Europa

Die Zahl der Terroropfer auf der Welt geht zurück – einen Haken gibt es aber

15.11.17, 07:45 15.11.17, 09:01

Die Zahl der weltweiten Terroropfer ist im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das geht aus dem Global Terrorism Index der Londoner Denkfabrik IEP (Institute for Economics and Peace) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Demnach starben im vergangenen Jahr weltweit 25'673 Menschen bei terroristischen Anschlägen. Das waren 13 Prozent weniger als im Vorjahr und 22 Prozent weniger als noch 2014.

Terroropfer weltweit seit 2000

Grafik: Global Terrorism Index

Angesichts der militärischen Niederlagen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak sieht das IEP bereits einen Wendepunkt im Kampf gegen islamistischen Extremismus gekommen.

Einen kleinen Haken gibt es allerdings für die Europäer. Wenn man nur Europa betrachtet, sind die Nachrichten nicht so gut. Dort waren 2016 mit 826 Opfern so viele Terrortote zu beklagen wie seit 2002 nicht mehr, davon allein 658 in der Türkei. Es gibt aber Anzeichen, dass sich 2017 ein Rückgang abzeichnen könnte, so die Experten.

Terroropfer nach Regionen

grafik: global terrorism index

Ausserdem gelinge es den Sicherheitsbehörden immer häufiger, Anschläge zu verhindern. Probleme bereiten jedoch Attacken, die mit einfachen Mitteln durchgeführt werden können, beispielsweise mit Fahrzeugen.

Der grösste Teil der terroristischen Aktivitäten spielt sich in Afrika, dem Nahen Osten und Asien ab. Dort ging die Zahl der Toten in vier der fünf am stärksten betroffenen Ländern teils drastisch zurück.

In diesen Ländern hat die Zahl der Terroropfer im Vergleich zum Vorjahr am meisten abgenommen

Den stärksten Rückgang verzeichnete Nigeria mit einem Rückgang von 80 Prozent der Toten durch die Terrormiliz Boko Haram. Grund dafür sei vor allem eine internationale Militäroperation gegen die Miliz, heisst es in dem Bericht. Auch in Pakistan, Syrien und Afghanistan sank die Zahl der Toten.

Kein positives Bild zeichnet sich im Irak ab, dort stieg die Zahl der Terroropfer um 40 Prozent auf 9765. Verantwortlich dafür war vor allem die IS-Miliz. (sda/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Domino 15.11.2017 09:07
    Highlight Nur ein Bruchteil der Türkei liegt in Europa. Warum wird sie in der Statistik zu Europa gezählt?
    25 3 Melden
    • LYX 15.11.2017 10:07
      Highlight Weil sie auch im fussball zu europa gehören.
      9 4 Melden
  • Radiochopf 15.11.2017 08:58
    Highlight Was versteht man genau unter Terror? Für mich ist es mehr als Terror, wenn man als Kind in Afghanistan, Pakistan und einigen Ländern Afrikas tagtäglich US-Drohnen im Himmel sieht und jederzeit damit rechnen muss, dass diese eine Bombe fallen lassen. Das ist in einigen Ländern tagtägliche Realitat obwohl dort kein Krieg herrscht.. US-Drohnen Tote werden in diesen Statistiken sowieso fehlen...
    27 5 Melden
  • pali2 15.11.2017 08:24
    Highlight Einen Haken gibt es aber - und das ist Europa? Ernsthaft? Im Irak wurde mehr als das Zehnfache an Terroropfer verzeichnet als in ganz Europa.
    41 8 Melden
    • Saraina 15.11.2017 09:00
      Highlight Und würde man die Türkei nicht zu Europa zählen, sähe es nochmals drastisch anders aus.
      18 0 Melden
    • JJ17 15.11.2017 09:14
      Highlight Trotzdem sollte es doch irgendwie logisch sein dass uns das mehr betrifft, oder nicht? Wenn z.B. deine eigene Mutter stirbt macht dich das doch auch betroffener als wenn es die Mutter des Kollegen gewesen wäre? Und je weiter weg es für einen ist, desto weniger schlimm ist es, auch wenn es eigentlich das gleiche ist. Aber wenn wir bei jedem toten Menschen so bestürzt reagieren würden, dann adé merci...
      23 5 Melden
  • häfi der Spinat 15.11.2017 08:08
    Highlight "Es gibt aber Anzeichen, dass sich 2017 ein Rückgang abzeichnen könnte" da bleibt aber nicht mehr viel Zeit.
    Nein im Ernst. Natürlich wir der Terror in Europa in den nächsten Jahrzehnten steigen. Bei dieser Massenzuwanderung die wir zulassen.
    22 77 Melden
  • Hosch 15.11.2017 08:07
    Highlight Interessant wäre noch zu wissen inwiefern sich die Berichterstattung dazu geändert hat, falls sie sich geändert hat. Anstieg in den sozialen Medien, klassische Medien etc.
    20 0 Melden
    • K3tsch 15.11.2017 09:55
      Highlight Eine solche Untersuchung würde ich watson ebenfalls sehr hoch anrechnen.
      5 0 Melden
  • rodolofo 15.11.2017 07:51
    Highlight Bei dieser Statistik frage ich mich einfach, wer alles als "Terror-Opfer" gilt.
    Sind die Rekord-hohen Suizid-Opfer von Minderjährigen in der Schweiz, die dem zunehmenden Leistungsdruck unserer Wettbewerbs-Gesellschaft nicht standhielten, auch in dieser Statistik enthalten?
    Sind die vielen Opfer der brutalen Bandenkriege zwischen Drogen-Gangs, Mafia und Polizei-Mafia in Zentralamerika
    auch in dieser Statistik mit enthalten?
    11 37 Melden
    • Harius 15.11.2017 08:59
      Highlight Nein.
      16 0 Melden
    • Raphael Stein 15.11.2017 09:00
      Highlight @rodolfo
      Frag ich mich auch gerade, weil lat. terror „Schrecken" heisst.
      Also auch Kirchenschiessereien wie unlängst in den USA.

      Da es sich um eine Denkfabrik aus London handelt welche die Statistik zusammen kramt, werden die letzeren Opfer da wohl kaum enthalten sein.


      11 0 Melden
    • K3tsch 15.11.2017 09:04
      Highlight @rodolofo:

      Unter Terror versteht man politisch-motivierte Gewalteinwirkung auf willkürliche Zivilbevölkerungen.

      Beim ersten Beispiel würde ich sagen, ist ein Suizid ahnend für sich keinen Tod durch gewaltsame Fremdeinwirkung und bei der Drogenmafia in Mexiko geht es wahrscheinlich nicht um das erniedrigen zufälliger Zivilpersonen sondern um das Verfolgen der eigenen Wirtschaftsinteressen in den Drogenkartellen und dabei kommen Personen ums Leben.

      Falls du das anders siehst, ergründe mir dies bitte. :)
      11 1 Melden
    • Raphael Stein 15.11.2017 09:31
      Highlight K3tsch, du fragst zwar nicht mich, aber

      um das Verfolgen der eigenen Wirtschaftsinteressen in...

      wo liegt der Unterschied ganz unten in der Buchhaltung.
      Religion, Politik, Wirtschaft contra Menschenleben
      1 1 Melden
    • K3tsch 15.11.2017 11:21
      Highlight @Raphael Stein:

      Es geht ja darum, Geld durch Drogen zu erwirtschaften. Darum würde ich dies auch als "Wirtschaft" ansehen, auch wen es keine "gute" ist, da dabei bekanntlich die Menschenleben keine grosse Rolle spielen.

      Beim "Terror" so wie wir ihn aus dem Medienspektrum kennen, geht es ja offiziell nicht um Interessenskonflikte sondern generell um die Gewaltbereitschaft muslimischer Extremisten.

      Aber verstehe mich nicht falsch: das ist nicht meine Ansicht, sondern das Bild, welches der Bevölkerung als Ergründung dargestellt wird in den klassischen Medien.
      3 0 Melden
    • K3tsch 15.11.2017 11:27
      Highlight Um deine Frage zu beantworten @Raphael Stein:

      Müsste man bei der obigen Aussage von rodolofo fragen, welche Tote er meint, welche durch die Drogenkartelle entstehen.

      Wen es um die Mitglieder der jeweiligen Kartelle geht, welche sich gegenseitig bekriegen und umkommen dadurch, würde ich nicht von Terror sprechen.

      Wen es Zivilbevölkerung gibt (und diese gibt es sicherlich), welche durch genau diese Gewalthandlungen ums Leben kommt, kann man von Terrorismus sprechen.
      4 1 Melden

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