Blaulicht
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Verzweiflungstat des Kopiloten

Entführer beantragte vor der Landung in Genf Asyl

Die Boeing der Ethiopian Airlines hätte eigentlich von Addis Abeba nach Rom fliegen sollen. Doch der Kopilot entführte den Flug ET702 und landete um 6 Uhr in Genf. Dort liess er sich widerstandslos festnehmen.



epa04082755 Passengers are evacuated from a hijacked Ethiopian Airlines plane at the airport in Geneva, Switzerland, 17 February 2014. The hijacked aircraft travelling from Addis Ababa, Ethiopia, and directed to Rome, Italy, has landed at Geneva's international airport early 17 February. According to media reports, Swiss authorities have arrested the hijacker, all 200 passengers and crew members are in good health.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

An Bord der Boeing befanden sich 200 Passagiere. Bild: EPA/KEYSTONE

Wie Jean-Philippe Brandt von der Genfer Polizei gegenüber watson bestätigt, ist eine Maschine der Ethiopian Airlines entführt worden und um 6 Uhr morgens in Genf gelandet. Beim Entführer handelt es sich um den Kopiloten der Boeing. Der Äthiopier mit Jahrgang 1983 hatte offenbar vor der Landung in Cointrin um Asyl gebeten, da er sich in seiner Heimat bedroht fühlte. Er war unbewaffnet.

Die Maschine befand sich über dem Sudan, als erste Meldungen über eine Entführung gesendet wurden. Anschliessend steuerte die Boeing 767-300ER Cointrin an und kreiste einige Zeit über Genf, bevor die Landung genehmigt wurde, wie die Radaraufnahme zeigt. Der Flug ET702 von Addis Abeba hätte in Rom landen sollen. Der Kopilot hatte um 4 Uhr morgens zunächst angefragt, die Maschine am Flughafen Genf auftanken zu dürfen.

Offenbar nutzte der Kopilot eine kurze Toiletten-Pause des Piloten, um sich im Cockpit einzuschliessen und die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen. Angestellte des Flughafens in Kairo sagten, der Pilot habe den Kontrollturm in Abu Simbel in Ägypten informiert, dass sein Flugzeug entführt worden sei. 

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Die entführte Boeing. Bild: Twitter

Vor der Landung wurde die Boeing 767-300ER von zwei Kampfjets eskortiert. Nach der Landung hat der Entführer das Cockpit über das Fenster mit Hilfe eines Seils verlassen. Er ist noch nicht verhört worden.

Police stand around the aircraft after passengers were evacuated from a hijacked Ethiopian Airlines Plane on the airport in Geneva, Switzerland, Monday, Feb. 17, 2014. A hijacked aircraft traveling from Addis Abeda, Ethiopia, to Rome, Italy, has landed at Geneva's international airport early Monday morning. Swiss authorities have arrested the hijacker. (AP Photo/Keystone, Salvatore Di Nolfi)

Das Seil, mit Hilfe dessen der Kopilot das Cockpit verlassen hatte, hängt noch. Bild: AP/Keystone

Offenbar können die Untersuchungen an Bord nun beginnen.

Eine erste Pressemitteilung der Ethiopian Airlines verschwand kurz nach Publikation wieder von der Website. Die korrigierte Fassung gibt es hier.

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Die entführte Boeing. Bild: Twitter/@9YBCW

Der Flughafen wurde geschlossen. Seit 8.15 Uhr können wieder erste Maschinen starten, ab 8.45 Uhr sind auch wieder Landungen möglich. Sämtliche Langstrecken-Flüge sind gesichert.

Zahlreiche Flüge sind annulliert oder umgeleitet worden. Es kam teilweise zu massiven Verspätungen. Zwei Flüge von Zürich nach Genf wurden annulliert, zwei Flüge mussten in Zürich statt Genf landen.

(aeg/dwi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 17.02.2014 13:54
    Highlight Highlight Man darf davon ausgehen, dass ein Kopilot einen gut bezahlten Job hat und eine gute Ausbildung und damit in seinem Land einen relative "sichere" Position inne hat.
  • zombie1969 17.02.2014 11:23
    Highlight Highlight In Äthiopien leben ca. 90 Millionen Menschen und der Grossteil davon dürfte sich in ihrem "Land in Gefahr" befinden. Wie auch der Grossteil der Menschen in Syrien (22,4 Mio.) und im Irak (28,9 Mio.).
    Daher würde es der CH gut anstehen, der Gerechtigkeit halber allen diesen Menschen in Gefahr Asyl anzubieten und nicht einzelne zu bevorzugen.
    Das nennt sich dann Willkommenskultur!
  • tin-tin 17.02.2014 09:42
    Highlight Highlight Zwei Flüge von Zürich nach Genf wurden annulliert... So wären wir wieder bei den Schweizern "First World Problems" von gestern. http://www.watson.ch/Hipsterlitheater/articles/996152089-First-World-Problems-Switzerland
  • michu 17.02.2014 09:07
    Highlight Highlight Vielleicht stecken da ja Ueli und die Schweden mit ihrer Gripen-PR dahinter? ;-)
  • Sasha 17.02.2014 08:46
    Highlight Highlight Ich würde sagen alle Kantone die bei den Abstimmungen zu Gripen nein sagen, einfach dort die entführten Flugzeuge hinbegleiten und na ja ihr wisst schon...
    • FiveO 17.02.2014 10:24
      Highlight Highlight Ich denke das können unsere 31 F/A-18 Jets auch noch bewältigen...
  • Sascha Mayer 17.02.2014 08:41
    Highlight Highlight Nun wissen wir was uns in Zukunft die moderne Art der Asylanträge per Luftpost kosten wird.
    Flugbegleitung in der Luft mit Gripen natürlich inkl.
    Am Boden natürlich mit Grossaufgebot begleitet bis das 5 Stern Hotel ermittelt werden kann!

  • Architects_ms 17.02.2014 07:21
    Highlight Highlight Hoffentlich kein Anschlag
    • Stefan Pocas 17.02.2014 08:09
      Highlight Highlight Made my day
    • nine 17.02.2014 08:10
      Highlight Highlight Wawrum sollte dies ein Anschlag sein? Gibt ja 0 Anzeichen dafür. Und wieso wird der Flughafen nun gesperrt, das Flugzeug ist gelandet und die Polizei vorort?
    • DaMedicus 17.02.2014 08:24
      Highlight Highlight Nein, die Antwort auf die Abstimmung: Wenn die Grenze zu ist, wird die Schweiz eben über den Luftraum erreicht XD!

Drohnenbilder zeigen Ausmass des Brands in der Aarauer Altstadt

Meterhoch waren die Flammen, die gestern Dienstag in einem Gebäude in der Aarauer Rathausgasse aus dem Dach schossen. Wir haben den Brandort mit einer Drohen überflogen. Die daraus entstandenen Bilder zeigen erstmals das Ausmass der Feuersbrunst.

Hier bekämpfen die Feuerwehren der Region den Brand in der Altstadt:

Das Feuer ist ungefähr um 17 Uhr ausgebrochen, bestätigte Aline Rey, Mediensprecherin der Aargauer Kantonspolizei, gegenüber einem watson-Reporter vor Ort. Hinweise auf Verletzte gebe es keine. Mehrere Feuerwehren aus der Region waren im Einsatz.

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