Syrien
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Mindestens 40 Dschihadisten bei Raketenangriff in Idlib getötet



Bei einem Raketenangriff auf ein Treffen von Islamisten in Syrien sind nach Angaben von Rebellen und Beobachtern mindestens 40 Personen getötet worden. Der Angriff habe sich nördlich von Idlib zwischen den Ortschaften Kafaria und Maarat ereignet.

This photo released Wednesday, Aug. 28, 2019 by the opposition Syrian Civil Defense rescue group, also known as White Helmets, which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, shows a man looks at burning cars after airstrikes hit the northern town of Maaret al-Numan, in Idlib province, Syria. Idlib is the Syrian opposition's final stronghold. The opposition Syrian Civil Defense group of first responders said airstrikes on Maaret al-Numan on Wednesday killed 12 people and wounded 34. (Syrian Civil Defense White Helmets via AP)

in Idlib kommt es immer wieder zu Gefechten, da es die letzte Rebellenhochburg in Syrien ist. Bild: AP

Dies teilte unter anderem die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Grossbritannien am Samstag mit. Für den Angriff seien die USA verantwortlich, hiess es.

Das US-Zentralkommando bestätigte den Angriff. US-Kräfte hätten einen Schlag gegen Al-Kaida in Syrien nördlich von Idlib ausgeführt, hiess es in einer Mitteilung. Die Operation habe auf Anführer der Gruppe gezielt, die für Angriffe verantwortlich seien, die US-Bürger, Verbündete und Zivilisten bedrohten.

Letzte grosse Bastion

Aus Rebellenkreisen in Idlib hiess es, Kampfflugzeuge hätten sieben Raketen abgefeuert. Die Explosionen seien weit in der Region zu hören gewesen. Bei dem Angriff seien unter anderem zwei hochrangige Kommandanten der Dschihadistenmiliz Hurras al-Din (Hüter der Religion) getötet worden. Die Gruppe hatte dem Terrornetzwerk Al-Kaida die Treue geschworen.

Die Region um Idlib im Nordwesten Syriens ist das letzte grosse Gebiet in dem Bürgerkriegsland, die noch grösstenteils unter Kontrolle von Aufständischen steht. Überwiegend islamistische Milizen, die unter anderem Al-Kaida nahestehen, kontrollieren das Gebiet. Nach Schätzungen leben rund drei Millionen Menschen in der Gegend. Die syrische Armee geht - mit russischer Unterstützung – seit April mit einer Offensive gegen die Rebellen in der Provinz vor. Die USA, die mit den Kurden im Norden des Landes verbündet sind, waren massgeblich am Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien beteiligt.

Am Freitag hatte die syrische Regierung eine einseitige Waffenruhe für die von Rebellen kontrollierte Provinz Idlib ausgerufen. «Terroristen» seien davon allerdings ausgenommen, sagte das syrische Militär. (mim/sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Basti Spiesser 01.09.2019 13:21
    Highlight Highlight Schon lustig dass US-Angriffe meistens positiv gewertet und zelebriert werden, russische und syrische Angriffe aber oft verteufelt, obwohl es irgendwie gegen den gleichen Feind geht.
    • DemonCore 01.09.2019 13:50
      Highlight Highlight ... nur dass es eben nicht "irgendwie" gegen den gleichen Feind geht. Die westliche Allianz (schliesst UK und Frankreich ein) bekämpft lediglich die Islamisten und teilweise Assad's Kräfte. Assad bekämpft vor allem die säkulare und demokratische Opposition und hat 2011 überhaupt die ganzen Islamisten aus dem Gefängnis gelassen.
    • Basti Spiesser 02.09.2019 15:41
      Highlight Highlight Genau und darum feiern die Syrier ihre Armee und den Präsidenten für die Befreiung der Städte durch die vom Westen unterstützten Islamisten. Ihr sollten euch zu diesem Thema echt nicht nur in den hiesigen Medien informieren. Fragt doch mal ein paar Syrier vor Ort. Über Facebook, Twitter oder Instagram sind die Kontakte leicht herzustellen. Fragt die Menschen vor Ort wie es Ihnen geht und wen sie unterstützen...
  • DemonCore 01.09.2019 13:07
    Highlight Highlight Finde ich gut. Keinen Fuss breit dem Islamismus.
  • ItsMee 01.09.2019 11:44
    Highlight Highlight "Letzte grosse Bastion"
    sowas liest man seit Jahren immer wieder ... hoffen wir, dass die wirklich nicht mehr viele leute haben
  • Zappenduster 01.09.2019 11:14
    Highlight Highlight Um das hier mal klar zu stellen (Ich befürchte sein Friedenstaube gelaber wird auch von unseren lieben Mitbürgern abgekauft):

    Drohnenangriffe sind unter Trump intensiviert worden, je nach Quelle bis zu über 400%! Hinzu kommt das Trump, im Gegensatz zu Obama, das Reporting über diese Einsätze minimiert hat, so werden Zivileopfer von Drohnenangriffen zb. nicht mehr kommuniziert.

    Glaubt diesem Rattenfänger kein Wort! Informiert euch! Google hilft bei der Suche nach der Quelle des Vertrauens.
  • Dong 01.09.2019 10:47
    Highlight Highlight In Idlib tritt gerade auch ein Wagfenstillstandsabkommen in Kraft, da ist dieser Angriff sicher als Signal an die Jihadisten zu verstehen.
    Hoffentlich ist das Signal „Ihr habt keine Rückendeckung (mehr!) aus Washington„, aber das wäre fast zu schön um wahr zu sein.
  • Imfall 01.09.2019 08:34
    Highlight Highlight moment jetzt... drohnen obama ist doch nicht mehr an der macht! 🤯🥺😵😱


    trump fans müssen jetzt ganz stark sein!!!
    • Hexentanz 01.09.2019 11:24
      Highlight Highlight Naja es sind ja nicht Drohnenschläge im Krieg von Syrien gegen die Opposition, sondern Drohnenschläge gegen Al Kaida. Das sind 2 verschiedene Dinge, auch wenn es komisch klingt.

      Was erwartest du, wenn du das WTC zum Einsturz bringst? Das Central Com mit CIA und Militär wird da auch in 5 Jahren noch Drohnen Angriffe machen, falls Al Kaida dann noch besteht.

      Ist einfach US policy, dass jeder der US Bürger tötet gejagt wird bis zum Ende der Welt. Ich meine das als Fakt, nicht als Befürwortung oder Ablehnung :)

      The Eagle is hunting
    • Peter Mü 01.09.2019 13:22
      Highlight Highlight Die Hinterleute sind immer noch die gleichen. Es wurde nur die Marionette getauscht. Und Medial als schlechter Mensch aufgebaut, damit Bielstein & Co. KG AG besser weitermauscheln können.
    • Basti Spiesser 01.09.2019 13:39
      Highlight Highlight @tingeltangel ist den keiner gelaufen?

Vormarsch der Dschihadisten

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