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Demonstrationen in Peru nach umstrittener Präsidentenwahl



epa09287429 People demonstrate in favor of the leftist leftist Pedro Castillo in Lima, Peru 19 June 2021. Supporters of the leftist Pedro Castillo and Keiko Fujimori took to the streets to defend or combat the challenges of Fujimori, of the results of the presidential elections in which she lost to her rival.  EPA/Paolo Aguilar

Demonstranten in Perus Hauptstadt Lima. Bild: keystone

Zwei Wochen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Peru haben erneut sowohl Anhänger des linksgerichteten Kandidaten Pedro Castillo als auch seiner rechtspopulistischen Widersacherin Keiko Fujimori demonstriert.

Im Zentrum der Hauptstadt Lima fand am Samstag (Ortszeit) ein Protestzug unter dem Titel «Grosser Nationaler Marsch» statt, mit dem Bürgerrechtsorganisationen und Linksparteien Castillos Wahlsieg unterstreichen wollten.

Ganz in der Nähe prangerten Fujimoris Anhänger in einem Marsch unter dem Motto «Respektiert meine Stimme» angeblichen Wahlbetrug zum Nachteil Fujimoris an. «Wir werden nicht aufgeben, wir werden die Hände nicht in den Schoss legen», sagte Fujimoris vor ihren Anhängern.

Zweiter Chávez unerwünscht

Mit Blick auf Venezuelas sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro und seinen Amtsvorgänger Hugo Chávez fragte die Politikerin die Menge: «Wollt Ihr ein Land wie das von Maduro, wie das von Chávez?» und erntete wie geplant ein lautes «Nein». Castillo ist nach eigenen Angaben weder Kommunist noch Anhänger von Chávez.

An beiden Kundgebungen in der peruanischen Hauptstadt nahmen tausende Menschen teil. Mehr als 3000 Polizisten waren im Einsatz, um für Ordnung zu sorgen. In den Anden-Orten Arequipa, Ayacucho y Huancayo und in weiteren Städten gab es Demonstrationen für Castillo.

Hauchdünner Sieg von Castillo

Nach dem Urnengang am 6. Juni hatte sich Castillo zum Sieger ausgerufen. Nach Angaben der Wahlkommission kam er mit einem Vorsprung von etwa 44'000 Stimmen auf 50.12 Prozent. Fujimori errang den offiziellen Angaben zufolge 49.87 Prozent der Stimmen. Sie sprach in der Folge von Unregelmässigkeiten, ohne allerdings schlüssige Beweise vorzulegen.

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) stufte die Wahl als ordnungsgemäss ein. Aus dem rechten Lage wird dennoch eine Annullierung der Wahlergebnisse gefordert. Militärs im Ruhestand riefen die Armee gar in einem Schreiben auf, Castillo an der Amtsübernahme zu hindern.

Übergangspräsident Francisco Sagasti wies dies zurück. Nun soll das Nationale Wahlgericht entscheiden und dazu tausende Wahlbeschwerden auswerten. Ein Termin für seine Entscheidung wurde nicht festgesetzt. (sda/afp)

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