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Wie gefährlich ist die Wurst? WHO-Experten sagen, verarbeitetes Fleisch sei krebserregend

Die Internationale Agentur für Krebsforschung hat verarbeitetes Fleisch wie etwa Wurst als krebserregend eingestuft. Rotes Fleisch bezeichnen die Experten als «wahrscheinlich krebserregend».

26.10.15, 13:46 27.10.15, 08:30

Ein Artikel von

Tabak, Asbest, Dieselabgase – Wurst: Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat den Verzehr von verarbeitetem Fleisch als krebserregend eingestuft.

Es gebe genug Belege in Bezug auf Darmkrebs, berichten die Experten im Fachblatt «Lancet Oncology». Zudem sei ein Zusammenhang mit Magenkrebs beobachtet worden. In die Kategorie verarbeitetes Fleisch fallen alle Produkte, die gepökelt, geräuchert, fermentiert oder durch andere Prozesse haltbar gemacht wurden.

Wie gefährlich ist der Verzehr von Wurst wirklich?

Bei der Verarbeitung von Fleisch, wie auch beim Kochen oder Braten, können verschiedene Substanzen entstehen, die Krebs auslösen oder im Verdacht stehen, dies zu tun – etwa sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) oder heterozyklische aromatische Amine (HAA).

«Für den Einzelnen ist das Risiko klein, infolge des Fleischkonsums Darmkrebs zu entwickeln», sagt Kurt Straif von der IARC. «Aber das Risiko steigt mit der verzehrten Menge.»

Ist des Schweizers liebste Wurst, der Cervelat, in Gefahr?

Rotes Fleisch – also das von Rind, Schwein, Lamm, Ziege und Pferd - stufen die Experten als «wahrscheinlich krebserregend» ein. In dieser Kategorie findet sich in den IARC-Listen zum Beispiel auch das Pflanzenschutzmittel Glyphosat, das nach Ansicht vieler Kritiker verboten werden sollte.

«Die WHO-Studie ist alter Wein in neuen Schläuchen»

SFF-Direktor Ruedi Hadorn

Die Belege dafür, dass der Verzehr dieser Fleischsorten beim Menschen Krebs auslöse, seien begrenzt, heisst es zur Erklärung in «Lancet Oncology». Einige grossangelegte Studien hätten einen Zusammenhang zwischen Verzehr und Darmkrebs gezeigt, andere jedoch nicht.

Laut IARC bestehen auch mögliche Zusammenhänge mit dem Risiko für Bauchspeicheldrüsen- sowie Prostatakrebs.

Schweizer Fleisch-Fachverband und Proviande kritisieren WHO-Studie

Der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) beurteilt die WHO-Studie als «alten Wein in neuen Schläuchen und rechnet nicht mit dem Rückgang des Fleischkonsums in der Schweiz.» So ist für SFF-Direktor Ruedi Hadorn Fleisch klar Teil einer ausgewogenen Ernährung. «Die Studie verunsichere lediglich die Konsumenten.»

«Eine ähnliche Diskussion wurde schon vor rund einem Jahr von der eidgenössischen Ernährungskommission erfolglos lanciert«, sagte Hadorn am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Auch gebe es diverse andere Studien, die den aufgezeigten Zusammenhang nicht nachweisen konnten. Die Studie hat für Hadorn vor allem einen grossen Schwachpunkt: «Sie belegt den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nicht, sondern basiert rein auf statistischen Berechnungen.»

Solche Studien seien immer mit Vorsicht zu geniessen, denn Krebs entstehe durch verschiedene Risikofaktoren und es sei schwierig, für eine Meta-Studie einzelne Effekte aus einer Vielzahl von unterschiedlich aufgebauten Studien sauber hinauszukorrigieren. »Es ist verwerflich, ein bestimmtes Lebensmittel einseitig zu verurteilen, ohne dieses umfassend zu beurteilen«, sagte Hadorn weiter.

Grillblog Teil 1: Die Côte de Bœuf

Grillblog, Teil 2: Das Federstück

wbr/Reuters

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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39
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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Aaron 27.10.2015 22:46
    Highlight Alles kriegen die raus!
    0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 19:41
    Highlight Am besten viel Knoblauch, Zwiebeln, Chilis und Ingwer essen. Das ist gut gegen Darmkrebs und man hat viel Platz um sich herum.
    33 4 Melden
  • Hercules Rockefeller 26.10.2015 18:26
    Highlight Mir doch Wurst was diese Pappnasen meinen...
    39 5 Melden
  • Propellerli 26.10.2015 18:23
    Highlight Nichts ist tödlicher als das leben...denn wir werden sterben...
    46 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 17:16
    Highlight Dass Nitritpökelsalz nicht Gesundes ist weiss man schon lange. Schon gar nicht erhitzt. Ich mag das Wurstzeugs eh nicht. Deshalb ist mir das egal. Und wer das täglich isst, ist eh selbst schuld. Die Onkologen und Chirurgen müssen auch was zu tun haben.
    Aber die Kommentare hier sind auch nicht schlauer als auf 20min.
    22 43 Melden
  • SVRN5774 26.10.2015 17:05
    Highlight Hahaha ganz ehrlich Ich verzichte gerne auf Alkohol, Zigarette und Süssgetränke. Gehe selten Junkfood essen. Aber wenn es andere wollen, sollen sich doch so leben wie sie wollen.
    Schliesslich muss man ja auch sterben. Was nützt es einem
    ein langes gesundes Leben, wenner es nicht geniessen kann.
    42 2 Melden
  • Meitlibei 26.10.2015 16:39
    Highlight Auch wer Gesund stirbt ist tot.
    68 5 Melden
  • Lil'Ecko 26.10.2015 16:35
    Highlight scheint mir langsam alles krebseregend zu sein :-?
    67 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 17:01
      Highlight Das liegt an der allgegenwärtigen Umweltverseuchung. Selbst mitten im Wald angebaute Biokost ist belastet. Auch das Grundwasser ist voll mit Agrarchemie und Medikamentenrückständen. Dazu kommen noch andere Abfallstoffe wie z.B. die Nanopartikel aus Marsriegeln und Co. Oder die Rieselstoffe, ebenfalls Nanotechnologie, für Pulver wie Salz, Cafe, Suppen, etc., Füllstoffe aus Shampoo, etc. Dies und mehr können die heutigen Kläranlagen nicht rausfiltern und daher landet alles wieder im Wasserkreislauf. Damit auch im Regen, der es dann überall verteilt.
      Reduzieren kann man. Ohne ist heute unmöglich.
      25 32 Melden
    • Thanatos 26.10.2015 17:51
      Highlight @Rhabarber
      Es ist physikalisch gar nicht möglich, dass die Nanopartikel im Regen landen.
      25 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 18:33
      Highlight Aber im Abwasser. Es wird nicht jede Chemikalie vom Regen weiter getragen. Aber leider zu viele.
      10 16 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.10.2015 06:07
      Highlight @Rhabarber: Die Theorie von der verseuchten Umwelt als Killer hat einen Haken - wir werden heute so alt wie noch nie zuvor. Verglichen mit unseren Vorfahren strotzen wir nur so vor Gesundheit.
      1 0 Melden
  • Triumvir 26.10.2015 16:04
    Highlight Thank god im a Vegi!
    21 72 Melden
    • Sangallo 26.10.2015 16:56
      Highlight Ich hoffe du weisst, dass genau diese Ernährung auch schädlich für deinen Körper sein kann ;)
      Ich versuche mich von diesen Studien nicht beeinflussen zu lassen. Egal ob Fleisch, Alkohol oder sonst was, es ist immer eine Frage der Menge (wie ja oben auch erwähnt)
      40 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 17:02
      Highlight Wenn du als Vegi viele Milchprodukte oder reichlich Fertigprodukte konsumierst, gehts dir leider kaum besser als anderen. Sorry.
      39 6 Melden
    • baumgrt 26.10.2015 19:53
      Highlight http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/35819/Studie-Vegetarier-erkranken-haeufiger-an-Darmkrebs
      16 6 Melden
    • Pond 26.10.2015 21:00
      Highlight Sorry, aber das mit dem Darmkrebs wurde zwischenzeitlich mehrmalig widerlegt. Vegetarier erkranken weniger oft an Krebs. Dies trifft auch auf den Darmkrebs zu. Die vegetarische Ernährung wirkt sich auch positiv auf den Krankheitsverlauf bei chronisch entzündlichen Darmkrankheiten aus. Um bei einer vegetarischen Ernährung Mangelerscheinungen zu entwickeln, muss man sich schon ziemlich doof anstellen. Btw gibt es ein riesen Sortiment an Vitamintabletten etc und dieses wurde nicht für die Vegis erfunden. Die Hauptkunden sind Mischköstler. Jede Ernährungsform kann gesund oder ungesund sein.
      10 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 22:11
      Highlight Nochmal, tut mir leid. Es gibt mehrere Studien, die belegen, dass Milch und Milchprodukte speziell Prostatakrebs fördern.

      Hier ist eine prospektive Kohortenstudie aus Harvard dazu:
      http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16492906?dopt=Abstract

      Mit Google lassen sich noch andere finden.
      6 5 Melden
    • Triumvir 27.10.2015 17:00
      Highlight @Rhabarber: lies dir bitte das nachstehende Interview mal durch:

      http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/milch-ist-gesund-liefert-kalzium-und-staerkt-die-knochen-a-985750.html

      offenbar bist auch Du Opfer von aus alternativ-medizinischen Kreisen gestreuten Falschinformationen, für die es keine wissenschaftliche Grundlage gibt, geworden...
      1 3 Melden
  • Don Huber 26.10.2015 14:56
    Highlight Gegenfrage: Was verursacht kein Krebs laut den Wissenschaftlern ? Ich glaube nichts mehr. Also scheiss drauf.
    107 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 17:41
      Highlight Jeder wie er mag.
      12 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 14:47
    Highlight Das Atmen verursacht auch Krebs.
    78 9 Melden
    • guby 26.10.2015 20:51
      Highlight Und Sonnenlicht sowieso!
      10 0 Melden
  • Too Scoop 26.10.2015 14:43
    Highlight Ab heute gibt es nur noch Steaks!
    61 3 Melden
  • Tatwort 26.10.2015 14:28
    Highlight Lebe wild und gefährlich - esse Cervelat!
    134 5 Melden
    • Charlie Brown 26.10.2015 14:35
      Highlight Da lacht sogar der Vegi :-)
      64 2 Melden
  • Sumsum 26.10.2015 14:26
    Highlight Wie schon Paracelsus sagte : "Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei."

    Ich freu mich schon auf die Kommentare von der Vegane Armee-Fraktion. Bedenkt aber, das auch ein Veganer nicht gerne ins Gras beisst :)
    67 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 17:06
      Highlight Was "Gift und Mengen" anbelangt, guck mal hier! Ab ca. Minute 24.30 wirds interessant:

      http://www.srf.ch/sendungen/kassensturz/kassensturz-spezialsendung-bio-vs-konventionell

      ps: Ich beisse sehr gerne ins Gras. Ich liebe Mais, Reis, Weizen, Gerste, Hirse, Hafer und Roggen. Ja genau. Überraschung! Das sind alles Gräser :D
      12 22 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 18:33
      Highlight Die Blitzliklicker mögen wohl alle kein Popcorn *lol*
      9 15 Melden
    • Sumsum 26.10.2015 23:42
      Highlight @Rhabarber, Erschreckendes Ergebnis, Danke für den Link. Das sollte alle Blitzklicker zum nachdenken anregen und den Rest auch.
      2 0 Melden
  • Alnothur 26.10.2015 14:26
    Highlight Ich habe ja die Theorie, dass solches Geschwätz auch krebserregend ist. Gibt ja mittlerweile kaum etwas, das auf der WHO-Krebserregerliste noch fehlt...
    55 2 Melden
  • Wilhelm Dingo 26.10.2015 14:22
    Highlight Das ganze Leben ist ungesund! Wurde nicht auch mal berichtet Bier sei Karzinogen? Ich freue mich schon auf ein gutes Stück Parmaschinken heute Abend!
    47 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 16:23
      Highlight 🍻 😊
      15 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 18:15
      Highlight Bier ist gesund und nicht kanzerogen. Wo haben Sie den Mist her? Grad mal ein gesundes Bier von der lokalen Brauerei öffnen.
      11 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.10.2015 09:07
      Highlight @grufti

      sorry, bin ich ihnen auf den ... getreten OHNE es zu merken?

      --> 🍻 = prost, anstossen, trinke mit dem gegenüber
      --> 😊 = freundliches lachen

      also WO BITTE ist hier ein ausdruck von abneigung gegenüber bier, resp. eine negative aussage gegenüber dem kommentierten im zusammenhang mit diesem artikel?
      0 1 Melden
  • Androider 26.10.2015 14:19
    Highlight Mir doch egal, was Krebse geil macht ;)
    72 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 14:17
    Highlight Wenn nicht nichts mehr essen würde, was die WHO auf einer Liste hat, würde ich nicht an Krebs sterben - jedoch wahrscheinlich verhungern.
    79 5 Melden
    • Hayek1902 10.11.2015 00:55
      Highlight ironie daran ist, dass man trotzdem noch an krebs sterben kann. nur ist die chance um ein paar promillpunkte kleiner
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.10.2015 14:10
    Highlight Der Wurst sei Dank^^.
    22 2 Melden

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