Griechenland
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«Ja zu Griechenland, ja zum Euro»: Die Parole der Befürworter bringt es auf den Punkt. Bild: EPA/ANA-MPA

Griechenland vor der Schicksals-Abstimmung: Warum ein Ja der richtige Entscheid ist

Die Griechen stimmen am Sonntag über ihre Zukunft ab. Ein Ja ist das wahrscheinliche Ergebnis. Es ist ihre letzte Chance, innerhalb der Eurozone wieder auf die Beine zu kommen. 



In der Griechenland-Krise kann man leicht die Orientierung verlieren. Selbst ein Ökonom wie Hans-Werner Sinn ist davor nicht gefeit. Bei ZDF-Polit-Talkerin Maybrit Illner begründete er am Donnerstag «in Edmund-Stoiber-Style» (Die Welt), warum es nichts bringe, den Griechen alle Schulden zu erlassen: «Das ist also das berühmte Fass in dem Boden, äh, äh, äh, das Loch im Fass, das Fass, das man überhaupt nicht füllen kann, egal, was man da reinsteckt.» 

So konfus er in diesem Moment redete, in der Sache ist Hans-Werner Sinn glasklar. Er kennt nur eine Lösung für die endlose griechische Tragödie: Den Grexit, den Austritt aus der Eurozone. Seit Monaten propagiert ihn der Leiter des Münchner Forschungsinstituts Ifo gebetsmühlenartig auf allen medialen Kanälen, so auch bei Maybrit Illner: «Nur eine Abwertung einer eigenen Währung wäre die Chance.» So könnte das Land wieder wettbewerbsfähig werden und vielleicht in zehn Jahren wieder dem Euro beitreten, stellte der Mann mit dem markanten Kinnbart in Aussicht.

epa04794757 The president of the Ifo Institute for Economic Research Hans-Werner Sinn speaks during the institute's annual meeting in Munich, Germany, 12 June 2015.  EPA/SVEN HOPPE

Hans-Werner Sinn ist für den Grexit. Bild: EPA/DPA

Der Grexit scheint näher denn je. Faktisch ist Griechenland pleite, seit die Regierung diese Woche eine Zahlung von 1,5 Milliarden Euro nicht an den Internationalen Währungsfonds (IWF) überwiesen hat. Auch die Schliessung der Banken und die Beschränkung der Geldbezüge auf 60 Euro pro Tag sind Anzeichen dafür, dass Griechenland am Rande des Abgrunds steht. 

«Wir können nicht zulassen, dass ein Land mitten in Europa verelendet.»

Sigmar Gabriel

Nun stimmen die Griechen am Sonntag über die Zukunft ihres Landes ab. Auch wenn es bei dem umstrittenen, im Hauruck-Verfahren anberaumten Referendum «nur» um Sparvorschläge der Gläubiger geht, die eigentlich gar nicht mehr aktuell sind; auch wenn es die Regierung von Alexis Tsipras vehement bestreitet: Für die meisten Menschen im schwer geprüften Hellas läuft die Abstimmung auf eine simple Frage hinaus: Euro oder Drachme?

Drei Viertel wollen Euro behalten

Der Ausgang ist absehbar. Zwar zeigen die Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch das hat nichts zu sagen. Viel wichtiger sind andere Erhebungen, wonach rund drei Viertel der Befragten am Euro festhalten wollen. Dieser Befund gibt die Richtung vor: Die Griechen werden Ja sagen. Davon geht auch watson-Reporterin Rafaela Roth aus, die dem Land in Athen den Puls fühlt: «Die Menschen haben grosse Angst vor einem Austritt aus der EU. Sie wollen nicht, dass ihr Land zum Spielball Russlands wird.» Auch der Mittelstand, dem es noch relativ gut gehe, sei für ein Ja.

ATHENS, GREECE - JULY 2:   A poster depicting German Finance Minister Wolfgang Schauble reads

Das Nein-Lager wirbt mit dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble: «Fünf Jahre hat er uns ausgesaugt, jetzt sagen wir nein zu ihm.» Bild: Getty Images Europe

In diesem Fall wird Griechenland zumindest vorläufig in der Eurozone verbleiben. Zu diesem Szenario wurde Hans-Werner Sinn von Maybrit Illner leider nicht befragt. Erst kürzlich zeichnete er ein rosiges Bild des von ihm bevorzugten Grexit, wie die NZZ berichtete. Die Rückkehr zur Drachme könne an einem Wochenende bewerkstelligt werden, indem man per Dekret in allen inländischen Verträgen das Euro-Zeichen durch die Drachme ersetze. Eine Abwertung um 50 Prozent würde Griechenland für Touristen und Investoren attraktiver machen.

Aus der Sicht eines Schreibtisch-Ökonomen machen Sinns Ausführungen vielleicht Sinn. Ganz anders beurteilt das britische Wirtschaftsmagazin «The Economist» die Folgen eines Grexit: «Der Austritt aus dem Euro wäre für Griechenland desaströs, nicht zuletzt weil geringfügige Gewinne aus Staatspleite und Abwertung durch die politische und wirtschaftliche Instabilität übertroffen würden.» Auch der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel machte sich in einem Interview mit der «WirtschaftsWoche» keine Illusionen: «Selbst wenn die Griechen aus dem Euro austräten, würden die Hilfsprogramme doch nicht enden. Wir können nicht zulassen, dass ein Land mitten in Europa verelendet.»

«Gigantische politische Kosten»

Ob ein Nein am Sonntag zum Euro-Austritt führen würde, ist umstritten. Angesichts der gähnend leeren Kassen ist dieses Szenario wahrscheinlich. Zumindest könnte die Regierung versuchen, eine Art Parallelwährung zum Euro einzuführen. Die Konsequenzen sind umstritten, eines aber steht für Sigmar Gabriel fest: «Ein Grexit würde gigantische politische Kosten verursachen. Europa würde seinen Aggregatzustand verändern – von fest zu flüssig.»

epa04823299 A picture dated 15 January 2015 shows Euro and Drachme bills and coins. Greece is imposing capital controls and ordering the closure of banks, Prime Minister Alexis Tsipras said 28 June 2015, as Athens scrambles to avert the collapse of the country's financial system. June 30 is the day Greece must make a debt repayment of 1.6 billion euros (1.7 billion dollars) to the IMF, raising the spectre of a default and exit from the eurozone if the payment is missed.  EPA/ROLAND SCHLAGER

Euro oder Drachme? Für viele ist das die Schicksalsfrage am Sonntag. Bild: EPA/APA

Nicht nur aus diesem Grund ist ein Ja sinnvoll. Es ermöglicht einen Neuanfang nach einer fünfjährigen desaströsen Sparpolitik, die das Bruttoinlandsprodukt um 25 Prozent schrumpfen und die Arbeitslosigkeit auf 30 Prozent ansteigen liess. Die Menschen verdienen weniger und müssen dem Staat mehr abliefern, was viele zur Verzweiflung treibt. 

Sigmar Gabriel, Jean-Claude Juncker und andere haben die Griechen zu einem Ja aufgefordert. Wenn dies geschieht, müssen sie liefern. Anzeichen für ein Umdenken von Seiten der Gläubiger sind vorhanden. Sogar die eiserne Sparkanzlerin Angela Merkel will Griechenland angeblich weit entgegen kommen, mit einem dritten Hilfspaket, Investitionen von 35 Milliarden Euro und einer teilweisen Umschuldung. Eine solche wäre auch bei einem Grexit unvermeidlich, das bestreitet nicht einmal Hans-Werner Sinn.

Für diesen Sirtaki braucht es allerdings zwei. Auch die griechische Regierung muss ihren Teil zu einer besseren Lösung beitragen. Ob die linksradikale Syriza dazu bereit ist? Finanzminister Yannis Varoufakis hat bei einem Ja seinen Rücktritt angekündigt. Ministerpräsident Alexis Tsipras allerdings sendet zweideutige Signale. Am besten für Griechenland wäre wohl der Wechsel zu einer breit abgestützen Regierung der nationalen Einheit. 

Steuereintreiber gefeuert

Sie müsste den Willen zu echten Strukturreformen aufbringen. Daran hat es auch in den letzten Krisenjahren gehapert. Zu lange hat das Land über seine Verhältnisse gelebt und korrupte Zustände als Normalfall hingenommen. So besass Griechenland bis zum Ausbruch der Krise keine funktionierende Steuerbehörde. Es ist kein gutes Zeichen, dass die konservativen Vorgänger der Syriza-Regierung vor einem Jahr den obersten Steuereintreiber Charis Theocharis gefeuert haben – nicht weil er seinen Job schlecht, sondern weil er ihn zu gut gemacht hat.

Theocharis ist heute Abgeordneter von Potami, einer linksliberalen, proeuropäischen Partei, die bei den Parlamentswahlen im Januar auf Anhieb sechs Prozent erzielte. Sie wäre zur Mitarbeit in einer Einheitsregierung bereit. Noch ist Griechenland nicht verloren, das zeigt auch der beeindruckende Zusammenhalt, den die Krise in der Bevölkerung erzeugt hat. 

Ein Ja wäre die wohl letzte Chance, innerhalb der Eurozone wieder auf die Beine zu kommen. Gelingt dies nicht, werden der Grexit und die Rückkehr zur Drachme kaum zu vermeiden sein.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Max Heiri 05.07.2015 20:31
    Highlight Highlight Unüberlegtes Resultat der Griechen. Letztes Jahr 100'000 neue Jobs mit einem Wirtschaftswachstum von 0.8% geschafft. Jetzt dies doof abgewürgt..
  • Ikarus 05.07.2015 17:37
    Highlight Highlight Wie soll ein ja ein neuanfang ermöglichen? Vielmehr ist es ein nein das den neuanfang ermöglicht. Varoufakis hat valve zu dem gemacht was es heute ist, ihm mangelndes wissen vorzuwerfen zeigt nur sein eigenes unwissen auf. Seid mutig griechen und stimmt für ein nein..
  • Metalhat 05.07.2015 16:29
    Highlight Highlight Was bringt den Griechen ein Ja?
    Weniger Sanktionen durch die EU, dafür aber eine quasi Fremdverwaltung durch die Gläubiger die nur ihr Geld wollen.
    Was bringt ein Nein?
    Die Griechen können über sich selbst bestimmen und mit dem sehr fähigen Ökonomen Varoufakis ihre Schulden langsam aber sicher abbauen.
    Either way, Griechenland kann nicht so einfach aus dem € austreten, und niemand will das, durch einen Grexit wäre nicht nur GR in der Krise sondern ganz EU & CH weil der € seine Glaubwürdigkeit verliert.
    Es wird auch unabhängig vom Ergebnis ein neues Investitionspaket nötig sein das strukturellen Aufbau bringt.
    • G. Schmidt 05.07.2015 19:13
      Highlight Highlight Welche Sanktionen?
      Wie sollen die Griechen selber über die Schulden bestimmen, wenn es noch die Gläubiger gibt?
      Varoufakis ist ein ausgezeichneter Spieltheoretiker, dass hat man bei den Verhandlungen gesehen. Aber ich zweifle an seinem Wissen über die Zusammenhänge im Finanzmarkt und Devisenhandel.
      Investitionen müssen sich lohnen, alles andere ist Geldverschwendung. Ohne Rechtssicherheit für Investitionen wird kein Cent nach Griechenland fliessen!
  • Zeit_Genosse 05.07.2015 13:44
    Highlight Highlight Wie auch entschieden wird, Griechenland braucht eine neue Regierung und frische Köpfe. Auch bei der EU sollte der Kreis der griesgrämigen Krisenprofiteure um neue Köpfe erweitert werden. Wenn die EU das nicht schafft, was macht sie dann bei grösseren Problemen? Der Osten und Westen schaut zu und rüttelt am EU-Gebäude mit lachendem und freundlich einladendem Gesicht. Es geht um mehr als die Griechen, um die Akzeptanz der EU (nach aussen) und um deren Solidaritätspakt (nach innen). Und wer sich in der Schweiz zurücklehnt und glaubt, das geht mich nichts an, hat nicht verstanden, dass unser Wohl am Wohl der EU hängt. So hoffen wir in altruistischem Egoismus, dass es die EU mit den Griechen packen, der EUro an Wert gewinnt und der Franken dazu sich abschwächt. Unser Verhältnis zur EU soll freundlich und selbstbestimmt sein, damit unsere kleinen Problemchen es auf die Traktandenliste der EU schaffen und damit Wohlfahrt und Wohlstand in der Schweiz sichergestellt bleiben. Also geht es bei den Griechen auch um die Schweiz!
    • kettcar #lina4weindoch 05.07.2015 16:06
      Highlight Highlight Die Griechen haben bereits neue Köpfe. Was möchten Sie? Wieder die ND oder Pasok die das ganze angerichtet haben und noch jetzt in der Administration dafür sorgen, dass alles beim Alten bleibt? Oder nochmals ganz neue Köpfe wie die Goldene Morgenröte? Ganz ehrlich, die Griechen haben zurzeit die beste Regierung die sie auftreiben können. Finde den Kommentar daher ein bisschen unreflektiert. Aber das ist das schöne an Meinungen, jeder darf seine haben.
    • Zeit_Genosse 06.07.2015 09:01
      Highlight Highlight Lieber kettcar
      Einer weniger. Der griechische Finanzminister (mag in seinem Fach gut sein) hat mit seinen Rocky-Rundumschlägen am Verhandlungstisch ständig nur ausgeteilt. Auch die EU könnte neue Köpfe an den Verhandlungstischen brauchen. Alle, die endgültige und drohende Phrasen raushauten, haben es jetzt schwer eine andere Position einzunehmen. Ob Tsipras der Krisenmanager ist, wird sich jetzt zeigen.

      Jeder reflektiert eben anders und ist, wenn er eine andere Meinung vertritt, deshalb nicht unreflektiert.


    • kettcar #lina4weindoch 06.07.2015 10:03
      Highlight Highlight Sie sprechen von einer neuen Regierung... daher meine Frage: Wenn möchten Sie denn an der Macht sehen? Ich sehe wenig Alternativen, die besser wären, als die momentane Regierung. Ich habe kein Problem mit anderen Meinungen, wollte daher aber wissen, wen Sie denn nun einsetzen würden. Immerhin bringt die aktuelle Regierung Bewegung in die Sache. Oder wie es Lichtenberg sagte: "Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll"
  • thompson 04.07.2015 22:31
    Highlight Highlight meine mama wuchs in griechenland auf. als arbeitermädchen. mein grossvater war ein normaler büezer aus der schweiz. die griechen hatten schon damals nichts im griff. und mussten fachkräfte aus der neuen welt holen. meine mum war von 2 jahren wieder dort. und war schockiert ab der leben auf pump mentalität dort. mir tun die griechen sehr leid.
    schlussendlich freue ich mich aber auch. 1. die linken haben nichts im griff 2. die eu zerfleischt sich selbst 3. orthodoxe bringen auch nichts auf die reihe, ausser putin der tanzt immerhin auf der nase der eu herum.
    • tkey 04.07.2015 22:43
      Highlight Highlight unbegründet mit solchem schwachsinn um dich zu werfen
  • Roger Gruber 04.07.2015 21:52
    Highlight Highlight Erfreulich, dass die west-MSM-Gehirnwäsche immer weniger zu funktionieren scheint. Immerhin 54 % (Stand jetzt) folgen nicht dem Rat des Autors und bilden sich selber eine Meinung. Gratulation an alle selbständig Denkenden!
    • Peter 05.07.2015 11:32
      Highlight Highlight Abgerechnet wird am Schluss. Und wie "zuverlässig" solche Umfragen sind, kann man Claude Longchamp fragen.
    • Oberon 05.07.2015 11:32
      Highlight Highlight Es geht da wohl eher darum, dass die Griechen ihre schulden selber abbauen sollen. Der Pilot mit EU, EZB und IWF war nicht zielführend, da die griechische Regierung den Finger nicht aus dem Ar.. bekommt.
      Wie kann man nur so eine unfähige Regierung weiter unterstützen, die EU musste dies ja schmerzlich erleben.
  • G. Schmidt 04.07.2015 21:13
    Highlight Highlight Besten Dank für diese Analyse Herr Blunschi.
    Leider werden in den Medien oft nur die politisch-emotionalen Aspekte im Zusammenhang mit der Währungsproblematik aufgezeigt. Ihr Artikel zeigt, dass es auch anders geht.
    Hoffen wir nun, dass sich Griechenland für eine Zukunft im Euroraum entscheidet. Ein Grexit hätte katastrophale Folgen für die griechische Wirtschaft und würde die sozialen Probleme weiter massiv verschärfen.

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