Eismeister Zaugg
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Tigers Chris DiDomenico, links, diskutiert mit Schiedrichter Assistent Simon Wuest, waehrend dem sechsten Spiel im Playoff Final der NLB zwischen dem EHC Olten und den SCL Tigers, am Sonntag 29. Maerz 2015, im Stadion Kleinholz in Olten. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bild: KEYSTONE

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«Wie Raufereien auf dem Pausenplatz» – der «Ilfis-Gretzky» und Oltens Provokationen

Für den siebten und letzten Akt im grossen Finaldrama Olten gegen Langnau gibt es eine griffige Formel. Alle Oltner gegen «Ilfis-Gretzky» Chris DiDomenico (25).



Eishockey ist ein Mannschaftssport. Ein Satz, so banal wie die Feststellung, in der Nacht seien alle Katzen grau. Erst recht in Zeiten der Playoffs. Und deshalb ist es schon fast eine Sensation, wenn sich vor dem alles entscheidenden Finalspiel so vieles um einen Einzelspieler dreht. Um Langnaus feuerköpfigen Kanadier Chris DiDomenico (26).  

Die Zahlen sagen warum. Er hat in 14 Playoffpartien sagenhafte 24 Skorerpunkte (4 Tore/20 Assists) zelebriert. Der beste Ausländer der Oltner (Justin Feeser) muss sich mit 13 Punkten aus 15 Partien begnügen. 

Tigers Chris DiDomenico, rechts, gegen Oltens Cedric Schneuwly, links, beim dritten Spiel im Playoff Final der NLB zwischen den SCL Tigers und dem EHC Olten am, Sonntag, 22. Maerz 2015, in der Ilfishalle Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Welcher Oltner wird auf Chris DiDomenico angesetzt? Bild: KEYSTONE

Die gezielten Provokationen der Oltner

Chris DiDomenico ist aber vor allem ein Thema, weil er eine ganz kurze Zündschnur hat (diese Saison 119 Strafminuten in 57 Spielen). Zuletzt acht im sechsten Finalspiel beim 5:1-Sieg in Olten und in der Schlussphase setzte ihn Cheftrainer Bengt-Ake Gustafsson wegen der fortgesetzten gegnerischen Provokationen nicht mehr ein. 

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  • SCL Tigers57%
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Sportchef Jörg Reber sagt: «Es muss keiner so viel einstecken wie DiDomenico. Gegen Olten ist es zeitweise zu und her gegangen wie bei Raufereien auf dem Pausenplatz.» Versucht er, in Gesprächen seinen reiz- und streitbaren Topskorer zu beruhigen. «Nein, das ist nicht nötig, er weiss, worum es geht.»

Wen wird Olten für DiDomenico opfern?

Eine Frage kann deshalb vor dem siebten Spiel einfach nicht ausbleiben: Welcher Oltner muss Chris DiDomenico provozieren? Aus dieser Frage heraus ergibt sich folgender Dialog mit Oltens Vize-Bandengeneral Dino Stecher. 

Wer hat den Auftrag, Chris DiDomenico zu provozieren? 
Ja, wir müssen schon schauen, dass er nicht ins Spiel kommt.

Das ist eine sehr ausweichende Antwort. Also: Hat einer den Auftrag, gezielt zu provozieren?
Also man muss schon etwas machen.

Also doch provozieren? 
Man muss eine Strategie haben.

Ist es die Strategie, Chris DiDomenico zu provozieren?
Wir müssen schauen, dass er nicht ins Spiel kommt. Schon aus Respekt vor seinen Qualitäten. Er ist halt wirklich gut.

29.03.2015; Olten; Eishockey NLB Playoff Final - EHC Olten - SCL Tigers; Chris DiDomenico (Langnau) (Sandro Stutz/freshfocus)

Chris DiDomenico: Hat er sich in der Belle im Griff? Bild: Sandro Stutz/freshfocus

Kein Trainer der Welt wird je öffentlich zugeben, dass die gezielte Provokation zur Strategie gehört oder gar einen Spieler nennen, der den Auftrag zu dieser Provokation hat. 

Alle gegen DiDomenico

Aber Dino Stecher hat recht: Chris DiDomenico ist gut. Einer der charismatischsten Leitwölfe der Liga. Wenn er aufs Eis kommt, sind die Gegenspieler hellwach. Denn er kreiert immer irgend eine gefährliche Situation. Alle Oltner gegen Chris DiDomenico – der NLB-Final lässt sich durchaus auf diese griffige Formel reduzieren. 

Aber eben: Eishockey ist ein Mannschaftssport. Falls es denn tatsächlich Langnau schafft, dann könnte es sehr wohl sein, dass ein anderer als Chris DiDomenico die Entscheidung herbeiführt. Aber der Kanadier wird in diesem Falle mit ziemlicher Sicherheit eine wichtige Nebenrolle spielen. Er hat in den bisherigen sechs Finalpartien noch kein Tor erzielt. Aber fünf vorbereitet.  

DiDomenico spannte Milos Raonic die Freundin aus

Es ist mit Chris DiDomenico auf und neben dem Eis ein wenig wie einst bei Wayne Gretzky. Die gegnerischen Coaches heckten alle möglichen Strategien aus, um den Grössten aller Zeiten in der NHL zu neutralisieren. Keine funktionierte. Weil Gretzky, scheinbar aus dem Spiel genommen, dann halt einfach seine Gegenspieler besser machte. 

Chris DiDomenicos Herzdame: Paula Kalini.

Und die Parallele neben dem Eis? Schöne Frauen. Wayne Gretzky ist mit der schönen ehemaligen Schauspielerin Janet Jones verheiratet. Chris DiDomenico hat dem kanadischen Tennis-Weltstar Milos Raonic die Freundin, das Model Paula Kalini, ausgespannt. Wie hat er das bloss geschafft? Der temperamentvolle Gentleman sagte auf diese indiskrete Frage eines vorwitzigen Chronisten kürzlich bloss: «So ist eben das Leben … »

P.S.: Dieses siebte Finalspiel in Langnau war in zwölf Minuten ausverkauft. Alle 6050 Tickets weg. 

Alle Schweizer Eishockey-Meister seit Einführung der Playoffs 1985/86

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    Alle Leser-Kommentare
  • Andreas Borner 31.03.2015 19:17
    Highlight Highlight Hart attackieren bei jedem Scheiben Besitz und immer auf den Mann spielen dann verliert er immer die Nerven. Provokation ist gar nicht nötig. Noch nie sah ich einen Spieler der so viel redet und nichts einstecken kann. Immer einen Kommentar auf der Zunge anstatt einfach mal die Schnauze zu halten und Hockey zu spielen. Vielleicht kann er nach der Saison als Stadionsprecher arbeiten. So nahe bei der Strafbank kennt er sich ja Bestens aus. Falls die Hosen wieder mal flattern beim Heimteam wird es sicher lustig! Hopp Oute!!!
    • Daylen 31.03.2015 22:59
      Highlight Highlight Haha :'D einige schöne checks vob dido heute. Und die Provokationen hat er auch weg gesteckt. von wegen weichei... Gut gespielt und verdient verloren
  • einfach ich 31.03.2015 16:39
    Highlight Highlight achtung vor solchen Provokationen! Liga Quali Biel Lausanne 7. Spiel: Der verletzte Rüfenacht provoziert Nüssli beim 1. Bully wo lange bis er ausrastet (nach 6 spielen provokationen logisch). Das Ergebnis rüfenacht wird verhauen nüssli spielt auch keine Sekunde Biel setzt sich dennoch "locker" durch im Spiel.
    Olten muss aufpassen passiert mit Ihnen nicht dasselbe
  • Staal 31.03.2015 15:15
    Highlight Highlight übr den Z$C und ihren SVP Parteisoldaten muss nicht geschrieben werden. Dafür gibts ja die Weltwoche ubd für deren einfach gestrickten Fans die 20min
  • manolo 31.03.2015 15:03
    Highlight Highlight hoffe sehr, das die Gummistiefel vom emmental heute abend gewinnen!
  • Dan38 31.03.2015 14:52
    Highlight Highlight 1. es steht 3:3 in der Serie, der Schreibende hat aber in seinen täglichen Artikeln zur Finalserie noch kein positives Wort über Olten verloren, es gibt nur Langnau! Schon extrem lästig dass es für diese Uebermannschaft aus Langnau überhaupt noch Playoffs gibt
    2. DiDo mit Gretzky zu vergleichen macht völlig Sinn :-)
    3. Dino Stecher hat sich ganz sicher am Tag der Finalissima so in einem Interview geäussert
    4. Alle gegen DiDo, aber Hockey ist ja ein Teamsport.
    Amüsanter Artikel, auch wenn ich mir eher einen seriösen und neutralen Abschlussbericht vor dem entscheidenden Spiel gewünscht hätte.
  • Against all odds 31.03.2015 14:34
    Highlight Highlight Der gute Klaus spricht über seine Langnauer wie ein Kindergärteler über sein Meerschweinchen das ihm ans Herz gewachsen ist. Mit Tränen der Freude in den Augen und einer versagenden Stimme.
    Lieber KZ, es gibt nicht nur Meersöili, sondern z.B. auch noch Mäuse und Delfine.
    Zum sportlichen: die Langnauer sind heute Abend so etwas von unter Druck, dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass ihnen die Nerven versagen werden. Was übrigens nicht das erste mal wäre...
  • Max Müsterlein 31.03.2015 14:32
    Highlight Highlight Bitte bürdet euren Praktikanten nicht so schwierige Aufgaben wie das zusammenstellen einer Bildserie auf.
  • Jack Russel 31.03.2015 13:48
    Highlight Highlight soso. Die Tigers streben also den Aufstieg an, mit EINEM ausländischen Stürmer, der bis vor 2 Jahren noch in Italien vor 185 ? Fans gespielt hat, und einem 08/15 NLB-Goalie. und das gegen Top Ausländer von Rapperswil und einen Nati-Goalie. Und der selbsternannte beste Eishockeyjournalist der Welt verteidigt diese Theorie auch noch.
    • Daylen 31.03.2015 14:36
      Highlight Highlight Mal etwas über Didomenico nachforschen wäre möglicherweise nicht so schlecht ;-) Hatte in der Startphase als Profi einiges Verletzungspech auch in den zwei Jahr nach seinem NHL Entry Draft. Ja richtig gelesen NHL. Leider warfen ihn die Verletzungen zurück. War jedoch im Junioren WM Gold Team. Er steigert sich kontinuierlich und ich bin mir sicher, dass er mittelfristig bei einem NLA Club eine wichtige Rolle spielt. Sei es bei den Tigers oder bei einem anderen Team.
  • Coach Cpt. Blaze 31.03.2015 13:46
    Highlight Highlight Ach Herrje, das arme Unschuldslamm Dido... Spielerisch Top - keine Frage aber trotzdem ein feiger kleiner Saubengel! Sonst würde ihn wohl nicht die ganze Liga hassen, oder?
    • rYtastiscH 31.03.2015 16:01
      Highlight Highlight Naja ohne Hintergrundwissen vorzuweisen, behaupte ich einfach mal: Erfolg ruft Neider auf den Plan. Neid schlägt sehr schnell in Hass über... Soviel dazu.
    • Buyer's Remorse 31.03.2015 18:03
      Highlight Highlight Mit Hintergrundwissen ist er halt einfach ein Lumpenhund, der gerne auch mal Gästefans mit eindeutigen Gesten provoziert und generell kein Kind von Traurigkeit ist. Aber das alles wäre ja nicht so schlimm (Temperament und so) wenn er, genau wie die praktisch gesamte Langnau-Mannschaft, immer rumschwalben würde. Das geht einem einfach grausam auf den Büntel.
  • Sissi Macheath 31.03.2015 13:06
    Highlight Highlight Oh arme Burscht... die ganze Welt ist gegen DiDo..
    Wenn man ihn nicht live spielen sehen würde, dann müsste man Ihr
    Märchen vom verkappten Balletttänzer wirklich ernst nehmen.

    Ich frage mich ob Sie durch Ihre Fanbrille überhaupt ein Spiel gesehen haben. Kommt mir eher vor als wärs nur de Liveticker gewesen...
  • Grego 31.03.2015 13:05
    Highlight Highlight Hallo Herr Zaugg, ich lese in letzter Zeit viel von Ihnen, nur, wer sind Sie überhaupt? Und wieso glaube ich viel von dem was Sie von sich geben nicht? Zum Beispiel bin ich mir ziemlich sicher, dass dieses Gespräch mit Herrn Stecher so nicht/nicht so stattgefunden hat.
    Nach einer kurzen Recherche über Ihre Persönlichkeit wurde mir allerdings klar wieso sie SC Langnau-Sympathisant sind. Schliesslich haben Sie damals in den 80ern für den FC Langnau "tschuttet". Dennoch, vom "einflussreichsten Schweizer Eishockeyjournalist" dürfte man doch etwas mehr Neutralität erwarten.

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