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Hast du eine Webseite? Dann musst du jetzt aktiv werden, damit sie Google weiterhin in den Suchresultaten gut anzeigt

Am Dienstag ändert Google den Such-Algorithmus seiner Google-Suche. Betroffen davon sind unter anderem die Webseiten des Bundes, einiger Bundesratsparteien und verschiedener Internetshops. Ihre Webseiten werden von Google schlechter bewertet, wenn sie nichts unternehmen.



Wenn wir auf Google etwas suchen, dann versucht uns der Internet-Riese das bestmögliche Resultat zu präsentieren. Die weltweit grösste Suchmaschine durchsucht das Internet anhand verschiedener Algorithmen, die ständig verfeinert und justiert werden. Der User soll das Gefühl erhalten: Wenn ich hier suche, dann finde ich auch das Richtige. Damit Google Gewinn macht, muss es die User möglichst stark an das eigene Angebot koppeln.

Der User merkt normalerweise nicht, wenn diese Algorithmen verändert werden. Ab Dienstag werden die Google-Nutzer jedoch hautnah miterleben können, wie der Suchmaschinen-Riese entscheidet, was wir finden sollen – und was nicht. Webseiten, die für die Ansicht auf dem Smartphone nicht optimiert sind, sollen künftig in den Suchresultaten schlechter bewertet werden und landen damit in der Resultateliste weiter unten. Mit dieser radikalen Änderung will sich Google dem digitalen Trend stellen: Die Konsumenten besuchen je länger je häufiger Webseiten mit dem Smartphone.

Google will damit dem selbsterklärten Ziel, dem User die besten Internetinhalte weiterzugeben, näher kommen. Der Gedanke hinter der Änderung ist: Eine Webseite ist wertlos, wenn sie auf dem Smartphone unzureichend oder unlesbar dargestellt wird. 

Diese Schweizer Webseiten sind betroffen

Viele Webseiten, die vor allem über Suchmaschinen-Treffer besucht werden, dürften deshalb ab kommender Woche einen markanten Einbruch in den Besucherzahlen vermelden müssen. In der Schweiz sind namhafte Webseiten darunter. So verfehlen etwa die Webseiten von Bund, FDP, CVP, Migros LeShop sowie Denner die von Google aufgestellten Kritierien, um «mobile friendly» zu sein – und somit in der Suchresultateliste besser bewertet zu werden.

Google hat Webseitenbetreibern ein Tool zur Verfügung gestellt, mit dem getestet werden kann, ob eine Webseite «mobile friendly» ist und so von der Algorithmus-Änderung profitiert. Dieses untersucht die Webseite, ob folgende Faktoren eingehalten werden:

Diese vier Punkte sind jedoch nur ein kleiner Teil einer grossen Faktorenkiste. Die Webseiten SingleGrain und Backlink veröffentlichten eine Grafik, die einen Teil der 200 Faktoren erklärt. 

Blocher war für Google ein «jämmerlicher Waschlappen»

Google selbst hält seine Algorithmen-Faktoren streng geheim. Dies aus gutem Grund: Wer sie kennt und seine Webseite dementsprechend umsetzt, kann leicht falsche Informationen verbreiten oder anderen Personen schaden. Bekannteste Beispiele einer solchen Algorithmus-Manipulation sind die sogenannten Google-Bomben. 

Die Suchmaschine achtete früher verstärkt darauf, welche Webseiten andere Webseiten verlinken, um die Rangierung in den Suchresultaten feststellen zu können. Bei diesem Vorgehen spielte der Linktext eine wichtige Rolle: Wenn eine stark besuchte Webseite eine unbekannte Seite mit dem Stichwort «Versagen» verlinkte, dann erschien die weniger bekannte Webseite unter den Resultaten bei der Suche nach dem Stichwort «Versagen». Durch die gezielte Verlinkung mit einem bestimmten Begriff konnte man früher einer Person gewisse Eigenschaften zusprechen.

Bekanntestes Opfer war 2003 der damalige US-Präsident George W. Bush. Seine Gegner sprachen sich ab und verlinkten in ihren Weblogs und Webseiten den offiziellen biografischen Text über Bush mit dem Stichwort «miserable failure» (erbärmlicher Versager). Die Google-Suche listete wenig später Bushs Seite als Top-Hit für ebendiese Suchbegriffe. Auch der Schweizer Politiker Christoph Blocher wurde Opfer einer solchen Attacke: Bei ihm führte die Google-Suche nach dem Stichwort «jämmerlicher Waschlappen» auf seine bundesrätliche Webseite.

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