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Gefängnisse

Im geschlossenen Strafvollzug fehlen schweizweit 720 Plätze

In den Schweizer Gefängnissen gibt es zu wenig Platz. Handlungsbedarf besteht laut einem Bericht kantonaler Strafvollzugsexperten insbesondere im geschlossenen Strafvollzug: Hier fehlten Ende 2013 schweizweit 720 Plätze.

Demgegenüber stehen lediglich rund 600 Plätze, die derzeit geplant sind. «Die Kantone werden also weitere Plätze projektieren müssen», teilte die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) am Freitag mit.

Der zusätzliche Platzbedarf sei vor allem Folge von mehr und längeren Strafen, einer gesellschaftlichen «Nullrisiko»-Erwartung und einer restriktiven Entlassungspraxis, heisst es im Kurzbericht. Ebenfalls angespannt sei die Situation im Bereich des geschlossenen Massnahmenvollzugs für die Behandlung von psychisch gestörten Straftätern, schreibt die KKJPD. Dort fehlen gemäss dem Bericht 209 Plätze.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hatte bereits Ende Januar festgehalten, dass die Gefängnisse in der Schweiz und insbesondere in der Romandie übervoll seien. Per Stichtag 4. September 2013 standen laut BFS für die 7072 erwachsenen Gefangenen nur 7048 Plätze bereit. Für die Gefängnisse der lateinischen Schweiz wies das BFS einen Belegungsgrad von 115,5 Prozent aus. (whr/sda)



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