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Wieder Risse in Felswand an der Eiger Ostflanke entdeckt



Mitte August haben Fachleute an der sogenannten Schlossplatte an der Ostflanke des Eigers Risse im Felsen entdeckt. Die Wand fernab des Siedlungsgebiets wird überwacht. Anzeichen für einen unmittelbaren Abbruch gibt es nach Angaben der Gemeinde Grindelwald aber keine.

Ein allfälliger Abbruch würde den Talboden nicht erreichen, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung vom Donnerstag. An der Schlossplatte hatte sich bereits 2006 ein grosser Felsabbruch von rund zwei Millionen Kubikmetern Volumen ereignet. Dieser ging in dem hochalpinen Gelände ohne Schäden glimpflich aus.

In den vergangenen Tagen inspizierten Fachleute die neuen Risse und installierten eine Messeinrichtung. Die Messungen der kommenden Monate sollen notwendige Grundlagen liefern, um eine Prognose über die weitere Entwicklung und allfällige Folgen eines Abbruchs zu machen. Resultate erwartet die Gemeinde Grindelwald BE im kommenden Jahr.

Im Gebiet der Eiger Ostflanke kommt es seit einigen Jahren immer wieder zu Abbrüchen. Da der Untere Grindelwaldgletscher in diesem Bereich abgeschmolzen ist, verliert der Fels an Halt.

2005 kam es nur wenig weiter, im Gebiet Stieregg, zu einer grossen Rutschung. Die Stieregghütte, ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, musste nach Abrutschungen der Moräne aufgegeben und weiter oben in nicht gefährdetem Gebiet auf der Bäregg neu gebaut werden. (sda)

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