DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die rechtsextreme Gruppe kommunizierte auf Facebook und Telegram und traf sich später in Basel.
Die rechtsextreme Gruppe kommunizierte auf Facebook und Telegram und traf sich später in Basel. Symbolbild: AP dpa Pool

Schweizer Rechtsextreme wollten Juden, Schwarze und Muslime «ausrotten»

12.05.2019, 11:40

Mehrere bewaffnete Schweizer Rechtsextreme haben offenbar Gewaltakte gegen Ausländer in der Schweiz geplant. Der «SonntagsBlick», der sich laut eigenen Angaben verdeckt in die Gruppe einschleuste, berichtet, dass sich der Zirkel wenige Tage nach dem Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch bildete.

Attacke auf zwei Moscheen in Neuseeland

1 / 15
Attacke auf zwei Moscheen in Neuseeland
quelle: epa/snpa / martin hunter
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Kopf der Gruppe ist ein Mann aus Basel. Er gründete am 18. März 2019 eine geschlossene Facebook-Gruppe. Zum tonangebenden Kern gehören zwei weitere Männer und eine Frau, zwischen Mitte 30 und 46 Jahre alt, aus den Kantonen Bern und Basel-Stadt.

«Sobald mir formiert sind, wärde mr Schweiz weit terror verbreite. NSU style», kündigt Anführer S. in der Facebook-Gruppe an. Die Abkürzung NSU steht für den Nationalsozialistischen Untergrund, das rechtsextreme Terrortrio um Beate Zschäpe, das in Deutschland neun Migranten und eine Polizistin ermordete. Die Gruppen-Mitglieder überbieten sich gegenseitig mit Mordfantasien gegen Juden, Schwarze und Muslime. «Mir sübrre stadt», schreibt einer. Ein anderer doppelt nach: «ethnischi süüberig». Oder: «Mir rotten alles us. In 10 Johr luege.mr zrugg und sage guet gmacht.»

Anfang April verabredete sich die Gruppe zu Kampftrainings. «Mir müend parat si.» Am 13. April trafen sich mindestens fünf Mitglieder der Gruppe in Basel, um ihre Gewaltpläne vom Internet in die Realität zu tragen. Nach dem Treffen wurden die Chats auf Facebook seltener, sie verlagerten sich teilweise auf den Messengerdienst Telegram. Ob die Sicherheitsbehörden die Gruppe beobachten, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. (sda/bz) (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Sieg Fail: So doof sind Nazis

1 / 14
Sieg Fail: So doof sind Nazis
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Versteckte Kamera bei geheimen Neonazi-Treffen in Polen

Video: srf

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

72 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Things will be different when I take over the worl
12.05.2019 12:04registriert März 2019
Im Blick steht, dass auch Arbeitslose in dieser Gruppe sind. Im 3. Reich gab es das System der Winkel (Wikipedia: Asoziale (Nationalsozialismus)). Diese Winkel gab es nicht nur für Juden, sondern auch für "Arbeitsscheue", Behinderte und Arme!
Diese Dummbeutel checken also scheinbar nicht, dass sie selber im 3. Reich im Arbeitslager verrottet wären.

Im Rahmen der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ kam es im Frühjahr 1938 zu Verhaftungswellen. [...] Auch „deutschblütige Asoziale“ wurden in Konzentrationslager verschleppt, davon 6.000 im Juli 1938 in das KZ Sachsenhausen. Dumm Dümmer Rechtsextreme.
47631
Melden
Zum Kommentar
avatar
Menel
12.05.2019 12:03registriert Februar 2015
Alle mal zu einem Gen-Check schicken und ihnen zeigen, dass es keine "saubere" Ethnie gibt und sie alle von vielen Ethnien abstammen; auch solchen die sie verachten.
35447
Melden
Zum Kommentar
avatar
Zanzibar
12.05.2019 13:30registriert Dezember 2015
Ich habe den Originalbericht im Blick gelesen und anschliessend die Leserkommentare. Ich kann euch sagen, ich bin schockiert! Das Verhalten wird von vielen Lesern gebilligt und teilweise gar unterstützt! Es ist der Wahnsinn was Leute teilweise für eine Gesinnung mit sich bringen.
32542
Melden
Zum Kommentar
72
Terrorismusverdacht in der Westschweiz: Vier Hausdurchsuchungen, zwei Festnahmen

Das Bundesamt für Polizei und die Kantonspolizeikorps haben am Donnerstag wegen Terrorismusverdachts vier Hausdurchsuchungen in den Kantonen Genf und Waadt vorgenommen. Zwei Personen nahmen die Beamten fest, wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Zur Story