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Scheich Mansur Bin Mohammed Bin Rashid Al Maktoum überreicht Kylian Mbappé dessen Trophäe.
Scheich Mansur Bin Mohammed Bin Rashid Al Maktoum überreicht Kylian Mbappé dessen Trophäe.Bild: keystone

«Was zu viel ist, ist zu viel» – Mbappé hat eine klare Meinung zur WM alle zwei Jahre

Das wird der FIFA nicht schmecken. Mit Kylian Mbappé und Robert Lewandowski nehmen zwei Superstars des Weltfussballs klar Stellung gegen eine Fussball-WM alle zwei statt alle vier Jahre.
28.12.2021, 08:4228.12.2021, 13:05

Seit der ersten Austragung 1930 und bis heute findet die Fussball-WM alle vier Jahre statt. FIFA-Präsident Gianni Infantino strebt eine Verkürzung dieses Rhythmus an.

Bei der Verleihung der «Globe Soccer Awards» in Dubai am Montagabend wurde Kylian Mbappé um seine Meinung zu diesem Thema gebeten. Der Franzose, 2018 in Russland mit der «Equipe Tricolore» Weltmeister, gab sich nicht diplomatisch. Er sprach Klartext.

«Meiner Meinung nach ist die WM so speziell, weil sie nur alle vier Jahre stattfindet», sagte Mbappé. Wenn man diese herausragende Stellung des Turniers bewahren wolle, dann müsse man diesen Rhythmus beibehalten. «Verkürzt man ihn auf zwei Jahre, wird eine WM zu gewöhnlich werden», so der Angreifer von Paris Saint-Germain. «Eine Weltmeisterschaft ist etwas Gewaltiges, das beste Turnier überhaupt, vielleicht spielst du nur einmal im Leben an einer WM.»

Aufruf, die Gesundheit der Spieler nicht zu gefährden

Kylian Mbappé lieferte nicht nur emotionale Argumente. Der 23-Jährige begründete auch sachlich, was aus seiner Sicht gegen noch mehr Spiele spricht:

«Wir spielen jetzt schon rund 60 Partien im Jahr. Es gibt die WM, es gibt die EM, nun auch die Nations League, es gibt so viele Wettbewerbe. Wir spielen gerne Fussball, aber was zu viel ist, ist zu viel. Man benötigt auch Zeit, um sich zu erholen, damit man fit bleibt.»
Tanz mit dem WM-Pokal: Kylian Mbappé 2018.
Tanz mit dem WM-Pokal: Kylian Mbappé 2018.Bild: imago sportfotodienst

Man könne den Spielkalender natürlich schon immer noch mehr aufblähen, meinte Mbappé weiter. Aber dann müsse man auch mit den Konsequenzen leben. «Wenn sie einfach wollen, dass irgendein Fussballspiel im Fernsehen kommt, dann werden wir spielen müssen. Aber wenn sie hochstehende Partien zeigen wollen, dann muss die Gesundheit der Spieler respektiert werden.»

Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski schlug in die gleiche Kerbe. «Wenn wir eine Weltmeisterschaft alle zwei Jahre spielen wollen, wird das Niveau sinken. Es ist für den Körper und den Geist unmöglich, auf dem gleichen Niveau Leistung zu bringen», sagte der 33-jährige Pole.

Lewandowski reiste in Begleitung von Gattin Anna in die Vereinigten Arabischen Emirate.
Lewandowski reiste in Begleitung von Gattin Anna in die Vereinigten Arabischen Emirate.Bild: keystone

Natürlich wieder eine Auszeichnung für Cristiano Ronaldo

An der Award-Gala in Dubai gab es Auszeichnungen für beide. Während Mbappé zum «Spieler des Jahres» gekürt wurde, erhielt Lewandowski den «Maradona Award for Best Goal Scorer of the Year» und er wurde «Tiktok Fans' Player of the Year».

Der Preisverleihung wird eine grosse Nähe zum einflussreichen Spielerberater Jorge Mendes nachgesagt. Dessen Top-Klient Cristiano Ronaldo erhielt daher standesgemäss ebenfalls eine der nicht weniger als 17 Auszeichnungen: Er wurde als «Top Goal Scorer of All Time» geehrt.

Ronaldo hatte ein Spiel mit Manchester United (1:1 in Newcastle), weshalb von ihm eine Video-Botschaft gezeigt wurde.
Ronaldo hatte ein Spiel mit Manchester United (1:1 in Newcastle), weshalb von ihm eine Video-Botschaft gezeigt wurde.Bild: keystone

Im Vorjahr erhielt Ronaldo, zuvor sechs Mal zum besten Spieler des Jahres gekürt (Lionel Messi gewann nur einmal), die Auszeichnung «Player of the Century 2001–2020», während Berater Mendes zum zehnten Mal als Agent des Jahres ernannt wurde. In diesem Jahr ging diese Auszeichnung an den italienischen Spielerberater Federico Pastorello, dessen wertvollster Spieler Romelu Lukaku ist.

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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Joe Hill
28.12.2021 10:52registriert Dezember 2015
Was für ein Egoist, denkt der denn überhaupt nicht an all die Sponsorengelder, die Werbeeinnahmen und all die netten Geschenke, die die armen FIFA-Funktionäre nur alle 4 Jahre von den Austragungsländern bekommen?
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insert_brain_here
28.12.2021 09:32registriert Oktober 2019
Als ob seine Meinung die FIFA kratzen würde. Doppelt so viele WMs bedeutet doppelt so viele Gelegenheiten sich die Taschen zu füllen. Money talks
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Spi
28.12.2021 09:45registriert März 2015
Panini hätte sicherlich auch Freude daran, wenn noch mehr Veranstaltungen durchgeführt werden. Ich bin aber klar bei den Fussballern (von den Fussballerinnen spricht interessanterweise hier niemand?!?): Diese geldgetriebene Idee ist schnellstmöglich zu beerdigen! Interessanterweise kommt sie von den Verbänden, die vor nicht langer Zeit eine geldgetriebene Idee von ein paar Superclubs auf's Schärfste verurteilt haben. Heuchler!
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