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Blick auf die Unfallstelle bei Oslo. Laut einer Stellungnahme entzündete sich ausgelaufenes Gas. screenshot: insideevs.com

Explosion bei Wasserstoff-Tankstelle in Norwegen – das hat Folgen

Nach einem Unfall in Oslo wurden in mehreren Ländern Wasserstoff-Tankstellen ausser Betrieb genommen. Ein hiesiger Fachmann versucht zu beschwichtigen.



Was ist passiert?

Nach einer Explosion bei einer Wasserstofftankstelle in Norwegen sind zahlreiche weitere Wasserstoff-Tankstellen laut Medienberichten erst einmal geschlossen worden.

Die Wasserstofftankstelle in Sandvika, einem Vorort von Oslo, war am Montagabend in Brand geraten und in der Folge muss es zu einer Explosion gekommen sein.

In der Nähe des Unfallortes wurden zwei Insassen eines Autos leicht verletzt, weil laut Berichten durch die Wucht der Explosion die Airbags des Fahrzeugs ausgelöst wurden.

In einer offiziellen Stellungnahme des norwegischen Nel-Konzerns heisst es:

«Es ist keine Einheit am Standort explodiert. Nach unseren aktuellen Informationen fing das ausgetretene Wasserstoffgas im Freien Feuer. Dadurch entstand eine Druckwelle.»

quelle: nelhydrogen.com

Die Unfallursache ist noch unklar.

Handy-Aufnahmen vom Unfallort:

abspielen

Video: YouTube/Dagbladet

Zum Kühlen der Wasserstofftanks musste ein Löschroboter eingesetzt werden. Erst nachdem mit einer Drohne das Risiko weiterer Explosionen hatte abgeklärt werden können, wurde der Verkehr am darauf folgenden Tag wieder freigegeben.

Welche Folgen hat der Unfall?

Man muss unterscheiden zwischen konkreten Massnahmen, die wegen des Unfalls getroffen wurden, und einem allfälligen Image-Schaden, den die Wasserstoff-Branche erleidet.

Die explodierte Selbstbedienungs-Tankstelle wird von der norwegischen Reitan-Gruppe unter der Marke Uno-X betrieben, wie futurezone.at berichtet. Die Komponenten wurden vom norwegischen Hersteller Nel produziert, Gaslieferant ist Praxair (heute Teil des Technologie-Konzerns Linde).

Nel habe für mehr als 50 Wasserstoff-Tankstellen in neun Ländern Komponenten geliefert. Als Reaktion auf den Unfall teilte das Unternehmen mit, dass alle Tankstellen geschlossen würden bis zum Ende der Ermittlungen.

Der grosse börsennotierte Wasserstoff-Technik-Konzern geriet an der Börse unter Druck, die Aktie verlor massiv an Wert. Auf der Website des Unternehmens heisst es:

«Sicherheit hat bei Nel oberste Priorität, und das Unternehmen arbeitet intensiv daran, die Ursache des Vorfalls zu ermitteln. Derzeit sind Fachkräfte vor Ort und tragen aktiv zur laufenden offiziellen Untersuchung bei. Darüber hinaus hat Nel unabhängige Brand- und Explosionsschutz-Experten von Gexcon beauftragt, die vor Ort sind und eine aktive Rolle bei der Erstellung eines unabhängigen Ereignisberichts übernehmen.»

quelle: nelhydrogen.com

Nel habe seine zehn weiteren Wasserstoff-Stationen geschlossen, in Norwegen, Dänemark und anderen Ländern, berichtete Welt Online am Mittwoch.

Auch Deutschland ist betroffen: «Als reine Vorsichtsmassnahme» seien vier der bundesweit 70 Wasserstofftankstellen geschlossen worden, liess das Firmenkonsortium H2 Mobility Deutschland am Mittwoch verlauten.

Dabei handelt es sich um Stationen in Bremen, Hamburg, München und Rostock, die mit der Betankungstechnik des Wasserstoff-Tankstellenausrüsters Nel arbeiten.

Die Hersteller Toyota und Hyundai haben in Norwegen die Auslieferung von Brennstoffzellenautos vorübergehend eingestellt, da diese zurzeit nicht betankt werden können.

Was ist mit der Schweiz?

Konkrete Massnahmen sind keine bekannt. Und laut einem Branchen-Vertreter auch gar nicht erforderlich.

Rolf Huber ist Verwaltungsrats-Präsident der H2 Energy AG, einer Firma, die Wasserstoff aus erneuerbarer Energie «zu einem Grundpfeiler des Energiesystems» machen will.

Auf Anfrage erklärt der ETH-Ingenieur:

«Aus heutiger Sicht hat der Unfall keine Relevanz auf die Schweiz. Wir haben in unserer Infrastruktur und der Lieferkette andere Anlagen und Komponenten im Einsatz. Sobald die Ursache offiziell von Nel und den Behörden aufgeklärt und kommuniziert wurde, werden wir erneut beurteilen, ob wir davon lernen können.»

Und wie beurteilt Huber das Risiko, dass eine Wasserstoff-Tankstelle explodieren könnte?

Um eine schriftliche Stellungnahme gebeten, antwortet der Fachmann:

«Die Tankstelle in Norwegen ist NICHT explodiert. Das wird aus den Bildern klar ersichtlich. Die öffentliche Stellungnahme von Nel spricht daher nie von einer Explosion. Bei Einhaltung der gängigen und behördlichen Sicherheitsvorkehrungen wird das Explosionsrisiko auf einer Tankstelle vollständig eliminiert.»

Die Einschätzung des Experten wird durch die Angaben auf der Nel-Website bestätigt. Nicht die Tankstelle selbst explodierte, es entzündete sich ausgeströmtes Gas.

In Norwegen war in Medienberichten und von Anwohnern von einer Explosion die Rede ...

Ein betroffener Anwohner twitterte:

Wie geht es weiter?

Ein Vertreter von Hyundai betonte laut Bericht von golem.de, es gebe keinen Grund, die Sicherheit von Brennstoffzellenautos grundsätzlich infrage zu stellen.

Auch der betroffene Wasserstoff-Technik-Konzern Nel schreibt, seine Wasserstoff-Stationen seien so sicher wie herkömmliche Tankstellen für Diesel und Benzin. Die europäische H2-Station sei von branchenführenden Drittanbietern zugelassen und entspreche allen relevanten europäischen und internationalen Normen und geltenden Richtlinien.

Wasserstoff-Tankstellen in der Schweiz?

Anfang Juni informierte Hyundai, dass in den nächsten vier Jahren 1000 H2-Elektro-Nutzfahrzeuge in der Schweiz eingeführt und in Betrieb genommen werden. Bis dahin solle auch ein flächendeckendes Tankstellennetz entstehen, womit dem Durchbruch von wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen und Personenwagen nichts mehr im Weg stehe.

Der Förderverein H2 Mobilität Schweiz, in dessen Vorstand grosse Unternehmen wie Migros und Coop vertreten sind, verfolgt das Ziel, bis 2023 ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen in der Schweiz aufzubauen.

Laut Website der H2 Energy AG liegen nun die Baubewilligungen für mehrere Wasserstoff-Tankstellen im Schweizer Mittelland vor.

Rolf Huber von H2 Energy präzisiert auf Anfrage, dass bis Ende 2019 vermutlich noch zwei öffentlich zugängliche Wasserstoff-Tankstellen eröffnet würden. Im nächsten Jahr sollen fünf bis zehn weitere Stationen gebaut werden.

Die erste (und bislang einzige) öffentliche Wasserstoff-Tankstelle des Landes wurde im November 2016 in Hunzenschwil AG eröffnet. Von der Coop Mineralöl AG und beteiligten Unternehmen.

Eroeffnung der ersten Wasserstofftankstelle der Schweiz am Freitag, 4. November 2016, in Hunzenschwil. Die erste oeffentliche Wasserstoff-Tankstelle der Schweiz steht im aargauischen Hunzenschwil. Die Betreiberin der Tankstelle, die Coop Mineraloel AG, plant weitere Anlagen in anderen Regionen. Man wolle dazu beitragen, dass eine zukunftsweisende Technologie den Durchbruch schaffe, wird Coop-Chef Joos Sutter in einer Medienmitteilung zitiert. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Die erste öffentliche Wasserstoff-Tankstelle im November 2016. archivBild: KEYSTONE

Noch ein bisschen früher, im Oktober 2016, hatte die Eidgenössische Materialforschungsanstalt Empa auf ihrem Areal in Dübendorf ZH die allererste Wasserstoff-Zapfsäule des Landes in Betrieb genommen.

Der Strom für die Wasserstoff-Produktion in Hunzenschwil stammt von einem sogenannten Laufwasserkraftwerk in Aarau. Das heisst, es werden weder das klimaaktive Treibhausgas CO2 noch andere Schadstoffe ausgestossen.

Dieses umweltfreundliche Prozedere war auch bei einem anderen Projekt vorgesehen, das allerdings scheiterte.

In Glattfelden ZH wurde im März 2016 ein Bauvorhaben von Coop und dem Schweizer Energiekonzern Axpo gestoppt. Die beim Kraftwerk Rheinsfelden geplante Produktionsanlage für Wasserstoff kam nicht zustande. Aus wirtschaftlichen Gründen, wie die Verantwortlichen verlauten liessen.

Doch gab es auch Widerstand aus der Bevölkerung. Private und die Umweltschutzorganisation Pro Natura hatten den Baurechtsentscheid verlangt, es drohten Rekurse. Die Regionalzeitung «Zürcher Unterländer» schrieb:

«Anwohner machten sich Sorgen um die Gefahren, die vom Wasserstoff ausgehen könnten – dieser ist hochexplosiv, wenn er mit Sauerstoff in Verbindung kommt – oder auch um die Lastwagenfahrten, die täglich auf sie zukämen.»

Geplant war, mit dem umweltfreundlich produzierten Wasserstoff die Nutzfahrzeugflotte von Coop zu versorgen. Kritiker bemängelten, dass der klimaneutrale Stoff per Lastwagen Hunderte Kilometer weit transportiert werden sollte.

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Eis an der Zapfpistole? Das Tanken von Wasserstoff unterscheide sich etwas vom gewohnten Betanken mit Benzin oder Diesel. Es soll auch häufig zischen. bild: coop

In der Region Brugg AG waren ab 2011 bis zu fünf Brennstoffzellen-Postautos im Linienbetrieb eingesetzt worden. Das Pilotprojekt endete 2016. Die erste Schweizer Wasserstoff-Tankstelle für Busse sollte stillgelegt werden.

Besser als Elektro?

Durch die Verwendung von Wasserstoff als Energieträger seien entsprechend motorisierte Fahrzeuge deutlich schneller wieder einsatzfähig als klassische Elektroautos mit Lithium-Ionen-Akku, ruft futurezone.at in Erinnerung. Sprich: Das Auftanken geht viel schneller als das Aufladen.

Allerdings habe Wasserstoff wesentliche Nachteile:

Die weltweit grössten Abnehmer für Brennstoffzellen-Autos sind Japan und die USA. Allein in Kalifornien, wo beim Kauf grosse steuerliche Anreize winken, sei rund die Hälfte der derzeit 11'000 aktiven Wasserstoff-Autos unterwegs.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Inspector Callahan 15.06.2019 12:41
    Highlight Highlight Die Brennstoffzelle im Auto ist was für Leute, die Mühe mit Rechnen haben. Und für Lobbyisten.

    Bevor du jetzt blitzt, möchte ich Argumente hören.
    Der Energieaufwand ist 3-4x verglichen mit rein Batterieelektrisch.
    Gewonnen aus Gas ist alles andere als CO2 neutral.
    BEV kannst du quasi überall laden, H2 nicht.
    H2 ist zudem super aufwändige, wartungsintensive Technik (wen könnte das wohl freuen, na...?)
  • Wiederkehr 15.06.2019 12:37
    Highlight Highlight Es gibt bereits neue Ansätze bei Wasserstofftanks. Ein Granulat das als Träger dient. Wasserstoff ist für mich die Zukunftstechnologie. Die grosse Masse kann aus Erdgas gewonnen werden.
  • dmark 15.06.2019 11:37
    Highlight Highlight Um solche Vorkommnisse zu schmälern, bzw. zu verhindern, ist es wohl unumgänglich, dass man den Wasserstoff in einem flüssigem Medium bindet und den Druck somit komplett herunter nimmt. Dann kann es wie Benzin oder Diesel getankt werden. Dahingehend laufen ja schon bereits gute Ansätze.
    Ich mag auch keinen Tank mit 700 bar Druck im Auto haben. Das hat mich bereits beim Erdgas abgeschreckt.
  • Skip Bo 15.06.2019 07:01
    Highlight Highlight Wasserstoff hat durchaus Potential. Es ist eine Speicherform mit der man ungenutzten Sommersolarstrom speichern und im solarschwachen Winterhalbjahr nutzen kann.
    Die Technik im Fahrzeugbereich ist aber noch verbesserungswürdig.
    • Wiederkehr 15.06.2019 12:39
      Highlight Highlight Schau auf YouTube Toyota Mirai. Wandelung ist Illusorisch
  • imposselbee 14.06.2019 10:35
    Highlight Highlight Aus Sicht eines Preppers ist Wasserstoff klar ein Rückschritt im Gegensatz zu einem Akku. Strom kann ich selber erzeugen, zur Not auch manuell, Wasserstoff hingegen nicht. Bin zwar kein Prepper, finde es aber interessant von Zeit zu Zeit eine solche Brille aufzusetzen.
  • Influenzer 14.06.2019 10:16
    Highlight Highlight Seit Prometheus den Göttern das Feuer geklaut hat kämpfen wir mit den damit verbundenen Risiken. Aber profitieren auch von den Annehmlichkeiten.
  • Alice36 14.06.2019 09:20
    Highlight Highlight Wasserstoff ist sicher eine interessante Alternative zu herkömmlichen Treibstoffen, speziell dann wenn er mithilfe erneuerbarer Energien hergestellt wird. Trotzdem, ein Gastank mit 300 Bar Druck unter meinem Hintern sorgt bei mir nicht unbedingt für ein entspanntes Fahren, auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Explosion sehr klein sein soll😏
  • Stirling 13.06.2019 23:24
    Highlight Highlight Brennstoffzellen in Fahrzeugen machen einfach keinen Sinn.
    Der einzige Vorteil, denn sie haben sollte ist die "schnelle Betankung"(ca.15min danebenstehen und warten für 700Bar) und die Reichweite.
    Mein Tesla macht auf der Autobahn 450 - 500km, das bedeutet für mich 4-5h fahrt.
    Sorry, kein vernünftiger Mensch tankt kurz und fährt dann nochmal so lange. Ich brauch dann eine Pause, was Essen, Toilette und Beine vertreten und der Akku ist dann wieder voll.
    Bin problemlos und tiefenentspannt von Zürich nach Barcelona. Dafür brauche ich keine Brennstoffzelle. Und ein Frunk gibts auch nicht...
    • Bosshard Matthias 14.06.2019 10:26
      Highlight Highlight Ja klar dann suchen Sie mal am Flughafen Genf eine Tesla-Lade-Station. Kann Ihnen sagen, die nächste ist in Frankreich im Industrieviertel.
      Dort musste ich Zwangsessen, was überhaupt nicht in meinen Business Plan passte, und hört mal auf mit den Lügenmärchen von 500 km Reichweite. Es reichte nicht für die Strecke Basel-Genf- Basel, so sieht's aus. Im Schnitt brauchte ich mit dem Tesla S über 2 Stunden mehr als mit dem Benziner, dank Schleichfahrt 100kmh rechts, damit es ja weiter reicht und Ladestop zwang, kurzum nettes Spielzeug aber nicht die Lösung für Langstrecken.
    • Pointer 14.06.2019 19:50
      Highlight Highlight Warum fährst du überhaupt von Basel nach Genf mit dem Auto? Der Zug hat unwesentlich länger und du kannst die Zeit noch zum arbeiten nutzen!
    • luegeLose 14.06.2019 20:38
      Highlight Highlight Die Ökobilanz von Elektro FZ sieht ganz anders aus, wenn man die Gewinnung von Lithium und Kobalt mitrechnet. Da lohnt es sich weiterzuforschen für Wasserstoff Fahrzeuge.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter Sahli 13.06.2019 22:27
    Highlight Highlight So schnell wie sich die Batterien in den letzten 20 Jahren entwickelt haben, halte ich jeden in Brennstoffzellen investierten Franken für verschwendet. Die Batterieentwicklung ist bei Weitem noch nicht am Ende und niemand wird mehr einen Workaround wie die H2-Technologie kaufen wollen, wenn elektrische Energie direkt und effizient gespeichert werden kann.
    • Wiederkehr 15.06.2019 12:41
      Highlight Highlight Wenn..... wenn meine Grossmutter Räder hätte wäre sie ein Töff
  • Offi 13.06.2019 19:08
    Highlight Highlight Es haben auch schon Tankstellen mit Benzin gebrannt, kein Thema, aus Fehlern lernt man ... war schon immer so bei neuen Technologien!
    • luegeLose 14.06.2019 20:39
      Highlight Highlight Ich habe auch schon Raucher beim Betanken gesehen.
  • Clank 13.06.2019 18:45
    Highlight Highlight Das Lächerlichste ist aber, wie sich hier Brennstoffzellen-Autos und Batterie-Autos Befürworter gegenseitig schlechtreden. Das ist etwa so, als würden sich Wind und Solar-Leute streiten. Sowohl Brennstoffzellen und Batterie haben ihre Vorteile und Nachteile. Um fossile Treibstoffe ganz aus dem Strassenverkehr vertreiben, werden BEIDE Technologien garantiert zum Einsatz kommen. Ein Batterie-Auto ist nämlich zwar effizienter, aber kommt nicht an der Reichweite von Wasserstoff-Autos ran. Dafür sind Batterien zu schwer. Deshalb werden sich H2 Autos wohl bei Lastwagen und Büsse durchsetzen. [2/2]
    • DerHans 13.06.2019 19:21
      Highlight Highlight Weder der Mirai noch der Nexo haben mehr Reichweite als ein Tesla.
    • Der Tom 13.06.2019 19:37
      Highlight Highlight Reichweite kommen ev schon weiter, aber Laden geht im Moment noch länger. Wenn man aber zuhause in der Garage laden kann, ist das kaum relevant oder sogar besser. Wasserstoff hat vielleicht für Lastwagen oä aber sicher als Speicher eine Zukunft. Auf Speicher sollte man sich jetzt konzentrieren. Wasserstoff-Tankstellen aufbauen und betreiben ist meiner Meinung nach Unsinn.
    • Stirling 13.06.2019 22:51
      Highlight Highlight Es gibt momentan kein H2 Auto, dass massiv weiter kommt mit einer Tankfüllung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clank 13.06.2019 18:36
    Highlight Highlight Wow, keinen Skandal wert. Wieviel Benzin/Diesel Tankstellen sind denn "explodiert" seit ihrer Einführung. Wieviele Erdgas-Unfälle gibt es denn täglich beim Grillieren oder sonst wo? Selbst Batterie-Schnelllader, Handyakkus sowie die Steckdose zu Hause ist nicht ungefährlich.
    Diese Angstmacherei gegen Wasserstoff ist lächerlich.
    Ja, H2 ist entzündlich, sowie jeder anderer Treibstoff. Explodieren (wie H-Bombe) tut es aber nicht, es entzündet sich einfach und der kurze Feuerball löst eine Druckwelle aus. Punkt. [1/2]
    • Alice36 14.06.2019 09:26
      Highlight Highlight Hallo, soviel ich weiss nennt man einen "kurzen" Feuerball begleitet von einer Druckwelle eine EXPLOSION, vor allem wenn das Gas noch unter Druck steht 300-700 Bar.😉
    • Stirling 14.06.2019 18:55
      Highlight Highlight Da gebe ich Alice36 recht. Feuerball und Druckwelle ist die exakte Definition einer Explosion.
      Vermutlich hast du Wasserstoff noch nie explodieren gesehen, das ist dann eine ganz andere Liga als Erdgas oder Benzindämpfe.
    • Clank 14.06.2019 21:07
      Highlight Highlight Ja klar, kann man so sehen. Eine klare Definition, ab wann eine Verbrennung und Druckwelle als Explosion gilt, gibt es nicht. Mein Punkt ist, dass Wasserstoff nicht gleich Knallgas ist. Wasserstofftanks sind so gebaut, dass sich wenig Knallgas bildet bei Austritt und mehr eine Verbrennung stattfindet als eine Explosion.
      Und doch @Stirling habe schon mehrmals Wasserstoff explodieren sehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Albert Einstein 13.06.2019 17:30
    Highlight Highlight Hier eine interessante und lehrreiche Diskussion zum Thema Elektoantrieb vs. Wasserstoff Brennstoffzelle (Elekroantrieb).
    Kleiner Spoiler, beide Technologien haben ihre Berechtigung!
    Play Icon
    • Stirling 14.06.2019 22:35
      Highlight Highlight Hey Einstein, schon mal die Kommentare unter dem Video auf Youtube gelesen?
  • Hexenkönig 13.06.2019 16:35
    Highlight Highlight All jenen, welche jetzt gegen die Brennstoffzelle schiessen, möchte ich das folgende Video von Harald Lesch ans Herz legen.
    Kurz: langfristig wird es nicht nur trotz, sondern gerade wegen der Elektromobilität nicht ohne Brennstoffzelle gehen:

    Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hardy18 13.06.2019 16:28
    Highlight Highlight Da hier einige Experten sich zu diesem explosiven Thema schon geäussert haben, möchte ich auf ein anderes Hinweisen.

    Bitte, Videos und Fotos, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, auf dem Handy im Querformat aufnehmen.
    Danke.
    • Lienat 14.06.2019 06:49
      Highlight Highlight Das wäre mal eine intelligente EU Verordnung: So lange das Smartphone im Hochformat gehalten wird, muss die Kamerafunktion gesperrt bleiben 😉
    • Statler 14.06.2019 10:47
      Highlight Highlight Bah - Querformat ist völlig überbewertet. Schon in Kürze werden unsere TVs hochformatig sein und die Kinoleinwände ebenfalls.
      [/sarcasm]
    • Zappenduster 15.06.2019 13:14
      Highlight Highlight Traurig aber war:
      Benutzer Bild
  • DerHans 13.06.2019 16:09
    Highlight Highlight Ist das jetzt auch ein so genanntes thermisches Ereignis? Leute, die Wasserstoff in PKW und LKW, sprich in den Städten befürworten, verdienen am Wasserstoff oder haben einfach keine Ahnung vom Thema. Es soll ja Leute geben, die immer noch denken, ein FCEV sei kein Elektroauto, sondern etwas, dass dank Brennstoffzelle was verbrennt.
    • m. benedetti 13.06.2019 17:56
      Highlight Highlight Die Blitzer zeigen, dass einige Leser dieses Artikels offenbar wenig über die Technologie wissen. Wohl auch nicht, dass Platin zur Anwendung kommt und wohl auch nicht, dass Wasserstoff ein sehr flüchtiges Gas ist und so ziemlich alles durchdringt, weil das Molekül so winzig ist. Versprödung von Materialien ist vorprogrammiert. Während ein Elektroauto an jeder Steckdose aufgeladen werden kann, braucht man für Wasserstoff eine ganze Industrie inkl. Verteilung und Lagerung. Dass das Ganze auch noch ineffizient und teuer ist, muss nicht speziell erwähnt werden
    • Statler 14.06.2019 10:51
      Highlight Highlight @Benedetti: «braucht man für Wasserstoff eine ganze Industrie inkl. Verteilung und Lagerung» - Genau das ist doch das Ziel. An der heutigen Infrastruktur verdienen viele Leute mit. Wenn alle ihre Karren in der Garage laden, wird das obsolet und eine ganze Industrie geht den Bach runter.
      Das hat man bisher zu verhindern versucht, indem man E-Mobilität schlecht geredet hat. Nachdem das jetzt nicht mehr geht, sucht man eben andere Mittel & Wege, um im Geschäft zu bleiben.
      Kapitalismus halt. Es setzt sich nicht das durch, was am Besten ist, sondern das, was den meisten Ertrag bringt.
  • rolf.iller 13.06.2019 15:58
    Highlight Highlight Elon Musk über Brennstoffzellen:

    Play Icon
    • Dominik Treier 13.06.2019 16:25
      Highlight Highlight Der grösste Elektroautopionier ist ja auch gar nicht voreingenommen...
      Beides hat seine Berechtigung, je nach dem was eben wichtiger ist. Wirkungsgrad oder schnelle Betankung, geringeres Akkugewicht und bessere Ausnutzungsmöglichkeiten für nicht benötigten Strom. Keine der beiden Technologien ist schon perfekt aber genauso wie Akkus definitiv noch eine viel höhere Energiedichte erreichen können und müssen und die Ladezeit sinken muss, hat auch die Brennstoffzelle noch Potenzial.
    • Stirling 13.06.2019 23:43
      Highlight Highlight Tesla hat Realwerte bei den Akkus mit mindestens 400km. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100km/h sind das 4h reine Fahrtzeit.
      Ich will nach 4h nicht schnell nachtanken und gleich nochmal 4h fahren. Eine Pause, was Essen, Toilette usw... und der Akku ist am Supercharger wieder voll. Das mach ich, wenn überhaupt, 1 Mal im Jahr, sonst fahre ich meine 50km am Tag zur Arbeit und kann Zuhause, während ich schlafe, nachladen.
      Brennstoffzelle und die Tankstelle braucht kein Mensch für ein Privatauto.
    • Dominik Treier 14.06.2019 00:44
      Highlight Highlight Das darfst du aber nicht für jeden entscheiden Stirling... Aber das ist ja nicht mal das grösste Problem, denn da gäbe es ja bei Batterien sicher noch Entwicklungspotenzial. Das Problem sind die enorm hohen Belastungen in unserem Strohmnetz, die es aktuell, nur schon bei 50% Elektroautos nie stemmen könnte, vor allem dann nicht wenn in Zukunft abends die Sonne nicht scheint, jeder aber sein Auto über Nacht laden will. Wir müssten also quasi die doppelten Anzahl Batterien haben, weil das Strohmnetz auch noch in grossem Unfang Speicherkapazität bräuchte...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charlie B. 13.06.2019 15:49
    Highlight Highlight Ich hoffe, die kriegen das in den Griff. Die Technik klingt vielversprechend. Verbrenner und Elektro(Akku) Autos mussten auch mit Anfangsschwierigkeiten kämpfen.
    • Wiederkehr 15.06.2019 12:38
      Highlight Highlight Batterieautos gab es schon Ende des 19. Jahrhunderts. Sie haben sich nicht durchgesetzt und werden es auch jetzt nicht tun.
  • Whaaaat?_Son 13.06.2019 15:41
    Highlight Highlight Ich stimme dem Experten bei. Wäre da Wasserstoff in einem Wasserstoff/Luft-Gemisch explodiert, stünde da kein Gebäude mehr, sondern dann gäbe es einen Krater.
    Persönlich finde ich Brennstoffzellen eine interessante alternative zu Erdöl-Verbrennungsantrieben.
    • DerHans 13.06.2019 16:12
      Highlight Highlight Zum Glück gab es keinen Krater! Auf die andere Seite, schade gab es keinen Krater. Dann wäre diese unsägliche Wasserstoff in PKW Thematik endlich vom Tisch.
    • @schurt3r 13.06.2019 16:13
      Highlight Highlight Es liegt nun eine offizielle Einschätzung von Nel vor. Demnach entzündete sich ausgelaufenes Gas im Freien und sorgte für die Druckwelle.

      Habe das im Artikel ergänzt.
    • Til 13.06.2019 16:51
      Highlight Highlight Also ein thermisches Ereignis mit Druckwelle?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 13.06.2019 15:30
    Highlight Highlight Wenn zwei Autoinsassen verletzt wurden, weil die Airbags durch die Druckwelle ausgelöst wurden, dann ist diese Tankstelle wohl doch explodiert. Der ETH-Experte und Wasserstoff-Lobbyist sollte sich darum nicht in der Disziplin terminologische Haarspalterei üben, da dies als Verharmlosung rüberkommt. Und weil in der Schweiz laut ihm andere Komponenten im Einsatz sind, wäre diese Art der Verharmlosung nicht nötig. Wer sein Publikum ernst nimmt, verzichtet auf solche Mätzchen.
    • Magnum 13.06.2019 16:25
      Highlight Highlight Uiuiui, sind die Wasserstoff-Fanboys heute unterwegs? 11 Herzen vs 31 Blitze für die Feststellung, dass es wohl eine Druckwelle gab, dass Druckwellen in aller Regel von Explosionen ausgelöst werden und der Herr Experte mit seiner Haarspalterei für Stirnrunzeln sorgt. Nicht jede Explosion muss zu einem Krater führen.
    • René Gruber 13.06.2019 16:31
      Highlight Highlight Es ist keine Haarspalterei, wenn die Tankstelle (respektive deren Tanks) nun mal nicht explodiert ist. Es kam so wie es ausschaut zu einer Verpuffung (Explosion) von ausgetretenem Gas. Die Frage, die sich nun stellt, ist, warum ist das Gas ausgetreten? Fehlmanipulation? Technischer Grund?
    • Heinzbond 13.06.2019 16:41
      Highlight Highlight Eine Verpuffung ist wohl keine Explosion, und Airbags die sind ohnehin build to reakt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Electric Elefant 13.06.2019 15:23
    Highlight Highlight Ja, ganz ungefährlich ist es nicht..
    Nicht zu vergessen, die nur halb so Gute Energieeffizienz im Vergleich zu Elektroautos...
    Ein Elektroauto kann mit der gleichen Strommenge mehr als doppelt so weit fahren.
    • saukaibli 13.06.2019 15:58
      Highlight Highlight Die Effizienz ist tatsächlich viel höher bei Autos mit Li-Ion-Batterien. Allerdings sind diese Batterien extrem umweltsschädlich bei der Produktion und werden heutzutage so gut wie gar nicht recyclet. Ausserdem drohten im Stromnetz massive Engpässe, würden sehr viele Autos gleichzeitig geladen, z.B. nach Feierabend. Wasserstoff ist ein guter Energiespeicher, in dem man Überproduktion von Strom aus alternativen Energiequellen speichern kann. Ob Wasserstoff die Zukunft ist, bleibt abzuwarten, Li-Ion-Akkus werden definitiv nicht die Zukunft sein.
    • Pointer 13.06.2019 15:58
      Highlight Highlight Sag doch sowas nicht, das hören die Wasserstoff-Fanboys nicht gerne!
      Vor allem, wenn man die Aussage dann auch noch mit einer Grafik untermauert:
      Benutzer Bild
    • DerHans 13.06.2019 16:15
      Highlight Highlight Saukaibli, ihre Argumente sind reines Stammtischgepolter. Für Wasserstoff soll immer genügend überschüssiger Strom von Wind und Sonne vorhanden sein. Für Akkus nie und wenn dann nur Kohlestrom.
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