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epa07195588 Independent Senator from Vermont Bernie Sanders (C) speaks to members of the news media following a closed briefing for US senators on Saudi Arabia, on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 28 November 2018. Members of the US Senate attended a briefing by US Secretary of State Mike Pompeo and US Secretary of Defense Jim Mattis on developments relating to Saudi Arabia. The Senate is expected to consider a resolution co-sponsored by Independent Senator from Vermont Bernie Sanders and Republican Senator from Utah Mike Lee that would stop US support of Saudi Arabia's involvement in conflict in Yemen following the death of Washington Post contributor Jamal Khashoggi.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Hauptsache, Ego: Bernie Sanders kandidiert und Frauen finden es toll. Bild: EPA/EPA

Linke Frauen hassen alte weisse Männer – ausser sie heissen Bernie Sanders

Der alte weisse Mann ist an allem schuld, was auf der Welt schief läuft. So denken nicht nur, aber vor allem Feministinnen. Ist er ein Linker, werden sie plötzlich sehr tolerant. Eine Polemik.



Ich bin einer von ihnen. Ein weisser, heterosexueller, nicht mehr ganz junger Mann. Damit gehöre ich zu jener Ausprägung der Gattung Homo Sapiens, die so ziemlich alles auf diesem Planeten verbockt hat. Seit einiger Zeit ist eine eigentliche Kampagne gegen den «alten weissen Mann» im Gang, geführt vorab von Feministinnen, aber auch von Männern, die sich für aufgeklärt halten.

Richtig Fahrt aufgenommen hat sie mit der #MeToo-Bewegung und seither so ziemlich alle gesellschaftlichen Bereiche erfasst: Politik, Wirtschaft, Kultur. Es ist nicht falsch: Wo man hinschaut, geben ältere weisse Männer den Ton an. Frauen und Angehörige von Minderheiten haben es nach wie vor schwer, sich durchzusetzen. Ist der Backlash dadurch gerechtfertigt?

ARCHIVE --- VOR 200 JAHREN AM 20. FEBRUAR 1819 WURDE ALFRED ESCHER GEBOREN, DER SCHWEIZER POLITIKER, WIRTSCHAFTSFUEHRER UND EISENBAHNUNTERNEHMER --- Undatiertes Portrait vom Schweizer Politiker, Industriellen und Bahnpionier Alfred Escher (1819 - 1882). Escher gruendete die Schweizerische Kreditanstalt (die heutige Credit Suisse) und war auch Mitbegruender der ETH. (KEYSTONE/IBA-Archiv/Str)

Ist Alfred Escher auch nur einer dieser grossen weissen Männer? Bild: IBA-ARCHIV

Für die «Süddeutsche Zeitung» ist «alter weisser Mann» vor allem ein Slogan, «eine Chiffre für Rassismus, Patriarchat und Sexismus». Aber auch für Eurozentrismus und Imperialismus, sogar für Aufklärung, Idealismus und Rationalismus. «Er meint alles, was irgendjemandem schon einmal auf die Nerven gegangen ist und bietet damit Potenzial. Kaum ein Missstand, der sich nicht durch ihn begründen liesse.»

Klassische Geschichtsschreibung

Das gilt für #OscarsSoWhite wie für Jubiläen. Als Zürich diese Woche den 200. Geburtstag von Alfred Escher feierte, dem «Gründervater» der modernen Schweiz, blieben die Einwände nicht aus. «Wenn man Escher als Pionier feiert, ist das die klassische Geschichtsschreibung der grossen weissen Männer», monierte der ETH-Historiker Bernhard C. Schär im «Tages-Anzeiger».

Durch Escher sei die Schweiz eingebunden worden «in die damalige Weltwirtschaft, die wesentlich auf Kolonialismus, Sklaverei und Zwangsarbeit beruhte», so Schär weiter. Missstände, für die Männer wie Alfred Escher verantwortlich waren. Schön und gut. Nur wird eine solche Sichtweise der komplexen Persönlichkeit des freisinnigen Multitalents in keinster Weise gerecht.

Sanders, der Ladykiller

Und wie konsequent sind diese Feminist*innen in ihrem Kampf gegen die «Old White Guys»? Nicht besonders, wenn man ein anderes Ereignis dieser Woche betrachtet. Bernie Sanders will es noch einmal wissen. Der parteilose Senator will 2020 für die Demokraten als Präsidentschaftskandidat antreten. Bei seiner ersten Bewerbung 2016 hat er vor allem junge Amerikaner inspiriert.

Diese Demokraten kandidieren gegen Trump

Sanders ist aber auch 77 Jahre alt, weiss und ziemlich wohlhabend. Und er attackiert mit seiner Kandidatur nicht mehr die in mancher Hinsicht problematische Hillary Clinton, sondern eine ganze Reihe hochqualifizierter Frauen, die ähnliche Positionen vertreten: Elizabeth Warren, Kamala Harris, Kirsten Gillibrand, Amy Klobuchar. Feminist*innen müssten vor Wut schäumen.

Was aber findet man? Zum Beispiel diesen Tweet der Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend in Österreich:

Frau Herr mag nicht repräsentativ sein. Sie ist aber nicht allein. Auch in den USA melden sich Frauen, die Sanders unterstützen, obwohl er einer der alten weissen Männer ist.

Natürlich gibt es auch Gegenstimmen, die keineswegs erfreut sind:

Für die Rechten ist seine Kandidatur ein gefundenes Fressen. Und man hat Mühe, ihnen zu widersprechen:

Bernie Sanders hat seine Verdienste. Seine vor vier Jahren als extrem betrachteten Forderungen sind in den Mainstream vorgedrungen. Die erneute Bewerbung für das Weisse Haus aber ist nichts als ein Egotrip. Vor allem ist sie mustergültig für das verpönte Verhalten der alten weissen Männer. Wenn Frauen diesem Möchtegern-Ladykiller applaudieren, disqualifizieren sie sich selbst.

Es ist ein Grundproblem derartiger Kampagnen, dass irgendwann ihre Doppelmoral auffliegt. Auch die «Süddeutsche Zeitung» stellt sich die Frage, ob es sich beim Kampfbegriff «alter weisser Mann» am Ende «um einen kleinmütigen und etwas boshaften Slogan handelt». Eine Utopie, ein inspirierendes Gegenmodell zum Bestehenden deute er eher nicht an.

Der Verfasser des Essays ist natürlich ein Mann. Recht hat er trotzdem. Wenn Frauen bei einem alten Knacker wie Bernie Sanders ihre feministischen Prinzipien über Bord werfen, kann man sich als nicht mehr ganz junger weisser Mann beruhigt zurücklehnen.

So haben Schweizerinnen das Wahlrecht erworben

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Burdleferin 24.02.2019 13:20
    Highlight Highlight Das Problem ist nicht „weiss“ und „Mann“, sondern „alt“. Man sieht auch hier in der CH, wie alte Politiker -ich muss es einfach doch zugeben: PolitikER- die CH von einer Fehlentscheidung in die andere treiben.
  • who cares? 23.02.2019 19:29
    Highlight Highlight Das Problem ist nicht ein "alter weisser Mann", sondern wenn diese gehäuft oder fast ausschliesslich über Sachen entscheiden und Dinge leiten. Wenn ein Gremium von 10 alten weissen Männern über Abtreibung diskutiert, wird mir als Frau halt unwohl. Ich gehe nicht davon, aus, dass sie die Angst kennen, schwanger zu sein und eventuell 9 Monate den eigenen Körper einem Kind zur Verfügung stellen zu müssen. Also will man mehr Diversität bei Entscheidungen und das finde ich sehr legitim. Oder willst du, dass ein Gremium von Single-Müttern über das Sorgerecht von Männern entscheidet? Eben.
  • DerElch 23.02.2019 17:26
    Highlight Highlight Alter weisser Mann. Kommt schon - muss jede Polemik aus Amerika unreflektiert übernommem werden? "Mann" lass ich gelten aber "alt"? Und besonder "weiss"? Who else, wir haben hier keine jahrhundertealte Geschichte mit schwarzen oder meinetwegen gar asiatischen Einwanderer/Mitbürger! Wenn, dann muss es der Osteuropäer/Italiener/Portugiese sein aber der ist ja auch "weiss". Echt jetzt....
    • R. Peter 24.02.2019 15:43
      Highlight Highlight Auch mann kann ich nicht gelten lassen.
  • Maya Eldorado 23.02.2019 14:03
    Highlight Highlight So, jetzt weiss ich endlich wer Bernie Sanders ist.....
  • Menel 23.02.2019 13:20
    Highlight Highlight Ist dies nicht eigentlich ein Beweis dafür, dass die Männer nicht alle in einen Topf geworfen werde ?!

    Für mich ist B.S. übrigens nicht wegen seines Geschlechts kein guter Kandidat; ich diskriminiere ihn wegen seines Alters 😅
  • Stambuoch 23.02.2019 11:39
    Highlight Highlight Passt doch alles. Die SP ruft das jahr der Frau aus....und es fallen reihenweise Frauen in den Nominationen zum Opfer. Zum Beispiel im Aargau, wo jetzt Wermuth für den SR kanditieren darf und "die Anliegen der Frauen gleich gut vertreten kann". Dass ich nicht lache. Und in BS zog Janz seine Kandidatur erst nach massivem Druck durch die Parteizentrale zurück, sonst wäre es für Herzog eng geworden...Doppelmoral ahoi!
  • Toni.Stark 23.02.2019 08:32
    Highlight Highlight Trump wird wieder President. Get. Over. It.
  • Gustav.s 23.02.2019 08:16
    Highlight Highlight Egal ob Sanders ein Mann oder weiss ist, er ist schlicht zu alt.
    Und zum Rest, Männer aller Hautfarben, wenn sie die Chance hatten auch Frauen, haben im Lauf der Geschichte wohl genug bewiesen was das Problem ist. Es ist nicht der alte weisse Mann.
    Es ist der Mensch.
  • Lucculus 23.02.2019 08:07
    Highlight Highlight Der letzte Satz hat das Potenzial, in die Zitatesammlung des Monats einzugehen!
  • Rotfluh 23.02.2019 02:13
    Highlight Highlight Linke Frauen werfen ihre Prinzipien auch bei anderer Gelegenheit über Bord.
    Schockierend gerade bei der Islamd-Debatte.
    Da wird die einzige feministische Islamkritikerin, Alice Schwarzer dafür regelmässig aus den eigenen Reihen angegriffen.
    ( ! )
  • Dewar 23.02.2019 01:34
    Highlight Highlight In der stark vereinfachten Rhetorik, die hier bemüht wird: "Alte weisse Männer sind böse" nicht gleich "Das Böse kommt von alten weissen Männern".
  • zeitgeist 22.02.2019 23:49
    Highlight Highlight Wir leben in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele.

    Sagte einst schon Albert Einstein, hat aber offenbar auch heute seine Gültigkeit.
  • zeitgeist 22.02.2019 23:46
    Highlight Highlight Ich weiss, meine Schuld, hätte nicht auf den Artikel klicken sollen. Aber lasst mich endlich mit diesem pseudo-gerechten Gehabe in Ruhe, gopf...
  • sowhat 22.02.2019 23:42
    Highlight Highlight Durchaus denkbar, dass es ein Egotrip ist. Wenn es der Sache aber dient, dann ist es doch eine Win Win Situation.
  • HeforShe 22.02.2019 20:33
    Highlight Highlight Der Feind sind alte, weisse, CHRISTLICHE Männer. Bernie Sanders ist Jude.

    Dein Problem ist gelöst.

    Sorry, aber es gibt nun weiss genug umfangreiche Artikel von anständigem Journalismus über den „weissen, alten Mann“, dass es keine Entschuldigung gibt, 2019 noch so eine Polemik zu veröffentlichen.
  • TanookiStormtrooper 22.02.2019 19:53
    Highlight Highlight Damit haben mit Löpfe und Blunschi beide alten weissen Männer bei watson gegen Sanders gegiftelt, welch Ironie.
    Wenn Sanders Programm den Wünschen der Wählerinnen näher kommt, statt dessen einer weiblichen Kandidatin, dann ist dies wohl eher das Problem der Kandidatin. Oder sollen Feministinnen in Deutschland jetzt AfD wählen, weil da eine homosexuelle Frau an der Spitze steht?
    Wegen Journalisten, wie "unseren" beiden alten weissen Männern hier, hat Trump es überhaupt ins Weisse Haus geschafft. Es geht um die Inhalte, nicht ums Geschlecht und die Medien sollten diese transportieren.
  • esKamel_ 22.02.2019 19:50
    Highlight Highlight Vertstehe diese Diskussion nicht. Es kommt doch alleine darauf an, ob man eine gute Leistung bringt für seine Werte einsteht und kompetent ist. Wieso muss man immer alle in Schubladen stecken.
    Das ist doch einfach Irsinn, von Links und von Rechts.
  • WhatATimeToBeAlive 22.02.2019 19:50
    Highlight Highlight Beweist nicht gerade der Fakt, dass diese Frauen Bernie gegenüber den jungen weiblichen Kandidaten bevorzugen, dass für sie die politischen Inhalte, Glaubwürdigkeit und Authentizität eine viel grössere Rolle spielen als oberflächliche biologische Faktoren?
    • Sandro Lightwood 23.02.2019 11:52
      Highlight Highlight Hab ich mir auch gedacht. Einerseits wird kritisiert, dass pauschal der alte weisse Mann an den Pranger gestellt wird. Danach wird festgestellt, das BS trotzdem Support erhält von den alten weissen Mann Hassern. Und nun ist es auch nicht wieder recht, dass differenziert wird. 🤷‍♂️
  • FrancoL 22.02.2019 19:39
    Highlight Highlight Sorry Peter, aber der Artiekl ist bei den Haaren herbeigezogen. Da wird der alte weisse Mann über alle alten weissen Männer gestülpt und das ist durch und durch dilettantisch. Keine Ausnahmen, alles in den gleichen Topf und Deckel drauf, nein Peter eine schwache Leistung und ein Artikel mit zu engen Zuweisungen, so ist selbst die Gesellschaften in den Staaten nicht.
    • Peter 22.02.2019 19:59
      Highlight Highlight Natürlich nicht. Umso mehr ärgere ich mich über die pauschale Abqualifizierung von alten weissen Männern. Entweder akzeptiert man, dass die Welt nicht schwarzweiss ist, dann darf man BS unterstützen. Oder man setzt im konkreten Fall auf eine der erstklassigen Frauen, die ebenfalls antreten.
    • FrancoL 22.02.2019 20:18
      Highlight Highlight Man setzt auf das was man hat und das ist demokratisch legitim. Der Artikel ist schwarz weiss, die Gesellschaft hat da noch einige Farben mehr zu bieten.
    • Peter 22.02.2019 20:25
      Highlight Highlight Ich habe ihn als Polemik bezeichnet. Und wenn man das mit den Farben ernst nimmt, muss man sich erst recht fragen, ob der alte weisse Mann die richtige Wahl ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rhabarber 22.02.2019 19:38
    Highlight Highlight Polemik bringt diesen Artikel tatsächlich auf den Punkt.
    Sorry, Peter Blunschi. Das klingt jetzt, als wärst du frustriert, weil Feministinnen dem Ami zujubbeln anstatt dir. Das kannst du besser.

    Abgesehen davon: Ja, es ist durch wissenschaftliche Studien bekannt, dass Linkswähler ein wenig klüger und gebildeter sind. Wobei hier die Betonung auf "ein wenig" liegt. Also warum sollte die Masse ausgerechnet hier klüger sein als sonst? Erwartest du ernsthaft, Frauen müssten klüger sein als Männer? Ein wenig anders, eindeutig, ja. Aber in Sachen Intelligenz und Charakter gibts kein Gendering
    • Peter 22.02.2019 23:52
      Highlight Highlight Nicht dem Ami und schon gar nicht mir. Sondern dem alten Mann statt tollen Frauen wie Warren oder Harris. Das hat mit Intelligenz und Bildung wenig zu tun.
    • Rhabarber 23.02.2019 02:53
      Highlight Highlight Die Basis aller Menschen sind Gefühle. Die wenigsten wissen das. Alle denken, sie würden denken. Dabei denken sie nur das, was die Gefühle diktieren.
      Ich sag ja, das hat nichts mit den Geschlechtern zu tun.
    • Bambulee 23.02.2019 07:09
      Highlight Highlight @rhabarer diese Studie würde mich noch interessieren, also diese wissenschaftliche, link?
    Weitere Antworten anzeigen
  • AquaeHelveticae 22.02.2019 19:07
    Highlight Highlight Diese bösen alten weissen Männer! Wie ist es nur möglich, dass sich diese in allen vorwiegend von Weissen bewohnten Ländern die meisten Machtpositionen ergaunern?
    Könnte vielleicht einfach damit zusammen hängen, dass die "Ethnie" mit den meisten Individuen die grösste Chance hat auch weit Oben in grösserer Stückzahl zu landen. Ausserhalb von Europa und Nordamerika fallen mir keine "Weissen" in Machtpositionen ein. Und das Alter? Vielleicht haben ältere Semester einfach mehr finanzielle Mittel und ein grösseres Netzwerk?
    Streicht das "alte weisse" und man könnte eine seriöse Diskussion führen
  • Pinkerton 22.02.2019 18:59
    Highlight Highlight Ja, linke Frauen sind auch für mehr Frauen in der Politik, ausser es sind rechte Frauen, die in die Politik wollen. Oder wählen jetzt alle Feministen im Kanton Zürich plötzlich Natalie Rickli in den Regierungsrat? Käumlich.

    Fazit: Identity politics ist Mist.
    • Fabio74 22.02.2019 19:36
      Highlight Highlight wie doof müsste eine linke sein um rechte zu wählen die eine nicht genehme Politik machen?
    • FrancoL 22.02.2019 19:41
      Highlight Highlight Scheint heute der Tag der Vereinfachungen zu sein, nur so kann ich mit Ihren Kommentar ein klein wenig verstehen.
    • Pinkerton 22.02.2019 19:48
      Highlight Highlight Was stimmt denn nicht an meiner Aussage?
    Weitere Antworten anzeigen
  • G. Schmidt 22.02.2019 18:54
    Highlight Highlight Wenn Menschen aufgrund ihres Alters oder Hautfarbe gehasst werden...

    ...wäre dies dann nicht Rassismus?

    • Laienprediger 22.02.2019 19:49
      Highlight Highlight Ja, natürlich. Es ist rassistisch und verachtet alte Menschen.
  • Lester McAllister 22.02.2019 18:47
    Highlight Highlight Schade haben alte, weisse Männer Europa von den Nazis befreit oder das Penicilin erfunden.
    Sonst hätten das sicher 5 Minuten später vegane Transgender mit gemischtrassigen Eltern getan.

    • HabbyHab 22.02.2019 19:46
      Highlight Highlight ..leicht transfeindlich und rassistisch?
    • pun 22.02.2019 20:15
      Highlight Highlight Waren das nicht die jungen, gemischtrassigen Männer aus den USA und der Sowjetunion, während die alten weissen Männer in den Schaltzentralen sassen? 🤨
    • SR 210 23.02.2019 13:19
      Highlight Highlight @pun: Auf Seite der US-Amerikaner war sicherlich auch Soldaten afroamerikanischer und lateinamerikanischer Abstammung. Der vorherrschende strukturelle Rassismus in den USA hat die Truppe jedoch recht "weiss" belassen. Zumal afroamerikanischen Soldaten bei der Navy bspw. gerade mal der Kombüsendienst bewilligt. Auch Ausnahmen wie die Flieger der "red tails" bestätigen eher die Regel. Und die Sowjetarmee, welchen für den Grossteil der Anstrengungen auf dem europäischen Festland verantwortlich sind, auch wenn US-Filme gerne was anderes suggerieren, waren fast ausschliesslich weiss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alon Renner 22.02.2019 18:42
    Highlight Highlight Bernie Sanders ist nicht vermögend. Er besitzt ein Haus und wenn mich nicht alles täuscht eine Wohnung. Der Mann hat nicht mehr als 2 Millionen. Das hat er sich als Senator von Vermont zusammengespart. (Das kann man auf dem Netz nachlesen) Der Grund warum Bernie Sanders entgegen diesem und dem letzten Artikel von allen geliebt wird, ist dass der Mann seit 30 Jahren die gleichen Anliegen vertritt. Er hat sie 2016 populär gemacht. Er ist darum der glaubwürdigste aller Kandidaten.
    • Chrigi-B 22.02.2019 20:29
      Highlight Highlight Du meinst 3 Häuser?
    • Spooky 23.02.2019 03:09
      Highlight Highlight "Der Mann hat nicht mehr als 2 Millionen."

      Der Arme 😿
      Wo kann ich spenden? 😆
    • Chrigi-B 23.02.2019 13:37
      Highlight Highlight Bernie Sanders ist die Definition eines "Küplisozis". Schämpis und Kaviar für mich, Brotlinie für oi.
  • jarjar binks 22.02.2019 18:37
    Highlight Highlight Wer Bernie nicht unterstützt, hat den Feminismus nie geliebt!
  • Fabio74 22.02.2019 18:34
    Highlight Highlight Polemik ohne Inhalt. Versuch unter das SVP-Niveau zu gehen?
    • FrancoL 22.02.2019 19:44
      Highlight Highlight Echt schrecklich dieser Artikel, Vereinfachungen noch und noch, alles in den einen Topf geworfen, wie Du sagst in bester SVP-Manier. Was ist mit Peter los?
  • Liselote Meier 22.02.2019 18:32
    Highlight Highlight Ziemlich Unsinnig. Es geht nicht um den „alten weissen Mann“ an sich sondern um die gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen, welche diese Machtverhältnisse schaffen und reproduzieren. Ob dies nun eine Frau oder Mann oder Bewegung ist welche diese Strukturen aufbricht, ist komplett irrelevant.

    Aus einer bürgerlichen Ideologie heraus und der daraus resultierenden „klassischen Geschichtsschreibung“, kann man dies natürlich nicht verstehen, als polemische Anmerkung.









  • Echo der Zeit 22.02.2019 18:24
    Highlight Highlight Ein Grund wieso Bernie Sanders nicht Präsident der USA werden wird ist wohl dieses Video -

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  • Nausicaä 22.02.2019 18:24
    Highlight Highlight 2/2
    Seine Popularität resultiert doch daraus, dass den AkademikerInnen wegen Bernies Intelligenz einer abgeht, seien wir ehrlich. Er ist so ein Chomsky-Typ, ihm geht der kognitive Saft nicht so schnell aus.

    Die Kritik an der Anklammerung hat teilweise ihre Berechtigung. Es gibt momentan genug fähige Alternativen. Denn er ist einfach zu alt. Warum das Risiko eingehen, dass er während einer möglichen Amtszeit stirbt und die USA destabilisiert... Da ist er schon ein bisschen auf dem Ego-Trip...
    • Waggis 22.02.2019 19:14
      Highlight Highlight Bei ihm wäre die Wahl des Vizepräsidenten besonders wichtig!
    • sowhat 22.02.2019 23:22
      Highlight Highlight Vielleicht gerade der richtige Schachzug? Eine der von Peter so hochgelobten jüngeren Frauen als Vize, weil die Durchschnittsamis wohl doch nicht soweit sind sie direkt zu wählen?

      Hab ich bisher gar nicht dran gedacht, könnte als Strategie passen ;)
    • Nausicaä 23.02.2019 02:58
      Highlight Highlight Waggis und sowhat

      Ja ok, aber in diesem Konzept ist trotzdem der Wurm drin. Das lässt sich nur an WählerInnen verkaufen, die von Bernies Politik und Art sehr eingenommen sind, nicht an die unentschlossenen. Alle anderen werden doch das Risiko zu verhindern suchen, dass der Präsident während seiner Amtszeit stirbt...?


      Die Haltung der Amis zu einer Frau als Präsidentin kann ich schlecht einschätzen. Einerseits lassen sie Frauen in der Wirtschaft teilweise sehr weit kommen, andererseits haben sie mitunter starke misogyne Tendenzen in der Kultur....



  • Altweibersommer 22.02.2019 18:17
    Highlight Highlight Das Problem bei alten, weissen Männern in der Politik ist weder dass es Männer sind, noch dass sie weiss sind.
    • Waggis 22.02.2019 19:11
      Highlight Highlight Sondern was? Bitte präzisieren!
  • decibel 22.02.2019 18:16
    Highlight Highlight Ich fände diesen Artikel auch schlecht, wenn er nicht von einem weissen, älteren Mann geschrieben worden wäre.
  • Nausicaä 22.02.2019 18:16
    Highlight Highlight 1/2
    Es ist halt nicht so einfach:

    Es ist wichtig, sich und der Gesellschaft vor Augen zu halten, dass weisse Männer lange Zeit über die grössten Privilegien verfügten und dass sie teilweise immer noch auf diese Tradition zurückgreifen können.

    Aber: Bei einem Politiker wie auch bei anderen Mitgliedern der Gesellschaft ist es für mich am wichtigsten, welche Grundsätze dieser hat. Bernie Sanders ist ein Feminist, der eine gerechtere Besteuerung und kostenlosen Zugang zur Bildung fordert. Für mich grundsätzlich absolut wählbar.


  • Dong 22.02.2019 18:08
    Highlight Highlight Ich hab das Gefühl, es sind eben immer nur die weissen alten Männer der (konservativen) anderen gemeint, nie Du oder ich. Ein reines Zerrbild.
    Seit ich der Gegenseite jeweils einen Funken Verstand und keine grundsätzlich schlechte Absicht unterstelle bin ich auf solche Pauschalisierungen allergisch.
  • TheDoctor 22.02.2019 18:07
    Highlight Highlight Ihr bei Watson wünscht euch offensichtlich eine junge Frau, hauptsache queer und ja nicht weiss als Präsidentschaftskandidatin. Ich finde das ein wenig sexistisch und rassistisch. Es kommt doch auf die Werte an, die sie/er vertritt. Und Sanders vertritt für viele, so auch für mich die richtigen Werte. Ich würde Elisabeth Warren allein darum vorziehen, weil sie jünger ist und ich eine zweite Amtszeit für realistischer hielte. Aber leider ist Liz Warren auch grösstenteils weiss..
    • Peter 22.02.2019 20:05
      Highlight Highlight Das spricht überhaupt nicht dagegen, dass man sie zur Präsidentin der USA wählt. Das sollte auch jenen Frauen einleuchten, die nun den alten weissen Bernie unterstützen.
    • rodolofo 22.02.2019 20:14
      Highlight Highlight Ich kannte mal einen alten Sozialisten.
      Er war ein "kleiner Fidel Castro".
      Er konnte sehr lustig und unterhaltend sein.
      Aber er war auch sehr dominant und beherrschend.
      Viele Frauen stehen auf so was, nach wie vor.
      Da brauchen wir "Linken" (Pseudo-Linke) uns gar nichts vormachen!
      Viele "Pseudo-Emanzen" glauben bloss, dass sie die traditionellen Rollenbilder hinter sich gelassen haben.
      Und "ehret das Alter" ist auch noch lange nicht vorbei.
    • TheDoctor 23.02.2019 00:11
      Highlight Highlight Aber @Peter: Genau darum geht es mir ja: Man unterstützt nicht nach Geschlecht, Hautfarbe und sexuellen Orientierungen seine Kandidatinnen und Kandidaten. Es geht um die Werte, die diese Person vertritt. Und der alte weisse Bernie vertritt für viele (auch für mich) die richtigen Werte, auch wenn er leider alt, weiss und männlich ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jeanne d'Arc 22.02.2019 18:02
    Highlight Highlight Kann ich verstehen, bernie ist HEISS!
    • rodolofo 22.02.2019 20:08
      Highlight Highlight Ein altmodischer Robin Hood, der viele Wahlspenden erhält, und deshalb keine Postkutschen mehr zu überfallen braucht, ist besser, als Robin, der Gehilfe von Batman!
      Robin ist nämlich nur ein Gehilfe, kein Alpha-Männchen.
  • pun 22.02.2019 17:59
    Highlight Highlight Häh? Welche linke Frauen hassen alte, weisse Männer? Stolpert da der Autor über sein eigenes beleidigt sein? Herr Blunschi, wurden Sie von einer Frau angegriffen, weil sie alt und weiss sind? Möchten Sie darüber reden?
    • sowhat 22.02.2019 23:25
      Highlight Highlight 😂
  • Raphael Conca 22.02.2019 17:56
    Highlight Highlight Ich finde die Kandidatur von Sanders nicht falsch. Denn es wird für Frauen in USA wohl schwierig werden, die Präsidentschaft zu gewinnen - so konservativ wie sie sind.
    Genauso bei jungen Kandidaten.
    Sanders ist für viele etwas konservative Frauen wohl eine Alternative.
    Und mir ist der Mann sympathisch; ein Kämpfer der sich nicht von Lobbyisten Einvernehmen lässt.
    • Walter Sobchak 22.02.2019 19:13
      Highlight Highlight Das sehe ich nicht so. Frauen haben auch in den USA durchaus die Chance gewählt zu werden. Für Hillary hat es fast gereicht obwohl sie genau so wenig zur Präsidentin taugt wie Monsieur Trump. Eine geeignete Kandidatin würde durchaus gewinnen können!
    • TheDoctor 24.02.2019 07:26
      Highlight Highlight @Walter Ich stimme grundsätzlich zu, doch war Hillary die denkbar schlechteste Kandidatin. Gegen einen "seriösen" Republikaner wäre sie wahrscheinlich chancenlos gewesen.

      @Raphael In der Schweiz können Frauen auch in höhe Ämter gewählt werden und wir haben immerhin unseren Köppel als Mini-Trump. Das heisst zwar nicht viel (immerhin ist unser Wahlsystem etwas ganz anderes), ich denke dennoch, dass eine starke Kandidatin durchaus Chancen gerade gegen Trump hätte. ich wäre da für Liz Warren, auch wenn sie als Linke eine sehr grosse Front der Rechten und libertären gegen sich hätte.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 22.02.2019 17:50
    Highlight Highlight Haben wir in der CH nicht eine ähnliche Geschichte, da hat sich doch der grosse Feminist Cedric W. aus A. auch die Ständeratskanditatur geschnappt, weil "er die Sache der Frauen besser vertrete als seine interne Konkurenz".
    Interessanterweise wiederspricht er sich damit natürlich seiner sonstigen Position während ich ihm gleichzeitg zustimmen muss.
    Wie glücklich wäre ich doch, bestände das Parlament nur aus schwarzen, queeren, muslimischen Transgender mit Migrationshintergrund, die gesellschafts- und wirtschaftliberale Positionen vertreten, damit wäre mir sehr gedient.
    • You will not be able to use your remote control. 22.02.2019 20:27
      Highlight Highlight Er wiederspricht sich überhaupt nicht. Offenbar will er kein reines Frauenparlament.

      Es ist nicht die SP, die zu wenig Frauen im Parlament hat.
    • TheDoctor 24.02.2019 07:37
      Highlight Highlight Cédric W. aus A. ist ein ausgesprochen starker Politiker, der im Stöckli einiges bewirken könnte. Das kann eine Frau mit gleicher Qualifikation auch. Dennoch sollte jede und jeder Politiker dieses Kalibers unabhängig des Geschlechts auf eingesetzt werden. Das gilt für Cédric W. aus A. wie es für Ursula W. aus B. gelten würde oder für Eveline W.S. und gar für Doris L.

      Und: Ich freue mich auf den Tag, an dem Tamara F. in den Nationalrat gewählt wird das Parlament aufmischt.
  • rodolofo 22.02.2019 17:47
    Highlight Highlight Der Ausdruck "Weisser, alter Mann" ist nicht allzu wörtlich zu nehmen!
    Er steht eigentlich für die "Alte Schule", den unerbittlichen Drill, kombiniert mit absoluter Humorlosigkeit, eine Überbetonung von Autorität und Respekt, die "Führungspersönlichkeiten" anwenden.
    Von den Zöglingen, die eine solche autoritäre Erziehung durchlaufen, werden eifriges Strebertum und ständige Bücklinge verlangt.
    Paradoxerweise sind die heutigen "weissen, alten Männer" vielfarbig, während die wirklich weissen, alten Männer viel lustiger sind, als ihr Ruf!
    Bernie Sanders ist lustig.
    Und Trump ist auch lustig!
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 22.02.2019 17:44
    Highlight Highlight Persönlich würde ich sagen, dass der "alte weisse Mann" schon Ausdruck eines problematischen, weil tribalistischen Menschenbildes ist, das in Teilen der Linke/Feministischen Bewegung anzutreffen ist.
    Gleichzeitig handelt es sich natürlich auch immer um eine Polemik zur mobilisierung. Der a. w. Mann wird mit politischem Inhalt verknüpft, dem man argumentativ nicht beikommt, dann schaltet man auf Identitätspolitik um.
    Die gegenteilige Strategie sieht man ja zB bei den Abtreibungsgegner, die gerade um der "Männer bestimmen über Frauenkörper"-Masche zu entkommen gerne Frauen vorne hinstellen.
  • Neruda 22.02.2019 17:44
    Highlight Highlight Seit wann muss man sich in einem demokratischen Land dafür entschuldigen, für ein politisches Amt zu kandidieren?!
  • Madison Pierce 22.02.2019 17:42
    Highlight Highlight Ich sehe das Problem nicht. Würden die Frauen einen Macho bejubeln, wäre es unlogisch. Aber Sanders scheint kein Macho zu sein.

    Kann ein Mann sich nicht für eine gerechte Welt inkl. Gleichberechtigung einsetzen? Kann sich ein Hetero nicht für die Homo-Ehe einsetzen? Ein Weisser darf nicht gegen die Unterdrückung Schwarzer kämpfen?

    Es ist sehr einfältig, die Leute nach nicht änderbaren biologischen Merkmalen in gut und schlecht einzuteilen. Sei das nun die Länge der Nase, die Hautfarbe oder das Geschlecht. Wichtig ist, was die Leute geleistet haben und zu leisten versprechen.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 22.02.2019 17:53
      Highlight Highlight Nun der Punkt dieses äussert überraschend Artikels ist ja genau, dass dieselben Kreise, die sonst gerne alles was nach alt, weiss und männlich riecht für das Unglück der Welt verantwortlich zu machen, bei einem alten weissen Mann, der natürlich rein zufälligerweise genau ihre Positionen vertritt, dieselbe Logik nicht mehr anwenden.
      Das nennt man wohl wiedersprüchliches Verhalten.
    • Fruchtzwerg 22.02.2019 19:36
      Highlight Highlight Bernie war schon immer der Lokomotivführer des linken Zugs, auf den jetzt alle demokratischen Opportunisten aufspringen...
      Und er vertrat diese Werte damals schon, als der Begriff "democratic socialism" in den USA noch als Schimpfwort galt.
    • HabbyHab 22.02.2019 19:53
      Highlight Highlight @rer: da ist nichts widersprüchlich. "diese kreise" verallgemeinern nicht gänzlich. es ist bekannt, dass nicht alle "alten weissen männer" böse sind. als weisser mann hatte man in der moderneren geschichte aber nunmal ziemliche vorteile und dies darf sicher etwas angefochten werden. wenn ein weisser mann da mitmacht? gerne.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Muselbert Qrate 22.02.2019 17:38
    Highlight Highlight Wer Alfed Escher und die Schweiz verstehen will soll dieses sehr inspirierende Buch lesen:

    https://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/joseph-jung/alfred-escher-1819-1882/id/9783038102748

    Ohne Escher wäre die Schweiz noch heute das Armenhaus Europas und die Feministinnen hätten ganz andere Probleme, als sich ab „weissen alten Männern“ zu ärgern..
    • Skeptischer Optimist 23.02.2019 11:16
      Highlight Highlight "Ohne Escher wäre die Schweiz noch heute das Armenhaus Europas"

      So ein Uebermensch war Escher nun bestimmt nicht.
  • Alnothur 22.02.2019 17:37
    Highlight Highlight "Für die «Süddeutsche Zeitung» ist «alter weisser Mann» vor allem ein Slogan, «eine Chiffre für Rassismus, Patriarchat und Sexismus»."

    Haha. Gut. Dann fang ich jetzt auch wieder an, "Jude" als "eine Chiffre für Seilschaften, Geiz und Hochfinanz" zu verwenden? Moment, das hatten wir doch schon mal...
    • Pixelworker 22.02.2019 17:44
      Highlight Highlight das ist einmal eine polemisierte Kausalität und das andere mal eine Korrelation, gespickt mit Ressentiments
    • pun 22.02.2019 17:49
      Highlight Highlight Holy Shit, Alnothur. Niemand hat jemals die systematische Tötung und Ausrottung von alten, weissen Männern gefordert oder dies gar ausgeführt, der Vergleich ist unfassbar daneben.
    • Turi 22.02.2019 18:04
      Highlight Highlight pun, dass du dich da mal nicht täuscht. prominente meinungsmacherinnen der new york times etwa, um eine zu nennen, tun dies seit jahren.

      google: sarah jeong white
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pixelworker 22.02.2019 17:36
    Highlight Highlight Strukturelle Kritik kann und soll nicht mit Einzelfällen abgewatscht oder unterstützt werden. Der Artikel über Escher soll nicht ein Teil einer strukturellen Argumentation sein, genauso wenig, wie dieser leidige Artikel eine Kritik daran.

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