EU
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Smartspider-Grafiken

Die rechten Sieger Europas: So positionieren sie sich im Vergleich mit der SVP

Die EU hat gewählt – und ist nach rechts gerutscht. Wir zeigen die EU-kritischen und rechtsgerichteten Parteien im Vergleich mit dem «Schweizer Original», der SVP.



Die europäischen Rechtsparteien sind mehrheitlich EU-feindlich. Mit diesem Rezept haben sie am Wochenende zum Teil grosse Wahlerfolge erzielt. In der Schweiz ist die SVP klar die europakritischste Partei. Doch wo liegen die Parallelen mit ihren europäischen Schwesterparteien. Was haben der Front National, Jobbik oder die FPÖ mit der SVP gemeinsam, wo unterscheiden sie sich? 

Die folgenden Spider-Grafiken von Smartvote zeigen, wo die Unterschiede liegen, und wo die Parteien deckungsgleich sind.

Frankreich

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Der siegreiche Front National (FN) von Marine Le Pen und die SVP haben einiges gemeinsam: Die restriktive Migrationspolitik sowie die Ablehnung der EU-Integration ist für beide Parteien ein Steckenpferd. Bezugspunkte gibt es auch bei der Kritik am Islam

Allerdings vertritt der FN in der Wirtschafts- und Sozialpolitik deutlich «linkere» Positionen. Er will die Banken und die Rüstungsindustrie verstaatlichen. Zudem sollen die französischen Staatsbürger bei der Arbeitsplatzsuche und bei Sozialleistungen gegenüber Nicht-Franzosen besser gestellt werden.

Grossbritannien

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Die EU-Gegner aus Grossbritannien und der Schweiz gehen politisch praktisch Hand in Hand. Im europäischen Spektrum stehen die beiden Parteien am weitesten rechts. Gesellschaftlich ist die UKIP etwas liberaler als die SVP, sie geht auch bei der grossen muslimischen Gemeinde auf der Insel auf Stimmenfang. Auch beim Thema Sicherheit ist sie weniger restriktiv.

Deutschland

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In Deutschland kam die europakritische AfD auf sieben Prozent. Parteichef Bernd Lucke sprach von einem Denkzettel für die etablierten politischen Kräfte. Er bestritt, dass seine Partei anti-europäisch oder rechtslastig sei. Tatsächlich wirkt die AfD im Vergleich mit der SVP wie eine Mitte-Partei. In der Europapolitik setzt sie vor allem auf einen Austritt der verschuldeten Südländer aus der Eurozone. Übereinstimmungen mit der SVP gibt es am ehesten bei der Forderung nach Volksentscheiden nach Schweizer Vorbild.

Holland

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Geert Wilders, Chef und einziges Mitglied der Partei für die Freiheit, hat sich als scharfer Islam-Kritiker profiliert. In der Einwanderungs- und Sicherheitspolitik liegt er weitgehend deckungsgleich mit der SVP, ansonsten gibt es teils deutliche Abweichungen nach links. Bei der Europawahl hat die PVV mit 13,2 Prozent schlechter abgeschnitten als erwartet.

Dänemark

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In Dänemark wurden die Rechtspopulisten mit 26,6 Prozent stärkste Partei. Die Dänische Volkspartei (DF) würde damit vier der 13 dänischen Sitze im EU-Parlament bekommen. Der grösste Unterschied zur SVP zeigt sich bei der Haltung zu einem ausgebauten Sozialstaat und zu einer liberalen Wirtschaftspolitik. Die SVP kann im Vergleich als national-liberale Partei bezeichnet werden, welche in wirtschaftlichen Fragen nicht unbedingt populistische Parolen vertritt. Die DF hingegen entspricht eher dem typischen Bild rechtspopulistischer Parteien, welche auch in wirtschaftlichen Fragen in der Regel antiliberale Haltungen einnehmen. 

Österreich

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Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) konnte ihren Stimmenanteil deutlich ausbauen. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge kamen die Freiheitlichen auf 20,5 Prozent, knapp acht Punkte mehr als 2009. Die grösste Abweichung zur SVP zeigt sich beim Thema Umweltschutz: Die FPÖ setzt sich ein für erneuerbare Energien und einen weitreichenden Tierschutz. In der Sozialpolitik vertritt sie eher antiliberale Positionen.

Ungarn

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In Ungarn fuhr die rechtsgerichtete Fidesz-Partei von Regierungschef Viktor Orban mit 51,5 Prozent der Stimmen einen gewaltigen Wahlsieg ein. Damit wird sie zwölf der 21 Sitze Ungarns im Europaparlament einnehmen. Die rechtsextreme Partei Jobbik erzielte 14,7 Prozent der Stimmen. Mit der SVP sind die Gemeinsamkeiten ausser in der Migrations- und Sicherheitspolitik relativ gering. Jobbik vertritt ausländerfeindliche und antisemitische Positionen.

Finnland

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Die «Wahren Finnen» wurden in Finnland drittstärkste Kraft. Laut vorläufigem Endergebnis erreichten sie 12,9 Prozent und werden damit künftig zwei Sitze im EU-Parlament in Strassburg einnehmen. Sie stehen wie alle «klassischen» rechtspopulistischen Gruppierungen in wirtschaftlichen und sozialen Fragen weiter links als die SVP. Aber auch bei Einwanderung und EU-Integration sind die Wahren Finnen weniger radikal.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Binder 12.03.2016 18:52
    Highlight Highlight Wenden wir die diagnostischen Kriterien für Psychopathie auf die derzeitige SVP an, die im Übrigen asozialste aller rechtsnationalen europäischen Parteien, ist diese als Partei ein Psychopath.
  • Thomas Binder 11.03.2016 11:23
    Highlight Highlight Wenden wir die diagnostischen Kriterien für Psychopathie auf die rechtsnationalen europäischen Parteien an, deren asozialste die SVP ist, sind diese Parteien allesamt Psychopathen.

    Wenden wir die diagnostischen Kriterien für Psychopathie auf das herrschende Menschenbild der Volkswirtschaftslehre, das Modell des homo oeconomicus, an, erfüllt auch dieses die Kriterien für die Diagnose „Psychopathie“. Die Basis der derzeitigen Wirtschaftheorie bildet de facto der homo psychopathicus.

    Deshalb ist die Welt im "Zeitalter des schweren Narzissmus" seit etwa 30 Jahren völlig durchgeknallt.
  • Emperor 09.12.2015 10:31
    Highlight Highlight Komisch... der FN oder Jobbik werden als rechtsextrem bezeichnet obwohl sie massiv weniger radikale Positionen haben als die SVP laut Spider... läuft da nicht etwas falsch wenn wir die SVP nur als bürgerlich oder rechtspopulistisch bezeichnen?...
  • Joshzi 09.12.2015 07:01
    Highlight Highlight Leider konnte mir niemand bisher beantworten, unter welchen Voraussetzungen und wer das Profil des FN auf smartvote erstellt hat. Sitze ich jetzt auf dem Schlauch wenn mir nicht klar ist, wer und unter welchen Voraussetzungen die Fragen bei der Profilerstellung beantwortet hat?
  • Thomas Binder 27.05.2014 13:49
    Highlight Highlight Wer mit dem Finger auf ausländische Rechtsnationale zeigt, sollte zuerst auf unsere (2011) 28.1% (SVP, EDU, SD) eigenen zeigen...
  • Bernhard U. Altermatt 27.05.2014 12:17
    Highlight Highlight Liebe Watson-Redaktion. Es heisst "Front national" (m.) und nicht feminin ;-)
    • Armando 12.03.2016 22:59
      Highlight Highlight Genau, aber manche Journalisten sind eben in der Primarschule stecken geblieben.
  • Mister Moe 26.05.2014 22:55
    Highlight Highlight ich habe auch das Gefühl dass hier etwas mit der Grafik ziemlich falsch gelaufen ist. Wie würde denn jenes der Schweizer Demokraten aussehen, vielleicht ausserhalb des Rasters :) ?
  • Lowend 26.05.2014 22:09
    Highlight Highlight Wenn ich mir anschaue, wie deckungsgleich und teilweise sogar noch extremer die
    Positionen der SVP im Vergleich zu den rechtsextremen Parteien in Europa sind, dürfte man diese Partei nun wohl auch mit Fug und Recht als Rechtsextrem und Populistisch bezeichnen, aber mit Sicherheit nicht mehr als Bürgerlich, bei solchen Übereinstimmungen?
    • goschi 26.05.2014 23:23
      Highlight Highlight Ach david, wieder einmal glänzen Sie durch Ignoranz und blinde Verteidigung der SVP, zeigen aber sehr deutlich, dass Sie keine Ahnung haben (wollen) wie solche Spinnendiagramme Zustandekommen.

      Sie hängen sich zB. an einem einzigen Punkt auf, verkennen aber völlig die Tatsache, dass "restriktive Migrationspolitik" nicht gleichbedeutend mit Rassismus oder Antisemitismus ist, sondern ungleich mehr Faktoren beinhaltet.
    • Lowend 26.05.2014 23:59
      Highlight Highlight @david707: Haben Sie sich schon mal überlegt, dass daran ein Funken Wahrheit ist, nur dass es eben nicht nur Nazis in der SVP gibt, aber dass es sehr viele Mitläufer sind, die den Rechtsextremen den Rücken stärken und so hinter vorgehaltener Hand auch deren Gesinnung gutheissen, da sie sich nicht entschlossen gegen diese braunen Kampftruppen in der eigenen Partei aussprechen wollen? Wie heisst es dann so schön; Mitgegangen, mitgefangen.

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