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Zürcher Justiz und Bildungsdirektion werden im Fall Jegge aktiv



Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Bildungsdirektion in Zürich werden bezüglich den Missbrauchsvorwürfen an Jürg Jegge aktiv. Der bekannte Schweizer Pädagoge hatte am Freitag zugegeben, dass es in den 1970er-Jahren zu sexuellen Kontakten mit Schülern kam.

Diese Taten sind allerdings rechtlich gesehen verjährt. Trotzdem beschäftigt sich die Zürcher Staatsanwaltschaft nun mit dem Fall. Sie hat am Freitag im Zusammenhang mit den publik gewordenen Vorwürfen gegen Jegge ein Vorabklärungsverfahren eingeleitet.

Corine Bouvard, Sprecherin der Zürcher Staatsanwaltschaft, bestätigte diesen Sachverhalt gegenüber verschiedenen Sonntagszeitungen. Damit dürfte abgeklärt werden, ob Jegge allenfalls noch weitere Straftaten begangen hat, die noch nicht verjährt sind.

Zudem hat auch die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) eine Untersuchung angekündigt. Auch wenn die mutmasslichen Taten Jegges juristisch verjährt seien, würde man der Sache nachgehen, sagte sie am Sonntag gegenüber dem «SonntagsBlick» und der «SonntagsZeitung».

«Das waren Kinder und Jugendliche, die unter Obhut der Schule standen», sagte Steiner. Sie hätten ein Recht darauf, dass diese Geschichte aufgearbeitet würde. Laut Steiner wird nun geprüft, wie die Bildungsdirektion die Aufarbeitung angehen will. «Aber diese Arbeit wollen wir sorgfältig machen, im Interesse aller Beteiligten. Das braucht Zeit.»

Jegge bestreitet sexuelle Kontakte nicht

Am vergangenen Dienstag hatte Markus Zangger, ein ehemaliger Sonderschüler von Jegge, im Buch «Jürg Jegges dunkle Seite» Missbrauchsvorwürfe erhoben. Gemeinsam mit dem Co-Autoren des Buchs, dem Journalisten und Autoren Hugo Stamm, schilderte er seine verschiedenen Erlebnisse mit Jegge, zu dem er 1970 als Zwölfjähriger kam.

So soll es unter dem Vorwand einer therapeutischen Massnahme über Jahre zu körperlichen Übergriffen gekommen sein, bei denen sie beispielsweise gemeinsam onaniert hätten.

Jürg Jegge bestritt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda nicht, dass es zu sexuellen Kontakten mit seinem Schüler kam und sagte, dass Zangger auch nicht der Einzige gewesen sei. «Es gab immer dann einen sexuellen Kontakt, wenn ich das Gefühl hatte, es bringe etwas.»

Zu dieser Zeit habe man von einer allgemeinen Befreiung gesprochen, die eher zu erreichen wäre, wenn sie mit einer Befreiung des Körpers und seiner Sexualität einherginge. Heute würde er diese Therapie aber nicht mehr machen. (sda)

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