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Nach Angriff auf Tunesier in Chemnitz: Polizei vermutet Rassismus

14.09.2018, 17:3414.09.2018, 17:44
Einsatzfahrzeuge der Polizei während einer Demonstration des rechtsextremen Bündnisses «Pro Chemnitz».
Einsatzfahrzeuge der Polizei während einer Demonstration des rechtsextremen Bündnisses «Pro Chemnitz».Bild: EPA/EPA

Nach einem offenbar fremdenfeindlichen Angriff auf einen Tunesier in Chemnitz hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Zeugen zufolge sollen vier Männer am Mittwochabend auf den am Boden liegenden 41-Jährigen eingeschlagen und ihn verletzt haben, wie die Polizei Chemnitz am Freitag mitteilte. Zudem sollen sie fremdenfeindliche Äusserungen von sich gegeben haben.

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Anschliessend seien die mutmasslichen Täter, von denen zunächst nur vage Personenbeschreibungen vorlagen, rasch vom Tatort verschwunden. Das Staatsschutzdezernat der Kriminalpolizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung auf. Unklar war zunächst, was dem Angriff vorausgegangen war.

Zudem prüfen die Ermittler mögliche Zusammenhänge mit einer gefährlichen Körperverletzung vom 1. September, bei der ein 20-jähriger Afghane von vier Vermummten geschlagen und verletzt worden war. Am selben Abend fand in Chemnitz eine Grossveranstaltung von AfD, Pegida, der rechtspopulistischen Bewegung «Pro Chemnitz» und weiteren rechten Gruppierungen mit tausenden Teilnehmern statt. (wst/sda/afp)

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