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Pelzträgerinnen bei einem Pferderennen in St. Moritz (Februar 2019).
Pelzträgerinnen bei einem Pferderennen in St. Moritz (Februar 2019).Bild: KEYSTONE

«Echtpelz»-Label wird Pflicht – Bundesrat will strengere Regeln für Pelz-Deklaration

19.02.2020, 12:4719.02.2020, 13:28

Konsumentinnen und Konsumenten sollen beim Kauf von Pelz eine gezielte Wahl treffen können. Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, ab 1. April 2020 die Vorschriften für die Pelzdeklaration zu verschärfen.

Pelze von Tieren müssen neu als «Echtpelz» gekennzeichnet werden, wie der Bundesrat in einer Mitteilung schreibt. Das soll es der Kundschaft ermöglichen, auf einen Blick zwischen Kunst- und Echtpelz zu unterscheiden. Auch Produktionsarten, die nicht dem Schweizer Tierschutz- oder Jagdgesetz entsprechen, müssen vermerkt werden. Dazu gehören etwa die Fallenjagd oder Käfighaltung mit Gitterböden.

Wenn es nicht möglich ist, zuverlässige Informationen über die Gewinnungsart der Pelze und Pelzprodukte zu erhalten, muss die Deklaration «Gewinnungsart unbekannt – kann aus einer in der Schweiz nicht zugelassenen Haltungs- oder Jagdform stammen» angegeben werden. Das Gleiche gilt, wenn sich die Herkunft des Pelzes nicht eruieren lässt.

Die Pelzdeklarationsverordnung ist seit 2013 in Kraft. Kontrollen des Bundes hatten jedoch grosse Mängel zu Tage gefördert. Bei über 70 Prozent der Kontrollen wurden Mängel festgestellt. Daraufhin leitete der Bundesrat die Änderung der Pelzdeklarationsverordnung ein.

Der Schweizer Tierschutz (STS) begrüsste in der Vernehmlassung zwar die Pflicht zur klaren Deklaration von Echtpelz. Die Hinweise «Herkunft unbekannt» und «Gewinnungsart unbekannt» bedeuten nach Ansicht des STS aber eine massive Aufweichung der Deklarationspflicht. Die Organisation forderte jedoch vergebens ein Verbot solcher Produkte. (cbe/sda)

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«Ich habe einfach kein Verständnis für Leute, die Pelz tragen»

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Trügerische Pandemie-Pause: Politik zögert bei Vorbereitung auf die nächste Phase
Vorbehalte gegen den Kauf von neuem Impfstoff, ein Systemwechsel der Teststrategie mitten im Winter – und Zweifel am Covid-Gesetz überhaupt: Es häufen sich Hinweise, dass die Politik die Warnungen vor einer nächsten Coronawelle zu wenig ernst nimmt.

Zwei Jahre hat der Bundesrat das Land durch die Pandemie geführt. Nun werden die Zeugnisse geschrieben. Eines steht schon fest: Für die Vorbereitungen auf die Pandemie erhalten Bund und Kantone schlechte Noten. Die Verfügbarkeit von Schutzmaterial und wichtigen Medikamenten sei am Anfang der Krise nicht gewährleistet gewesen. Ein Pandemieplan habe zwar bestanden, sei aber kaum jemandem bekannt gewesen, so die einhellige Meinung. In einer Studie, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Auftrag gegeben hat, schreiben die Experten: «Wir empfehlen dem Bund und den Kantonen, die Gesundheitsversorgung im Pandemie-Fall verbindlicher zu regeln und zudem ganzheitlicher zu planen.»

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