DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ein Toter bei grossem Migranten-Ansturm auf spanische Afrika-Exklave Melilla

20.08.2020, 12:15
Bild: EPA/EFE

Beim bisher grössten Migranten-Ansturm des Jahres auf die spanische Nordafrika-Exklave Melilla ist ein Mensch ums Leben gekommen. Der Afrikaner sei am Donnerstag an natürlichen Ursachen gestorben, teilte die Vertretung des spanischen Innenministeriums in Melilla mit.

Rund 300 Menschen hätten am Mittwoch gegen sechs Uhr morgens von Marokko aus versucht, die sechs Meter hohen doppelten Grenzzäune zu überwinden und trotz des Widerstandes der Grenzpolizei gewaltsam auf spanisches Territorium zu gelangen. Etwa 30 von ihnen sei dies gelungen. Acht Migranten und drei Beamte der Polizeieinheit Guardia Civil seien dabei leicht verletzt worden.

Spanien hat in Nordafrika zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe beider Gebiete harren Zehntausende Afrikaner vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara auf eine Gelegenheit, in die EU zu kommen. Mutmasslich wegen der Corona-Pandemie hatte es in den vergangenen Monaten vergleichsweise nur wenige solcher Aktionen gegeben. Den grössten Ansturm der letzten Zeit gab es im April, als mehr als 200 Migranten versucht hatten, nach Melilla zu kommen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Flüchtlingsszenen aus Melilla und Ceuta

1 / 9
Flüchtlingsszenen aus Melilla und Ceuta
quelle: ap/ap / jesus blasco de avellaneda
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Blutbad in Niger – Mehr als 100 Tote nach Angriff auf Armeebasis

Bei einer Attacke mutmasslicher Rebellen auf eine Armeebasis im westafrikanischen Krisenstaat Niger sind nach offiziellen Angaben 79 Angreifer und 29 Soldaten getötet worden. Die Bewaffneten seien mit «Hunderten» Motorrädern auf den Stützpunkt in der Region Tillabéri zugefahren, teilte ein Armeesprecher am Sonntag mit. Es handelte sich um eine Basis der G5-Sahel, einer Gruppe, in der Mauretanien, der Niger, Tschad, Mali und Burkina Faso gemeinsam gegen Aufständische in der Sahelregion kämpfen.

Zur Story