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ATP Finals, Gruppenspiele
Thiem – Nishikori 6:1, 6:4
Federer – Anderson 6:4, 6:3
Bild: EPA/EPA

«Bin froh, dass ich noch Energie habe» – Federer steht als Gruppensieger im Halbfinal

Roger Federer erreichte an den ATP Finals in London durch einen 6:4-6:3-Sieg gegen den bereits qualifizierten Kevin Anderson nicht nur die Halbfinals, er schaffte damit auch noch den Gruppensieg.
15.11.2018, 22:4216.11.2018, 13:05

Federer nimmt in der O2 Arena nach der schwachen Leistung zum Auftakt gegen Kei Nishikori langsam Fahrt auf. Nach dem Sieg Dominic Thiems im Nachmittagsspiel brauchte er am Abend gegen Anderson nur noch sechs Games, um sicher in die Halbfinals einzuziehen. Diese Qualifikation geriet nicht mehr in Gefahr.

Federer wollte natürlich mehr. Zum einen brauchte er den Sieg gegen den zuvor äusserst überzeugenden und bereits für die Halbfinals qualifizierten Südafrikaner für das Selbstvertrauen, zum anderen gelüstete es ihn nach Revanche für die bittere Viertelfinalniederlage gegen Anderson in Wimbledon. Und schliesslich dürfte er nun aller Voraussicht nach am Samstag nicht auf Weltnummer 1 und Überflieger Novak Djokovic treffen.

Beide Spieler starteten überzeugend in die Partie, ehe der 2,03-m-Riese plötzlich ungewohnte Schwächen zeigte. Am Ende des ersten Satzes verlor er bei eigenem Aufschlag acht Punkte in Serie und zwei Servicegames zu null. Nach dem Break zum 3:4 konnte er noch postwendend reagieren. Bei 5:4 holte Federer aber einen 0:40-Rückstand auf und verwertete anschliessend seinen ersten Matchball. Damit war zumindest mal das Halbfinalticket in der Tasche. Zum 15. Mal bei der 16. Masters-Teilnahme.

«Ich bin sehr glücklich. Ich habe heute sehr gutes Tennis gespielt. Es war eine tolle Gruppe. Ich freue mich, im Halbfinal zu stehen. Mein Körper fühlt sich gut an, ich bin froh, dass ich noch genügend Energie habe, auch wenn ich nicht mehr der Jüngste bin.»

Auch im zweiten Durchgang gelang Federer das Break zum 4:3. Er zeigte sich im Packen seiner Chancen äusserst effizient. Aus den ersten drei Möglichkeiten machte er drei Breaks. Und diesmal musste er keinen Umweg mehr gehen, er schaffte im Gegenteil noch ein weiteres Break zum 6:3 nach gut eineinviertel Stunden.

Er fand damit nach dem miserablen Auftakt ins Turnier noch rechtzeitig in die Spur zurück – auch dank frischem Kopf, den er sich mit zwei Freitagen zwischen seinen Matches holte. Die letzten vier Sätze gegen Thiem und Anderson waren überzeugend, auch wenn ihm die Gegner mit vielen Fehlern auch Schützenhilfe boten. (abu/sda)

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Video: watson/Angelina Graf

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