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Schweizer mit Migrationshintergrund doppelt so häufig erwerbslos und oft überqualifiziert

30.11.2021, 09:13
Bild: shutterstock

38 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren hatten 2020 einen Migrationshintergrund. Das sind 0.3 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. Ihre Erwerbslosenquote ist mehr als doppelt so hoch wie jene der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.

Sie beträgt bei Personen mit Migrationshintergrund - unabhängig von der Generation - 7 Prozent gegenüber 3 Prozent bei denjenigen ohne einen solchen Hintergrund.

Haben Eingewanderte aber erst einmal eine Stelle gefunden, scheinen ihre Aufstiegschancen einigermassen intakt: Die Quote der Arbeitnehmenden mit Führungsfunktion ist nur leicht geringer als bei den Personen ohne Migrationshintergrund: nämlich bei der ersten Generation 32 Prozent und bei der zweiten 33 Prozent gegenüber 35 Prozent bei Arbeitnehmenden ohne Migrationshintergrund.

Erwerbspersonen mit Migrationshintergrund der ersten Generation sind aber deutlich häufiger überqualifiziert als solche ohne: 19 Prozent der im Ausland geborenen arbeiten in Jobs, die ihren Ausbildungsstand nicht voll ausschöpfen. Bei Erwerbspersonen ohne Migrationshintergrund sind das nur bei 12 Prozent der Fall.

Das Bundesamt für Statistik (BFS), das die Zahlen am Dienstag veröffentlicht hat, warnt aber davor, den Migrationshintergrund als einzigen erklärender Faktor für die Unterschiede zwischen diesen Gruppen zu betrachten. «Andere Variablen wie das Alter oder das Bildungsniveau können ebenfalls einen Einfluss haben.» (aeg/sda)

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Leute, denen es auf der Arbeit offensichtlich langweilig war

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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Chalbsbratwurst
30.11.2021 10:18registriert Juli 2020
Wenn ich erhlich sein darf ohne gleich in die Rassistenecke gestellt zu werden: Als Chef muss man extrem aufpassen das man nicht Personen mit Migrationshintergrund aus verfeindeten Ländern einstellt. Da gerade Menschen aus der Balkan-Region, meiner Erfahrung nach, oft die grössten Rassisten sind (natürlich nicht alle) kann es zu ganz schlechtem Betriebsklima und Spaltung der Belegschaft führen wenn man die falschen einstellt. Ich denke das könnte zur oben beschriebenen Problematik beitragen... es gibt aber sicher noch viele weitere Gründe.
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maylander
30.11.2021 13:15registriert September 2018
Bei den Überqualifizierten wäre es noch interessant, ob sie ihre Qualifikation in der Schweiz oder im Ausland erworben haben.
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Sprachrohr
30.11.2021 11:12registriert Juli 2020
"19 Prozent der im Ausland geborenen arbeiten in Jobs, die ihren Ausbildungsstand nicht voll ausschöpfen."

Man ist für einen Job nicht schon überqualifiziert, weil man einen höheren Ausbildungsstand hat. Was nützt ein Akademiker, der die hiesige Sprache (noch) nicht beherrscht oder dessen ausländischen Referenzen kaum überprüfbar sind?
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