Fussball
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Praesident Bernhard Burgener, rechts, und Cheftrainer Marcel Koller, links, sprechen an einer Medienkonferenz des FC Basel 1893 in Basel am Dienstag, 18. Juni 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die FCB-Führung steht voll hinter Marcel Koller. Bild: KEYSTONE

«Koller zu keinem Zeitpunkt freigestellt» – die 10 wichtigsten Aussagen der FCB-Bosse

Nach turbulenten Tagen mit dem Rücktritt von Marco Streller als Sportchef will FCB-Präsident Bernhard Burgener nichts von einer Krise wissen. Der Basel-Boss gesteht aber ein, dass er und der Klub in den letzten Tagen Fehler gemacht haben.



Der FC Basel hatte nach den Wirrungen um Trainer Marcel Koller und den zurückgetretenen Sportchef Marco Streller zu einer Pressekonferenz eingeladen. Eigentlich wollte Präsident Bernhard Burgener am Tag des ersten Trainings nach der Sommerpause vor allem voraus blicken, doch am Ende mussten die Führungsetage des einstigen Serienmeisters vor allem zu den turbulenten letzten Tagen Stellung nehmen. Das sagten die FCB-Bosse ...

... zu Kollers angeblicher Entlassung

«Zu keinem Zeitpunkt ist eine Freistellung Marcel Kollers erfolgt.»

Bernhard Burgener

«Eine Kündigung hat mir gegenüber nie jemand ausgesprochen. Ich habe nach der Besprechung mit dem Team nach der Saison einige persönliche Dinge aus meinem Büro geholt und bin in die Ferien gefahren.

Ich leide nicht. Ich wusste, der Verein würde sich melden. Es kam dann ein Telefon und wir haben miteinander geredet. Und jetzt sitze ich hier. Aber es lief sicher nicht alles optimal.»

Marcel Koller

Praesident Bernhard Burgener spricht an einer Medienkonferenz des FC Basel 1893 in Basel, am Dienstag, 18. Juni 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Burgener wird von den anwesenden Journalisten in die Mangel genommen. Bild: KEYSTONE

... über das Wort «Krise»:

«Es ist keine Krise. Es ist nicht einfach eine Krise, wenn jemand zurücktritt. Es läuft alles.»

Bernhard Burgener

... warum überhaupt über den Trainer diskutiert wurde:

«Ich erwarte von unserer sportlichen Leitung, dass man potenzielle Trainerkandidaten in der Hinterhand hat, falls uns der Trainer weggekauft werden sollte. Das ist bei anderen Klubs immer wieder vorgekommen. So viel zur Diskussion unsererseits mit anderen Trainerkandidaten. Dass wir nicht kommuniziert haben, hat einen klaren Grund: Wir hatten keinen Grund. Marcel Koller hat einen bestehenden Vertrag und daran hat sich nichts geändert.»

Bernhard Burgener

... zum geleakten SMS:

«Wir wissen, dass ein SMS an ein Medium gegangen ist. Und wir wissen, dass dieses SMS bei diesem Medium nach elf Minuten veröffentlicht wurde. Streller hat mir kurz danach geschrieben, er verstehe das nicht. Er hatte die SMS an einige wenige Spieler verschickt. Dass die Medien das veröffentlichen, dafür habe ich absolutes Verständnis. Das müssen wir aufarbeiten, da haben wir ein Problem, wenn solche Interna nach aussen dringen.»

Bernhard Burgener

... zum Interview im «Sonntagsblick»

«Die NZZ und Radio Basilisk hatten mich nach der letzten Medienmitteilung auch um ein Interview gebeten, da habe ich abgesagt, das tut mir auch leid. Ich habe dann am Freitagnachmittag die Presse angeschaut. Ich habe in meiner Vergangenheit gleichzeitig noch nie so viele Whatsapp-Nachrichten und Mails bekommen mit Aufrufen, mich zu Wort zu melden. Es ist ja auch vieles und viel Falsches geschrieben worden. Also bin ich dann doch hingegangen und habe das Interview im «Blick» gegeben. Aber es war kein Fehler. Wir hätten vielleicht eine umgehende Pressekonferenz einberufen sollen. Das war zeitlich aber nicht möglich.»

Bernhard Burgener

Bild

Schlechte Kommunikation: Statt mit allen Medien sprach Burgener nur mit dem «Blick». bild: blick

... zu den gezogenen Lehren:

«Wir haben Fehler gemacht. Wir gingen davon aus, dass interne Informationen diskret behandelt werden. Ich wünsche mir einfach, dass wir eine bessere Zusammenarbeit mit Ihnen, also den Medien, erreichen.»

Bernhard Burgener

... über Strellers Rücktritt:

«Marco Streller ist als Sportchef zurückgetreten. Er ist immer noch im Verwaltungsrat und ein wichtiger Mann für uns. Er bleibt dem Verein enthalten.»

Bernhard Burgener

ARCHIVBILD ZUM RUECKTRITT VON MARCO STRELLER ALS FCB - SPORTCHEF -- Der Sportchef des FC Basel, Marco Streller gibt ein TV Interview vor dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League, des FC Basel gegen den FC Luzern, am Mittwoch, 26. September 2018, im Stadion St. Jakob-Park  in Basel. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Marco Streller ist als Sportchef zurückgetreten – die Gründe dafür bleiben im Dunkeln. Bild: KEYSTONE

... zum Posten des Sportchefs:

«Es wird einen neuen Sportchef geben, so viel kann ich sagen. Zur Zeit ist Roland Heri Leiter einer Task Force, in der auch Remo Gaugler und andere Mitarbeitende mitwirken.»

Bernhard Burgener

... zur neuen Saison:

«Ich bin schon lange im Geschäft. Ich freue mich riesig auf die neue Saison. Der FCB ist ein geiler Verein! Wir haben ein tolles Stadion sowie wunderbare Fans. Aufzuhören war für mich nie ein Thema.»

Marcel Koller

(abu/pre)

Die wichtigsten Transfers des Sommers 2019

Super League

Das verlorene Wunderkind – Guillemenot will in St.Gallen endlich durchstarten

Link zum Artikel

Der Videobeweis kommt auch in der Super League – die Frage ist nur wann und wie

Link zum Artikel

Dieser Mann hat den FCB mit seinem indischen Partnerteam verkuppelt

Link zum Artikel

So viele Schweizer Klubs hätte Liverpool statt Shaqiri kaufen können

Link zum Artikel

Die schöne Geschichte, warum ManCity-Star Walker einem verletzten Aarau-Spieler schrieb

Link zum Artikel

Mit diesem Trio tauscht das SRF seine Fussball-Experten Sermeter und Eggimann aus

Link zum Artikel

Feuer im Dach beim Rekordmeister – haben die Grasshoppers den Ernst der Lage erkannt?

Link zum Artikel

So wird der FCB-Präsi (das B steht für Bollywood) in Basel ausgelacht

Link zum Artikel

GC-Trainer liess sich angeblich von den Eltern junger Talente schmieren

Link zum Artikel

Die Entlassung von Trainer Weiler ist erst der Anfang – da kommt noch mehr in Luzern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

27
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dho 18.06.2019 20:12
    Highlight Highlight Wir sind Zeugen des FCB - Groundings.

    Ich schreibe es gerne noch einmal: Brunner, oder wie der Typ heisst, ist beinahe am Ziel - die Firma FCB ist beinahe ausgehöhlt. Das hat mit Sport nichts, mit Betriebswirtschaft aber viel zu tun.

    In spätestens 2 Jahren wird Gigi Oeri den Klub zusammen mit Heusler & Co. für einen symbolischen Betrag wieder übernehmen.
  • Switch_on 18.06.2019 16:12
    Highlight Highlight Gewisse Kommentare von "sogenannten FCB-Fans" erstaunen mich schon etwas....

    Man wird zweimal Zweiter und schon wird rumgeheult. Das finde ich unglaublich.
    Dass sich die Fussballfans aus der restlichen Schweiz freuen, dass Basel zweimal nicht Meister wurden ist verständlich.

    In den letzten 18 Saisons wurde der FCB:
    12 x Meister
    5 x Zweiter
    1 x Dritter

    Und nur weil man zwei mal nicht Meister wird ein riesen Geheule.
    Ich bin auch kein Fan von BB, aber anscheinend haben gewisse "Fans" die Realität aus den Augen verloren. Euch tut es am besten wenn der FCB mal nicht gewinnt.
    • Snowy 18.06.2019 21:37
      Highlight Highlight Da bin ich absolut bei Dir.

      Trotzdem kann ich diesen Burgener nicht ausstehen. Nicht weil wir „nur“ Zweiter wurden, sondern weil er vieles was Heusler/Heitz/Oeri aufgebaut haben, gerade an die Wand fährt,
  • Joe Smith 18.06.2019 16:08
    Highlight Highlight Als Basel unangefochtener Dauerschweizermeister war, klönten alle über die Langeweile im Schweizer Fussball. Jetzt hat Basel diese Dominanz aufgegeben, und es ist auch wieder nicht recht.
  • Switch_on 18.06.2019 16:03
    Highlight Highlight Es wird vieles hier auch aufgebauscht. Aber aus meiner Sicht gibt es zwei Probleme:

    1. Offensichtlich werden Internas sehr schnell nach aussen getragen. Dies ist zu unterbinden.

    2. Burgener. Auch ein neuer Sportchef wird diese nicht umsetzbaren Vorgaben erfüllen können.
    • Coffey 18.06.2019 16:33
      Highlight Highlight Hä? Wie kann er die Vorgaben erfüllen, wenn sie „nicht umsetzbar“ sind?
    • Switch_on 18.06.2019 16:43
      Highlight Highlight Entschuldige, dass sollte natürlich "nicht erfüllen" heissen.
  • #Technium# 18.06.2019 15:48
    Highlight Highlight Ganz schwach, wie sich Burgener feige rausgeredet hat. Diese Vereinsleitung ist einfach nur noch armselig und verlogen. Vermutlich waren alle besoffen, als sie Burgener erneut zum Präsi gewählt haben. Anders kann ich dies mir nicht erklären.
  • Passierschein A38 18.06.2019 15:42
    Highlight Highlight Zusammenfassung der PK:

    Wir sagen nichts und tun so, als wär nichts gewesen.
  • Snowy 18.06.2019 14:46
    Highlight Highlight Noch immer drückt sich Burgener um ein klares Statement.

    Es ist offensichtlich, dass Streller gehen musste weil er Rahmen wollte, Burgener aber nicht.

    Warum kann Burgener nicht dazu stehen?

    • Switch_on 18.06.2019 15:55
      Highlight Highlight Hast du Infos die wir nicht haben?
      Spieler beim FCB?
      Hast du die Internas ausgeplaudert?
      Oder machst du dich nur wichtig?
    • Rafael Wyder 18.06.2019 18:04
      Highlight Highlight @switch_on: Fakt ist, dass mit Rahmen verhandelt wurde. Das hat Aarau ja bestätigt. Ich denke soweit hergeholt sind die Vermutungen also nicht.
    • Switch_on 18.06.2019 22:19
      Highlight Highlight Ja mit Rahmen wurde verhandlet, aber warum muss das der Grund gewesen sein?

      Laut der SMS die nach aussen gedrungen ist gab es mehrere Gründe.
  • Nelson Muntz 18.06.2019 13:37
    Highlight Highlight Wie man einen Vorzeigeverein möglichst effizient an die Wand fährt, erfahren die Basler bei ihrem grossem Vorbild: GC.
    • Helios 18.06.2019 14:01
      Highlight Highlight GC: how to fahre a Fuessballklub an the wand.

      FCB: hold my beer.
    • Masche 18.06.2019 15:11
      Highlight Highlight Vorbild GC? Eher Wunschtraum als Realität.
    • Switch_on 18.06.2019 16:04
      Highlight Highlight @Nelson: Bist du YB oder Zürich Fan?
  • Marshawn 18.06.2019 13:17
    Highlight Highlight FC CHollywood
  • goschi 18.06.2019 13:03
    Highlight Highlight Jetzt habe ich beim letzten Punkt "zum neuen Sion" gelesen 😂😂
    Würde auch passen.
  • Max Müsterlein 18.06.2019 13:00
    Highlight Highlight Streller war nur der zweitbeste Mann von YB. Hoffentlich bleibt Burgener noch lange Präsident.
    • Shabaqa 18.06.2019 15:31
      Highlight Highlight Soll heissen, YB brauchte Streller und Burgener, um Meister zu werden?
    • Switch_on 18.06.2019 15:57
      Highlight Highlight Ich finde solche Aussagen machen die gute Leistung von YB in den letzten zwei Jahren einfach schlecht.

      Ich glaube YB wäre in der Form auch zweimal Meister geworden, wenn Heusler, Heitz und Fischer geblieben wären.

      Denn sie spielten einfach gut.
    • Max Müsterlein 18.06.2019 16:05
      Highlight Highlight Die aktuelle Führungsschwäche hat YB natürlich in die Karten gespielt.

      Allerdings wurde in Bern nach dem Sigidrama äusserst seriöse und gute Arbeit (danke Wuschu) geleistet. Spätestens ab der Rückrunde 16/17 wurde der Abstand zum FCB kleiner.

      Ob in der Ära Heusler die beiden letzten Meisterschaften mit grossem Vorsprung nach Bern gegangen wären, darüber kann nur spekuliert werden.
  • Bananciaga 18.06.2019 12:57
    Highlight Highlight [...] Ich wünsche mir einfach, dass wir eine bessere Zusammenarbeit mit Ihnen, also den Medien, erreichen [...]

    Haha, Dreamer, you dream du.
  • Kunibert der fiese 18.06.2019 12:50
    Highlight Highlight Schon lustig, wie schnell man ein erflogreiches konstrut kaputt machen kann.
    • Carlo Ranoldi 18.06.2019 13:13
      Highlight Highlight Streiche "lustig" und ersetze es mit "traurig".
    • Murspi 18.06.2019 13:35
      Highlight Highlight Im Gegenzug braucht es Jahre, um etwas glechwertiges aufzubauen.

«Mache mir Sorgen» – das sagt Liga-Chef Schäfer zur Lage des Schweizer Fussballs

Der Schweizer Fussball stürzt im UEFA-Ranking ab und verpasst die grossen Geldtöpfe der internationalen Wettbewerbe. Der Schweizer Fussball hat ein Gewaltproblem und einen antiquierten Modus. Oder wie beurteilt der Liga-Chef Claudius Schäfer die Situation?

Der Spruch hat das Potenzial zum Running Gag. Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League, sitzt in seinem Büro in Muri bei Bern und sagt: «Wenn wir über Sicherheit reden, gehe ich gleich wieder raus.» Von wegen! Schäfer ist bewusst: Kein Interview, ohne dass er mit Fragen zu Gewalt in den Stadien konfrontiert wird – leider.

Der Schweizer Klubfussball ist im UEFA-Ranking auf Platz 17 abgerutscht. Machen Sie sich Sorgen?Claudius Schäfer: Und wie! Das ist eines unserer Kernthemen. Das …

Artikel lesen
Link zum Artikel