Schifffahrt
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Fischer liefern sich eine regelrechte Seeschlacht um Fanggründe im Ärmelkanal



Französische und britische Fischer haben sich im Ärmelkanal eine heftige Auseinandersetzung auf hoher See geliefert. Wie der französische Fernsehsender France 3 Normandie berichtete, versuchten Franzosen, die Konkurrenz aus Grossbritannien mit rabiaten Mitteln davon abzuhalten, vor der Küste der Normandie Jakobsmuscheln zu fangen.

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Video: YouTube/RT

Demnach kreisten sie mit ihren Booten mehrere Trawler aus Grossbritannien ein. Dabei seien auch Steine und Rauchbomben geworfen worden. Die britische BBC sprach von einem «Jakobsmuschel-Krieg».

Drei Boote mit Löcher im Rumpf

Die Briten wehrten sich offenbar nicht weniger rabiat. Auf einem France-3-Video ist zu sehen, wie ein Fischtrawler zwei kleinere Boote rammt. Es handelt sich laut BBC wohl um ein schottisches Schiff.

France 3 zufolge trugen bei der Auseinandersetzung drei Boote Löcher im Rumpf davon. Die BBC berichtete von zwei Schiffen, die mit kaputten Fensterscheiben in ihre Heimathäfen zurückkehrt seien. Ein Boot der Gendarmerie rückte an, um die aufgebrachten Seeleute zu beruhigen. Verletzt wurde den Angaben zufolge aber niemand.

«Sie fangen einen Monat vor uns an zu arbeiten, und dann lassen sie uns nichts übrig.»

Französischer Fischer

Unterschiedliche Regeln

Die französische Meerespräfektur für den Ärmelkanal in Cherbourg bestätigte Auseinandersetzungen im Bereich der Seine-Bucht, die sich bereits am Dienstag in internationalen Gewässern abgespielt hatten. Nach ihren Angaben waren etwa 35 französische und fünf britische Wasserfahrzeuge an dem Zwischenfall beteiligt.

FILE - In this Dec. 17, 2011 file photo, scallop meat is shucked at sea on opening day off Harpswell, Maine.  Maine’s fishing regulators say the state’s scallops have surged to a record high price at the docks this winter 2017.  (AP Photo/Robert F. Bukaty)

Jakobsmuschel: Um diese Delikatesse geht der Streit. Bild: ASSOCIATED PRESS/ap

Grund für den seit Jahren schwelenden Konflikt ist, dass französische Fischer gesetzlich dazu verpflichtet sind, eine Schonzeit für Jakobsmuscheln zwischen Mai und Oktober einzuhalten. Für britische Fischer gilt dieses Verbot nicht. Sie pochen auf ihr Recht, vor der französischen Küste arbeiten zu dürfen. Laut einer Sprecherin der Meerespräfektur hatte es in früheren Jahren Vereinbarungen zwischen beiden Seiten gegeben – in diesem Jahr bislang aber noch nicht.

«Sie fangen einen Monat vor uns an zu arbeiten, und dann lassen sie uns nichts übrig», sagte ein an der Aktion beteiligter französischer Fischer dem Sender France 3.

Die Feuerfischer von Taiwan

35 Prozent der gefangenen Fische werden verschwendet

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • aglio e olio 29.08.2018 15:45
    Highlight Highlight "dass französische Fischer gesetzlich dazu verpflichtet sind, eine Schonzeit für Jakobsmuscheln zwischen Mai und Oktober einzuhalten. Für britische Fischer gilt dieses Verbot nicht"

    Kein Wunder bei so einem Unsinn. Da ist doch Streit vorprogrammiert.
    Eine Schonzeit sollte vor Ort für alle gelten, sonst ist es keine Schonzeit mehr.
  • Leee 29.08.2018 12:18
    Highlight Highlight Solche Probleme wird es mit der Überfischung immer mehr geben.
    Mir ist der Apetit auf Fische, Muscheln & Co vergangen.
  • derEchteElch 29.08.2018 11:42
    Highlight Highlight Uhh mann.. ich sehe eine massive Gefahr einer Überfischung aller Gewässer 🙈 😕
  • obi 29.08.2018 11:38
    Highlight Highlight Yeah right aber Ihr hättet das Gemotze bei uns in England damals hören sollen, als spanische Fischer vor der britischen Küste fischten ... 🙄
    • Armend Shala 29.08.2018 11:59
      Highlight Highlight Gibraltar?
    • obi 29.08.2018 14:25
      Highlight Highlight Nein, ging glaub damals um die Gewässer um Cornwall oder so ...

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