Rassismus
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Rassistisches Tatmotiv nach Angriff auf Moschee in Oslo bestätigt



epa07769560 Flowers and police cordon outside Al-Noor Islamic Centre Moque in Barum (Baerum) outside Oslo, Norway, 12 August 2019. A 21-year-old Norwegian man is set to face court on suspicion of killing his 17-year-old stepsister and opening fire at a mosque near Oslo on 10 August 2019.  EPA/Orn E. Borgen  NORWAY OUT

Blumen nach der Tat. Bild: EPA

Nach dem Angriff auf eine Moschee bei Oslo vor Monatsfrist sieht die Polizei das rassistische Tatmotiv des 22-jährigen Tatverdächtigen bestätigt. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der festgenommene mutmassliche Täter vor dem Angriff auf die Moschee seine 17-jährige Halbschwester umgebracht habe, weil sie «asiatischen Ursprungs war».

Dies sagte Polizeisprecher Pal-Fredrik Hjort Kraby am Dienstag dem Fernsehsender TV2. Der Tatverdächtige wurde am 10. August nach einem Angriff auf eine Moschee in dem Osloer Vorort Bärum festgenommen worden, bei dem ein 65-jähriger Besucher der Al-Nur-Moschee leicht verletzt wurde.

Das 17-jährige Opfer, das aus China stammte und von der Partnerin vom Vater des mutmasslichen Täters adoptiert worden war, wurde nach Angaben der Polizei mit vier Kugeln erschossen. Zunächst war sich die Polizei nicht sicher gewesen, ob sie aus rassistischen Gründen umgebracht wurde oder weil sie sich den Plänen ihres Halbbruders entgegenstellte. Es gebe jedoch keine Anzeichen dafür, dass ein Kampf stattgefunden habe. Bei einer gerichtlichen Anhörung am 9. September zeigte der mutmassliche Täter einen Nazi-Gruss. (aeg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Scott 17.09.2019 22:26
    Highlight Highlight Er tötete seine Halbschwester, die er seit Jahren kannte, mit vier Kugeln. Sonst kam niemand zu Schaden, obwohl mehrere andere Personen (Muslime) anwesend waren.

    Warum genau soll das jetzt eine rassistische Tat gewesen sein? Weil er bei Gericht den Hitlergruss gezeigt hat? Ich sehe beim besten Willen keinen Zusammenhang.
    • Magnum 18.09.2019 10:29
      Highlight Highlight Er tötete seine Halbschwester, da diese asiatischer Herkunft war - und darum in seinen Augen minderwertig.
      Er wollte eine Moschee zusammenschiessen, da Muslime für ihn Menschen zweiter Klasse und Feinde in einem weltweiten Ringen sind.

      Der Schütze hat seine Sympathien für Massenmörder wie Breivik und den Christchurch-Killer bekundet. Reicht Dir das noch nicht, um von einem rassistischen Motiv auszugehen? Was braucht es bei Typen wie Dir noch?
  • Magnum 17.09.2019 16:27
    Highlight Highlight Ein weiterer Rechtsterrorist, für den sich kaum jemand interessiert. Der in seinem engsten, familiären Umfeld einen Menschen wegen dessen nichtweisser Herkunft ermordet hat. Und der nur durch das beherzte Eingreifen eines alten Mannes daran gehindert werden konnte, aus Hass noch viel mehr Menschen zu ermorden - wegen deren Religion.

    Rechtspopulistische Identitätspolitik ruft eigentlich ja *nur* zur Selbstbesinnung durch Ausgrenzung auf. Bei gewissen kranken Hirnen werden diese an sich schon verwerfliche Aufrufe aber als Aufforderung zum Handeln, zum Morden verstanden.

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