Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

150'000 an Berliner Demonstration gegen Nationalismus und Rassismus



Zu einer Demonstration gegen Rassismus sind in Berlin nach Veranstalterangaben bis Samstagnachmittag rund 150'000 Menschen gekommen, weit mehr als erwartet. Angemeldet hatten die Organisatoren lediglich 40'000. Die Polizei wollte keine eigenen Angaben dazu machen.

Als die Demonstrationsspitze auf ihrem Weg bereits das Brandenburger Tor erreicht hatte, standen die letzten Teilnehmer noch auf dem gut zwei Kilometer entfernten Alexanderplatz. Ziel war die Siegessäule im Tiergarten, wo die Abschlusskundgebung mit Auftritten verschiedener Musiker stattfinden sollte.

«Wir sind wahnsinnig zufrieden mit der Resonanz», sagte Felix Müller von der Initiative «Unteilbar». Dies bestätige, dass viele Menschen ein Zeichen gegen rechts und für Solidarität hätten setzen wollen.

Unter dem Motto «Für eine offene und freie Gesellschaft - Solidarität statt Ausgrenzung» hatte das Bündnis «Unteilbar» zu dem Protest aufgerufen. Er richtet sich gegen rechte Hetze, Diskriminierung, das Flüchtlingssterben auf dem Mittelmeer und Kürzungen im Sozialsystem.

«Unteilbar» ist ein Bündnis aus tausenden Vereinen, Verbänden und Organisationen. «Wir appellieren hier heute gar nicht so sehr an die Politik, sondern wir appellieren hier heute an die Zivilgesellschaft», sagte Bündnissprecherin Theresa Hartmann der Nachrichtenagentur AFP. «Die Leute müssen merken: Wir müssen selbst etwas bewegen, damit sich etwas ändert.»

Die Aktion geht auf die Initiative 13-10 des in München lebenden Schweizer Schriftstellers Jonas Lüscher und des österreichischen Philosophen Michael Zichy zurück, um gegen Nationalismus und den drohenden Zerfall Europas ein Zeichen zu setzen. Fünf Millionen Europäerinnen sollten an diesem Samstag in den Hauptstädten und anderen Metropolen Europas ihre Stimme erheben. Aufgerufen wurde auch zu Kundgebungen in Zürich und Basel. (sda/dpa/afp)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen