Ukraine
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epa04630266 Russian people march with banners reading: 'Maidan is fascism', 'We need a Great Russia', or 'Russian children need a bright future and not the Maidan and Fascism' gather for an 'Anti-Maidan' rally against the 2014 Kiev uprising which ousted Ukraine President Viktor Yanukovich, in downtown Moscow, Russia, 21 February 2015. More than 35 thousand participants were reported to take part in a march and the rally durinh which they strongly condemned the 2014 incidents on the Maidan in Kiev. Ukrainian President Petro Porosheno on 20 February had accused Russia of masterminding the killings of more than 100 protesters in Kiev one year ago.  EPA/SERGEI ILNITSKY

Demonstranten für ein Gross-Russland in Moskau. Bild: SERGEI ILNITSKY/EPA/KEYSTONE

Anti-Maidan-Bewegung

«Putinismus für immer»: Zehntausende gehen in Moskau auf die Strasse und beklagen Machtwechsel in Kiew vor einem Jahr



In Moskau sind am Samstag zehntausende Menschen gegen den Machtwechsel in der Ukraine vor einem Jahr auf die Strasse gegangen. Wie die Polizei mitteilte, zogen rund 35'000 Unterstützer von Präsident Wladimir Putin durch die russische Hauptstadt.

Viele Demonstranten schwenkten russische Flaggen und trugen das orange-schwarze Sankt-Georgs-Band, das auch die Separatisten in der Ostukraine als Erkennungszeichen nutzen. «Putinismus für immer», stand auf einem Schild, das eine ältere Frau hochhielt.

epa04630261 Russian people cary a banner reading: '(1) Year of Maidan. Do not forget, do not forgive' as they gather for an 'Anti-Maidan' rally against the 2014 Kiev uprising which ousted Ukraine President Viktor Yanukovich, in downtown Moscow, Russia, 21 February 2015. More than 35 thousand participants were reported to take part in a march and the rally durinh which they strongly condemned the 2014 incidents on the Maidan in Kiev. Ukrainian President Petro Porosheno on 20 February had accused Russia of masterminding the killings of more than 100 protesters in Kiev one year ago.  EPA/SERGEI ILNITSKY

Bild: SERGEI ILNITSKY/EPA/KEYSTONE

Ein Trupp von Kosaken zeigte ein Plakat mit der Aufschrift «Der Maidan ist eine Krankheit. Wir werden sie behandeln.» Auf einem anderen Spruchband stand: «Ami, geh nach Hause - und nimm den Maidan mit.»

Fernsehberichten zufolge gab es ähnliche Kundgebungen auch in anderen russischen Städten. In der Anti-Maidan-Bewegung haben sich Biker-Clubs, Kosaken, Sportler und Veteranen der Kriege in Afghanistan und Tschetschenien zusammengeschlossen.

Ihr Anführer Nikolai Starikow warnte die prowestliche Opposition am Samstag, auch in Russland einen Umsturz anzuzetteln. «Versucht es erst gar nicht», sagte er im russischen Fernsehen. «Unternehmt keinerlei Versuche, in Russland für Ärger zu sorgen.»

People attend an

In Moskau wurde demonstriert. Bild: SERGEI KARPUKHIN/REUTERS

Gefangenenaustausch

Prorussische Separatisten und Regierungseinheiten haben in der umkämpften Ostukraine einen neuen Anlauf für den Austausch von Gefangenen genommen. In der Rebellenhochburg Lugansk soll jede Seite etwa 40 Gefangene übergeben.

«Heute wird es einen Austausch zwischen uns und der ukrainischen Seite geben», sagte die Rebellenvertreterin Daria Morosowa örtlichen Medien zufolge am Samstag. Mit der Militärführung in Kiew seien bereits Listen mit den Namen der Gefangenen ausgetauscht worden.

Von Donezk aus setzte sich ein Konvoi mit Gefangenen der Separatisten Richtung Lugansk in Bewegung, der von Journalisten begleitet wurde. Die gefangenen ukrainischen Soldaten wirkten erschöpft. Die gegenseitige Freilassung von Gefangenen ist ein Element des in der weissrussischen Hauptstadt Minsk geschlossenen Friedensabkommens für die Ukraine.

Die Konfliktparteien warfen sich derweil erneut gegenseitig Verstösse gegen die vereinbarte Waffenruhe vor. Vor allem im Raum Donezk habe die Armee auf Stellungen der Aufständischen geschossen, sagte Separatistensprecher Eduard Bassurin. Die prowestliche Führung in Kiew wies die Vorwürfe zurück. Die Regierungseinheiten würden lediglich auf «Provokationen» reagieren, hiess es. (sda/afp/dpa)

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