Gesellschaft & Politik
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Wir kranken Helden der Arbeit: Wie uns die Büez kaputt macht

Die 48-Stunden-Woche sollte den Arbeiter gesund machen. Dafür wurde am Landesstreik 1918 gekämpft. Heute macht uns die Arbeit erneut kaputt. Aber aus einem anderen Grund.

18.08.18, 16:42 19.08.18, 08:38

Annika Bangerter und Sabine Kuster / Aargauer Zeitung



Als die Arbeiter 1918 auf die Strasse schritten statt in die Fabriken, ging es ums Überleben. Ende des Ersten Weltkrieges war das Land ausgezehrt, die Nahrungsmittel waren knapp. Mit dem tiefen Arbeiterlohn und der hohen Teuerung bedeutete dies: Hunger. Als die Unterschicht ihre Stimme erhob, ging es aber auch um ein längerfristiges Überleben: Jenes, nicht bis zum Umfallen in den Fabriken malochen zu müssen. Sie forderte eine Beschränkung der Arbeitszeit. Die 48-Stunden-Woche war die erste ihrer proklamierten Reformen, die eingeführt wurden. Das war 1919.

Seither ist die Wochenarbeitszeit geschrumpft, der Samstag gesellte sich als zweiter Tag zum Wochenende und die Anzahl Ferientage stieg an. Ohne weitere Volksaufstände. Die gut laufende Wirtschaft hat das ermöglicht und die fortschreitende Automatisierung. Statt Muskelmassen placken Roboterarme. Zudem hat sich die Schweiz von einer Industrie- in eine Dienstleistungsgesellschaft gewandelt.

Von der Staublunge zum Stress

Doch trotz neuem Reichtum und Freizeit: Die Arbeit macht uns erneut krank. Zwar sind klassische Arbeitererkrankungen wie eine Staublunge verschwunden und Betriebsunfälle nehmen ab. Dafür zwingen uns heute jobbedingte Burnouts zunehmend in die Knie. «Die Schutzmassnahmen, um körperliche Belastungen einzudämmen, haben gegriffen. Doch die neuen Strukturen in der Arbeitswelt führen zu einer stärkeren psychischen Belastung», sagt Historiker Patrick Kury von der Universität Luzern. Er hat das Buch «Der überforderte Mensch» verfasst und darin die Geschichte von Stress erforscht.

«Heute braucht es viel mehr Anpassungsleistungen, was dazu führt, dass der Stress zunimmt»

Patrick Kury, Historiker

Seit den 70er-Jahren ist Stress Thema im deutschsprachigen Raum. Zu jener Zeit waren die US-Forscher bereits einen Schritt weiter: Sie beschrieben das Burnout. Nicht zum ersten Mal notierten Wissenschafter eine Krankheit, die auf Erschöpfung zurückgeht. Bereits zu Zeiten des Landesstreiks gab es ein vergleichbares Phänomen: die Neurasthenie. Diese grassierte allerdings fast nur in den gehobenen Gesellschaftsschichten. Also in jenen, die nicht der Hunger plagte. Als Neurastheniker galt jemand, dessen Nerven durch äussere Einflüsse wie elektrisches Licht, die Eisenbahn – kurz die moderne Technik – überreizt waren.

Flexibel von früh bis spät

Hundert Jahre später strapazieren permanente Erreichbarkeit und Mobilität unser Nervenkostüm. Diesmal ist nicht nur die Oberschicht davon betroffen. Etwa ein Viertel der Erwerbstätigen gibt in der Schweiz an, häufig oder immer Stress im Job zu haben. Ebenso viele fühlen sich erschöpft. Was ist da passiert? Historiker Kury sagt, die Jobs im postindustriellen Zeitalter seien individualisierter und kreativer; die Aufgaben viel mehr auf Projekte ausgerichtet, die Routineabläufe nehmen ab. «Heute braucht es viel mehr Anpassungsleistungen, was dazu führt, dass der Stress zunimmt», sagt Patrick Kury.

Was für Einzelne ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann, geht auch an der Wirtschaft nicht spurlos vorbei. Wären wir nicht so gestresst, wären wir weitaus produktiver. 5,8 Milliarden Franken gehen der Volkswirtschaft dadurch verloren, laut Gesundheitsförderung Schweiz.

Die geforderte Trias der gewerkschaftlichen und philanthropischen Kreise Anfang des 20. Jahrhunderts gewinnt somit wieder an Aktualität: Denn die von ihnen postulierten acht Stunden Arbeit, acht Stunden Freizeit und acht Stunden Schlaf rumpeln arg durcheinander, seitdem das Smartphone die Geschäftsmails auch in den Schlafzimmern oder Ferienresidenzen aufleuchten lässt. Nach der Begrenzung kommt nun die Abgrenzung.

Dafür plädiert auch der Schweizerische Versicherungsverband mit einer Kampagne «Ausschalten – Auftanken». Der Grund: Die ständige Erreichbarkeit erhöht die Unfallgefahr in der Freizeit. Und das kostet. Im Jahr 2010 schlugen die Nichtberufsunfälle in der Schweiz mit 10,4 Milliarden Franken zu Buche.

Zu viele Möglichkeiten

«Unsere vermeintlichen Freiheiten und die Hyperindividualisierung entwickeln sich zu einem Bumerang», sagt Historiker Kury. Er verweist auf den deutschen Soziologen Hartmut Rosa und das von ihm formulierte Paradox: Die technische Beschleunigung wirkt sich auch auf unser Lebenstempo aus. Will heissen: Statt dass wir die neu gewonnene Freizeit durch digitale Hilfe geniessen, leiden wir unter Zeitknappheit. Denn wer alle Möglichkeiten hat, kann auch viel verpassen.

Anders als 1918 geht es also in der postindustriellen Gesellschaft nicht mehr ums Überleben, sondern ums gute Leben. Ratgeber zur Work-Life-Balance füllen ganze Regalwände. Mit dem Gleichgewicht hapert es aber nach wie vor. Ein Luxusproblem? Wer an die damit verbundenen Krankheiten und deren Kosten denkt, dürfte zu einem anderen Schluss kommen. Es geht dabei nicht mehr um die reine Arbeitszeit.

Doch: Eine 50-Stunden-Woche ist zu viel und sollte höchstens ein Ausnahmefall sein, sagt der Berner Arbeitspsychologe Achim Elfering. Sonst reichen die Erholungszeiten nicht aus. Für den Bereich zwischen 30 und 40 Wochenstunden gebe es keine allgemeingültige Antwort: «Sie können nach einer 35-Stunden-Woche erschöpfter sein, als wenn sie 42 Stunden gearbeitet haben.» Das hänge von der Intensität und Qualität der Arbeit ab. Je besser Letztere sei, umso mehr schaffen wir ohne gesundheitliche Einbusse.

«Das Bewusstsein für Stress bei der Arbeit ist gestiegen. Ebenso die Bereitschaft, etwas dagegen zu tun»

Achim Elfering, Arbeitspsychologe 

Konkret heisse das: Regelmässige Pausen, kein dauerhaft hoher Zeitdruck, keine einseitigen Belastungen, abwechslungsreiche Tätigkeiten und ein Handlungsspielraum, wie, wann und mit wem die Aufgaben erledigt werden. Also das Gegenteil der Fabrikarbeit Anfang des 20. Jahrhunderts. «Wenn wir – wie in Charlie Chaplins ‹Modern Times› – nur an einzelnen Rädchen drehen, erkennen wir den Sinn der Arbeit nicht», sagt Elfering. Das führe zu einer Entfremdung und wirke demotivierend. Die heutige Situation sieht der Arbeitspsychologe indes nicht rabenschwarz: «Das Bewusstsein für Stress bei der Arbeit ist gestiegen. Ebenso die Bereitschaft, etwas dagegen zu tun», sagt er.

Gewerkschafter fordern heute nicht mehr die Begrenzung der Arbeitszeit, sondern dass die Arbeitszeit auch wirklich eingehalten wird. SP-Nationalrat Corrado Pardini schlug vor, dass Geschäftsmails zwischen 19 und 7 Uhr nicht gelesen werden dürfen. Wer hätte 1918 gedacht, dass einst solche Überlegungen zur Abgrenzung angestellt werden müssen? Das erledigte damals das Fabriktor, wenn es abends hinter den Arbeitern schwer ins Schloss fiel.

Nach diesen 26 Bildern wirst du deinen Job lieben

«Spam-Mails nerven! Und Spam-Telefonate!! Und Spam-Briefe!!!»

Video: watson/Yannik Tschan, Emily Engkent

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28
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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Erwin 19.08.2018 19:40
    Highlight Ich sehe heute das Problem in der Globalidierung, das das setzt die Firmen sehr stark unter Druck und schlusendlich auch alle Angestelten, es kann nicht sein das wir hier einen hohen Level in Sachen Umweltschutz und Personenschutz haben un in all den Billigländer das Gegenteil herscht, zudem sin all die unnötigen Transporte um die ganze Erdkugel alles ander als Umweltfreundlich, nur weil es irgenwo billiger Produziert werden kann, hier muss raschmöglichts ein umdenken statt finden
    1 0 Melden
  • Goon 19.08.2018 08:02
    Highlight Ich habe mich bewusst gegen Karriere entschieden. Mir ist und war es immer wichtiger dass ich nach Feierabend nicht mehr an die Arbeit denken muss.

    Wenn ich sehe wieviele gefühlt 24/7 im Arbeitsmodus befinden....
    2 0 Melden
  • eBart is back 18.08.2018 21:20
    Highlight Stress hat nur wer sich stressen lässt. Es gibt ein einfaches Wort dafür: Nein!

    Man muss einfach lernen Nein zu sagen.

    Ich habe z.b. 2 Handys, das vom Geschäft schalte ich am Freitag um 17 Uhr aus. Unter der Woche nach Feierabend in den Flugmodus. Ich muss nicht immer erreichbar sein.

    So bin ich viel entspannter. Ohne schlechtes Gewissen.

    Probiert es mal aus.
    69 31 Melden
    • Graviton 18.08.2018 22:07
      Highlight Wenn‘s nur so einfach wäre. Manchmal bedeutet Nein sagen, Chancen verpassen, Karriere behindern, Kompetenzen verlieren, den Job nicht bekommen. Wir werden zum Teil leider auch zum „Mitspielen“ gezwungen, wenn wir in der Gesellschaft einen Platz haben wollen.
      85 4 Melden
    • eBart is back 18.08.2018 22:45
      Highlight Zwang ist ganz schlecht.

      Es ist wirklich einfach. Chancen kommen und gehen. Kompetenzen gehen wegen einem Nein nicht verloren.

      Aber ja, wenn man Angst hat was zu verpassen, selber Schuld.
      16 35 Melden
    • jjjj 18.08.2018 22:57
      Highlight Immer dieses „schalt einfach“ ab. 🙄
      28 1 Melden
    • Herbsli 18.08.2018 23:25
      Highlight Ich hab auch einmal nein gesagt...3 Monate später wurde ich morgens um 07.30 ins Büro des Chefs bestellt und freigestellt...
      37 3 Melden
    • eBart is back 18.08.2018 23:40
      Highlight Und wurden erlöst. Sry, ein Unternehmen das wegen einem Nein einen Mitarbeiter freistellt ist ein Witz.
      3 2 Melden
    • Graviton 18.08.2018 23:43
      Highlight @eBart
      1) Dass Zwang schlecht ist, finde ich auch. Trotzdem ist er zu einem gewissen Ausmass Realität. Ökonomisch und gesellschaftlich. Natürlich kann man auch komplett Aussteigen und ein eigenes Geschäft aufbauen. Nur bedeutet das wiederum Zwänge: Es muss nämlich rentieren und dazu muss man normalerweise so einige Kompromisse eingehen.

      2) Mit Kompetenzen meinte ich nicht „Fähigkeiten“, sondern „Zuständigkeiten“. Diese können verloren gehen, wenn man Anfragen wiederholt zurückweist.

      3) Soso. Wenn man im Berufsleben Ziele hat und Einsatz zeigt, ist man also einfach „selber schuld“. Na dann.
      2 0 Melden
    • DonChaote 19.08.2018 10:26
      Highlight @herbsli
      Gratuliere, dadurch haben sie die möglichkeit erhalten, intensiv nach einem besseren arbeitgeber zu suchen.

      Ich teile eBarts meinung. Musste selbst durch ein burnout, um dies zu lernen.

      Kleiner tipp: finger weg von grossen firmen und konzernen!!! In kleinen firmen sieht man auch mehr sinn in seiner arbeit und wird meistens auch mehr wertdeschätzt.
      2 1 Melden
  • Zeit_Genosse 18.08.2018 20:54
    Highlight Die Welt ist komplexer und schneller. Wir verdichten unsere Zeit über Produktivität bei der Arbeit und mehr Freizeitaktivitäten. Die durch technologische Fortschritte errungene Zeitgewinne fliessen in zusätzliche Aktivitäten statt in regenerative Phasen. Wir beuten uns selbst aus. Chronischer Stress führt zum Verfall des Imunsystems und zu Erschöpfung und Krankheit. Wir wissen was uns gut tun würde, tun aber etwas anderes in der Angst etwas zu verpassen.Physiologisch sind wir quasi Hölenmenschen die sich an ihre eigene Umweltgestaltung nicht angepasst haben. Trotzdem überleben wir.
    37 4 Melden
  • Posersalami 18.08.2018 20:00
    Highlight Und nach der Arbeit darf man dann ewig Verkehrslärm ertragen. Während der Arbeit leiden sogar noch mehr unter Lärm. Ein Faktor, der sehr viel Stress verursacht.

    https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/laerm/fachinformationen/laermbelastung/stand-der-laermbelastung-in-der-schweiz.html

    Die Umwelteinflüsse kommen mir bei solchen Artikeln immer viel zu kurz. Aber der Verkehr ist ja sakrosankt und darf auf gar keinen Fall eingeschränkt werden.
    40 19 Melden
  • fabsli 18.08.2018 19:17
    Highlight Work-Life-Balance? Ist Work denn nicht ein Teil von Life? Könnte man sich einfach auf Life-Balance einigen?
    24 19 Melden
    • F11 18.08.2018 23:56
      Highlight ... endlich wer, der es geschnallt hat!!!
      1 0 Melden
  • F11 18.08.2018 19:00
    Highlight ... keine Zeit, weniger Zeit, häää???
    Wie auch immer - der Tag hat wie bereits 1918, 24 Stunden oder 1440 Minuten oder 86400 Sekunden! 😉
    8 33 Melden
  • Mahagoni 18.08.2018 18:40
    Highlight "Rasender Stillstand" - was Heute ist, wird Morgen gewesen sein, ohne das sich etwas Wesentliches geändert hat.
    20 3 Melden
  • demian 18.08.2018 17:20
    Highlight Es ist ein bisschen einfach alles nur auf die Arbeitszeiten zu schieben. Da gibt es noch viel mehr Faktoren in der Arbeitswelt die zu Stress führen und krank machen. Mangelnde Wertschätzung, Arbeitskollegen, Unterforderung, Überforderung usw.

    Aber schreibt doch mal einen Bericht darüber, was passiert wenn man Krank wird. Wie Firmen und Versicherungen Druck auf die Leute ausüben, möglichst schnell wieder an die Arbeit zurückzukehren.
    129 5 Melden
    • badbart 19.08.2018 07:49
      Highlight Ein sehr guter Punkt. Bei meiner letzten Arbeitsstelle war das einzige gute, die Arbeitszeiten. Dafür gab es null Wertschätzung, unrealistische und viel zu hohe Ziele. Dazu ein Grossraumbüro mit einem solchen Lärmlevel, das arbeiten nicht möglich war.
      Dadurch gab es einen Burnout nach dem anderen!
      Ich bin zum Glück dort raus...! Wenn es bei euch auch so ist, schnell wechseln! Es gibt auch noch gute Firmen!!
      1 0 Melden
  • Dan Ka 18.08.2018 17:09
    Highlight Ich denke, die neue Generation wird ihren Umgang finden. Mit meinen 40+ habe ich die Entwicklung von der Schreibmaschine zum Smartphone erlebt. Ich geniesse Zeitautonomie und erlaube mir Teils bis in die Nacht, dafür andererseits 2h Homeoffice zu machen. Je nach Job ist es nicht realistisch was die SP will und macht auch nicht Sinn. Wenn ich gedanklich bei der Arbeit bin, kann ich auch gleich arbeiten. Die Neue Generation arbeitet bei uns im Betrieb übrigens oft Teilzeit und verfolgt eigene Projekte. Ich denke das 100% Pensum ist bald Geschichte zugunsten Freelancing.
    16 18 Melden
    • Lolus 18.08.2018 22:45
      Highlight Das klingt sehr Interessant! Ich habe während meiner Selbstständigkeit als Informatiker, ebenfalls wie Sie gearbeitet. Darf ich fragen was Sie arbeiten?
      3 2 Melden
    • Dan Ka 19.08.2018 09:59
      Highlight Danke für die Blumen. :-) Ich bin in der Ausbildung tätig, wenn auch als Angestellter ohne Freelancing. Werde aber nächstens mein Pensum zugunsten eines eigenen Projekts reduzieren.
      1 0 Melden
  • Redly 18.08.2018 17:05
    Highlight Mimimi. Snowflakes!
    Es wurde früher viel härter und länger gearbeitet (während nicht wenige zugleich Hunger hatten). Nehmt euch zusammen. Ein bisschen Einsatz und Leistung darf erwartet werden, statt über Wohlstands-Stress zu klagen.
    Es ist kein Zufall, dass Burnout je Land unterschiedlich häufig ist - ziemliche Modekrankheit.
    21 97 Melden
    • weachauimmo 18.08.2018 22:14
      Highlight Danke, Redly.
      12 49 Melden
    • Keller101 18.08.2018 22:18
      Highlight Genau meine Meinung, dieses ewige Gejammere, es geht uns so gut wie nie und plötzlich leidet jeder unter Burnout wenn er mal bis um 17:15 arbeiten muss, Mann....
      19 56 Melden
    • Enzasa 18.08.2018 22:52
      Highlight Burn out ist eine Depression nicht mehr und nicht weniger.
      Depressionen können durch äußere Einflüsse ausgelöst werden z. B. Familientragödie, Überarbeitung oder Unterforderung oder
      durch Störungen im Stoffwechsel.

      Kann grundsätzlich jedem passieren.
      44 5 Melden
    • 's all good, man! 19.08.2018 08:53
      Highlight Genau wegen solchen ignoranten Kommentaren sind Krankheiten wie Burnout/ Depressionen immer noch so sehr stigmatisiert. Es ist selten nur die Arbeit alleine, die Krank macht. Leistungsdruck, Leidensdruck, nicht abschalten können, ständig erreichbar sein zu müssen, nichts verpassen zu wollen, sich behaupten müssen, etc.

      Zu deinen von dir glorifizierten Zeiten hat man zwar sehr viel mehr gearbeitet, war aber viel weniger Effizient und es gab wesentlich weniger äussere Einflüsse, sprich, Stressoren. Man ist nicht cooler, nur weil man hart arbeitet, es macht keinen besseren Menschen aus dir.
      4 3 Melden
    • fluh 19.08.2018 09:39
      Highlight Tja die frage ist doch: was bringts?
      0 2 Melden
    • EvilBetty 19.08.2018 10:37
      Highlight Redly, es geht bei einem Burnout in den wenigsten Fällen darum wie lange jemand arbeitet, sondern um die Strukturierung der Arbeit. Und diese Struktur liegt nicht selten ausserhalb des Einflussbereiches des Mitarbeiters. Die Arbeit ist auch häufig nicht der einzige Faktor der zu einem Burnout führt sondern nur eins von vielen Puzzleteilen. Man begibt sich in einen Teufelskreis der schwer zu erkennen und noch schwerer zu durchbrechen ist. Dazu kommt, dass sich viele schämen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es um die Psyche geht. Mit früher lässt sich das nicht vergleichen...
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