Thailand: 21 Tote und über 120 Verletzte nach Anschlag im Zentrum von Bangkok

18.08.15, 03:28

Nach dem Bombenanschlag in der thailändischen Hauptstadt Bangkok ist die Zahl der Todesopfer auf 21 gestiegen. Auch zwei Touristen aus Hongkong seien bei der Explosion ums Leben gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Das Hongkonger Einwanderungsministerium bestätigte dies. Ausserdem gab es laut thailändischer Polizei 123 Verletzte. Der Anschlag hatte sich am Montagabend am Erawan-Schrein im zentralen Viertel Chidlom ereignet, in dem mehrere grosse Einkaufszentren und teure Hotels liegen. Die Polizei hatte zunächst von 19 Todesopfern gesprochen. Die Hintergründe der Tat sind unklar.

Nach Einschätzung der Armee trägt der Bombenanschlag nicht die Handschrift der muslimischen Rebellen im Süden des Landes. Die Art des Anschlags und die Bauweise des Sprengsatzes passten nicht zu Methoden der Separatisten, sagte Armeechef und Vize-Verteidigungsminister Udomdej Sitabutr in einem Fernsehinterview am Dienstag.

Die Armee bekämpft im Süden des Landes seit Jahren muslimische Separatisten. Bei dem Aufstand starben bereits mehr als 6500 Menschen, zumeist Zivilisten. Die Armee hatte im vergangenen Jahr die Macht im Land übernommen. Zu dem Anschlag bekannte sich bislang keine Gruppe.

Reisewarnung aktualisiert

Die USA verurteilten den Bombenanschlag. Es handele sich um einen erbärmlichen Akt der Gewalt, teilte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Ned Price, am Montag mit. Die Vereinigten Staaten blieben bei den Ermittlungen im ständigen Kontakt mit den thailändischen Behörden. Der Sprecher des US-Aussenministeriums, John Kirby, sagte Unterstützung zu, wenn diese angefragt werde.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat nach dem Bombenanschlag in Bangkok am Montag seine Reisehinweise angepasst. Es ruft Thailand-Reisende im ganzen Land zur Vorsicht auf.

Die thailändischen Sicherheitskräfte hatten bereits wiederholt auf die Gefahr von Anschlägen und Sabotageakten hingewiesen. Das Risiko bestehe im ganzen Land, schreibt das EDA. Nach dem jüngsten Vorfall rät es, sich über die Medien und über Reiseveranstalter auf dem Laufenden zu halten und die Anweisungen der thailändischen Behörden zu befolgen. Demonstrationen und Menschenansammlungen jeder Art seien zu meiden. (sda/reu/dpa/afp)

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