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Sonntagszeitungen: Immer mehr Studenten mit Depressionen, Junge fliegen trotz Klimastreik



Pläne von OECD und G-20 könnten hohe Steuerausfälle zur Folge haben

Die Pläne von OECD und G20 zur Umstellung der Besteuerung von Firmen könnte laut der «NZZ am Sonntag» die Schweiz deutlich mehr Steuerausfälle bescheren, als dies bisher angenommen wird. So schätzt der Bund, dass Einnahmen zwischen einer und fünf Milliarden Franken wegfallen könnten.

Wirtschaftspolitiker warnen nunmehr in der Zeitung, dass das Loch noch grösser werden könnte. «Kantone und Gemeinden eingerechnet, könnte das den Schweizer Fiskus bis zu zehn Milliarden Franken kosten», sagte etwa der Präsident der Wirtschaftskommission des Ständerates, Pirmin Bischof, gegenüber der Zeitung. Er sprach sogar von einem Steuerkollaps. Der Zürcher FDP-Ständerat Ruedi Noser bezeichnete in der «NZZ am Sonntag» zudem die Situation als einen regelrechten Angriff auf das Steuersubstrat.

Schweizer Jihadist aufgespürt

Kurdische Milizen haben in einer koordinierten Aktion laut der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» einen der gefährlichsten Schweizer Jihadisten in Syrien aufgespürt und verhaftet. Der 24-jährige Genfer sei dabei verwundet worden und befände sich inzwischen in einem Gefängnis in Nordsyrien. Der Konvertit habe sich 2014 dem Islamischen Staat angeschlossen. Zuvor habe er sich unter anderem in der Grossen Moschee von Genf radikalisiert.

Zudem habe er vor Ort geheiratet und bei ein elf Monate altes Baby. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme habe sich seine Familie bereits im Internierungslager al-Hol befunden. Genau in diesem Lager befänden sich zudem zwei Mädchen aus dem Raum Genf, dessen Rückführung in die Schweiz der Bundesrat laut der «NZZ am Sonntag» abklären lässt. Es handele sich um zwei Halbschwestern, die 2016 von ihrer Mutter nach Syrien entführt worden sein sollen. Die Rückführung der Mutter sei hingegen nicht vorgesehen.

Hohe, aber keine Rekord-Passagierzahlen zum Auftakt der Sommerferien auf dem Flughafen Zürich.

Bild: KEYSTONE

Junge verhalten sich am wenigsten klimafreundlich

Schüler und Jugendliche, die das Thema Klimawandel auf die politische Agenda gesetzt haben, verhalten sich laut der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» beim Reisen am wenigsten umweltfreundlich. Die Zeitungen berufen sich dabei auf eine repräsentative Umfrage.

Zwei Drittel der 13- bis 17-Jährigen gaben demnach an, dieses Jahr mit dem Auto oder dem Flugzeug in die Ferien zu reisen. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es immer noch über 58 Prozent. Die Umfrage zeige zudem, dass die Klimadebatte die Jungen weniger beschäftigt als andere Altersgruppen. Über die Hälfte der Befragten bis 24 Jahre lasse sich bei der Wahl der Feriendestination nicht von der Klimadiskussion beeinflussen. In der Alterskategorie zwischen 35 und 54 Jahren habe dagegen eine Mehrheit die Klimadebatte im Hinterkopf, falls sie Ferien buche.

Burnout und Depressionen: Immer mehr Studenten brauchen psychologische Hilfe

Immer mehr Studenten brauchen laut dem «SonntagsBlick» psychologische Hilfe. Die Beratungsstellen der Schweizer Universitäten würden förmlich überrannt. Immer mehr Studenten und Doktoranden meldeten sich mit Burnout-Symptomen. Der Jahresbericht der psychologischen Beratungsstelle der Universität Zürich und der ETH Zürich zeige: Im Jahr 2018 hätten sich 1765 Personen an die geschulten Psychologen gewandt - was ein Plus von 20 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr entspreche. Insgesamt habe die Stelle 3320 Beratungsgespräche geführt - so viele wie noch nie. Laut dem Jahresbericht bringt der Ansturm auch die Psychologen an ihre Kapazitätsgrenze. Auch in Basel und St. Gallen würden Studierende deutlich öfters als früher psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

Zahlreiche Sonnenhungrige geniessen das milde Fruehlingswetter auf der Polyterrasse der ETH Zuerich am Dienstag, 14. Maerz 2017. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Am Schweizer Himmel häufen sich die «Beinahe-Unfälle»

Die Schweizer Luftfahrt hat laut der «SonntagsZeitung» im Jahr 2018 einen Negativrekord verzeichnet. Noch nie seien der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) so viele «schwere Vorfälle» gemeldet worden. Die Sust benennt 68 Situationen, die 2018 «beinahe zu einem Unfall geführt haben». Ein Jahr zuvor seien es nur halb so viele gewesen und in den vergangenen fünf Jahren waren es durchschnittlich 36.

Von diesen 68 schweren Vorfällen sind 28 Annäherungen zwischen Luftfahrzeugen, bei denen die Sust von einer «hohen oder erheblichen Kollisionsgefahr» ausgehe. Von der Behörde hiesse es zu der Zeitung, dass sich ein grosser Teil dieser Vorfälle im gemischten Luftraum ereignet habe, also dort, wo sich Linienmaschinen den Himmel unter anderem mit Kleinflugzeugen oder Ballonen teilten. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) nehme den Anstieg dieser Fälle besorgt zur Kenntnis und erklärte in der Zeitung, dass noch nicht abschliessend klar sei, woher diese Zunahme stamme.

AFD-Spendenskandal: Deutsche Ermittler in Zürich

Deutsche Ermittler im AFD-Spendenskandal wollen laut dem «SonntagsBlick» an Einvernahmen in Zürich teilnehmen. Die AFD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hatte 2017 Spenden in Höhe von 150'000 Franken für ihren Wahlkampf in Deutschland aus der Schweiz erhalten. Allerdings sind Spenden von Nicht-EU-Bürgern nach dem deutschen Gesetz zur Finanzierung von Parteien verboten, weshalb die Staatsanwaltschaft Konstanz (D) ein Verfahren wegen unrechtmässiger Wahlkampfspenden eröffnete. Im Zentrum der Ermittlungen stehe ein Apotheker, dessen Anwalt aber klarstellt, dass es in der Schweiz nicht strafbar sei, Geld an Parteien zu spenden. Über das Bundesamt für Justiz hätten deutsche Ermittler aber ein Gesuch zur Teilnahme an Einvernahmen bei der Staatsanwaltschaft Zürich gestellt.

Widerstand gegen Schiessplatz auf dem Simplonpass

Gegen den geplanten neuen Artillerie-Schiessplatz auf dem Simplonpass regt sich laut dem «SonntagsBlick» gewisser Widerstand. Anwohner sammelten Unterschriften und mehrere Umweltverbände hätten Einsprache eingereicht. Beim VBS gebe man sich zu der Situation zugeknöpft. Das Projekt auf dem Simplon werde von Armasuisse Immobilien betreut, hiess es von dem Ministerium gegenüber der Zeitung. Vor einer Stellungnahme wolle man zudem erst die Einsprachen genau prüfen. Anschliessend wolle das VBS mit der Gemeinde und den Besitzern sprechen und nach Lösungen suchen.

Noch mehr Ärger mit Dosto-Zügen

60 Westschweizer Lokomotivführer müssen laut der «NZZ am Sonntag» ein zweites Mal für den Doppelstockzug von Bombardier geschult werden. Wegen der verzögerten Inbetriebnahme seien ihre Zulassungen verfallen. Weil die Kompositionen des Typs FV-Dosto bis jetzt nicht in der Westschweiz verkehrten, müssten die Lokführer der Depots von Lausanne und Genf eine dreitägige Ausbildung für den Zug noch einmal absolvieren.

ARCHIVBILD ZUM EINSATZ DER NEUEN DOPPELSTOCKZUEGE DER SBB AUF DER OST-WEST-ACHSE AB DEM FAHRPLANWECHSEL VOM 9. DEZEMBER, AM MONTAG, 19. NOVEMBER 2018 - Eine Innenansicht des neuen Fernverkehrszug der SBB

Bild: KEYSTONE

Das passiere, falls ein Lokomotivführer einen Zugtyp während längerer Zeit nicht fahre, erklärte ein SBB-Sprecher zu der Zeitung. Die SBB hätten einen Teil des Lok-Personals in der Westschweiz rechtzeitig vor der geplanten Inbetriebnahme des FV-Dosto auf Anfang 2019 geschult. Die SBB wollten allerdings nicht sagen, was die Wiederholung der Ausbildung kostet und wer für die Zusatzausgaben aufkommt.

Bundesbeamte fliegen immer mehr

Bundesbeamte fliegen laut Meldungen der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» immer mehr. In der zivilen Bundesverwaltung sei die Zahl der Flüge in den vergangenen sieben Jahren von 21'200 auf 29'700 gestiegen, was einem Plus von 40 Prozent entspreche. Die Blätter berufen sich auf Angaben des Bundesamtes für Energie (BFE).

Der Anstieg habe mit der «zunehmenden Internationalität und mit neuen Aufträgen des Parlaments zu tun», hiess es vom BFE. Für Dienstreisen in europäische Städte gebe die Umweltstelle der Bundesverwaltung mittlerweile Tipps, um das richtige Verkehrsmittel zu finden. Nach Paris oder München sollten Beamte den Zug nehmen. Nach Wien oder Madrid empfiehlt die Stelle das Flugzeug als Verkehrsmittel. Für Reisen nach Berlin, Brüssel, London oder Rom seien dagegen Zug und Flugzeug gleichermassen geeignet.

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 21.07.2019 22:12
    Highlight Highlight "Junge fliegen trotz Klimastreik"

    Ach, diese Jungen! 🙈
  • exeswiss 21.07.2019 14:32
    Highlight Highlight wobei man bedenken muss das 13-15 jährige häufig noch mit der familie verreisen und ein zuhausebleiben da meist kein thema ist.
  • Der Rückbauer 21.07.2019 14:22
    Highlight Highlight So,. Ihr jungen watson's, ein ziemlich ungemütliches Thema hier, also weg damit. Streikt und fliegt weiter. - Ich bin einer von jenen Arschlöchern, der Euch Eure Zukunft klaut. Uebrigens: Ich würde "die Jungen" nie pauschal als Arschlöcher bezeichnen.
  • Rethinking 21.07.2019 11:13
    Highlight Highlight Junge fliegen trotz Klimastreik... Nun ja Grüne machen ja auch Kinder trotz Überbevölkerung, Ressourcenverschwendung, Artenausrottung und Umweltzerstörung...
  • My Senf 21.07.2019 08:37
    Highlight Highlight 🤔
    Studenten vor oder im burnout und im anderen Artikel braindrain...
    Sprich, die 🇨🇭hat demnächst gar keine Akademiker mehr, zumindest keine aktiven...
  • Der Rückbauer 21.07.2019 08:27
    Highlight Highlight Klima und Fliegen: Da muss man schon unterscheiden. Das eine ist das Klima, das gilt es unbedingt zu schützen, vor allem durch freie Freitage. Greta sei Dank. - Das andere ist das Fliegen: Wer will schon den Jungen den Spass verübeln. Fun muss sein im Leben, man gönnt sich schon sonst nichts.
    Also: Freie Freitage und Fliegen, das haben die Jungen sich redlich verdient.
  • oh mein lieber Herr! 21.07.2019 07:58
    Highlight Highlight „Schüler und Jugendliche, die das Thema Klimawandel auf die politische Agenda gesetzt haben, verhalten sich laut der «SonntagsZeitung» beim Reisen am wenigsten umweltfreundlich.“


    Erstaunt dies jetzt wirklich jemand?
    🤔
    Diese armen Kerle sind doch noch zu jung, um zu wissen für was sie manipuliert wurden.
  • Rethinking 21.07.2019 07:48
    Highlight Highlight Bundesbeamte fliegen immer mehr... Kunststück, es gibt auch immer mehr Beamte. Hier sollte man mal einen Riegel vorschieben

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