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Dieses Jahr fällt der «Supervollmond» ausgerechnet auf den Perseidenschauer.
Dieses Jahr fällt der «Supervollmond» ausgerechnet auf den Perseidenschauer.
Bild: Shutterstock
Himmelsspektakel

Ein «Supervollmond» vermiest uns den Sternschnuppen-Regen

Die gute Nachricht: Bei schönem Wetter wird am 10. August ein richtig grosser Vollmond den Nachthimmel erhellen. Die schlechte Nachricht: Er überstrahlt dann den alljährlichen Sternschnuppenregen der Perseiden.
09.08.2014, 10:4211.08.2014, 09:38

Jedes Jahr kreuzt die Erde Mitte August die Bahn des Kometen Swift-Tuttle. Hobbyastronomen, Liebespärchen und Leute, die dringende Wünsche hegen, haben dann Hochkonjunktur, denn die Staubspur des Kometen erzeugt den Sternschnuppenregen der Perseiden. 

Dieses Jahr macht den Schaulustigen aber ein anderer Himmelskörper einen dicken Strich durch die Rechnung: der Mond. Am 10. August erreicht der Erdtrabant seinen erdnächsten Punkt und gilt daher als besonders heller «Supervollmond». Sein Licht wird die meisten Sternschnuppen ganz einfach überstrahlen. 

Zwischen 22.00 und 4.00 Uhr

Den Höhepunkt des Meteorstroms erwarten Experten in der Nacht auf den 13. August. Die beste Beobachtungszeit liegt in Mitteleuropa zwischen 22.00 und 4.00 Uhr. Doch eben – selbst wenn das Wetter mitspielt, wird uns der «Supervollmond» das Schauspiel vermiesen: Er geht zur besten Beobachtungszeit auf und erhellt die ganze Nacht den Himmel, wie die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) mitteilt. 

«Untersuchungen haben gezeigt, dass nur rund 20 bis 30 Prozent aller Meteore der Perseiden hell genug sind, um auch bei Vollmond leicht gesehen werden zu können», schrieb die WAA in der Mitteilung. 

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«Supermond» am Südosthorizont

Dafür gibt es bei gutem Wetter den «Supervollmond» zu bestaunen. Am 10. August 2014 um 19.43 Uhr MESZ steht der Mond in maximaler Erdnähe, um 20.09 Uhr ist er ganz voll und geht für unsere Breiten nur wenige Zeit später am Südosthorizont auf, wie die Sternwarte Bülach auf ihrer Webseite schreibt. 

Drei «Supermonde» im Jahr 2014.

Der scheinbare Grössenunterschied zwischen dem Mond an seinem erdfernsten Punkt (rund 408'000 Kilometer) und an seinem erdnächsten Punkt (rund 360'000 Kilometer) entspricht dem zwischen einem Zehnrappenstück und einem Zwanzigrappenstück. Doch den meisten Personen fällt dies laut WAA mangels Bezugspunkten gar nicht auf. (sda/apa) 

Als bescheidener Ersatz: Die Perseiden 2012 in HD!
Sternschnuppen ... 
... entstehen, wenn kleinste Partikel und Staubkörner mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen und dort verglühen. Solcher Staub kann von Kometen stammen, die auf ihren Runden um die Sonne einen Teil ihres Materials verlieren. Diese winzigen Partikel bleiben weiter auf der Bahn des Kometen. Kreuzt die Erde diese kosmische Schmutzspur, erzeugen die Staubteilchen einen sogenannten Meteorschauer
Mitte August ist das jeweils der Sternschnuppenregen der Perseiden – der so genannt wird, weil es aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen. Der Meteorstrom wird auch «Tränen des Laurentius» genannt, weil sein Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt und als Tränen des Himmels wegen Laurentius' Martyrium gedeutet wurde. (sda/apa)
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