Interview
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Philipp Mueller, gauche, President du PLR Suisse et Johann Schneider-Ammann, droite, Conseiller federal, parlent lors de l'assemblee des delegues du PLR, Les Liberaux-Radicaux Suisse ce samedi 25 avril 2015 a Brigue. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Der frühere FDP-Präsident Müller trifft sich auch privat mit Schneider-Ammann.  Bild: KEYSTONE

«Nur eine Frau in der Regierung wäre peinlich für die Schweiz»

Der frühere FDP-Präsident Philipp Müller erklärt, warum die FDP wieder eine Bundesrätin braucht und wie er Schneider-Ammann beim gemeinsamen Znacht erlebt hat. 

25.09.18, 19:07 16.10.18, 14:46
Adrian Müller
Adrian Müller



Herr Müller, Johann Schneider-Ammann tritt inmitten der festgefahrenen Verhandlungen im EU-Dossier zurück. Ist dies nicht eine Kapitulation vor den Gewerkschaften, an denen er sich wegen den flankierenden Massnahmen zuletzt die Zähne ausgebissen hat?
Philipp Müller: Diese Frage finde ich daneben. Es war absehbar, dass Schneider-Ammann gegen Ende der Legislatur aufhört. Nicht zuletzt, damit seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger Zeit hat, sich zu profilieren.

Sie spielen auf die Wahlen 2019 an.
Es schadet sicher nicht, wenn eine Partei mit einem neuen Bundesrat in das Wahljahr steigen kann. Das weckt naturgemäss grosses Interesse und ist somit gute Werbung für das Programm einer Partei.

«Das Lachen ist Schneider-Ammann überhaupt nicht vergangen. Er ist sehr unterhaltend.»

Die Frauen sind in der Landesregierung stark untervertreten. Soll die FDP ein reines Frauenticket portieren?
Das ist Sache der Fraktion. Aus meiner Sicht wäre es aber wünschenswert, wieder eine FDP-Bundesrätin zu stellen. Es wäre peinlich für die Schweiz, sollte nach einem möglichen Rücktritt von Doris Leuthard plötzlich nur noch eine Frau im Bundesrat vertreten sein.

Mit Schneider-Ammann verabschiedet sich der letzte Unternehmer aus dem Bundesrat. Welchen Typ Bundesrat wünschen Sie sich als Nachfolger?
Wir brauchen wieder eine richtige Konkordanzregierung. Bundesräte, die sich vermehrt bei den anderen einmischen und nicht nur für die eigenen Dossiers schauen. Dies ist bei der aktuellen Regierung zu oft der Fall.

Die lustigsten Auftritte von Bundesrat Schneider-Ammann

Video: watson/nico franzoni

Zur Person

Der Aargauer Unternehmer Philipp Müller ist seit 2015 FDP-Ständerat. Zuvor politisierte er zwölf Jahre lang im Nationalrat und war von 2012 bis 2016 Präsident der FDP Schweiz. 

Sie treffen Bundesrat Schneider-Ammann regelmässig privat. Ist er wirklich so müde, wie es gegen aussen den Anschein macht?
Das Lachen ist ihm überhaupt nicht vergangen, er ist sehr unterhaltend. Das zeigt sich immer wieder an gemeinsamen Abendessen mit ihm und anderen Parlamentariern. Aber natürlich machen die vielen Reisen und die extrem hohe Arbeitsbelastung hie und da müde. Ich hatte aber nie das Gefühl, dass Schneider-Ammann krank ist.

Sie geben 2019 Ihr Amt als FDP-Ständerat ab. Hand aufs Herz: Mit Ihrem Netzwerk und Bekanntheitsgrad wären Sie doch ein idealer Bundesratskandidat?
Die FDP hat genug andere fähige Leute für diesen Job. Ich stehe definitiv nicht zur Verfügung.

Wer folgt auf Bundesrat Schneider-Ammann?

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • inmi 26.09.2018 10:48
    Highlight Ein ganzes Interview über dieses Nicht-Thema. Sollte nicht die fähigste Person in den Bundesrat kommen? Nicht primär eine weibliche. Ist das Geschlecht wirklich das wichtigste Kriterium? Nicht die Kompetenzen?
    9 1 Melden
  • Juliet Bravo 26.09.2018 02:01
    Highlight 1 Frau, 6 Mannen. Wäre schon ein arger Rückschritt.
    10 36 Melden
    • Threadripper 26.09.2018 06:42
      Highlight Meiner Meinung nach sollte man jemanden anhand der Fähigkeit und nicht des Geschlechts wählen.
      17 4 Melden
    • DemonCore 26.09.2018 09:48
      Highlight Hast du etwas gegen Männer?
      7 1 Melden
  • TodosSomosSecondos 25.09.2018 23:25
    Highlight Wir sind die Schweiz, wir können peinlich!
    7 7 Melden
  • Rumbel the Sumbel 25.09.2018 23:02
    Highlight Für mich ist nicht die Frage, ob nur eine Frau oder mehr Frauen. Das Gleiche gilt für Männer. Qualität ist gefragt, nicht Geschlechterverteilung.
    15 2 Melden
  • In vino veritas 25.09.2018 22:19
    Highlight Nein. Eine Frau, die nur Bundesrätin wird, weil sie eine Frau ist wäre peinlich.
    20 2 Melden
  • The greatest man who ever inhaled oxygen 25.09.2018 21:50
    Highlight Es geht nicht ums Geschlecht sondern darum ob er/sie fähig ist. Es ist nicht peinlich wenn es nur eine Frau gebe in der Regierung, noch wenn es nur einen Mann gäbe in der Regierung. Man sollte mal aufhören mit diesem unsinnigen Quotendenken. Nein es ist nicht peinlich sondern nur dieses dumme Quotendenken ist es.
    15 3 Melden
  • JackMac 25.09.2018 21:26
    Highlight Danke JSA für all die Arbeit im Dienste des Landes und auch für die gelegentlichen Lacher!
    13 3 Melden
  • w'ever 25.09.2018 19:48
    Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    • Nilda84 25.09.2018 20:28
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Oberon 25.09.2018 20:46
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.

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