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Norwegens Staatsfonds stoppt Beteiligungen wegen ethischer Bedenken



Der norwegische Pensionsfonds, einer der grössten Staatsfonds der Welt, zieht sich wegen ethischer Bedenken aus mehreren Firmen zurück. Die Beteiligungen an neun Unternehmen würden aufgegeben, ein weiteres kritisch beobachtet, teilte die norwegische Zentralbank mit.

Den grossteils asiatischen Firmen wird vorgeworfen, die Umwelt zu gefährden und Menschenrechte systematisch zu verletzen. Vier Unternehmen kamen auf die rote Liste, weil sie laut Zentralbank an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind.

Man habe auf den Ratschlag eines Ethikkomitees reagiert, teilte die Zentralbank am Dienstag mit. Demnach waren die Frachtunternehmen unter anderem involviert an der Verschrottung ausgemusterter Schiffe an Stränden von Bangladesch und Pakistan unter unwürdigen Arbeitsbedingungen.

Die US-amerikanischen Unternehmen AECOM, Fluor Corp und Huntington Ingalls Industries sowie der britische Rüstungskonzern BAE Systems seien wegen ihrer Rolle bei der Herstellung von Atomwaffen ausgeschlossen worden.

Geld aus Ölgeschäft

Norwegens Staatsfonds wird seit rund 20 Jahren mit den Einnahmen aus dem Ölgeschäft gefüllt. Er ist aktuell mehr als eine Billion US-Dollar wert. Norwegen hat grosse Öl- und Gasreserven, ist wirtschaftlich aber auch stark von der Förderung der fossilen Brennstoffe abhängig. Der Fonds ist als eine Art Versicherung gedacht.

65 Prozent des Geldes sind in Aktien angelegt, rund 30 Prozent in Anleihen vor allem von Staaten und 2.5 Prozent in Immobilien. Der Staatsfonds investiert nach Angaben der Zentralbank in fast 9000 Unternehmen und in 77 Ländern. (sda/dpa)

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