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Der türkische Prediger Fethullah Gülen lebt seit 1999 im selbstgewählten Exil im US-Bundesstaat Pennsylvania.
Der türkische Prediger Fethullah Gülen lebt seit 1999 im selbstgewählten Exil im US-Bundesstaat Pennsylvania.Bild: AP

Trump will den Prediger Gülen an Türkei ausliefern

16.12.2018, 13:1916.12.2018, 15:24

US-Präsident Donald Trump hat der türkischen Regierung zufolge die Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen versprochen. Türkische Medien zitierten am Sonntag Aussenminister Mevlüt Cavusoglu mit der Aussage, Trump habe dies während des G20-Gipfels in Argentinien zugesagt. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom Sommer 2016 verantwortlich.

Gülen lebt seit langem im US-Bundesstaat Pennsylvania. Das Thema ist ein zentraler Konflikt zwischen den USA und der Türkei.

Gerüchte über eine mögliche Auslieferung des Predigers waren bereits Mitte November aufgetaucht. US-Medien hatten damals berichtet, dass das Weisse Haus bei verschiedenen Behörden Erkundigungen über rechtliche Möglichkeiten eingezogen habe, Gülen ausser Landes zu bekommen. Eine Sprecherin des US-Aussenministeriums hatte dies damals dementiert.

Seit dem Putschversuch vom Juli 2016 gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan greift die türkische Regierung gegen angebliche Mitglieder der Gülen-Bewegung hart durch. Justiz und Medien gelten unterdessen als weitgehend handzahm gegenüber dem Staat.

Nach offiziellen Zahlen von Mitte November wurden seither wegen angeblicher Verbindungen zu den Putschisten rund 218'000 Menschen festgenommen. 16'684 der Betroffenen wurden demnach verurteilt. 14'750 befanden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Mehr als 140'000 Menschen wurden aus dem Staatsdienst entlassen. Die international scharf kritisierten Massnahmen treffen auch Akademiker, Menschenrechtler und Journalisten. (sda/dpa)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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What’s Up, Doc?
16.12.2018 13:25registriert Dezember 2015
Diktatoren unter sich 🤮
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_stefan
16.12.2018 13:37registriert September 2015
Die Diktatoren tanzen Trump auf der Nase rum. Bisher hat Mr. "I'm the best Dealmaker" im internationalen Kontext noch gar nichts erreicht. Im Gegenteil, er verschenkt Freipässe für Menschenrechtsverletzungen und destabilisiert diplomatische Beziehungen.

Hoffen wir für ihn, dass die Herren sich daran erinnern, falls er selber mal ins Exil muss ;)
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MaxHeiri
16.12.2018 13:39registriert März 2016
Meine Prognose:
Trump macht dies im Gegenzug für die gemachte Freilassung des inhaftierten Amerikaners vor paar Wochen und für die Normalisierung zur Beziehung zur Türkei.
Im Hintergrund weiss er sehr wohl, dass die amerikanische Justiz eine Auslieferung eines politisch Angeklagten an einen menschenrechtlich schwach aufgestellten Staat kaum zustimmen wird.
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