkaufskomfort erhält: Kreditkarten und Münzattrappen.

bild via vkf-renzel.ch
    Migros
    AbonnierenAbonnieren
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Stadt Zürich setzt bei Sozialhilfe auf Freiwilligkeit statt Zwang

Seit drei Jahren hat das Stadtzürcher Sozialdepartement eine neue Strategie im Umgang mit Sozialhilfebeziehenden: Es übt keinen Druck mehr aus, sondern setzt auf Freiwilligkeit. Dabei akzeptieren die Behörden, dass es manche nicht zurück in den Arbeitsmarkt schaffen.

Zwang und Sanktionen gibt es in der Stadt Zürich seit drei Jahren nur noch für jene Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger, die trotz guter Arbeitsmarktchancen zu wenig Engagement an den Tag legen. In den vergangenen drei Jahren …

Artikel lesen
Link zum Artikel