Interview
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Hat wieder gut lachen: Seit Marcel Koller FCB-Trainer ist, blüht Fabian Frei im zentralen Mittelfeld regelrecht auf. bild: Kenneth Na

Interview

Fabian Frei über den FCB-Trainerwechsel: «Marcel Koller hat eine Aura, die ihn umgibt»

Mittlerweile läuft es wieder bei FCB-Vizecaptain Fabian Frei. Doch nach seiner Rückkehr nach Basel tat sich der ehemalige Nationalspieler lange schwer. Im Interview spricht Frei über Zweifel seit seiner Rückkehr, zu hohe Erwartungen und Marcel Koller.

Céline Feller / bz Basel



Fabian Frei, so gut wie jetzt haben Sie seit Ihrer Rückkehr noch nie gespielt. Hat das nur damit zu tun, dass Sie endlich fix im zentralen Mittelfeld eingeplant sind?
Ja, weil das Gefühl einfach ein anderes ist. Natürlich habe ich auch in der Innenverteidigung mein Bestes gegeben. Und auch wenn man manchmal das Gefühl hatte, Raphael Wicky habe mich dazu gezwungen, dann ist das nicht so. Es hat mir eingeleuchtet und es hat auch nicht immer nur schlecht funktioniert. Aber das zentrale Mittelfeld ist meine Position. Dort spiele ich seit Ewigkeiten, dort fühle ich mich daheim, da sind die Automatismen drin. Es macht mir im Moment sehr viel Spass auf dem Platz zu stehen. Das merkt man glaube ich auch. Und das ist schon auch aufgrund des Positionswechsels so. Aber natürlich auch aufgrund der Ergebnisse und der Leistungen, die wir zeigen und holen.  

Sie haben gar zwei Tore in einer Woche geschossen, was eher ungewöhnlich ist für Sie. Sind Sie endlich angekommen in Basel?
Natürlich stellen einen solche Dinge sehr zufrieden. Das letzte halbe Jahr war nicht einfach. Dass es jetzt so läuft ist eine – Genugtuung ist das falsche Wort – aber es geht in die Richtung. Ich kann mir selber beweisen, dass ich doch nicht so schlecht bin, wie alle gemeint haben. Es stand nie zur Debatte für mich, dass ich in der Mannschaft angekommen bin und mich integriert habe. Aber wenn dann halt einer erwartet, dass ich Torschützenkönig werde, dann hätte ich ihm von Beginn an sagen können, dass das nicht passieren wird. Man muss nicht das Gefühl haben, dass Vali (Valentin Stocker, Anm.d.Red) und ich im Winter zurückkommen und den Verein zum Titel schiessen und sofort alles wunderbar funktioniert. Da fehlt schon etwas die Geduld oder auch das Wissen, was wir beide erreicht haben in der Vergangenheit. 

Basels Torschuetze Fabian Frei, rechts, freut sich ueber sein 2:0 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Sion im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 12. August 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Fabian Frei hat den Tritt beim FCB endlich wieder gefunden. Bild: KEYSTONE

Wie meinen Sie das?
Es war nicht so – bei allem Respekt vor der Liga in Dubai – dass wir fünf Jahre in der Wüste gekickt haben. Wir haben nicht rumgeplämpert. Wir waren in Deutschland, haben tatsächlich auch dort trainiert und auch nicht vergessen, wie man Fussball spielt. Wenn es einem dann trotzdem nicht läuft, dann kann das verschiedene Gründe haben. Es kann ja sein, dass es einem privat nicht so gut läuft oder dass einer auf der falschen Position spielt. Da dann immer so viel hinein zu interpretieren, ist nicht nötig. Ich verstehe, dass die Leute das tun, aber man sollte uns nicht abschreiben. Ich glaube, dass wir dieser Mannschaft noch sehr viel helfen können. 

Sie sind näher dabei das zu tun als Stocker.
Ja, es läuft mir im Moment besser als Vali. Dafür hatte ich in der Rückrunde drei Spiele, in denen ich nur auf der Bank gehockt bin und er dafür seine Leistung gebracht hat.  

Wurde vielleicht auch einfach zu viel erwartet von Ihnen zwei?
Es war schon so, dass alle dachten, wir kommen zurück und es ist alles so wie vorher und es funktioniert exakt gleich wie vor dem Weggang. Aber das ist in diesem Business nicht so. Es wurde immer sehr viel auf unsere Namen reduziert. Es ist aber auch nicht so, dass die anderen neun super Fussball gespielt hätten. Es war durchs Band nicht gut. Ich bin auf niemanden böse, vielmehr ist es ja eigentlich ein Kompliment an uns, wenn man das erwartet. Kritik muss dann aber auch immer sachlich bleiben. Als Mitspieler und als Fan will man doch das Beste für den Verein. Und das Beste für den Verein ist, wenn auch Vali bald wieder auf sein bestes Niveau kommt. Da hilft es nicht, wenn man ständig fragt, was denn los ist. Und schon gar nicht, wenn man pfeift. 

epa06953306 Basel's Fabian Frei, center, fights for the ball against Vitesse's Maikel van der Werff, left, and Vyacheslav Karavaev, right, during the UEFA Europa League third qualifying round second leg match between  FC Basel 1893 and Vitesse Arnhem, in Basel, Switzerland, 16 August 2018.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

Im Mittelfeld fühlt sich Frei am wohlsten. Bild: EPA/KEYSTONE

Sie haben die Pfiffe also auch wahrgenommen.
Ja. Wir sind keine Maschinen. Es nervt mich auch, dass man in der zweiten Halbzeit Pfiffe hört, wenn einer einen Rückpass spielt. Das verstehe ich einfach nicht. Wenn man dann nach vorne spielt und den Ball verliert, pfeifen die Leute auch. Manchmal glaube ich, man kann es einfach nicht recht machen. Man soll den Spielern einfach das Vertrauen entgegen bringen, dass wir das Beste versuchen. Das klappt eben nicht immer. Logisch ist man als Fan emotional dabei. Aber wenn sich der Unmut auf einen Spieler konzentriert, dann habe ich Mühe. 

Ist das ein Thema in der Mannschaft?
Klar. Ich weiss wie die Leute hier ticken. Aber wenn ich sehe, wie sich hinten links ein Raoul (Petretta, Anm.d.Red) und ein Blas (Riveros, Anm.d.Red) abwechseln und die dann bei einer Aktion nicht behandelt werden, wie sie sollten, dann kann ich auch mal etwas raus rufen. Das braucht es einfach nicht. Wenn einer mir etwas sagt, dann ist das okay. Ich kann damit umgehen. Aber du musst nicht einem 18-Jährigen das Gefühl geben, er habe kompletten Mist gebaut, nur weil er einen Rückpass gespielt hat. Da kann man aufs Maul hocken und es an mir auslassen. Aber auf ein, zwei Spieler einzuschiessen, ist nicht okay. 

Wenn man Sie so reden hört, merkt man, dass Sie sich Ihre Rückkehr auf verschiedene Dinge bezogen anders vorgestellt haben.
Natürlich. Ich bin der Erste, der kritisch mit mir umgeht und versucht, Gründe zu finden. Wenn jemand sagt, ich habe schlecht gespielt, kann ich damit leben. Mir aber vorzuwerfen, ich würde nicht alles geben, ist nicht in Ordnung. Das stimmt einfach nicht. Klar habe ich es mir anders  vorgestellt, aber es ist kein Wunschkonzert.  

Wenn Sie gewusst hätten, was alles auf Sie zukommt – die Spiele auf der Bank und dann die Verschiebung in die Innenverteidigung, die schlechten Resultate, die titellose Saison, die Abgänge der Leistungsträger – hätten Sie dann dennoch unterschrieben im Winter?
Wenn Sie darauf raus wollen, ob ich es bereue, dann kann ich klar sagen: Nein. Es ist absolut richtig gewesen. Ich habe auch mal gelesen, dass aus meinem Umfeld vernommen wurde, dass ich den Wechsel bereue. Aber das ist absoluter Blödsinn. Dieses Umfeld soll mir erst mal einer zeigen. Es war der richtige Entscheid – für meine Familie, sportlich, für mich als Mensch, in allen Belangen. 

#familytime👨‍👩‍👧 #daddiesgirl❤️

Ein Beitrag geteilt von Fabian Frei (@fabianfrei20) am

Mittlerweile ist der FCB auch wieder auf dem richtigen Weg. Das hat viel mit Marcel Koller zu tun. Sie haben gesagt, er habe nicht viel geändert, dennoch ist der Effekt gross. Wie erklären Sie sich das?
Ich kann das auch nicht erklären. Wenn ein Trainer kommt und grundlegend Sachen ändert, dann könnte man es darauf zurück schliessen. Natürlich geht er einige Dinge anders an als Raphi, aber es ist nicht so, dass wir komplett anderen Fussball spielen als vorher. Wir sind abgezockter und machen die Tore eher als vorher. Vieles hat auch mit dem ersten Spiel zu tun. Wenn du 4:2 gewinnst – auch wenn wir nachher noch zwei Penaltys gekriegt haben – gehst du mit einem besseren Gefühl raus als nach einem 1:0. Du kannst mehr Positives daraus ziehen. Das war ein sehr gutes Zeichen.  

Was hat sich denn geändert, dass diese Reaktion im ersten Spiel überhaupt möglich war?
Marcel Koller ist gekommen. Und er hat es geschafft, die richtigen Rädchen zu drehen – welche das auch immer gewesen sind. So hatten wir alle wieder ein besseres Gefühl und so hat das im ersten Spiel gut geklappt. Dann ist es auch kein Zufall, wenn man das zweite, dritte und vierte auch noch gewinnt. Es hat sich auf eine Art etwas angestaut. Wir haben weiter machen wollen. Es ist nicht so, dass wir jetzt konzentrierter arbeiten als vorher. Das haben wir immer schon getan. Oder dass wir mehr Gas geben. Wir wollten auch vorher immer schon gewinnen. 

Sind das Dinge, die im Unterbewusstsein passieren?
Das kann sein. Es spielt sich schon vieles im Kopf ab. Wie man an die Sache ran geht, wie alles auf einmal wieder einfacher geht ... Es ist aber nicht so, dass ich jetzt am Morgen aufstehe und motivierter bin als zuvor. Ich bin jeden Tag auf dem Platz, um Vollgas zu geben. Aber es macht selbstredend mehr Spass, wenn du vorher gewonnen hast. 

Sie haben schon viele Trainer erlebt. Was macht Marcel Koller aus?
Er sieht Probleme relativ früh. Früher als andere Trainer, die ich hatte. Er schafft es ausserdem, die richtigen Mittel anzusetzen, um zu verhindern, dass aus Problemchen Probleme werden. Er geht es früh genug an. Er ist darüber hinaus eine absolute Respektsperson, wie das schon Christian Gross gewesen ist. Er ist erfahren, aber dennoch jung geblieben. Man hat nicht das Gefühl, einen alten Mann vor sich zu haben. Er hat eine Aura, die ihn umgibt. Er ist der Chef, und nichtsdestotrotz für Spässchen zu haben. 

Basels neuer Trainer Marcel Koller beim Fussballspiel der Super League FC Basel gegen den Grasshopper Club Zuerich, am Samstag, 4. August 2018 im St. Jakob-Park Stadion in Basel. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Marcel Koller hat den FCB im Eilzugtempo wieder auf Kurs gebracht. Bild: KEYSTONE

Trauen Sie sich denn, ihm mittlerweile Du zu sagen?
Nein und das will ich auch gar nicht. Ich sage «Hallo Trainer» und dann sieze ich ihn. Wenn ein Trainer mir dann irgendwann das Du anbietet, darf er mich dann auch duzen. (lacht) 

Auch wenn Sie ihn nicht duzen, sind auf dem Platz sein verlängerter Arm. Ist der Draht zu ihm enger als zu Wicky?
Ja, schon. Aber es ist trotzdem nicht so, dass ich ständig in seinem Büro hocke. Aber ich spüre, dass er meine Meinung hören möchte und das freut mich auch. Er fragt nicht einfach, um gefragt zu haben, sondern nimmt das auch an. Ich hatte schon Trainer, die drei Minuten später vergessen hatten, was man ihnen gesagt hat. Dann lässt man es besser sein. Bei ihm ist das anders. Wir haben auch eine ähnliche Meinung, was den Fussball angeht. Ich kann hinter seiner Philosophie stehen. 

Die Karriere von Marcel Koller

Wieso glauben Sie setzt er so stark auf Ihre Meinung?
Vielleicht weil ich einer bin, der sich immer Gedanken macht, was man besser machen könnte  sowohl auf als auch neben dem – Feld. Das schätzt er.  

Ist Ihre Meinung gefragter als noch unter Raphael Wicky?
Ja, aber bei Raphi bin ich auch erst im Winter gekommen und er hatte da mit Marek (Suchy, Anm.d.Red.) und Michi (Lang, Anm.d.Red.) schon Spieler, mit denen er einen engen Draht hatte. Ich war nicht am nächsten bei ihm, aber das ist auch okay. Jetzt ist der Austausch intensiver. 

Die logische Konsequenz wäre, dass Sie bald die Captain-Binde von Marek Suchy definitiv übernehmen und nicht nur während dessen verletzungsbedingter Abwesenheit.
Nein, gar nicht. Marek ist für mich ein super Captain, der seine Sache sehr gut macht. Er wird in der Mannschaft absolut respektiert und Marcel Koller führt auch mit ihm viele Gespräche. Wenn es auf dem Platz schnell gehen muss ist es auf Schweizerdeutsch natürlich einfacher. Und als Mittelfeldspieler hat man eh den meisten Kontakt nach aussen. Vielleicht ist es auch, weil er auch Sechser war, wer weiss. Man sollte da nicht zu viel hinein interpretieren.  

Basels Fabian Frei, Sions Matheus Cunha und Basels Marek Suchy, von links, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Sion im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 18. Maerz 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Marek Suchy und Fabian Frei gehören beim FCB zu den Teamleadern. Bild: KEYSTONE

Aber wenn Koller Sie fragen würde, würden Sie sicher nicht nein sagen?
Dann würde ich zuerst Marek fragen. Das hat mit Respekt zu tun. Aber natürlich sagt man dem Trainer nicht einfach nein. Aber es ist überhaupt nicht mein Ziel. Ich sage immer was ich denke, egal ob ich Captain bin oder nicht. Klar wäre es schön, mein Bild mal im Fanshop und in der Captains Lounge hängen zu sehen. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass mich das nicht freuen würde. 

Auch wenn es jetzt so gut läuft, sagen Sie, dass das erste Halbjahr hart war. Welches war die schwierigste Phase seit Ihrer Rückkehr?
Das war anfangs Rückrunde. Das war schlimm, weil ich einfach nicht gespielt habe. Ich bin zurückgekommen, habe ein Spiel gemacht, das absolut schlecht war, das weiss ich selber, und dann spielte ich drei Mal gar nicht mehr. Das ist nicht einfach.  

Wie gehen Sie mit so etwas um?
Schlecht. 

Das heisst?
Wenn ich nicht spiele, bin ich wütend. Das weiss ich auch. Dann steht man halt schwerer auf am Morgen. Meine Laune ist auch entsprechend. Wenn ich ein schlechtes Spiel gemacht habe, will ich so schnell wie möglich wieder auf den Platz und zeigen, dass es ein Ausrutscher war. Wenn du diese Chance dann aber drei Wochen lang nicht hast, ist es schwer. Dann läuft es der Mannschaft nicht, du bist ein Grund dafür, obwohl du nicht spielst. Dann heisst es, du schaffst es ja nicht einmal in einer schlecht spielenden Mannschaft wichtig zu sein und so weiter. Wenn du selber dann nichts dagegen tun kannst, fühlst du dich hilflos und das ist das Schlimmste. Vielleicht hat es diese Phase aber auch gebraucht, damit ich die jetzige umso mehr zu schätzen weiss.  

Wie meinen Sie das?
Für mich ist es schöner, jetzt hier zu sitzen, wenn es mir läuft, als wenn das vorher nicht passiert wäre. Ohne das halbe Jahr vorher wäre ich jetzt auch happy, aber nicht so happy wie jetzt. Weil ich finde, dass ich es auch ein paar Leuten gezeigt habe, dass sie mich zu früh abgeschrieben haben.  

epa06922624 Basel's disappointed Fabian Frei leaves the pitch after the UEFA Champions League second qualifying round second leg match between Switzerland's FC Basel 1893 and Greece's PAOK FC in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland,  01 August 2018.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

Fabian Frei geht mit sich selbst hart ins Gericht. Bild: EPA/KEYSTONE

Also doch eine Art Genugtuung?
Etwas schon. Aber ich bin mir auch bewusst, dass es nicht hilft, nur zwei Wochen gut zu spielen. Das muss so weiter gehen.  

Hatten Sie nie Zweifel an sich?
Es wäre gelogen, wenn ich das sagen würde. Vielleicht waren es nicht gerade Zweifel, aber natürlich hadert man mit sich. Man fragt sich: Habe ich in den zweieinhalb Jahren in Deutschland das Fussballspielen verlernt? Dennoch merkst du im Training, dass du gute Bälle spielen kannst und gute Schüsse abgibst. Aber ich habe mich nie wie der Beste gefühlt. Solch ein Selbstvertrauen habe ich nicht. Auch wenn mir einer sagt, dass ich super war, sage ich «Nein dort und dort war es schlecht.» 

Vielleicht denken Sie zu viel nach.
Das ist so und das weiss ich auch bereits seit 10 Jahren. Aber es hilft dafür dabei, Gutes zu sehen, wenn alle sagen es war schlecht.  

Sie haben angetönt, dass beim 4:2 vieles, aber nicht alles gut war. Wie gefestigt sehen Sie denn diese Mannschaft mittlerweile?
Gefestigter als bei diesem 4:2 gegen GC.   

Was heisst das?
Die Frage ist doch: Gefestigt genug wofür? Was ist der Massstab? Um uns gegen Limassol zu qualifizieren, sind wir gefestigt genug. Aber wenn die Frage ist, ob wir gefestigt genug sind, um in einen Europa-League-Halbfinal einzuziehen, dann wohl eher noch nicht. 

#welldoneboys #immerweiter #🔴🔵

Ein Beitrag geteilt von Fabian Frei (@fabianfrei20) am

So gefestigt, dass es in den Leistungen und den Resultaten eine Konstanz gibt – über die fünf Spiele hinaus.  
Ich finde, dafür, dass wir erst etwa drei Wochen miteinander zusammengearbeitet haben, haben wir das Optimum herausgeholt. Nicht das Maximum, aber das Optimum. Das Selbstvertrauen ist bei jedem Spieler wieder plus minus so, wie es sein soll. Das war vorher nach drei Niederlagen in Serie selbstredend nicht so – vor allem wenn du dann noch zu Hause ein 0:3 gegen PAOK kassierst. Wir haben schon noch einen Weg vor uns. Aber wenn mir einer nach dem Trainerwechsel gesagt hätte, dass es so raus kommt, hätte ich nicht lange gebraucht um das zu unterschrieben.  

Reicht diese Mannschaft auch, um alle Ziele zu erreichen? Sie haben mal gesagt, Sie seien überzeugt von diesem Kader.
Dazu stehe ich auch. Ich bin absolut zufrieden mit meinen Mitspielern. Von den Typen her sowieso. Wir haben vielleicht nicht viele Sprachrohre gegen aussen, aber wir müssen auch nicht gegen aussen quatschen sondern nach innen drei, vier Typen haben, die den Karren reissen. Das haben wir.  

Also qualifiziert der FCB sich gegen Limassol für die Gruppenphase der Europa League.
Das muss unser Anspruch sein, ja. Aber natürlich wird das schwer. 

Basel's Fabian Frei, left, fights for the ball against PAOK's Aleksandar Prijovic during the UEFA Champions League second qualifying round first leg match between Greece's PAOK FC and Switzerland's FC Basel 1893 in the Toumba stadium in Thessaloniki, Greece, on Tuesday, July 24, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

PAOK Saloniki war für den FCB zu stark. Bild: KEYSTONE

Der Anspruch wäre auch gewesen, Champions League zu spielen.
Ja, aber dafür waren wir einfach nicht gut genug. Das hatten wir nicht verdient. Das waren aber auch andere Vorzeichen. PAOK wurde Zweiter in Griechenland, Apollon Zweiter in Zypern. Und die griechische Liga ist denke ich stärker. Das Ziel muss einfach sein, dass wir beide Spiele gewinnen.  

Und wenn die Gruppenphase verpasst wird?
Dann wird es sehr schwer, da wir etwa 30 Spieler im Kader haben – was zu viel wäre für die Liga.  Aber nicht nur deshalb würde ein Verpassen der Europa League sehr, sehr weh tun. 

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • derEchteElch 23.08.2018 15:41
    Highlight Highlight Ee ist wie beim grillieren.
    Wenn das Feuer brennt, aber ein neuer Grillmeister übernimmt und der sich nicht darum kümmert, dass das Feuer weiter brennt, dann ist irgendwann nur noch die Gluht und die Asche da.

    Die goldene Grillzange allein macht einen noch lange nicht zum Grillprofi. Auch wenn der Gartenzwerg das sagt.
    • Alterssturheit 23.08.2018 16:05
      Highlight Highlight ??? Ist mir nicht ganz klar was der Echte Elch sagen will (Verwirr).
      Wie auch immer, die Glut (ohne h) glüht (jetzt mit h) noch und der Koller wird's schon richten -:))
    • Amboss 23.08.2018 16:10
      Highlight Highlight Sehr poetisch. Aber was möchtest du damit aussagen?

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